Alte Versammlung / Exklusive / Die allein zum Namen des Herrn Versammelten / Geschlossene Brüder / Darbysten

Vorwort

Mein Motiv, diese Schrift zu veröffentlichen, ist hoffentlich nicht Rache oder Enttäuschung darüber, dass ich in dem System „Alte Versammlung“ (AV) keinerlei Anerkennung, sondern mit Ausnahmen eher religiös motivierten Hass und Anfeindung aller Art erlebt habe. Es ist auch nicht so, dass ich mit jemandem eine Rechnung offen habe, die ich hiermit begleichen will, schon gar nicht, wie behauptet wurde, dass ich Personen darin „hassen“ (MS) oder „die Versammlung Gottes diffamieren“  (RS) würde. Nichts liegt mir tatsächlich ferner als die beiden Vorwürfe. Dass wir nach unserem Austritt als „Werkzeuge Satans“ (LE im Beisein von mind. fünf AVlern in I, die dem nicht widersprochen haben) bezeichnet werden, habe ich Gott übergeben.

Der Hauptgrund ist vielmehr Dankbarkeit meinem Herrn und Erlöser gegenüber, der mich aus einer sehr schwierig zu erkennenden Sekte herausbringen konnte. Schwierig zu erkennen daher, weil vieles dort biblisch begründet aussieht und wirkt: eine große Ernsthaftigkeit dem Wort Gottes gegenüber, der Wunsch Vieler, dem Herrn Jesus nachzufolgen, viele richtige Lehren bezüglich des Kommens des Herrn Jesus etwa.

Es sind neben den guten  Lehren, Vorgaben und Verhaltensweisen leider auch  falsche und teilweise böse Aspekte im „System AV“  vorhanden, die dem, was Gott  in seinem Wort gesagt hat, diametral entgegenstehen. Den einfacheren Mitgliedern wird vieles nur vorgespiegelt, es wird bewusst verheimlicht und  vertuscht, was tatsächlich  hinter den Kulissen abläuft, und wie die Fäden von den örtlichen Gruppen  nach oben zur zentralen Führung – dazu später mehr - gesponnen sind.

Ich möchte versuchen, in meiner Beurteilung fair zu bleiben; ob das gelungen ist, wird der Herr Jesus eines Tages sagen. Namen will ich nur abgekürzt nennen, um niemanden in der Öffentlichkeit bloßzustellen, und damit auch verdeutlichen, dass ich niemandem persönlich böse bin, da mir die Personen sehr leid tun, weil die meisten von ihnen sicherlich der Meinung sind, Gott ernsthaft und nach bestem Wissen und Gewissen zu dienen. Ich kann jedoch an dieser Stelle versichern, dass sich hinter den Abkürzungen jeweils reale Personen wiederfinden, die ich nicht erfunden habe, wie vielleicht vermutet werden könnte, wenn man dem Inhalt nach nicht damit einverstanden ist. Dafür sind die Dinge zu traurig.

Ein weiteres Motiv dieser Abhandlung ist es, den Geschwistern Mut zu machen, die die Lehren der Gruppierung vielleicht seit langem hinterfragen,  aber aus Angst, man würde die Gemeinschaft mit dem Herrn Jesus verlieren, schweigen und still leiden. Hierzu muss man wissen, dass es zum zwar nicht immer offen ausgesprochen, nichtsdestotrotz eindeutigen Selbstverständnis der AV gehört, nur hier sei der Tisch des Herrn - und somit der Herr selbst – und folgerichtig führe der Weggang aus der Gemeinschaft zwangsläufig auch dazu, die Gemeinschaft mit dem Herrn zu verlieren. Diese jahrelang geschürte Furcht hat bei nicht wenigen „Aussteigern“ zu enormen seelischen Nöten und Belastungen geführt. Einige dieser Menschen, die mir persönlich bekannt sind und ebenso wie ich selbst diesen Psychoterror erlebt haben, werden nachfolgend noch erwähnt.

Ich bin mir dessen bewusst, dass meine Stellungnahme aufgrund der kurzen Zeit, die seit meinem „Ausstieg“ vergangen ist, das Risiko in sich trägt, von den noch vorhandenen starken Emotionen beeinflusst bzw. beeinträchtigt zu sein. Da ich mich jedoch der Wahrheit verpflichtet sehe und vor Gott für diese Schrift Rechenschaft ablegen werde, bitte ich um Hinweise, Ergänzungen und Korrekturen, falls ich Dinge übertrieben, untertrieben oder unwissentlich falsch bzw. einseitig dargestellt haben sollte. Diese Bitte gilt ausdrücklich auch jenen, die weiterhin zur sog. Alten Versammlung gehören. Nichts wäre schlimmer, als ein vermeintlich unbiblisch agierendes System zu kritisieren und dies nicht auf dem Boden der Heiligen Schrift zu tun.

Abschließend möchte ich mich nochmals ausdrücklich an diejenigen wenden, die weiterhin zu dem System Alte Versammlung gehören, dort ihre geistliche Heimat sehen und ihr Christenleben nach bestem Wissen und Gewissen auf das Wort Gottes ausrichten und sich an diesem orientieren wollen:

Es ist mir bewusst, dass diese Schrift mit ihrer deutlichen Kritik an einer religiösen Gemeinschaft naturgemäß Verletzungen hervorrufen wird. Jedoch bin ich der Überzeugung, dass man dort, wo man – enorme - Defizite in der Umsetzung biblischer Gebote und Vorgaben zu erkennen glaubt, nicht schweigen darf, um einerseits vor dem Beitritt zu einer solchen Gemeinschaft zu warnen und andererseits dazu anzuregen, das Böse und Falsche in der Lehre und Praxis zu verurteilen, um echte biblische Versammlung und geistliche Heimat für viele zu werden.

Begriffsklärung Exklusivismus / Geschlossene Brüder
Der Begriff Exklusivismus kommt vom lateinischen Wort für "ausschließen". Die AV selbst lehnt den Begriff ab, selber erkennt man sich im Hinblick auf die Zugehörigkeit anhand von Codenamen, etwa, ob man auch „den gemeinsamen Weg der Kinder Gottes gehe“, „sich getrennt von offenen Grundsätzen versammle“ oder „nach Matthäus 18,20 zusammenkomme“. Der Name „Exklusive“ wird nur von Außenstehenden gebraucht, genauso wie "Alte Versammlung" oder "Geschlossene Brüder". Exklusiv bedeutet hier nicht, dass man von Sünde getrennt ist; das ist ohnehin  oft nicht der Fall, da beispielsweise  Irrlehre und Hochmut  in der AV nicht nur partiell vorhanden, sondern faktisch sogar typisch sind für die vorherrschende Denkweise sind  („Nur wir sind es, haben alles, sonst niemand!“ etc.). Gemeint ist also vielmehr, dass man von anderen Christen abgekapselt lebt und auch nur Personen aus anderen Darby-Gruppen lokal zum Brotbrechen zulässt. Das heißt, Ortsgruppe A nimmt exklusiv und ausschließlich Leute aus anderen Darby-Ortsgruppen zur sogenannten Tischgemeinschaft, zum Brotbrechen, zum Abendmahl auf. Dazu gibt es entsprechende Empfehlungsschreiben, die in der Regel von den örtlichen Köpfen verfasst werden (in Gottes Wort gibt es zwar auch Empfehlungsschreiben, die erfüllen jedoch einen anderen Zweck, als die Mitglieder einer bestimmten Gruppe unter sich sein zu lassen). Mit den Empfehlungsschreiben kann dann praktischerweise auch kontrolliert werden, welches Mitglied wohin geht. Hier am Ort in I hat sich in den letzten Jahren ein neuer „Führer“ etabliert, der die Autorität, diese Schreiben auszustellen, an sich riss, u.a., damit besagte Kontrolle anderer vor Ort stattfinden kann. Die Empfehlungsschreiben erfüllen noch einen zweiten Zweck, nämlich den der Disziplinierung und seit der Ära B leider in Einzelfällen auch der öffentlichen Blamage von Abweichlern, die aber noch im System dabei sind, nachdem Codes eingebaut sind, die nur die Eingeweihten an den Orten verstehen und so AVler - aus welchen Gründen auch immer-, an anderen Orten blamiert werden, wenn sie trotz Schreiben von der Heimat AV in der Ziel AV abgewiesen werden (später dazu mehr). Man kann sich selbst ein Wort für diese Praxis einfallen lassen (Betrug, Geheimnistuerei, Ausspielen, öffentlich zur Schau stellen, diffamieren, bloß stellen etc.). Ist jemand nicht auf AV Kurs, was die Lehre und auch die Lebensführung betrifft, wird das Schreiben dann verweigert. Bei mir war es am Ende tatsächlich so, dass ich Probleme bekam, einen solchen Brief von MD zu erhalten. Ich musste mich regelrecht einschmeicheln -  wie dumm das aus heutiger Sicht auch war -, um einen Brief für eine andere AV  Ortsgruppe zu bekommen. Das fiel mir besonders schwer, weil  ich zu dieser Zeit aus noch näher zu beschreibenden Gründen kein Vertrauen zu den Briefeschreibern mehr haben konnte. Das Empfehlungsschreiben müssen grundsätzlich mehrere Personen aus der Gemeinschaft  unterschreiben, und so ist letztlich allen bekannt, wohin das Mitglied reist, da es ohne Brief nicht in einer anderen Gruppe der AV aufgenommen wird. Verkauft wird die Sache als Zeichen der Einheit aller Kinder Gottes, de facto ist es die Einheit der in sich geschlossenen Darby-Gruppen, sowie eine wirksame Kontrolle derer vor Ort. Diejenigen in den Ortsgruppen, die die Briefe schreiben, genießen das besondere Vertrauen der mittleren und obersten Führungsriege, oft identisch mit denen im Verzeichnis im Internet (dort stehen jeweils zwei Ansprechpartner an den jeweiligen Orten), das ist eine Liste, wo der Herr Jesus in der Mitte sei. Wenn man als AVler ins Ausland fahren will, kann man beim GBV Verlag Adressen anfordern, wo im Ausland andere Gruppen „in Gemeinschaft“ sind. Welche Versammlungen also angesteuert werden dürfen, ist in einem Online-Verzeichnis, das von der Führung passwortgeschützt an die Delegierten zu den Treffs in Wetter verteilt wird, abzurufen. Dort sind Ort und Zeit der Treffs sowie die beiden loyalen Kontaktpersonen einzusehen. In Wien gab es in der AV großen Streit darüber, wer dort als Kontaktperson drinstehen darf. Damit geht Prestige einher,  die hier genannten Personen sind dann auch die Verbindungsköpfe zur zentralen – später mehr dazu - Führungsriege. Auffällig gewordene Geschwister würden nicht als Kontaktpersonen für die Ortsgruppe aufgenommen werden. Das versteht sich von selbst.

Wenn ein AVler in eine Nicht-Darby-Gruppe geht und dort das Brot bricht, wird er offiziell für eine gewisse Zeit oder komplett vom „Tisch des Herrn“ ausgeschlossen.  Die Begründung dafür ist, dass nur in der AV die Einheit des Leibes Christi verwirklicht sei, mithin jede Vermischung mit anderen „Benennungen“ eine Verunreinigung bedeute. Das gilt auch für Heiraten mit Personen, die nicht zur AV gehören. Begründet wird dies mit dem Buch Ruth, dass man das Feld nicht wechseln sollte, das Boas gehört und auf dem Ruth bleiben sollte. Das sei die AV, auch wenn die Exegese natürlich abenteuerlich ist. Es geht aber offensichtlich darum, dass niemand abwandert.

Bei den AV-Treffs  lautet oft die am meisten gestellte Frage, ob man wisse, was XY mache, wo er ist und wie es ihm ginge, wenn er nicht da ist. Dies ist jedoch nicht immer als Anteilnahme zu bewerten. Ein Aussteiger O nannte das „Info-Broker“, also wechselseitiger Austausch zwecks Kontrolle der einzelnen AVler. Leider wurden intime und heikle Details oft unter dem Vorwand des Gebetsanliegens herumgereicht. „Bitte betet für XY, er macht dies und jenes falsch.“. Bei mir war es auch nicht anders, da ich bestimmte Vorwürfe von MD über mich wortwörtlich von MB genau so und nicht wesentlich anders wieder zu hören bekam, noch bevor wir uns überhaupt näher kannten.

Da Fernsehapparate nicht gerne gesehen werden, umgeht man die Kontrolle bei Brüderbesuchen, indem der Apparat wie bei D und vielen anderen AVlern im Schlafzimmer steht,  wo die Kontrollpersonen in der Regel natürlich nicht hineingehen. Diese Praxis hat sich etwas gelockert, wie auch andere, nachdem es in der AV seit der ungerechten Entfernung von Ouweneel eine größere Anzahl an AV Gruppen nicht mehr dort mitmachen und so Mitglieder einfacher dazukommen wollen, noch früher, war dies ein Grund, die Aufnahme zu untersagen. Eine Schwester R, die während der Woche Hosen trägt, meinte unter vorgehaltener Hand: „Den Rock ziehe ich nur am Sonntag an, damit es keinen Ärger gibt!“. Eine Schwester D wurde vom Brotbrechen (so viel ich noch weiß: befristet) ausgeschlossen, da sie beim Fahrradfahren mit einer Hose erwischt wurde. Dies ist jedoch bereits einige Jahre her, nachdem man nun genötigt ist, die Regeln etwas offener zu gestalten, würde das derzeit nur noch in Ausnahmen wohl durchgehen. O hat mir berichtet, eine Schwester wurde vor Ort nicht zugelassen, da sie mit Turnschuhen in die Gruppe käme, was in der Gegenwart des Herrn nicht sein könne. Diese trug sie jedoch aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen in den Beinen.

Entsteht eine neue Ortsgruppe, wird dazu gesagt, „man habe den Tisch des Herrn an Ort X aufgerichtet“ bzw. „der Herr habe hier nun ein weiteres Zeugnis seiner Versammlung an einem bisher unerreichten Ort X“. De facto ist es nur eine weitere totalitäre Ortsgruppe, die der Führungsriege untersteht, in der einzelne Köpfe entscheiden, wo der Herr ist und wo nicht. So kamen Briefe von CB an die deutschen Ortsgruppen, dass Gruppe X draußen sei, der Herr sei nicht mehr dort, und die übrigen Ortsgruppen müssen unterschreiben. Wer nicht fristgerecht unterschreibe, flöge raus, und der Herr Jesus sei dann dort nicht mehr in deren Mitte (binnen 14 Tagen sind diese Briefe  zurückzuschicken). Ich habe eher den Eindruck, dass in diesen beiseitegesetzten Versammlungen vielleicht lediglich der Herr Darby post mortem nicht mehr in der Mitte ist. Der Herr Jesus hingegen ist gemäß seiner Verheißung dort, wo man zu ihm hin versammelt ist. Und das ist sicher nicht dort, wo das, was in seinem Wort steht, ins Gegenteil verkehrt wird.

Es gibt, wie ich höre, auch immer wieder erfreuliche Entwicklungen, dass nämlich Ortsgruppen zu Verstand kommen, „normale“ Auffassungen annehmen und folgerichtig aus dem „System“ ausscheiden. Das wird dann in der „Zentrale“ gemeldet. Zum Beispiel hat Bruder R, der in der AV nach oben strebt und bereits bei Treffs an den Tischen der Führung sitzt, das Ausscheiden von einer recht vernünftigen Gruppe dort bekanntgemacht. Da ich die Gruppe und einen Bruder dort kenne, weiß ich, was dieser jahrelang an Psychoterror mitgemacht hat. Er hat mir lang und ausführlich erzählt, welchem Druck, welchen Anfeindungen, ja welchem Hass er ausgesetzt war. Das Interessante daran: Er ist meines Erachtens bibeltreu und glaubt auch nicht alles von den teilweise falschen Lehren Darbys / Kellys (insbesondere nicht die zur Prädestination). Dass man da Psychoterror erlebt, ist klar. Ein AV-Schreiber sagte im Internet (B), es herrsche dort kein Psychoterror. Das ist jedoch nur dann der Fall, wenn man alles schluckt und auch zu Falschem Ja und Amen sagt. Dabei fühlt man sich an das Lied, das man in der DDR zu Selbstbestärkung sang, auch wenn in der SED gar nichts vernünftig lief: „Die Partei, die Partei hat immer Recht“. Auch wenn die Realität vollkommen anders aussieht, so kann man sich dann die Dinge einreden, eine Art Realitätsverweigerung.

Zudem bekam ein evangelistisch tätiger Bruder W allein schon Probleme, dass er nicht ausschließlich AV Traktate benutzte, er wurde so lange schikaniert, bis er die AV freiwillig verließ. Er hatte bis zum Ausstieg auch Schmerzen am ganzen Körper, die dann nach einiger Zeit verschwanden. Sonst wird man auch gelobt und kommt auch gut nach oben. Wenn man offen gegen die Prädestination und andere Irrtümer argumentiert, ist der Terror sicher, dieser wird, mehr dazu später, oft sogar zentral angeordnet.

All die genannten Eigenheiten führen letztlich dazu, dass die AV aus Sicht anderer Christen als eine selbsternannte Elite empfunden wird. Elite, elitär, exklusiv – hier schließt sich der Kreis.

Der Begriff "Geschlossene Brüder" basiert auf der gleichen, zuvor beschriebenen Beobachtung der „anderen“ Christen, der sogenannten Benennungen. Im Gegensatz zum Begriff „Exklusive“ wird dieses Attribut jedoch sogar zum Teil von der AV selbst verwendet – beispielsweise wenn von „geschlossenen oder offenen Grundsätzen“ die Rede ist. Offene Grundsätze sind, wenn man sich außerhalb der AV als Christen versammelt und in den Empfehlungsbriefen darf nicht fehlen, dass man „getrennt von allen offenen und bösen Grundsätzen allein zum Namen des Herrn versammelt ist“. Das Wort „offene Grundsätze“ kommt in Gottes Wort nicht vor, nach dieser Definition versammelt sich auch die katholische Kirche oder die Zeugen Jehovas getrennt von offenen Grundsätzen, da die Ortsgruppen miteinander korrespondieren und von einer Zentrale gesteuert sind. Durch offene Grundsätze würde Böses in die Gruppe eindringen, daher will man geschlossen sein, auch wenn dabei falsche Lehren und Praktiken mit eingeschlossen sind, sodass das gesamte System nicht reformierbar ist, außer wenn einzelne Personen oder Gruppen damit aufhören, die dann exkommuniziert werden. Dies wird auch in einem internen Schreiben der Leitung unter AR, das den Zugang sog. „freier Brüder“  abhalten soll, deutlich: „Ein von Person unbekannter Christ kann daher als Besucher zum Brotbrechen nur zugelassen werden, wenn er durch ein Empfehlungsschreiben von einer Versammlung, die als schriftgemäß bekannt ist (Apg 18,27; 2 Kor 3,1), oder durch zwei oder drei vertrauenswürdige Brüder eingeführt wird (Mt 18,16; 2 Kor 13,1)“.

Geschlossen“ bedeutet in der Realität, dass die Gemeinschaft mit anderen Gliedern des Leibes Christi schwierig bis nicht existent sind, was von Außenstehenden zwangsläufig negativ, aber auch oft irritierend wahrgenommen wird, wie man zu diesem absurden Selbstverständnis kommen konnte, die einzig richtige Kirche auf der Welt zu sein. Zu den Gründen, warum Kontakte zu anderen Christen überhaupt bestehen, wird später mehr zu sagen sein müssen. Der Grundsatz ist jedoch: „Mit wem man am Sonntag keine Gemeinschaft am Tisch des Herrn haben kann, mit dem darf man sie erst recht nicht während der Woche haben“. Es bedeutet auch, dass der Zugang zur AV früher extrem schwer war, das hat sich die letzten Jahre vollkommen geändert. Früher war noch das Vorhandensein eines Fernsehers ein Grund, dass man nicht in die Gruppe aufgenommen wurde, heute spielt das keine Rolle mehr, wie MD das bei Gesprächen über Fam. H gesagt in I hat, das wäre kein Hinderungsgrund mehr (MD war vor seinem Weggang der führende Kopf). Heute sind die Maßgaben vollkommen anders geworden und man ist froh, wenn überhaupt jemand dazukommen will. Die Glieder der Gemeinschaft wurden und werden früher noch auf Herz und Nieren geprüft und kontrolliert, Neuzugänge „aus der Welt“ werden die letzten Jahre kaum mehr auf biblische Zulassungskriterien hin untersucht und erst einmal aufgenommen und nach einer gewissen Eingewöhnungsphase entsprechend instruiert (später mehr dazu). Ich wurde von MD, derzeit übernimmt BS die Instruktionen in I, von daheim aus, wohin er die Neuzugänge einlud, über die typischen Lehren der AV belehrt. BS hat heute das Vertrauen vom Leiter MB, dem er sich spontan, auch bei grobem Unfug, den ich nicht näher nennen will, unterordnet und sich seiner Autorität vollkommen beugt, sodass er diese Aufgabe ausführen darf, auch wenn ältere Brüder und sogar KHW, die ältere Führungsriege, informelle Treffs, für grundfalsch halten, da dann die Kontrolle über die Hierarchie nicht möglich ist. Aber in diesem Fall ist diese Kontrolle vorhanden, sofern man die lokalen Hierarchien einhält. Die Neu-AVler berichten in I, dass sie dort auf offene Ohren treffen und sich gut über Gottes Wort austauschen können und Fragen beantwortet werden – aber ich wusste ja selber nicht, worum es dabei geht. Ein AVler besucht die regulären Zusammenkünfte regelmäßig während der Woche nie und sonntags selten, stattdessen fast nur den privaten Instruktionskurs bei BS. Dies ist seltsam, da ja nach den eigenen Auffassungen der AV der Herr nur am Donnerstag und Sonntag in der AV-Mitte ist, nicht in Privattreffs. Das scheint derzeit unwichtig, die Einstimmung auf AV Lehren scheint im Vordergrund zu sein.  Ich habe insbesondere von der neuen Führung MB Beschimpfungen über andere vor Ort erleben müssen (z.B. fällt mir in etwa ein, was nach einer Vorbereitungsaktion für eine Veranstaltung hinter dem Rücken von X überall publik wurde, am Ende hat sie X auch selbst mitbekommen: „wie dumm und nervig X ist, da sie sich XY dafür vorstellt, redet immer dagegen. X hätten wir für die Vorbereitungen nie  dazunehmen dürfen“. X wiederum: „Mit Leuten ohne Doktortitel wie mir gibt sich MB gar nicht ab“). Vor Neuzugängen werden bewusst wichtige Dinge verschwiegen und vertuscht, die alle zu interessieren hätten und wissen müssten, ginge es fair zu: Als R und R und L und wir eine offene Aussprache zu einer Zulassung einberufen wollten und die Email von R an alle Mitglieder der AV Ortsgruppe ging, wurde R von BS, der ihn privat instruiert, regelrecht gezwungen, die anderen Neuzugänge wie J und E und B mit einer fadenscheinigen Ausrede von dem Treff auszuladen: R hätte in „Unabhängigkeit“ gehandelt, wie man dazu sagt, d.h. wenn die Führung nicht vorweg die Einwilligung gegeben hat. Dem sehr neuen AVler R, der die Einladung zu sich, wobei natürlich alle kommen sollten, wurde eingeredet, dass die anderen Neuen „zu schwach im Glauben seien, um bei solchen Dingen mitzureden, und für Zulassungen sind nicht alle oder gar Neulinge, sondern nur BS und die anderen der sog. Brüderstunde (eine Bezeichnung der regelmäßigen Treffen der lokalen Führungsköpfe, wo ich vor meinem Rückzug daraus mit tätig war) zuständig“. Tatsache war, dass dabei einige Tricksereien, falsche Behauptungen der örtlichen Köpfe auf der Tagesordnung standen und offen angesprochen werden sollten, das wollte man vor den neuen AVlern nicht besprechen, und so wurden sie, obwohl teilweise lange Jahre Kinder Gottes (also Christen), als „unreif und zu schwach im Glauben“ bezeichnet. So muss sich R der Hierarchie vor Ort beugen und auf Anordnung von MB, CH und insb. BS eine der Begründung nach rein fingierte Ausladung an die bereits Eingeladenen schreiben musste, obwohl er selber dagegen war, diese wieder auszuladen. Der Gruppe der Neuzugänge soll so eine heile Welt vorgespielt werden. In Wirklichkeit werden Mauscheleien, Tricks und blanke Lügen (später mehr dazu konkret) eben auf die Art vor ihnen vertuscht. Beim eigentlichen Treff wollte R als Gastgeber dann die anwesenden AVler begrüßen und selbst gleich in das Thema einführen, worauf BS, der ihm übergeordnet ist, mit strengem Blick zu R den Finger auf seinen Mund legte und R sofort verstummte und BS das Wort überlassen musste - das in seinem eigenen Haus und als Einladender und Gastgeber. Dargestellt wurde der Sachverhalt des Abends dann so stark verzerrt und realitätsfremd von BS und der anderen Führungsclique den Skeptikern ihres Verhaltens erklärt, dass zumindest ich kaum auf dem Sessel bleiben konnte. Eines Tages wird aber ohnehin alles ans Licht kommen, auch wenn derzeit  sicher nicht nur solche unglaublichen Dinge am AV Standort in I stattfinden. R muss sich der Hierarchie beugen, und ihm wird auch in den Zusammenkünften von anderen wie BS das Wort erteilt oder nicht, auch wenn das sicher nicht schriftgemäß ist. An den Sonntagen wurde ihm von MB gesagt, er müsse sich auch mit beteiligen, auch wenn er frisch bekehrt ist und erst die Grundwahrheiten der Schrift verstehen sollte, wie das vernünftigere AVler meinen. Dabei kommen erwartungsgemäß lehrmäßige Irrtümer bzw. Unsicherheiten auf, die aber nicht klargestellt werden (Unterscheidung der Personen der Gottheiten etwa), Hauptsache es kommen keine Pausen, egal ob die Lehre richtig ist oder nicht. Dazu wird auch A das Wort erteilt, auch wenn er gar nicht „in Gemeinschaft“ ist. Ich fand diese Vorgänge kurz vor unserem Ausscheiden sehr beschämend für R.  Ich dachte mir innerlich: „R wird zum Hampelmann gemacht“. Aber jeder ist auch selbst verantwortlich, was er sich bieten lässt. R lehnt bis heute jede Kritik am System ab und nimmt den niedrigsten Platz in der Ortshierarchie ein, was zu besagten oder anderen beschämenden und entwürdigenden Szenen geführt hat (etwa an den Treffs an den Donnerstagen BS zu R: „R müsste jetzt dies und jenes vorlesen“, obwohl es unter Brüdern nach der Schrift keine Hierarchie gibt. R hat nach unserem Austritt den Kontakt zu uns komplett abgebrechen müssen, obwohl wir ein gutes Verhältnis hatten, nachdem von LE, dem ältesten der dortigen AVler, gesagt wurde: „Wir sind Werkzeuge Satans“ und man müsse sich entscheiden, dies hat nach einem erneuten Brüderbesuch mit fünf AVlern stattgefunden (LE, MB, CH, RS etc.), das mit dem Ziel, dass die beiden, die eingeschüchtert werden sollten (unter Androhung des Ausschlusses), den Kontakt zu uns abbrechen. Bei weiterem Kontakt droht der Ausschluss aus der Gruppe. Anders so im strikt hierarchischen System der AV, die bis in die Ortsgruppe geht. Die weiteren Hierarchie-Ebenen werden später besprochen. So in etwa ist die vor Ort vorstellbar, vorhanden, aber nicht als solche deklariert. Wenn X Befehle an Y erteilen kann und Y sie ausführt, ist es klar, wie die Hierarchie sich zeigt, ob sich das benennen lässt oder nicht, ist irrelevant, zumal formale Benennungen in der AV abgelehnt werden. Diese informale Hierarchie reicht vom untersten AVler bis in die Stube der Führung.

Als ich den AV Einführungskurs bei MD belegen sollte, wurden falsche Lehren im Zweiertreff kommuniziert, wie z.B.: „Wir als Glieder der örtlichen Zeugnisse der Versammlung sind die Gefäße zur Ehre, wie Paulus an Timotheus schreibt, andere Christen, die versammeln sich auf dem Boden der Trennung und Spaltung und der Herr Jesus ist dort nicht in der Mitte. Daher müssen wir uns von allen anderen Christen absondern, wie es Paulus sagt. Ebenso muss klar sein, dass man das Brot nur da brechen darf, wo der Herr in der Mitte ist, wenn dies anders laufen würde, wäre das ein Ausschlussgrund“. Ich kann mich sehr gut an diese regelmäßigen Gespräche in meinem Büro oder bei MD erinnern. Diese Lehre der AV, dass sie allein die Gefäße zu Ehre Gottes sind, habe ich irgendwo auch in AV Schriften so gelesen, von anderen muss man getrennt bleiben, privat und in den Treffs, wobei Gäste kommen dürfen, die aber das Brot nicht brechen, sie müssen zuvor in die Gruppe eintreten. Als MD neuen AVlern wie J und R und E und B die gleichen Gehirnwäschen unterziehen wollte, und ich schon Zweifel an der Richtigkeit solcher falschen und sektiererischen Auffassungen hatte, und das wohl irgendwie anzumerken war (auch wenn man Zweifel am System nie ohne Konsequenzen direkt verbal oder schriftlich äußern darf), wurde mir der Zugang zu diesen Treffs verweigert, obwohl ich gefragt hatte, ob ich dort hereinschauen könnte (abgelehnt mit fadenscheinigen Begründungen, aber es wurde klar, dass das unter Ausschluss anderer stattfinden sollte, also alles andere als eine Bibel- und Gebetsstunde, als was es dem Schein nach deklariert wurde). Was dabei abläuft, sollte geheim bleiben, das war klar, es finden Instruktionen von loyalen AVlern statt, die in die Lehren der Sekte einführen müssen. Ebenso bekam ich dann irgendwann gar keine Empfehlungsbriefe von MD mehr, ohne Begründung, nur kurze Ausflüchte wie „er müsse sich um andere Dinge kümmern“. Ich nehme an, das ist jedoch spekulativ, dass da die Reglementierungen sich vor Ort zu verstärken hatten, denn nicht lange davor, war es eine Aufgabe, die „kein Problem“ waren. Man sieht auch, anhand dessen, wer der Befugte ist, die Briefe zu schreiben, wer der Kopf der Gruppe mit dem Vertrauen der Führung ist. Es ist anzunehmen, auch wenn ich es hier nicht der Person nach weiß, dass diese die Codes in den Briefen auch verschlüsseln oder entschlüsseln können und dann Personen mit Brief aufnehmen oder abweisen (abhängig vom Code). Zumindest werden die Briefeschreiber bzw. die im Geheimverzeichnis im Internet (Bibeltermine.de) zu den überregionalen Treffs der Sekte erwartet.

Die weiteren AV Einführungskurse im Haus BS wurden für die zu Instruierenden als Bibel- und Gebetsstunde deklariert, obwohl eine solche offiziell bereits vorhanden ist. Der Zugang zu den Treffs  wird je nach Bedarf oder bei Neuzugängen gegeben und dazu diejenigen eingeladen, die speziellere Instruktionen brauchen, um sie unter Ausschluss der Kontrolle anderer mit dem gefährlichen Sektengut wie auch in meinem Fall zu instruieren. Mir wurde erst im Nachhinein gesagt, dass diese Treffs auch bei anderen Neuzugängen stattfinden, offiziell war nie etwas bekannt. Die Aufgabe wird nur von linientreuen AVlern übernommen und ging im Falle von I von MD an BS über, da er sich der neuen Leitung MB von Anfang an sehr devot gegenüber verhält. Ich wurde unter dem Anschein dazu gebracht, die AV Einführungen zu belegen, es handle sich einfach um einen freundschaftlichen Austausch – ich glaubte das damals leider. Im Nachhinein muss ich das natürlich anders sehen.

Die vielen rein menschlichen Überlieferungen und Dogmen, aber auch die offiziell falschen Lehren der AV können jedem, der darin ist, wenn er keine finanziellen oder andere Vorteile vom System selbst (wie damals Funktionäre vom System der DDR) hat, deutlich machen, dass das System voller Unrecht ist, womit kein Christ zu tun haben will. Durch die gefährliche und subtile Anwerbungspolitik Unzufriedener aus anderen christlichen Gemeinden kann es sein, dass man dort hineinrutschen kann, ob man, wenn man mitbekommt, was genau an kirchlicher Ungerechtigkeit abläuft, dabei bleiben will, hängt auch vom Grad der Gutgläubigkeit ab oder ob der jeweilige Christ seine Bibel sehr gut kennt. Wenn man den AV Lehren blind vertraut und glaubt, gibt es wenig Hoffnung. Die Frau eines AVlers in I hat seine Radikalisierung und negative Veränderung ihres Mannes seither bedauerlich festgestellt, da alles in Lehre und Praxis Vorgesetzte ungeprüft geglaubt wird.

Persönliche Gründe für den Ausstieg

Die erste Begegnung mit AV Aktivisten war während einiger jährlicher „überkonfessionellen“ Bibelwochen im Schwarzwald, als ich dort in den Pausen angesprochen wurde, wo und wie wir uns als Christen versammeln. Nachdem dem Fragende O deutlich gemacht werden konnte, dass wir abseits von menschlichen Systemen als Christen zusammenkommen und das Brot brechen, erklärte mir O aus der Schweiz, dass dies der Herr so nicht anerkennen könne und wir unser Zusammenkommen „anmelden müssen, um rechtmäßig zusammenkommen zu dürfen“, wo genau die Anmeldung zu erfolgen hätte, weiß ich nicht mehr. Genau habe ich es damals gar nicht verstanden, worum es O damals ging. Obwohl das Gespräch schon Ende der 90er Jahre stattfand, erinnere ich mich gut daran, da andere mir darauf erklärten, dass das die AV und deren Vertreter O so meint, d.h. dass man nur in ihrem Verbund sich als Christen versammeln darf (wenn nicht, muss man sich dort „anmelden“), sonst wäre der Herr Jesus nicht in der Mitte. Später gehe ich noch auf die Praktik der Aktivisten ein, christliche Zusammenkünfte in ihr System eingliedern zu wollen und dazu diese aufsuchen und auch Konferenzen und sonstige Veranstaltungen besuchen, um Christen oder ganze Versammlungen zu schlucken. Damals dachte ich noch, dass so etwas vollkommen sektiererisch sei, dass ich selbst auf diese Ideen käme, ahnte ich damals nicht.  Aufgefallen ist mir dabei nur, dass O einen recht sonderbaren Eindruck auf uns hinterließ, den ich nicht näher bestimmen kann, schon einmal aus dem Grund, da er bei Nicht-AV-Konferenzen sogar die Tontechnik betrieb, und eben wohl nicht nur mich (bzw. unsere damalige Zusammenkunft in P) aufforderte, sich der AV anzuschließen, da man außerhalb der Gruppe nicht „rechtmäßig“  als Christen versammelt sein darf. Einige Jahre später wurde mir von einem damals noch AV-Verlag Leiter gesagt, ich möge mich auch da einfinden, wo der Herr in der Mitte sein, dazu müsste ich in einem Verzeichnis schauen, was für mich übernommen wurde. Leider tat ich das und wir besuchten die AV in A. Nach außen fanden wir eine gut geordnete Gruppe vor. Mir fiel längere Zeit gar nichts auf, dass etwas Grundsätzliches nicht stimmen konnte, nur, dass eine Schwester von R Probleme bekam, und dies ist keine humoristische Einlage, „da sich ihr Haar nicht sehr stark von der dort obligatorischen Kopfbedeckung in gleicher Farbe abhebe und das ein Anstoß sei“, sie habe eine kontrastreichere Kopfbedeckung zu tragen, dazu gab es auch Einladungen, die dieses Thema behandelten (bei YB). Die Zulassung dort lief über einige Kontrolleinladungen und Gespräche daheim. Danach wurde besagter AVler (MD) eingesetzt, um die spezifischen Lehren zu instruieren, u.a. auch, „dass man von der Gruppe ausgeschlossen wird, wenn man außerhalb von ihr das Brot brechen würde“. Zudem wurde von Y  darauf hingewiesen, dass man nur die Elberfelder CSV zu lesen hatte. Da ich selber gar kein Übersetzung lese, kam es zu Gesprächen mit Y im Beisein eines zweiten AVlers, wo es als irritierend bezeichnet wurde, dass man das Neue Testament in der Originalsprache zu lesen versucht, da die „CSV Ausgabe unter viel Gebet entstanden und verbindlich sei“, darauf schloss sich ein Gebet an, dass mir Gott das auch noch einmal klar machen sollte, was bis heute nicht geschehen ist. Einem älteren Bruder L, der eine andere Übersetzung als die CSV Elberfelder bevorzugte, wurde genau dies auch gesagt und da er deswegen derart unter Druck kam, allerdings in M, verließ er die Gruppe und kommt seither in P zusammen.  Über die ungerechte Entstehung der Gruppe in A, und wie es zur Gründung nötig wurde, dass andere dafür außer Gemeinschaft in der AV gesetzt wurden, wurde ich erst Jahre später von E informiert, da ich das nicht kommuniziert bekam, kann ich es nicht genauer beschreiben. Aber auf die ebenfalls unschriftgemäße Entstehung der AV Gruppe in I, die ich selber miterlebt habe, gehe ich später detailliert ein.

Ohne einen Lehrpunkt zunächst zu nennen, empfand ich nach und nach immer deutlicher rein auf persönlicher Ebene Ablehnung und - ich muss es aus Gründen der Glaubwürdigkeit so deutlich sagen- auch religiös motivierten Hass auf mich und solche, die mich mögen (diese Gewissheit ist auch kaum Einbildung, da das damalige Freunde wie L und W auch mitbekommen und mir von Verleumdung und übler Nachrede selber traurig berichtet haben. So sind etliche der jungen Fraktion eigens zu L gefahren und haben irgendwelche Bösartigkeiten über mich verbreitet, da ich gegen eine Zulassung von B ohne Beseitigung von Hinderungsgründen war). Dinge, die auch in Firmen unter Mobbing subsumiert werden, zeigten sich beispielsweise darin, dass man nicht zurückgegrüßt wurde, einem demonstrativ aus dem Weg gegangen wurde oder  unter vier Augen  Äußerungen fielen wie "Wir fanden es schade, dass du heute geredet hast!" bzw. „Es war falsch von dir, dass du aufgestanden bist, da du damit Bruder H das Wort abgeschnitten hast. Dann war es zu lange. Es müssen zwei oder drei reden, sagt Gottes Wort“.  Ich wurde nicht nur ein- oder zweimal auf diese Weise reglementiert, ausnahmslos, wenn niemand sonst bei mir da stand. Auf die Gründe dafür gehe ich später ein. Zumindest ist es bei der Generierung von Mitgliedern üblich, anfangs sehr sehr freundlich aufzutreten. Nach und nach, wenn der Betreffende wie ich nicht in allen Dingen die Gedanken des nach rein menschlichen Gedanken organisierten Systems (später dazu mehr) zumindest nach außen und verbal als gut und richtig kommuniziert, setzen Schikanen aller Art ein, insbesondere ist keinerlei Kritik am Gründer und den Nachfolgern Darbys möglich, genau wie in anderen personenbezogenen Gruppen, deren Führer oder Gründer nie ohne Konsequenzen hinterfragt werden können.  Die Führungsriege der Zeugen Jehovas in Brooklyn muss sogar als Verkörperung des treuen und verständigen Sklaven, wie in einem Evangelium so beschrieben, anerkannt werden. In jedem Unternehmen muss man sich der Führungsetage fügen, so auch in der AV, sonst wird man in beiden Fällen entlassen.

Es geschah auch, dass, wenn ich bei einem Vortrag etwas gesagt hatte, das nicht genau so bei Kelly oder Darby stand, eine öffentliche  Korrektur kam, unproblematisch, wenn es der Sache nach gerechtfertigt wäre. Einmal ging es jedoch darum, dass ich den Engel in der Offenbarung nicht als den Herrn Jesus erkannt und daher gar dazu nichts gesagt hatte. Die Rüge vom damaligen Leiter MD musste vor der ganzen Versammlung stattfinden, nämlich, dass der Herr Jesus in der besagten Stelle ein Engel wäre. Ich bekam dann Literatur, dass irgendeiner der Chefs geschrieben hat (wohl Kelly), besagter Engel sei  der Herr Jesus, auch wenn ich bis heute nicht glaube, dass der Herr ein Engel ist, auch nicht in besagter Stelle in der Offenbarung.

Die Agitationen gegen eine unliebsame Person reichen bis in die Privatsphäre: So kam es dazu, dass wir anlässlich einer privaten Familienfeier, zu der auch Fam. M eingeladen war, und die wir vorher überhaupt nicht kannten, uns „angifteten“ (so ein Beobachter der Situation wörtlich danach), aus dem Weg gingen, und auch bei Selbstverständlichkeiten, nachdem ein Platzwechsel stattfand und wir doch nebeneinander zu sitzen und ins Gespräch kamen, so machte es den Eindruck, einfach grundsätzlich Stellung dagegen bezogen wurde, was in Gesprächen vertreten wurde (z.B. dass jünger Geschwister nach 1Petrus 5,5 sich unterordnen etc.). Wir waren sehr erstaunt und wussten wirklich nicht, woher eine solche Abneigung  a priori herrühren könnte. Danach teilte uns eine Schwester mit, dass Fam. M die Freunde von zwei AVlern in I waren (S und S), mit denen wir ja eigentlich „in Gemeinschaft am Tisch des Herrn“ in I sind. Dann war für uns die Frage leider geklärt, da ja synchron auch Agitationen gegen uns abliefen. Gutes konnte nicht der Anlass für dieses Verhalten und die nach außen deutlich merkbare Vorverurteilung gewesen sein. Wir brauchten gar nichts mehr sagen, sondern waren bereits unten durch, bevor wir ein Wort gesagt hatten.

Irgendwie sieht man es auch in den Gesichtern, dass man auf rein menschlicher Ebene abgelehnt wird. Auch wenn Einladungen nicht angenommen oder ausgesprochen werden.

Durch das beschriebene Spitzelsystem hatten auch Leute an anderen Orten eine Abneigung gegen mich, bevor ich sie überhaupt kennenlernte. In Nachbarversammlungen zum Beispiel laufen Leute vor dir weg, und du weißt nicht, warum. Gleichermaßen Besucher in I, die  vom neuen Leiter MB vorgewarnt worden sein mussten, da sie sonst mit keinem hier Kontakt hatten, und uns nicht persönlich kennen konnten. Dieser wiederum hatte mich  gleich nach seinem Eintreffen in I im Visier, auch wieder, ohne mich vorher gekannt zu haben, sodass auch hier eine zentrale Anweisung an ihn naheliegt, ich habe keinerlei Zweifel daran. Aber im Laufe der Zeit weiß man um diese Vorgänge. Das Warnsystem funktioniert sehr perfekt. Die AVler hier und anderswo waren vorgeimpft, und auch aus dem Kindermund in I kamen Aussagen, denen man entnehmen konnte, wie daheim bei MB geredet wurde. Schwer zu ertragen waren dann Dinge unter der Gürtellinie wie das Kopieren und Verbreiten meiner Patientendaten im Klinikum, zu meinem tiefen Bedauern völlig gegen meinen Willen und ohne mein Wissen. Im Nachhinein ist dies ans Tageslicht gekommen. Zwei Brüder H und J raten zu einer Strafanzeige gegen den AV-Chefarzt im Klinikum I, andere raten aus menschlichen Gründen davon ab.

Dann traf nicht nur ich auf Ablehnung, sondern nachfolgend auch die, die mich mochten. Ihnen wurde von MB gesagt, „dass sie mit uns Umgang haben, ist ein Problem für das örtliche Zeugnis“. Das ist ein in Sekten wie der AV ein bekanntes Mittel, Andersdenkende zu reglementieren, damit sie ausgegrenzt werden und dann zur Besinnung kommen und linientreu werden oder von selbst gehen. Die Schwester von MB war ebenfalls deutlich von ihm vorgewarnt, da sie mit mir nicht reden wollte bzw. wenn ich sie grüßte schnell weg war, das, obwohl wir uns gar nicht vorher kannten. Ebenso die Schwägerin von MB in M, die alle Gäste dort freundlich begrüßt, als ich kam jedoch die Miene verzog und wegschaute. Ein weiterer Grund war wohl meine Bitte, seine Frau R nicht vor allen anzuschreien.

Es  kamen Einschüchterungsmails, die ich mir nur so und auf keine andere Weise anders erklären kann, dass Leute aus der Ortsgruppe „verdächtige“ Aussagen an die zentralen Köpfe melden, die dann wiederum  die betroffenen Personen maßregeln.  Dies fand öfters statt und anfangs dachte ich: Das nun nicht sein. Darauf schickte ich CH, der mich öfters verpfiffen hat, die Passage von Cäsar, der zu Brutus sagte: „Du auch?“, als er von seinem Vertrauten das Messer in den Rücken bekam, womit er nicht gerechnet hatte. Die Methoden sind von der Stasi bekannt, wo man Freundschaften zum Schein eingeht, um den anderen auszuspionieren und an die Führung zu melden. Nach der Wende kam das heraus, genauso, wie alle Einzelheiten beim Kommen des Herrn Jesus ans Licht kommen, ich weiß sicher nur um die Spitze des Eisbergs. So wurden auch in den Zusammenkünften mir Nahestehende über mich befragt und Informationen eingeholt (z.B. A von BS etc.), die mir das aber immer berichteten, heute will ich es gar nicht mehr wissen, auch wenn nach dem Ausstieg diejenigen, die noch (inoffiziell) mit uns Kontakt hatten, Informationen an die Gruppe liefern sollen. Das alles waren sehr bitterere Erfahrungen.

In Predigten in I kam es zu Anspielungen wie von BS:  „… ist es verwerflich, wenn man aus Krankheitsgründen auf den Herrn wartet!“ Jeder wusste, wer gemeint war, auch wenn der Name nicht genannt wurde, zum Thema selbst hat es zumindest nicht gepasst, dass es noch auffälliger war. Daher fiel die Attacke auch anderen auf, wie mir andere AVler aus I am Telefon und privat sagten, sodass es nicht rein subjektiv war, wer exakt damit offen diskreditiert werden sollte. Das kann man sich nur dann als jüngerer AVler älteren gegenüber erlauben, wenn derjenige schon offiziell zum Abschuss freigegeben wurde.

Insgesamt wurde aus all den Kommentaren und Anspielungen überdeutlich, dass es tatsächlich so etwas wie eine zentrale Sammelstelle geben muss, wo alle Informationen zusammenlaufen und von wo entsprechende Sanktionen erdacht werden. Erste Verdachtsmomente bekam ich, da die Emails von der Führung (MS) Inhalte enthielten, die im Vertrauen vor Ort gesagt wurden. Dann war nach einigen Malen klar, auch wenn es schwer zu verkraften: Ich werde ausgehorcht und verpfiffen.

Kurz nach meiner „Zulassung“ (das bedeutet die gewährte Teilnahme am Brotbrechen sprich Abendmahl) hat mir ein führender Kopf (GV, der auch den Rauswurf von WJO per Schreiben an die deutschen Ortsgruppen in einem Trennungsschreiben vorgegeben hat, aber meines Wissens nicht mehr so aktiv in der Führung der AV ist, er hat jedoch noch Beiträge auf der Homepage von MS auf Bibelpraxis, Stand 18.12.2019) mir per E-Mail mitgeteilt, dass man in der Führung mein Buch kenne und vor mir warne und er sich „von mir abwenden“ werde. Rückblickend wird mir klar, dass GV und die anderen das genau getan haben. Warum, ist mir klar geworden, als ich die Lehre von GV pro Calvin und seinen Gott des Schreckens gelesen habe (siehe unten). Dass das die Lehre der gesamten AV war, ahnte ich nach und nach erst.

Bevor ich lokal in die Schusslinie geriet, ereilte das gleiche Schicksal einen Bruder vor mir, der in einen schweren Unfall verwickelt wurde und hier als "Mörder" galt, der „zwei Menschen auf dem Gewissen hat“. Er wurde überall diffamiert, weil er dem Herrn trotz der Einschränkungen im System AV nachfolgen will, aber die AV-Agenda nicht so umsetzen wollte, wie eine jüngere liberalere Fraktion es von ihm wollte. Ich habe von Anfang bis zum Ende nur Schlechtes über ihn gehört, leider habe ich alles geglaubt, auch MB etc. schimpfen weiterhin über ihn und seinen Vater, da dieser ihn nicht beim ersten Anmeldeversuch schon zur AV zugelassen hatte. Erst am Ende konnte ich die Motive erkennen und dass die Diffamierungen vollkommen falsch waren. Am Tage seines Abschieds stiegen noch scheinheilige Gebete bei der Verabschiedung auf, wie schön und gesegnet die Zeit mit ihm gewesen wäre, schwer zu verkraften und heuchlerisch, wenn man wusste, wie stark er gehasst wurde, sodass er immer alleine zu den AV Treffs zu fahren hatte und gemieden und beschimpft wurde (hinter seinem Rücken, aber er wusste alles). Als er weg war, geriet ich immer stärker ins Visier. Unter dem Deckmantel der Freundschaft wurde beispielsweise meine verdächtige Ansicht über den neuen CSV-Grundtext, den ich aus fachlichen Gründen nicht mit der Inspiration zusammenbringen kann, und der in der AV den der Alten Elberfelder, die ich eher schätze, als die alleinige „AV-Bibel“ ablösen soll, an die “Zentrale“ an MS gemeldet. Von dort kam dann die Aussage per Schreiben an mich mit dem Tenor: „Man hat sich auf  CSV geeinigt, und ein Einzelner kann das nicht anders sehen“.

Meine Zulassung, sagte mir der im „Werk des Herrn“ befindliche Bruder O, sollte sowieso gestoppt werden, da man mein Buch gegen die Erwählung gelesen hatte, da dies der offiziellen AV Lehre widerspricht. Die örtlichen Brüder in A hatten es übrigens nicht für so schlimm gehalten - oder nicht gelesen. A fand es sogar gut, allerdings kam er nicht ursprünglich von der AV und hatte recht vernünftige Auffassungen, auch wenn er dennoch dorthin hineingeraten ist.

Generell zeigen diese und ähnliche Ereignisse, dass eine Autonomie der Ortsgruppe nicht gegeben ist; faktisch werden die wirklich entscheidenden Dinge  von anderswo her beeinflusst, zum Beispiel die Zulassung zum Brotbrechen. Konkretere Dinge und Zitate dazu erwähne ich später.

Bis auf einige Geschwister, die die genannten Machenschaften nicht mittrugen, habe ich von sehr vielen Personen Anfeindungen und Repressalien aller Art erlebt. Ich vermute, dies lag in erster Linie an meinem Calvin-kritischen Buch, da die AV die Prädestination offiziell vertritt, deren Urheber Calvin ist (ob doppelte oder einfache P. sei zunächst dahingestellt, beide Lehren sind gleich gefährlich, gleich widerbiblisch und ebenso im Gegensatz zu den Gedanken Gottes).

Da alle diese Aktionen grundsätzlich hinter dem Rücken ablaufen (ebenso wie die Diffamierungen nach einem Austritt nicht anders verlaufen sind, siehe Anhang) und  ich meist keine Ahnung hatte, was nun wieder los war, wenn beispielsweise  wieder jemand demonstrativ böse schaute, etwa die Schwiegereltern von MD in N, oder mir oder die mit mir da waren aus dem Weg ging (z.B. OM aus M in N),  wurde ich schließlich fast paranoid und habe, das muss ich trauriger Weise sagen, letztlich fast niemandem mehr vertraut. Aber das ist wohl der Preis, den man zahlt, wenn stasiähnliche Methoden in einer Gemeinschaft vorherrschen.

Eines Tages wurde berichtet, ich hätte in I eine „Wilfried-Plock-Bibel“ eingeführt. Dabei war und ist mir gar nicht bekannt, dass Bruder Plock jemals eine Bibel herausgebracht hätte, die es einzuführen gäbe.

Nach meiner Abmeldung aus der AV Ortsgruppe in I traf ich eine Person aus I, die mir sagte: "Wir wurden von MB angewiesen,  keinen Umgang mehr mit euch zu pflegen, damit ihr den Fehler eurer Abmeldung einseht". Auch von anderen früheren AVlern kam nichts mehr, als wir uns von ihnen, die wir für gute Bekannte oder sogar Freunde gehalten hatten, verabschiedeten (K, V, B, D etc). Es ist in der AV offenbar wie in der Katholischen Kirche: du kannst alles machen, nur eines nicht, nämlich das System selbst hinterfragen. Dann schlägt das System unbarmherzig zurück. Im Rahmen meiner Abmeldung wurde gedroht, dass ich dann nicht nur in I, sondern „weltweit vom Tisch des Herrn“ ausgeschlossen sei“. Wenn man dies nicht mit dem Tisch des Herrn in Gottes Wort verwechselt, stimmt die Aussage, da Darby seine Ortsgruppen (Zitat später) nach dem Freimaurerprinzip gestaltet hat, und man kann an anderen Orten nur das Brot brechen, wenn man von einer anderen AV Ortsgruppe ein Empfehlungsschreiben vorlegt (außer es enthält einen bestimmten nur den örtlichen Führern bekannten Passus bzw. nicht, später dazu mehr, dann wird man selbst mit Empfehlungsbrief nicht aufgenommen). Aufgrund der zahlreichen Ausschlüsse ist ohnehin unbekannt, in welchem Teil der zahllosen Aufsplitterungen nun der Tisch des Herrn sei, man spricht es sich im Rahmen des Trennungschaos gegenseitig ab, und die verschiedenen getrennten Verbünde sprechen nur sich selbst die Gegenwart des Herrn zu, auch Teile in den USA denen in Kontinentaleuropa und umgekehrt.

Viel zu spät habe ich die Arroganz bemerkt, mit der auf Christen aus anderen „Benennungen“ herabgeschaut wurde. Die seien alle in Sekten, von denen sie weggehen und stattdessen zur AV kommen müssen. Schließlich nähmen sie alle nicht ihren Platz am Tische des Herrn ein, der ja nur in der Gruppe Darbys sei. Zu meiner Beschämung muss ich gestehen, diese Arroganz selbst ebenfalls lange gepflegt zu haben. Dazu meinte der offenbar ausgetretene AV-Missionar PN: „Leider wurden allerdings ziemlich bald große Teile der Bewegung mit einigen lehrmäßigen Viren infiziert, wodurch die Gemeinschaft und Zusammenarbeit eingeschränkt und auf eine größere Einheitlichkeit in der Praxis gedrängt wurde. Außerdem haben persönliche Konflikte und manchmal sogar Arroganz gegenüber denen, die ‚nicht mit uns sind die Bewegung tiefgehend verdorben ‘“ (www.philipnunn.com).

Ich habe immer wieder festgestellt, dass hinter dem Rücken negativ über andere Geschwister geredet wird, nicht nur über den recht netten Bruder, der gerade erwähnt wurde. So kann man sagen, dass in der AV geschmeichelt wird, wo nötig, und Repressalien ausgeübt werden, wo nötig. Richtiges geschwisterliches Vertrauen kann es nicht geben, da jeder jeden an die Leitung verraten könnte. Das weiß man auch und traut sich gegenseitig kaum über den Weg, da der Freund auch ein Verräter sein könnte. Auf die Analogie mit dem DDR System gehe ich später ein.  

Manche, vor allem die, die nicht  von Geburt an dabei sind, werden lediglich geduldet, gelten aber mehr oder weniger als AVler zweiter Klasse. Das teilen eigentlich die meisten, die von außen hineingeraten mit und dies hat auch MB so in I gesagt.

Selbstverständlich sind noch viele in dem System, die es gut meinen und im Rahmen ihrer Möglichkeiten ein vorbildhaftes Christenleben pflegen. Am Ende jedoch konnte ich angesichts der vielen Negativerlebnisse nur noch wenigen vertrauen. Andererseits ist das aber vielleicht auch klar, denn wenn man zu dieser Gemeinschaft gehört, aber Darby in zentralen Dingen ablehnt, kann man wohl nicht erwarten, geduldet zu werden. Dann hat man sich halt vertan und der falschen Gruppe angeschlossen.

Bei meinem allerletzten Besuch in der Ortsgruppe erntete ich viele unfreundliche Blicke, man ging uns demonstrativ aus dem Weg und grüßte mehrfach gar nicht mehr zurück. Dies geschah auch schon während einer Konferenz in N, wo D, die Frau von BS uns nicht mehr grüßte und wegschaute und nichts mehr mit uns reden wollte. Eine mir wohlgesonnene Schwester A, die das Mobbing mitbekam, sagte mir: „Die hassen dich“  und gab mir sinngemäß den guten Tipp: „Wenn du nicht zugrundegehen willst, dann hau ab“. Dies alles hat der Herr Jesus offenbar gebraucht, um uns die Augen zu öffnen.

Dass für uns nur eine vollständige Trennung vom System die Lösung und Rettung sein konnte, war uns eigentlich schon vorher deutlich geworden, als wir einer Zulassung einer weiteren Person nicht zustimmen konnten und dann von weiteren Aktionen gegen uns hörten, verbunden mit der Einschätzung während eines gemeinsamen Ausflugs, dass „die euch nie in Ruhe lassen“ würden, dabei bekamen wir noch von freundlichen AVlern Hinweise, wer auf uns angesetzt wurde und welche Aktionen die Gruppe gegen uns geplant hat. Leider muss ich in der letzten Ausgabe dieser Darstellung einsehen, dass nicht einmal eine vollständige Trennung vollständige Ruhe davon verschafft (vgl. Anhang). Man kann sich dies in etwa wie in der ehem. DDR vorstellen, man ist froh, wenn man überhaupt noch Warnhinweise bekommt. Ich hatte leider die Warnung von O über BS „bitte nur über das Wetter und nie mehr mit BS reden“ überhaupt nicht geglaubt, dem ich auch offiziell das Misstrauen aussprechen musste, da im Zusammenhang mit der Zulassung von B nicht wenig gegen mich stattfand.

Wäre ich der Einzige gewesen, der solches in der AV erlebt hat, läge die Überlegung nahe, wie viel ich selbst durch meine eigene Unzulänglichkeit zur Situation beigetragen habe. Dem war aber nicht so – womit ich keinesfalls andeuten will, ich selbst wäre nie an AVlern schuldig geworden -, es gibt viele Beispiele dieser Art, auch mehrere, die ich persönlich miterleben musste. Ich denke an einen bestimmten, sehr wertgeschätzten Bruder, der über Jahre regelrecht drangsaliert wurde und am Ende durch die Gnade des Herrn Jesus die Gemeinschaft verlassen konnte. Was er an Schikanen und  Verleumdungen mitgemacht hat, wird die Ewigkeit ans Licht bringen. Ich habe ihm über die Jahre viele Stunden zugehört und darf bzw. muss auf dieser Grundlage bekunden, dass er regelrecht gequält und sogar finanziell erpresst wurde, da er wirtschaftlich  von der Gruppe abhängig war. Seinen Kindern, die gerne das Evangelium anderen weitergaben, wurde dies untersagt, „da eines einmal traurig war und geweint hatte, das würde einen schlechten Eindruck nach außen am Büchertisch etc. geben“. Allein sein von der Sekte zerstörtes Leben ist eine Tragödie, die allein die Bosheit des Systems zeigen könnte.

Willem Ouweneel - unabhängig davon, wie man zu seiner Entwicklung stehen mag - meinte, dass 90 Prozent der Behauptungen der deutschen AV über seine Person „gelogen“ sind, und er wolle gar nicht wissen, was heute über ihn gesagt wird. Das geht allen Aussteigern ausnahmslos so (vgl. Anhang). Ich habe über ihn nur Böses gehört, auch, er sei gar nicht wiedergeboren. Dann waren die Behauptungen, zentral gesteuert, da er weg musste, er wollte Präsident in Holland werden, hätte einen Fernsehapparat und deshalb schon Brüderbesuche etc. (nachzulesen in Brüderbewegung.de in einem Interview mit ihm). Dieses bewusste Diffamieren unliebsamer AVler zeigt sich in vielen anderen Beispielen, von welchen ich nur einige später aufgreife (z.B. H aus der dann mit ihm ausgelöschten AV Gruppe in F in der ehem. DDR, der den klerikalen Überbau hinterfragte, wurde Hochmut nachgesagt, ohne jedoch diesen anhand von einem einzigen Faktum zu belegen. Er ist nach Aussagen eines Freundes von ihm, gerade das Gegenteil von hochmütig. Diese bösartigen Verleumdungen, die ich selbst gut kenne, finden oft vor einem Ausschluss aus der AV statt, so wurde auch H mit samt der Ortsgruppe in F exkommuniziert. Die Führung der AV geht also nicht nur mit WJO oder H oder anderen so um, bevor sie aus welchen Gründen auch immer hinausgetan werden sollen. Da komischerweise ein und dieselben Gerüchte in allen AV Orten bekannt gemacht werden, ist es deutlich, von woher sie stammen – die Sache verläuft nach dem Gießkannenprinzip. Bei einem Vortrag von AR in M wurde öffentlich eine Person beschimpft, „er würde Menschen an sich binden“. Wenn diese Bösartigkeiten die Leitungsköpfe wie AR in die Ortsgruppen bringen, ist das auch die Sicht aller Ortsgruppen, es kann gar nicht anders sein. Eine gläubige Verwandte von AR hat in einem Hauskreis berichtet, dass sie mehr und mehr von der AV abgeschreckt ist, je weiter AR dort nach oben kam, zwei weitere Verwandte von ihm wollen gar nichts mehr von christlichen Glauben wissen, nachdem eine derartige Radikalisierung stattgefunden hat. Ein Bruder, der seit Kindheit in der Gruppe war, hat mitbekommen, wie AR Zugriff zu den Zentralkassen hatte, wie es auch PN berichtet, und damit AV Gruppen mit Geld dazu gebracht hat, die Sicht der deutschen Führung zu übernehmen. Die AV mit PN hat sich dem widersetzt und kam so aus der Gruppe heraus. Ouweneel spricht ja vom extremen Zentralismus in der AV, ohne Zweifel gehen von dort auch die Mobbing Befehle aus. So wurde ein regelmäßiger Schreiber im AV Blatt „Ermunterung und Ermahnung“ zunächst als quasi „ausgeschlossen“ bezeichnet, dann vom Blatt als Autor entfernt. Dessen Lücke als Autor im AV Organ hat nun der AV Chef CB selbst übernommen. Dies ist im Anhang nachzulesen.

Gleiches war auch von einem anderen Aussteiger (VJ) zu hören, der eine AV Ortsgruppe am Bodensee verließ und mich vor seinem Heimgang vor mehreren Jahren, er verstarb an Krebs, noch besuchen konnte. Auf Nachfragen hieß es vom Leiter der dortigen AV: „Er war nicht wiedergeboren, daher ist er weggegangen!“ Außerdem sei er, das wurde ernsthaft von W aus F über ihn zu mir so gesagt, „psychisch labil gewesen, da er Plüschtiere im Zimmer hatte.“  VJ kann sich nun nicht mehr gegen die Verleumdungen wehren. Sollte VJ tatsächlich psychische Probleme bekommen haben, kann dies aufgrund solcher Bösartigkeiten gegen ihn begründet sein, er kam mir persönlich nicht gestört vor.  Bevor AVler frei von der Gruppe werden ist es ja gut möglich, dass sie drangsaliert werden. VJ wollte jedoch bei seinem Besuch bei mir überhaupt nicht mehr über die AV reden, nur, dass er damit überhaupt nichts mehr zu tun haben und kein Wort mehr dazu sagen will. Es kann ihm also nicht gut darin gegangen sein. VJ hatte seine AV freundlichen Bücher vor seinem Tod noch mit dem Zusatz versehen lassen, dass er sich zuletzt von der Gruppe vollkommen lösen konnte. Es ist traurig, dass auch verstorbene Aussteiger so üblen Verleumdungen post mortem ausgesetzt sind, aber das System geht über alles, auch über Leichen.

Lehrmäßige Gründe für die Trennung

Ich hatte vor Ort in I mitbekommen, dass in der AV das biblische Prinzip, wonach die Versammlung als Ganzes zum Brotbrechen zulässt und nicht nur eine Clique, nicht praktiziert, sondern abgelehnt wird, sprich ein nicht schriftgemäßes „Generieren von Mitgliedern“ stattfindet.

Selbiges gilt für Ausschlüsse, auch diese werden, wie diverse Trennungen seit den Neunzigerjahren schmerzlich aufzeigen, von einigen dominanten Köpfen durchgeboxt. Was Gott dazu sagt, scheint nicht relevant zu sein.

Wenn die Schrift die Einmütigkeit lehrt (Erster und Zweiter Korintherbrief, Matthäus 18) und es dennoch nur eine Art Clique ist, die in die Ortsgruppe hinein- und hinausbringt, dann sind zentrale Lehren der Schrift dort nicht vorhanden und somit geschieht eine Zulassungen in eine sektiererische Gruppierung hinein und nicht zu einer regulären örtlichen christlichen Zusammenkunft, denn dort gibt es diese AV typischen Praktiken gar nicht, da sonst jede christliche Zusammenkunft ihren Status als zum Namen des Herrn Jesus hin versammelt verlieren würde, da dies den Gedanken des Herrn Jesus entgegensteht.

Besonders diese beiden Sachverhalte lösten in mir den Impuls aus, die Lehraussagen der AV im Gesamten anhand der Bibel zu prüfen.

Bald geriet der Absolutheitsanspruch der AV, den ich selber vertreten hatte, ins Wanken. Zur Zeit der Abfassung heute habe ich keinen Zweifel, dass ich in einer Sekte war, wobei ich nicht unschuldig dabei bin, da ich blauäugig allem geglaubt habe.

Auch dachte ich früher, es gebe keine überörtlichen Entscheider. Weit, weit gefehlt. Die gibt es in der Schrift wirklich nicht, aber in der AV gibt es sie. Als AV-Neuling erhält man keinerlei Informationen oder bewusst falsche. Somit wird in den Ortsgruppen eine Art Puppenspiel veranstaltet und man sieht die feinen Fäden zu denen, die die Fäden oben in der Hand haben und die Befehle geben, was an den Orten zu tun ist, erst nur ganz schwach.

Wie ein Aussteigerbericht des Sohnes eines höherrangigen AVlers E zeigt (siehe sein Schreiben im Anhang) und wie ich auch in einem persönlichen Gespräch bestätigt bekam, werden sonntags nach den Treffs der Gruppen vor Ort relevante Informationen, früher per FAX, heute per Fon oder Email etc. zunächst an die Führung geschickt, so ist diese immer und überall durch Loyale im Bilde, was in ihren Gruppen vor Ort los ist und wo einzugreifen ist. Der lange Arm vom noch amtierenden AV Chef AR, ein Apotheker in einem Krankenhaus, hat die in der Zentrale bei AR eingegangenen sonntäglichen Informationen aus den einzelnen Gruppen, an überörtliche höherrangigen Führungsköpfe per Fax aus seinem Arbeitszimmer im Krankenhaus, dann weiter verschickt, sodass auch diese entsprechend informiert waren, und gezielt handeln können. Da der Sohn von E die über Jahre mitgelesen hat, da die Faxe über sein Gerät an seinen Vater E kamen, war er im Bilde, was in ganz Deutschland wer gesagt hat und wer sich in den Gruppen wie geäußert hat. Nicht zuletzt dies führte zur Abmeldung von ihm, der heute nichts mehr mit der AV zu tun haben will. Die Mitglieder seiner ehemaligen AV gehen ihm in Geschäften aus dem Weg und einer sagte ihm wörtlich: „Die Raben sollen dir die Augen aushacken“, da er die Dinge auch öffentlich angesprochen hat. Heute hat sich nur das Medium geändert. So läuft das Puppenspiel, da die AVler, die das Vertrauen der Führung vor Ort genießen, dann Anweisungen erhalten, was zu tun ist. Das System ist also „perfekt durchorganisiert“, wie entsprechender Bruder aus jahrelanger Erfahrung in einem längeren Gespräch mir berichtet.

Das Lieblingsthema in AV-Gesprächen sind Episoden, die man mit Leuten aus der Führungsschicht hatte. Einer hat sogar mit EAB aus seinem Liederbuch singen dürfen. Vor Ort gastiert die Führung nicht bei irgendwelchen aus der Ortsgruppe, sondern wie im Fall von KHW bei seinem Besuch in I beim neuen Führer MB. Dort werden, da KHW nicht in alleroberster Riege mitspielt, auch auf mittlerer Hierarchieebene Informationen ausgetauscht und besprochen, was von Seiten der Führung nun an Maßnahmen nötig sein. In I ist es klar: Schnelle Generierung von Ortsmitgliedern und Reglementierung bestimmter Abweichler. Ein schnelles zahlenmäßiges Anwachsen bringt Ruhm und Geld in die Töpfe, von denen man vor Ort und insbesondere die Führung profitiert. Später dazu mehr, wie dies auch unter Missbrauch von beruflicher Autorität geschieht.

Einige andere Ungereimtheiten – wie die Behauptung, Gott habe als Vater den Herrn Jesus am Kreuz in den Stunden der Finsternis nicht verlassen, Gott als Gott hingegen schon - müssen ausgelassen werden, da dies zwar öfters so gesagt wird (z.B. YB in A), wobei bei einer zu wenig kontrastreichen Kopftuchfarbe Einberufungen stattfinden, dies nirgendwo zu Irritationen mehr führt und offiziell gesagt werden kann. Zumindest beinhaltet diese Auffassung, dass in dem einen Gott und Vater zwei sich widersprechende Personen bzw. Instanzen gegeneinander und völlig konträr agieren würden. In der Welt würde man dies als pathogen bezeichnen. Ein und derselbe Gott handelt in zwei sich gegenseitig ausschließenden Arten. Aus Gottes Wort ist diese falsche Auffassung nicht herauszulesen – im Gegenteil.

Einer falschen Lehre darf niemand in der AV widersprechen, die Darby, als er älter wurde, leider angenommen hatte, nämlich, dass die Versiegelung mit dem Heiligen Geist nicht zum Zeitpunkt der Bekehrung (wie es Epheser 1,13 jedoch lehrt) erfolgt, sondern zu einem unbestimmten Zeitpunkt X. Dazwischen werden die Kapitel im Römerbrief angesetzt, wo Paulus vom Kampf  von Fleisch und Geist spricht. Erst danach zu einem nicht definierten Zeitpunkt würde das neue Leben und die Versiegelung mit dem Geist erfolgen. AVler wie MA haben versucht, dies mit einer Fehldeutung der griechischen Grammatik (es müsste in Epheser 1.13 ein „nachdem“ stehen) diese Lehre ihres Gründers zu untermauern.

Anmaßender Selbstanspruch, dem die Realität in Lehre und Praxis nicht gerecht wird

Ich wiederhole die Zentrallehre der AV: Den Tisch des Herrn habe nur die AV, und die Gruppierung von Darby habe in der Christenheit allein den Herrn Jesus bei sich, anderswo ist er nicht in der Mitte und daher müsste alle anderen Christen zur AV, das wäre „der gemeinsame Weg der Kinder Gottes“. Dazu muss man eigentlich nichts mehr sagen. Hochmut ohne Grenzen und Kennzeichen aller Sekten wie der Katholischen Kirche, den Zeugen Jehovas und anderer auch nichtchristlicher Psychogruppen. Verbunden mit einer Zentralsteuerung, die bis in die Ortsgruppen und über die Brüderbesuche sowie mit Hilfe des hervorragend funktionierenden Spitzelsystems bis in die Wohnzimmer durchgreifen kann. Der zentrale Selbstanspruch, dass der Herr Jesus nur in der Gruppe Darbys in der Mitte und sonst nirgendwo ist, hat bei mir und sicher bei vielen anderen zu Hochmut geführt. Man schaut Geschwister aus den Benennungen (so werden alle Christen, die sich nicht in der AV treffen, bezeichnet, ein Schimpfwort in diesen Kreisen) mitleidig und hochmütig an, da sie den falschen Platz einnehmen, weil ja nur in der Darby-Gruppierung der Herr Jesus anwesend ist. „Wir sind die einzigen“ ist hingegen ein Hinweis auf Hochmut und ganz gewiss  kein Zeichen von Demut. Daher wird auch der Kontakt zu Ausscheidern abgebrochen, Freundschaften beendet etc., „damit man zur Einsicht kommt, dass man den einzig richtigen Platz am Tisch des Herrn wieder einnehmen sollte“. Ich denke dabei an Elia, der sagte, er allein sei nur noch Gott treu. Im Fall von Elia, falsch wie seine Auffassung auch war, mag der Gedanke hingegen noch irgendwie zu verstehen sein, da er ja Gott treu sein wollte. 

Leute, die mich nicht kannten, waren vollkommen vorinformiert, dass ein Abweichler da ist. Böse Blicke, Schneiden, nicht grüßen - aber so, dass man es merkt. Einer Freundin wurde von MB gesagt: "Du hast ein Problem - deine Freunde!". Da MB für eine schnelle Zulassung einer Person war, wir dagegen, hieß es zu ihr: „Du solltest mit denen keinen Umgang haben“. Abscheulich - so macht eine Sekte bewusst und gezielt Freundschaften unter Christen kaputt und zerstört Dinge, die Gott gefallen. Einer anderen Person wurde hier in I der Kontakt mit uns von MB verboten, per "Zufall" sahen wir sie (ihn) beim Einkaufen - ich muss die Identität vollkommen verschleiern, da die Person "bloß keinen Ärger will", was ja zu respektieren ist.

Arndt Schnepper schreibt in „Die geschlossenen Brüder öffnen sich“(Seite 3f): „Immer wieder kommt es in den Gründerjahren der Freien evangelischen Gemeinden zu Abwerbungen seitens der Brüderversammlungen. Als unannehmbar wird auch der exklusive Anspruch der ‚Brüder‘ empfunden, nur bei ihnen sei »der Tisch des Herrn« und nur in ihren Versammlungen könne die Einheit des Leibes Jesu dargestellt werden. Einer der profiliertesten Kritiker in der älteren FeG-Literatur ist der ehemalige Bundespfleger Walter Hermes (1877–1935). Er schreibt 1933 spitz, dass die ‚Brüder‘ einen unbewussten Katholizismus betreiben: Hier wie dort gebe es neben der Bibel eine unfehlbare Autorität. Ist es bei den Katholiken der Papst, führen die ‚Versammlungen‘ bei allen strittigen Lehrfragen ihren Gründer Darby ins Feld“.

Säuglingstaufe  
In der AV sind sogar die Führer Kindertäufer (CB, MS). Das wird als marginales Nebenthema bezeichnet, was es aber nicht ist. Das Wissen darüber, dass dieses Vorgehen und die dahinterstehende Lehre – die zu den biblischen Grundlagen zählt - grundsätzlich falsch sind, sollte bei Christen, die die Schrift ein wenig kennen, vorausgesetzt werden können, auch wenn es in den Büchern von Darby, CB, MS anders gelehrt wird. Vor Jahren habe ich ein Buch von CB nach einigen Seiten abgebrochen zu lesen (über die Apostelgeschichte, CSV-Verlag), da sogar Basislehren von Gottes Wort zur Disposition stehen und bestritten werden, dass er einmal mein (unbekannter) Chef werden würde, ahnte ich damals nicht, da es nie direkt gesagt wurde. Personen, die die Glaubenstaufe vollziehen, werden durchaus toleriert, nur darf man als Mitglied die Lehre der Kinder- oder Säuglingstaufe nicht als dämonisch oder falsch bezeichnen, da sie der Gründer und einige der heutigen Führer vertreten. In normalen christlichen Zusammenkünften werden keine Personen zum Brotbrechen zugelassen, die sich nicht öffentlich durch die Taufe auf die Seite des Herrn Jesus gestellt haben, in der AV hingegen sind das die führenden Köpfe.

Zentralistische Steuerung der Gruppe

Wim Ouweneel, der bis zu seinem Ausschluss durch AR und CB ein zentraler Kopf der AV war, sagt in einem Interview (www.bruederbewegung.de): "Auf der einen Seite eine Versammlung, die wie eine Armee in einem Schritt marschiert. Exklusivismus ist nicht möglich ohne Zentralführung. Das ist bis heute noch so". Dieses Statement würde man sicherlich in der AV gerne gelöscht sehen. Auch wenn ich es lange nur geahnt, aber nicht gewusst hatte, muss ich der Aussage heute vollumfänglich zustimmen.

Die beste Analogie zur AV, die ein Kritiker zurecht nannte, ist das DDR-System: Ein Zentralkomitee an der Spitze, Ortsgruppen mit loyalen Führern, die Weisungen von oben empfangen (wie Den Helder etc., als sie auf Führungsbeschluss WJO rauswerfen mussten) und Informationen aus den Ortsgruppen an die Leitung melden (wie ich mehrfach selbst erleben musste). Dann ein funktionierendes Spitzel- und Belohnungs- bzw. Bestrafungssystem. Geld, Ruhm, Aufstieg für die einen, Mobbing, Drangsalierung, Hass (ich weiß, wovon ich schreibe) für andere. Der kleine AVler wird im Dunkeln darüber gehalten, was an der Spitze passiert. Dann sorgt die AV Spitze in einer Art apostolischer Sukzession für Nachfolger: derzeit geht es von CB und AR auf MS über, da CB schon alt wird. WB hat also seinem eigenen Sohn CB seine Kirche, die AV, vererbt (ebenso wie die Stelle der AV für Auslandskontakte von Vater B auf seinen Sohn OB jun. aus der AV in F weitervererbt wurde), wenn man es einmal auf den Punkt bringen will. Die Schweiz hat einen eigenen Länderchef, HRG, der auch die AV-Aussendung zur Gründung neuer AV Gruppen vornimmt und das Geld dazu hat. Hier musste sich MD aus I melden und kam dann auf die Philippinen. Zu HRG‘s Vorgänger MB in der Schweiz meint Ebert (S. 8 Appendix): „….da es viele Herren gibt, die von uns Gehorsam fordern. Auch Max Billeter ist einer dieser Herren, die für sich Gehorsam einfordern, wie es auch Chr. Briem in Dt. ist. (…) Denn wer sich ohne ihre Erlaubnis da in einem Ort versammeln will, wo der Herr Jesus in der Mitte sein kann, der handelt ‚unabhängig‘“.

Kennzeichen aller AV-Ortsgruppen ist, dass sie alle dem einen Zentralkomitee unterstehen. Die Führungsriege sagt, wer drin ist und wer raus muss. Eine kleinere Ortsgruppe hat einmal einen Trennungsbrief von CB nicht unterschrieben zurückgeschickt. Normalerweise ist das ein Zeichen dafür, dass man nicht mehr „auf der Grundlage der Einheit des Leibes“, wie es im AV-Jargon heißt, zusammenkommt. Sie wurde aber überraschenderweise nicht hinausgeworfen, da Verwandtschaft der mittleren Führung (KHW) sich vor Ort trifft.

GV zählte ja, wie erwähnt, früher zu den führenden Köpfen der AV, und ich hätte mich besser gleich wieder zurückziehen müssen, als ich seine Nachricht bezüglich meines Buches erhielt. Ich hätte wissen oder wenigstens ahnen müssen, dass man als Nicht-Calvinist letztlich zur Strecke gebracht wird, wenn die Führung selbst Calvins Lehren verbreiten und als biblisch erklärt. Ich hätte ahnen müssen, dass WJO wusste, wovon er sprach, als er die zentralistische Steuerung erwähnte und beschrieb, wie die Einheit des Glaubens und Denkens in der AV hergestellt wird, nämlich durch besagte Führungsriege, die sich in Wetter oder wo auch immer sonst trifft. Dort laufen die Dinge zusammen und werden die Anweisungen für die Ortsgruppen erarbeitet sowie die Passwörter für die Kontaktlisten festgelegt, aufgenommen, ausgeschlossen etc. Vor Ort agieren die Marionetten an den Fäden der „führenden Brüder“, wie es im Jargon heißt. Die Darstellungen in den AV Büchern ist das eine, die in der Praxis das völlig andere. Man wird die tatsächliche Praxis nur im Laufe der Jahre selbst mitbekommen und wundert sich, dass die offiziellen Bücher die Sache verschweigen und nie etwas von der Hierarchie erahnen lassen.

Unabhängig von den Äußerungen WJO’s haben mir zwei ehemalige "höherrangige" AV-Aussteiger bestätigt, dass es diese Führung in der BRD mit CB und AR gibt, sowie in der Schweiz mit HRG. Dort laufen die Fäden der Sekte zu den Vorturnern, wie man vielleicht sagen könnte, zusammen. In einem Schreiben eines dieser Brüder (jedoch bereits aus der AV ausgeschieden) an mich steht, dass „es die nur daher ganz offiziell nicht gibt, damit man das Führersystem notfalls abstreiten kann“ (Original bei mir einzusehen). Die inoffiziellen Führer entscheiden zentral, wer drinnen oder draußen ist. Einer der Aussteiger sagte mir, dass teilweise nur zu zweit ausgemacht worden ist, wer aus der AV ausgeschlossen wird, das wurde dann den Gruppen angewiesen, die hatten dann Trennungsbriefe landesweit zu verschicken, dass es so aussähe, als gäbe es keinen Zentralbeschluss. Das würde geschehen, nachdem der Delegiertenkreis die Informationen aus den Ortsgruppen geliefert hat, also nach den jährlichen Treffs etwa in Wetter. Der innere Kreis verteilt auch die Gelder und bestimmt darüber hinaus, wo der Herr Jesus in der Mitte ist, wer also in der AV drin ist und nicht. Ein ehemaliger Funktionär hatte den Auftrag, die Ortsgruppe zu vergrößern und kam, da sie tatsächlich enorm (von einigen Dutzend auf ca. 300 Glieder) wuchs, zu Ansehen, sodass er in den Führungskader aufgenommen wurde. Das geschah nach dem jährlichen Treffs, indem ihm von der Spitzenperson gesagt wurde „Bruder X, bleiben sie bitte noch zurück, da wir noch etwas Internes zu besprechen haben“. Seither war er im obersten Zirkel dabei, sodass diese Aufstiege alle inoffiziell laufen. Einem normalen AVler wie mir wird so etwas nie mitgeteilt, sondern „Führer haben wir nicht“ – so nach und nach zerbrach das ganze Lügengebäude AV völlig in sich zusammen.

Ein Bruder S nahm an den vierteljährlichen Besprechungen der „im Werk des Herrn tätigen Brüder“ teil, die in zwei Besprechungstage eingeteilt werden. Ein Tag wird für den engeren Kreis mit den Brüdern im Werk des Herrn gestaltet, der zweite für den erweiterten Kreis (überörtlich). Er sprach danach sinngemäß vom AV-Klerus, obwohl diese Hierarchie, wie gesagt, offiziell bestritten wird. Noch weiter oben wird die Besetzung personell immer dünner, bis man an der endgültigen Führungsschicht angelangt ist, wie eine Berufung dahin erfolgt, hat oben genannter AVler mir vis-a-vis erklärt, aber auch erst, nachdem er von meinem Austritt hörte. Die genannten Treffs könnte man als hierarchische Zwischenebene zwischen AV-Ortsgruppe und der Führungsclique einordnen. Mehr Einblick in das Organigramm der AV muss nicht notwendigerweise sein, um zu wissen, dass dies gegen die Gedanken Gottes ist, zumal an der Basis dazu leider entweder keine Information fließt oder wie in meinem Fall gelogen wurde. Die Struktur ist mit der der katholischen Kirche identisch, nur, dass dort das Organigramm offen kommuniziert wird, in der AV wird es verschleiert. Zum Glück konnte S von der Gruppe frei werden. Ein Bruder I aus der AV schreibt aktuell (15.12. 2019) inzwischen, wie ihm sogar die Ausschlusspraxis vor Ort verheimlicht wurde: „Ausschlussbriefe sind pervers war mir nie so ganz klar von dessen Existenz. plötzlich höre ich wie man sich darüber unterhält als wäre es das Normalste. Dabei ist es Geisteskrank“.   Da es sich um ein Originalzitat handelt, habe ich auch die Schreibung nicht verändert.

Ich hätte früher nie und nimmer geglaubt, dass es ein Zentralorgan oder eine Führergruppe dort gibt, noch weniger hätte ich an direkte Leiter bzw. apostolisch regierende Einzelpersonen gedacht, die ihre Autorität nicht von Gott (wie noch die Apostel), sondern von Menschen ableiten. Schon Darby hatte apostolische Ansprüche und schloss Gruppen alleine oder in Absprache mit anderen Köpfen der Sekte ein oder aus, am Ende hatte er selbst Angst, dass seine eigene Gruppe ihn sogar noch selber ausschließen könnte. Diese Aussagen ihres Gründers sind auch in der AV nicht unbekannt. Dies geht heute auch über den zentralen Leitungskreis, der sich in Wetter trifft. Dort kommen die Delegierten der Darby-Ortsgruppen hin und berichten, und dann kann es passieren – und ist passiert-, dass einer der Nachfolger Darby, nämlich CB, in quasi apostolischer Sukzession einen Brief an alle deutschsprachigen Darby-Ortsgruppen schreibt und diesen mitteilt, dass Gruppe A vom Weg abgekommen und nicht mehr im Register, das bei www.bibeltermine.de einzusehen ist, steht (das Passwort bekommen die devoten Ortsgruppenleiter mitgeteilt und wenn man es braucht, muss der Kontakt gut zu diesem sein. Dies ist auch ein menschlicher Versuch die Hierarchie aufrecht zu erhalten, weil der Unter vom Ober abhängt, da er sonst keine nötigen Informationen erhält. Der Herr Jesus ist dann per Ratsbeschluss nicht mehr in der Mitte, wenn CB den Daumen nach unten hält. Wenn eine Ortsgruppe den Brief von CB, AR oder MS (der ist wohl erst auf dem Weg zum Führer, zumindest führt er die Befehle von CB lokal aus) nicht unterschreibt, ist der Herr angeblich nicht in der Mitte, und man fliegt raus. Den Mitgliedern der Ortsgruppe wird dann Angst gemacht, dass der Herr Jesus dann nicht mehr da ist, weil der jetzige AV-Chef oder „Ratsvorsitzende“ CB das so beschlossen hat (wird nie dazugesagt, de facto ist es so aber). Es ist also extremer Zentralismus. An der Basis hört und glaubt man nur, dass Gruppe XY sich nicht mehr „auf der Grundlage der Einheit des Leibes Christi“ trifft und man keine Gemeinschaft mehr haben könne und andere umliegende AV Gruppen haben dies alle so erkannt. So steht es auch in den offiziellen Büchern, die Realität ist vollkommen anders.

Über CB und die straffe Führer-Struktur der AV unter ihm schreibt ein Autor (Herbert Ebert, Die Leuchter Philadelphia - Bruderliebe und Laodizea - Volksgerechte heute, Seite 39): „Derselbe Bruder hat 1996 mit einem Rundbrief, auch mittels Gebietsaufteilung der Fläche Dt. mit entsprechenden Verantwortungsbereichen, alle ‚geschlossenen‘ Versammlungen in Deutschland aufgefordert, ihre Rechtgläubigkeit mit Unterschriften zu bestätigen, ansonsten verlieren sie diesen Status und sind als ‚ausgeschlossen‘ zu behandeln. Die Geschwister der ausgeschlossenen Versammlungen sind damit unrein. (…) Derselbe Bruder hat in einem Vortrag vor hunderten Brüdern im Dezember 1999 die verantwortlichen Brüder in den jeweiligen Versammlungen die Rechte Jesu Christi zugesprochen, da er sie ‚von Gott autorisierte Brüder‘ betitelt hat, die unabhängig von den übrigen Brüdern über die Versammlungen verfügen dürfen, nachzulesen in ‚Ein ernstes Wort in ernster Zeit‘. Hier das Zitat von Seite 13; ‚Auf diese Zusammenhänge hinzuweisen bedeutet nicht, dem Klerikalismus in irgendeiner Form das Wort zu reden. Er ist tatsächlich genauso verwerflich wie die Auflehnung gegen von Gott gegebene Autorität. Auch sollten wir nicht der Vorstellung Raum geben, als würden die ‚Ältesten‘ völlig unabhängig von den Brüdern oder der Versammlung handeln oder es gar gegen sie tun. Sie handeln für sie, stellvertretend für sie. ‘ Doch was macht hier Chr. Briem? Er redet tatsächlich ein Wort für den Klerikalismus. Welche Autorität hat denn Gott gegeben, gegen die wir uns nicht auflehnen sollen‘“.

Weiteres Praxisbeispiel: Die Ortsgruppen laden die Führer in die Gruppe ein bzw. diese laden sich dort ein und kündigen einen Besuch an (dies war zu bemerken, da den Besuch von MS in I einige gar nicht wollten, er aber dennoch da war), diese schnüffeln herum (auch über den Weg der „Seelsorge“) und sagen an, wer zu reglementieren und was auf Konferenzen zu reden ist. Ich hatte vor Ort mit einem AVler CH ein Problem besprochen. Kurz darauf bekam ich den Vorschlag, in die Seelsorge bei MS zu gehen. Hier in der Nähe bei einer Konferenz in der AV N wurde interessanterweise auf die Vorzüglichkeit von Nestle-Aland eingegangen, zuvor kam noch eine Mail an mich aus der Führungsetage (MS) mit der Information, dies sei nun der AV-Text. Von einem weiteren Aktivisten (MA) wurde das Gerücht in Umlauf gesetzt, ich würde vorgeben, im Auftrag des CSV (der AV-Verlag) Schriften herauszugeben (vgl. Anhang). Nichts ist falscher als das, da der AV-Verlag mit mir keine Gemeinschaft will. MS teilte mir schriftlich mit, ich hätte akademische Titel in der Gemeinschaft, in der ich mich nun befände, wegzulassen, etwa bei Veröffentlichungen. Jede AV-Ortsgruppe ist mit der Leitung in engem Kontakt und sendet ihre Delegierten zu den Treffs in Wetter, Dillenburg oder Hückeswagen. Dort sitzt die graue Eminenz, und wenn etwas auf den Treffs gesagt wird, was gegen Darby ist (selbst so erlebt), dann kommt "Das haben wir noch nie gehört". Die Chefs kann man daran erkennen, dass sie bei den Konferenzen in der Mitte an den Mikrofonen sitzen und das Sagen haben. Der kleine AVler kann zwar hinten sitzen und auch Fragen stellen, kommt jedoch ein Beitrag abweichend von dem, was Darby gesagt hat, wird er sofort reglementiert. Ist mir auch schon so gegangen, als ich etwas zu den 24 Ältesten gesagt habe. "Haben wir noch nie gehört" (W aus M bei der Konferenz in N).

Die Führungsriege AR, CB, aber auch in der zweiten Reihe KHW, MS, EAB (von dem das Geld kommt, Hochfinanz, Beispiele bei mir nachzufragen, wie Finanzierungen der Tankstellenkosten aller AV Anreisenden bei den Treffen in St. V) sitzen auch in den örtlichen Treffen der Gruppen.  Auch vor Ort findet die Darby-Zensur statt, sodass nichts anbrennt und die Führungsriege immer und überall Bescheid weiß.

Ich hatte WJO nicht geglaubt, dass die Darbysten eine zentralistische Sekte sind. Dieses unbiblische System ging bei Darby los, und die Führung ist wie im Katholizismus dann sukzessive. In der Schweiz ist es HRG, der auch die Leute per Dekret, dorthin schickt, wo er eben meint, dass neue Filialen aufgemacht werden müssten. Ein AVler (MD) aus I wurde von HRG auf die P geschickt und soll dort eine weitere Darby-Gruppe aufbauen. Ein anderer wurde PK zum gleichen Zweck nach M geschickt. Auf die Frage, wieso er nach der Gründung der AV-Gruppe I gleich wegginge, wo doch nun einiges zu tun wäre, war die Antwort, er habe ein Zeichen Gottes erhalten, dass er in solche Gebiete zu gehen habe (ich erspare dem Leser die Details, wie ein normales Alltagserleben als Zeichen Gottes, nach M gehen zu sollen, interpretiert wurde. Es musste eben gut verkauft werden, dass die Führung nach der Gründung von I die Leute anderswo sehen wollte – anders kann ich es nicht einschätzen). Dies war auch die Argumentation bei der Entsendung von MD auf die P, ein Bruder wusste jedoch schon, bevor angeblich der Herr dieses Land auf die Herzen gelegt hatte, dass dort einer hinsollte und dafür jemand gesucht wurde. Eher anzunehmen ist daher vermutlich, dass es lediglich entsprechende Anordnungen aus der Führungsriege gibt und Gott herhalten muss, damit es vor Ort gut zu schlucken ist, wenn zwei AVler gleich nach einer AV Neugründung wieder abgezogen werden.

Nach wie vor bin ich entsetzt darüber, dass so viele Dinge in der AV nicht offen gesagt werden, zum Beispiel, dass es besagte Hierarchie, Führungsriege und graue Eminenzen gibt. Ebenso bedenklich aus meiner Sicht, dass gerade Letztere aus Leuten wie CB besteht, der eindeutige Irrlehren wie die Kindertaufe predigt und eben Calvinist ist. Gegen diese falsche Lehre von CB gab es auch interne Aufklärungsschriften (siehe Anhang). Der Nachfolger, MS, steht bereits in den Startlöchern und ist bereits rührig, was die (Kontroll-)Besuche in den Ortsgemeinden betrifft. In I war er ebenfalls schon, um die örtliche Versammlung zu inspizieren und auf Linie zu halten. Danach wurde ihm in I hinter vorgehaltener Hand vorgeworfen, er schnüffle unter dem Deckmäntelchen der Seelsorge im AV-internen Ärzteverband herum. Als ich das hörte, dachte ich, dann werft MS doch einfach raus aus dem Verband, wenn er lediglich spioniert. Damals war mir noch nicht klar, dass dies gegenüber einer Person aus der Führungsriege gar nicht möglich ist. Man kann dem Juniorchef auch nicht den Zugang zu Abteilungen in der Firma verbieten.

Ich selbst habe mit MS keine guten Erfahrungen gemacht. Es gab Mails, die ich vermutlich erhielt, weil ich mich schon verdächtig gemacht hatte, und in denen betont wurde, dass die CSV-Bibel das vorgegebene Nachschlagewerk sei, verbunden mit einem Angebot zur Seelsorge, das, da bin ich mittlerweile sicher, dazu führen sollte, im Vertrauen persönliche Dinge auszusprechen, die dann wiederum gegen mich verwendet werden könnten.

Die Köpfe der Ortsgruppen bemühen sich um starke Nähe zur Führungsriege und man schmeichelt sich gegenseitig - nach der Abreise ändert sich das schnell. Der Heilige Geist wird durch Absprachen ersetzt, aber man meint, dass Thema passt ja genau auf die Situation. Wie geht das? Die Themen sind mit der Führung abgesprochen. Ich gebe Kritikern Recht, dass die Gruppe nach den Prinzipien der Freimaurer organisiert ist, also örtliche Dependenzen. Darby schreibt  selbst, er habe die Grundsätze der Freimaurer auf seine Gruppen übertragen, finanziert wird teilweise von der Großfinanz, damals Rockefeller (auch wenn es Quellen gibt, die eine Finanzierung der USA Reisen Darbys gibt, ist dies nicht eindeutig bzw. müsste noch geprüft werden), heute Firma A oder andere. Wie T im Anhang schreibt, sind viele Großbetriebe im Siegerland AV geführt, sodass den Angestellten ein Austritt den Job kosten würde. Auch schachert man sich gegenseitig Aufträge zu. Wie die Führer zu ihrer Position kommen, konnte ich anhand eines Aussteigers aus der obersten Riege berichten. Gemunkelt wird vor Ort, dass CB seinen designierten Nachfolger MS eingesetzt hat, nachdem dieser sich bei ihm beliebt gemacht und öffentlich ähnliche falsche Auffassungen wie die Säuglingstaufe vertreten hat. Auf jeden Fall muss man Darby verabsolutieren, so wie MS es tut, sonst geht es nicht nach oben. Ich hörte auch, dass es nötig ist, bei Geldgebern gut dazustehen. Offenbar, aber das ist nicht mehr als eine Spekulation, besitzt die informelle Ortsführung in I höhere Weihen und kann die Gruppe sofort nach seinem Eintreffen leiten, wohl mit Absprache mit der Führung, da man sich spontan devot verhielt – ggf. gibt es andere Erklärungen. Zumindest konnte MB in M ohne Empfehlungsbrief teilnehmen. Als auch ich dort war und ihn fragte, wie das ginge, bekam ich nur eine flüchtige Antwort, man kenne ihn dort sehr gut. Obwohl er viele Jahre nicht dort gewesen war und ihn nur vereinzelte ältere Brüder wirklich noch kannten, wie mir zwei von ihnen gesagt haben. Unbekannte oder Personen, die längere Zeit nicht vor Ort waren, können ohne Empfehlungsbrief eigentlich nicht teilnehmen. Das ist aber reine Spekulation, da nichts direkt kommuniziert wird, aber das Verhalten Rückschlüsse zulässt.

Eine neuere Praxis wurde auf einer überörtlichen Konferenz vom Leiter B eingeführt, die ich erst nicht glauben konnte, aber die von einem noch aktiven AV Gruppenleiter an einem Ort im Vertrauen mitgeteilt wurde, dazu von einem ehemaligen Aussteiger: In den Empfehlungsbriefen ist ein bestimmter Passus vorhanden oder nicht, anhand dessen die örtlichen Gruppenleiter, das sind in der Regel die, die im Verzeichnis der AV als Ansprechpartner stehen, in I sind es L und C, erkennen können, ob das Schreiben anzuerkennen ist oder nicht. In einer früheren Auflage dieses Schreiben hatte ich noch gezögert,  Ross und Reiter zu nennen, aber nachdem dies nun viermal bestätigt wurde (2 Fälle, die es als Eingeweihte wussten und 2 Fälle, die es in der Praxis erlebt haben), zögere ich nicht, auch wenn ich es nicht selber aus eigener Erfahrung wissen kann, dies schwarz auf weiß zu schreiben. Das Schreiben einer Schwester, die offenbar nicht konform war, enthielt diesen Passus nicht, sodass sie in der Hansestadt H nicht zum Brotbrechen aufgenommen wurde, nachdem ihr Empfehlungsschreiben dort vor allen vorgelesen wurde – welche Blamage für diese Schwester, die dann so dasteht, als hätte sie versucht, mit einer Fälschung eines Briefes sich illegal Zugang zur AV in H zu verschaffen. Ein Bruder, ebenfalls ohne diesen Passus, wurde in H nicht von den örtlichen Köpfen aufgenommen. D.h. es handelt sich um Irreführungen und Geheimcodes, die die Leitung an die von ihm autorisierten Köpfe intern, ohne dass dies alle AVler vor Ort wissen dürfen (da das Code-System sonst ja nicht funktionieren würde), weitergesagt hat. Die Praxis ist in früheren AV Zeiten noch unbekannt gewesen und erst in der Ära der Leitung unter CB von ihm angeordnet worden. Ein normales AV Mitglied merkt davon erst dann etwas, wenn ein Schein-Schreiben an einem anderen Ort nicht anerkannt wird, auch wenn es von einer anerkannten anderen AV Gruppe stammt, eben versehen mit einem nur für Eingeweihte erkennbaren Passus. Bei mir selber war dieser nicht vorhanden, allerdings verlangte die mich zulassende Gruppe in A (und auch M) immer weitere Schreiben, obwohl ich dort ja zugelassen und durch Besuche bekannt war. Damals hatte ich, wie gesagt, schon Probleme, diese von der Gruppe in I zu bekommen, da MD, der diese gewöhnlich ausstellte, mir die nicht ausstellen wollte, „da er sich von der Verantwortung zurückziehen wollte und sowieso bald weg sei“. Die Maßnahme betraf allerdings nur mich. So wurde die Luft nach und nach dünner und die Schlingen zogen sich langsam zu.

Dieser Zentralismus ist gegen Gottes Gedanken, da es nichts zwischen Christus und der Versammlung gibt, Päpste, sonstige Entscheider oder Leute mit apostolischer Autorität. Faktisch ist die AV somit eine Sekte, aus der sehr schwer herauszukommen ist, weil die Fakten konsequent verschleiert werden und wer nichts zu verbergen hat, hätte auch nichts zu verschleiern. Ich wurde jahrelang belogen, als ich danach fragte. Der eine ehemalige führende Bruder will nichts mehr wissen,  er wurde nach eigener Aussage enorm verleumdet, nachdem er zur Besinnung kam. „Die Versammlung“ versammelt sich daher leider „allein nicht zum Herrn Jesus hin“, sondern von ihm weg, da sie das Gegenteilt tut, was der Herr Jesus sagt. Nach meinen Erfahrungen ist gegen die Selbstbehauptung, der Herr Jesus, wie ihn die Schrift beschreibt, auf keinen Fall im System zu finden (auch wenn sein Name oft herhalten muss), da dort nicht Gerechtigkeit, sondern Unrecht herrscht, es herrscht nicht der Herr Jesus und die Autorität des Wortes Gottes, sondern die von Herr CB und Herr AR, die Autorität beanspruchen, die sie vor Gott nicht haben oder aus Gottes Wort ableiten könnten. Vor Ort herrschen dann weitere ihnen untergebene Herren, die lokal die Dinge regeln und beherrschen. Am Ende der Kette ist dann der kleine frisch eingetroffene Neu-AVler wie R, der jedoch nicht wissen kann, welchen Überbau er eigentlich über sich hat.

Die AV ist aufgrund der unbiblischen hierarchischen Organisationsstruktur im Gegensatz zu Gottes Wort aufgebaut. Gott hat nie überörtliche Führer nach den Aposteln erwähnt oder autorisiert. Da das auch in diesen Kreisen bekannt ist, wird die wahre Struktur erst eingeweihten und loyalen Personen kommuniziert. Das einfache Mitglied bekommt von der straffen Struktur nichts gesagt und kann es nur schwer durchschauen, wenn er sich überhaupt kritisch damit befasst. Ich habe, um die Frage nach der zentralen Leitung auszutesten, leicht wiedererkennbare Mitteilungen verwendet  (vergleichbar den Pings, um die Wege in einem Computernetzwerk zu ermitteln); diese kamen tatsächlich nahezu unverändert aus der Führungsschicht zurück zu mir, sodass ich die Informationswege von vor Ort zur Führung und zurück zweifelsfrei erkennen konnte, das als ich mehrfach persönliche Mitteilungen etwa an CH vor Ort nahezu unverändert von MS zurückbekam. Der Verdacht hat sich also erhärtet – als mir dies klar war, d.h. dass ich laufend ausspioniert und gemeldet werde, musste ich dies eine Zeit erst verkraften, da ich so etwas bisher nie erlebt hatte. Allein von der Stasi und beim KGB sind solche bösen Dinge mir bekannt gewesen, im frommen Mantel und mit freundlichem Gesicht hatte ich es nicht erwartet. Aber diese Praxis ist Insidern ja schon lange bekannt, wie T im Anhang sagt, hätte mir das nur jemand vorab gesagt, wäre mir einiges erspart geblieben. Dies ist auch ein Motiv, diese Praktiken offen anzusprechen, damit andere vorab wissen, was auf sie zukommt. Früher liefen die Faxe von vor Ort an die Zentrale und zurück heiß, heute die Emails.

Es gibt Zentralkassen, zum Beispiel für die Finanzierung der AV-Räume an den einzelnen Orten, zentrale Treffs der Führer und der Delegierten. Geht der Daumen in der Führung nach unten wie im Falle WJO, bekommt die nächste Ortsgruppe (oder mehrere, was sich immer besser macht) die Direktive, Trennungsschreiben zu verfassen. Damals hat der bzw. einer der damaligen AV-Chefs GV (ob er real noch weiterhin eine Führungsposition innehat oder diese nur noch selbst beansprucht, weiß ich nicht genau, er hat sich mir gegenüber nur so vorgestellt, ich bezweifle es in gewisser Hinsicht, da er von Verschiedenen als psychisch krank und Wackelkandidat bezeichnet wurde, und nur unregelmäßig mehr in die AV komme, ob das stimmt, weiß ich selbst nicht), einen Brief verschickt. Wer unterschreibt, ist drin und der Herr Jesus auch (welche Blasphemie und Missbrauch des Namens des Herrn), und wer nicht, hat den Herrn Jesus verloren, er wäre nach dem Beschluss der Zentrale dann nicht mehr in deren Mitte. Dies erinnert an die im Korintherbrief beschriebene Sekte derer, die sich für „des Christus“ hielten. Wohl die gefährlichste, da sie sich nicht scheuen, den Namen des Herrn Jesus für ihre Sekte zu missbrauchen und allen anderen den Herrn abzusprechen.

Wie von Aussteigern zu erfahren war, werden Loyale informell hochgebracht, wichtig sind „Ellbogen“ (so die Aussagen über MS).

Es schaut nur nach außen viel nach biblischem Christentum aus, aber hinter der Fassade ist es eine fundamentale und böswillige Sekte. Der einzelne AVler kann das testen, wenn er sagt, Darby sagt A, Gott aber sagt B (das wird für unmöglich gehalten, wie bei den Adventisten um E. White und anderen personenbezogenen Gruppen. Aber in den Schriften von Darby findet man einiges. Ein Versuch wäre, dass die Lehre der Säuglingstaufe Darbys falsch und gegen Gottes Wort ist.), dann ist Schluss in der Gruppe und man wird hinausgedrängt.

Genauso bei Entscheidungen der sog. Brüderstunde: Die Jüngeren haben hier am Ort die Älteren übertrumpft oder sich über sie lustig gemacht (oder ganze Sitzungen gemeinsam verhindert, z.B. wurden Brüderstunden aus inhaltlichen Gründen boykottiert und erstaunlicherweise waren alle jüngeren Brüder weg. Der ein hätte länger zu arbeiten gehabt, der andere dies, der andere das. Glaubwürdig fand das niemand. Dies fand einige Male statt, wobei der Anschein der war, dass dies nicht rein zufällig sein konnte, da alle jüngeren gemeinsam an bestimmten Terminen geschlossen wegblieben und die vorgeschützten Gründe alle recht dubios waren). Als Ältere dagegen waren, in der Lokalzeitung den Begriff „Gemeinde“ statt „Versammlung“ abdrucken zu lassen, entschieden in Opposition dagegen die jüngeren. Warum Einmütigkeit in der AV nicht nötig ist, wird an anderer Stelle beschrieben, Gottes Wort spricht jedoch davon. Gedruckt wurde also in der Zeitung, was die jüngeren wollten, ohne Einmütigkeit und gegen den Einspruch der älteren, die beim herkömmlichen Begriff „Versammlung“ bleiben wollten (ich eingeschlossen), wohl schon deshalb, da die neue AV-Leitung ein Buch über „Gemeinde“ herausbrachte und fälschlicherweise den Begriff „Versammlung“ aus praktischen Gründen, da die Leute damit mehr anfangen könnten (auch wenn es sachlich unzutreffend ist). Es gibt zahlreiche Fälle, wo Ideen älterer Brüder ganz augenscheinlich nur, um aus Prinzip dagegen zu sein gekontert wurden: „Nein, das machen wir nicht“, wobei sich oft haarsträubende Ideen ansetzten. Nach den Brüderstunden kam es zu Besprechungen am Parkplatz, wo die Gespräche innehielten, wenn jemand der anderen Partei vorbeikam, wie etwas bei RS, wo man sich einig wurde, man wolle die „streifen Versammlungsgrundsätze nicht“. Zuvor gab es Anfeindungen gegen ältere Brüder wie L, die argumentierten, das Brotbrechen sei kein Kinderspielplatz zum Herumschreien und Toben, auch das legere Auftreten sei unpassend. Anlässlich einer Brüderstunde bei MD meint man im Nachgang: „AR hat wieder mal nur Unsinn geredet“. AR war damals noch konservativ und nicht oben auf der Beliebtheitsskala, allerdings ist er dem Druck der Liberalen nicht gewachsen und hat nun das Lager gewechselt, sodass er nicht einmal mehr die Zulassung von W verhindern wollte, er musste sich zwangsläufig der Jugend anschließen. Ex post wird klar, man hatte Rückendeckung über CH von MS als neuem Leiter, obwohl sich jüngere ja unterordnen müssten. Leider fand genau das Gegenteil statt. Das hat bis zu meinem Ausscheiden angehalten. Ein konservativer Bruder, der jahrelang dem Mobbing der jüngeren ausgesetzt war und wegzog meinte zu mir, bei seinem Weggang:  Die älteren und konservativere Geschwister wie L etc. tun ihm leid. Ich war ja nicht allein dem Terror der Jugend ausgesetzt. Vor Kurzem erhielt ich ein Schreiben eines anderen Besuchers in I, dass den gleichen Inhalt hat: L., ein älterer und konservativer Bruder, tut ihm sehr leid, da er sich dem Druck der Jugend unterordnen muss (Original bei mir einzusehen). Mein Gebet ist, dass der Betreffende die Bosheit des gesamten Systems AV noch vor dem Kommen des Herrn Jesus erkennt. Den Aufrichtigen kann es der Herr Jesus gelingen lassen (Anmerkung zum Update vom 4.4. 2020: Dies scheint bisher leider nicht der Fall zu sein, da er in der Brüderstunde das ungerechte System weiterführen will, massiven Druck auf andere ausübt, der uns treffen soll (RP musste den Kontakt zu uns abbrechen, was er vor einiger Zeit auch getan hat. Wenn ich diese Schrift aus dem Verkehr gezogen hätte, wären wir noch „Freunde“, so die ihm vorgelegte Sektenregel, die er blind befolgt (Grund siehe später). Zu Beginn seiner AV Zughörigkeit hatte ich einen sehr guten Eindruck, leider kam es zu einer starken Radikalisierung, wie auch bei einem anderen Neuzugang JO, dessen Frau die negative Veränderung ihres Mannes seiner früheren Gemeinde, aus der er abgeworben wurde, mitgeteilt hat. Bei einem Besuch meinte RP von sich aus: „Er will gar nicht wissen, ob irgendetwas falsch läuft. Selbst wenn, würde es ihn nicht interessieren“. Die Versuche von LE, dass diese Schrift aus der Öffentlichkeit kommt, war dann ein von uns abgelehnter Brüderbesuch mit dem Anliegen.

Dies alles (die Details sind nur aus dem Grund so ausführlich beschrieben) zeigt das Problem des Zentralismus in der Gruppenpraxis. Auf Anordnung von oben hatte I zu beginnen, obwohl weder am Anfang noch bis zu meinem Ausscheiden Einmütigkeit da ist, und gegenseitige Feindschaft und Misstrauen herrscht. Das dreiste Verhalten, traurig wie es ist, zeigt dies ebenfalls. Wer die Führung hat, hat die Macht vor Ort, auch wenn man jungen Alters ist, kann man den ältesten Bruder anschreien und sich über andere lustig machen. L hatte sogar Bedenken, dass CH bei Unterredungen sein Handy mitlaufen ließ, und Dinge dann gegen ihn verwendet würden (z.B. bei einem Krisengespräch wegen Repressalien gegen mich daheim). Das zeigt das gegenseitige Misstrauen.

In einem öffentlichen Schreiben über Machtanmaßung- und Missbrauch in der AV schreibt ein lebenslanges Mitglied MH, der jedoch die Sekte verlassen konnte, dass er auf der AV Mailingliste Tychikus, die ich von früher selbst kannte, bis der dort verbreitete Calvinismus (Gott will nicht alle, sondern nur bestimmte retten) und die Gap-Theorie (die Erde sei Millionen oder Milliarden Jahre alt) eine Abmeldung meinerseits nötig machten, das Thema von missbräuchlicher Anmaßung und Anwendung von Macht innerhalb der AV über Tychikus besprechen wollte. MH wurde vom AV-Listenverwalter MA von der Liste gelöscht, sowie andere, die Kritik offen äußerten (z.B. E). MA, der Listenverwalter, der, so sagen Dritte, die Säuglingstaufe vertritt und praktiziert, die in der AV auch gelehrt wird (siehe Anhang) schreibt dann, dass auf Anweisung der AV-Führung dies dem loyalen Listenverwalter MA verboten wurde und er es dem Themensteller MH untersagt hat, darüber offen über Tychikus zu reden. Ich denke auch, dass daraufhin MH das Leben in der Sekte schwer gemacht wurde, zumindest hat er sich vor Kurzem von der AV abgemeldet (seine Arbeit dazu ist unter www.bibelgriechisch.online abzurufen). Auch einer von zahllosen Hinweisen, wie zentralistisch die Führung in alle Bereiche eingreift und alles steuert, was innerhalb der Sekte abläuft.

Zusammenfassend kann man sagen, dass das, was Julius Anton von Poseck, der Dichter des Liedes „Auf dem Lamm ruht meine Seele“, in einer frühen Schrift bereits als Gefahr erkannt und benannt hat, nämlich dass die Zentralisierung nach dem Muster Roms, nicht schriftgemäß ist, heute voll durchgegriffen hat. Poseck beschreibt dies anhand einer wiederum zentral von einer Führung gesteuerten Gruppe oder ein „noch so geehrter Diener“, die sich das Recht bzw. einen menschlichen Machtanspruch herausnimmt, eine andere weit entfernte Gruppen, aus- oder einzuschließen, hat man eine Art Papst oder Mutterkirche, wie eben in Rom auch, oder praktisch eine menschliche Hierarchie, für die es keine Legitimation durch Gott gibt:   „Wenn dem so ist, d. h. wenn die von Park-Street und einigen, mit Park-Street gleichgesinnten »Versammlungen« in London anerkannte »Versammlung« zu Guildford Hall keine Versammlung im Sinne des Wortes Gottes genannt werden kann, wie kann sie durch einen menschlichen Machtspruch – sei es der Machtspruch einer einzelnen Person (und wäre dies der geehrteste Diener des Herrn), oder einer unter seiner augenscheinlichen Leitung stehenden, 70–80 Meilen entfernten Versammlung wie die zu Park-Street, in eine Versammlung auf schriftlicher Grundlage verwandelt werden? Selbst wenn man zugeben könnte, daß eine so entfernte Versammlung schriftlich befugt wäre, andere Versammlungen nach Gutdünkenein oderabzusetzen(was, wie ich kaum zu sagenbrauche, nichts als die kühnste menschliche Anmaßung in göttlichen Dingen, im wahren Geiste Roms sein würde), wie könnten rechtlich gesinnte Christen (ja selbst natürlich gesinnte aufrichtige Menschen) nur an so etwas denken, wo das alte Unrecht nur zum Scheine bekannt wurde, und jetzt kühnlich vertheidigt und als recht behauptet wird, und die ursprüngliche (von Hrn. Jull selbst bei seinem Austritt und längere Zeit nachher anerkannte) Versammlung noch im Bestehen ist?“ (Julius Anton von Poseck: Christus oder Parkstreet?).

An anderer Stelle fasst von Poseck das Problem so zusammen: „Hier befinden wir uns auf dem geraden Wege nach Rom! Nur daß wir statt eines unfehlbaren Papstes eine unfehlbare Versammlung haben. Das Wort Gottes wird bei Seite, und die Beschlüsse der Kirche an dessen Stelle gesetzt! Wohin ist es mit uns gekommen?“. Da man die Warnung von Posecks nicht ernst genommen hat, konnte sich der Zentralismus bis heute immer weiter ausbauen.

Unbiblische Zulassungen/Ausschlüsse und Gründungen 

In diesem Abschnitt will ich zunächst ein Beispiel einer unbiblischen Zulassung zur AV I näher und detailliert  beschreiben: Hier vor Ort ist MB jetzt informeller Leiter, ob der von der Führung zugewiesen wurde oder nicht, weiß ich nicht, es kann auch ganz banale berufliche Gründe haben, wieso er nach I kam. MB sitzt er immer in der ersten Reihe und wenn er aufsteht oder sich hinsetzt, sollen alle anderen das Gleiche tun, sodass er zumindest eine Art Vorturner für die ganze Gruppe darstellt. Er fiel mir und anderen durch Lügen und Drohungen auf. Diese halten bis heute an und betreffen Personen, die uns noch mochten, auf seine Drohungen hin, hat etwa AV Neuling RP den Kontakt zu uns abgebrochen bzw. abbrechen müssen, da ja sonst der Ausschluss aus der Sekte droht, obwohl wir keinerlei Probleme hatten. Einen jüngeren Gläubigen kann es schon erschrecken, wenn AV-Kritiker als satanisch kategorisiert werden, auch fiel sehr deutlich auf, dass er über seinen sehr netten und demütigen Schwiegervater, den ich kenne, da er schon, warum auch immer, die AV I besuchte, schimpfte und mich vor ihm warnte, da ich MB sagte, dass wir Emails austauschen (er verließ die AV nach vielen Jahren der Zugehörigkeit, und über Ausgetretene wird grundsätzlich schlecht geredet und gewarnt – vor uns ja auch. Es ist klar, warum Warnungen vor langjährigen Aussteigern kommen: Man will das Böse vertuschen und  es darf nichts an die Öffentlichkeit. Auch ein Warnhinweis auf dem Google-Bewertungsportal konnte die Gruppe in I mehrfach löschen lassen, bis Google es nicht mehr mitmachte. Dann wurde das Portal geschlossen. Es geht also darum, das Böse zuzudecken und nicht, wie es die Schrift im Epheserbrief sagt „bloßzustellen“). Es gibt daher einige, die Angst grundsätzlicher Art um ihn haben. Ein weiteres Beispiel möge reichen: „Die Zulassung von W ist ein großes Problem für mich, genauso wie die Taufe der Kinder von MD“, wurde mir von ihm vis-a-vis gesagt, dann wurde W zwei, drei Wochen später vom ihm gegenüber devoten BS plötzlich „mit großer Freimütigkeit der Brüder“ zum Brotbrechen vorgeschlagen, diese Ansagen sind rein formal einzuhalten. Dass es Widerstand von Brüdern und Schwestern gab, wusste jeder und so hat diese Aussage von BS kaum jemand geglaubt, ich selbst wusste ja, was es an Widerständen gab, sodass es, man muss es sagen, gelogen war, um vorzuspiegeln, alles wäre wunderbar und einmütig.  Zuvor wurde das ganze Zulassungsvorhaben vor anderen, die wie ich dagegen waren, verschleiert.  Der älteste Bruder LE und andere (MBs eigene Frau war bis zum Vorschlag gar nicht informiert) wussten von gar nichts und mussten das Schauspiel der jungen Riege mit ansehen, denn wer die Führung für sich hat, hat das Sagen, auch wenn die Bibel etwas anderes sagt. Das geschah nicht aus Zufall, als viele im Urlaub waren, mit der minimalsten Einspruchsfrist von nur einer Woche (in der ich die Hinderungsgründe schriftlich nachreichte, die ich aber MB bereits lang und breit mitgeteilt hatte, und er das angeblich „ganz genauso wie ich als Problem sah“, womit er mich angelogen hatte, ich muss dieses Wort leider in den Mund nehmen, da es nicht anders war).  Vieles, wie in dem Fall, läuft ganz genau nach dem Grundsatz der Jesuiten: Der Zweck heiligt die Mittel. Trotz mehrseitiger Begründungen (siehe Anhang) und ernster Ansprachen von LE, warum jemand, der Asylbetrug betreibt, eine Scheinehe eingehen will, von MB selbst ein falsches Attest zum Erschwindeln des Aufenthaltes angefordert hat, Krankheiten simuliert, nichts von einer Bekehrung zu sagen weiß, bereits einmal von konservativeren Brüdern abgelehnt wurde, selbst, das ist das traurigste an der Sache, kein Interesse am Herrn Jesus hat, den Arbeitgeber betrügt („nach dem Urlaub bin ich krank“, sagte der gesunde AVler W dem Arbeitgeber, eine Putzfirma, „ich bringe ein Attest“. Mit der Leiterin der Ingolstädter Firma war ich in Kontakt. Sie meinte zurecht „Wir müssen W fristlos entlassen“ und hat den AVler auch aus der Putzfirma entlassen. Nach göttlichen Vorgaben ist es vollkommen ausgeschlossen, so das Brot zu brechen. W spricht zudem unzureichend Englisch, sodass ich auf Wunsch von MB zum „Zulassungsgespräch“ mitgehen sollte. Ich habe sofort abgelehnt, aus genannten Hinderungsgründen. So fand ein kurzes Zulassungsgespräch mit MB und BS auf Englisch statt, obwohl eine hinreichende Kommunikation gar nicht gegeben ist. Die Sünden und offenen Lehrpunkte (W redete in Zusammenkünften vor seiner offiziellen Zulassung bereits von „healing power“ und vertrat ein „health and wealth gospel“, das sind charismatische Irrlehren, dass Gott Gesundheit und Wohlstand schenken müsse. Obwohl eine englischsprachige Schwester und andere die falsche Lehre sofort erkannte, wurde von BS behauptet, W habe alles richtig gebetet, aber wir nur nicht kapiert, dass alles richtig und biblisch war) wurden nicht ausgeräumt, auch nicht die Sünden, in denen W lebt, und leider auch nicht die offene Frage der Bekehrung. Auf die Klage gegen die Bundesrepublik und dass es in der Apostelgeschichte eine analoge Aufforderung in Rom gab, die Stadt zu verlassen, was die genannten Christen auch getan haben, angesprochen, kam der Konter von MB: „Frau Merkel entscheidet nicht, wer am Tisch des Herrn sitzt“. Leider meint MB, er hätte es gegen den Widerstand älterer Brüder zu entscheiden. Dann gab es dabei Widersprüche (ich hatte damals alles mitgeschrieben), die allen auffielen, aber der Zweck heiligt die Mittel, und es traute sich niemand etwas zu sagen. Wenn es um Zuwachs geht, darf auch gelogen werden: „W würde gar nicht klagen“, dann MB wieder: „W hätte er die Klage schon gewonnen“, „W bekommt Geld von den AVlern“, einmal „W bekommt kein Geld“ etc. – Eine Nachfrage von mir, da ich die Glaubwürdigkeit von MB bis heute grundsätzlich anzweifle, im Asylamt in R, das für W zuständig ist, hat ergeben, dass die behaupteten Dinge von MB nicht wahr sind: W klagt sehr wohl (obwohl dies schon allen klar war). Die selbe Auskunft bekam ich auch vom Asylbetreuer von W, zwar nur unter vorgehaltener Hand, da ich mit W einige Male im Amt war – während der Fahrten war es mir nie möglich, über den Herrn Jesus mit W zu reden (bei dem Thema kam das Handy heraus und wurden und nebenbei ab und an ja, ja, ja gesagt). Insbesondere wohl, da ich keine überzeugenden Argumente hatte, das Thema schmackhaft zu machen, da das Geld für W für einen überflüssigen Baggerführerschein, den er sich für sein berufliches Weiterkommen von den AVlern finanzieren ließ, aber nie wirklich brauchte, und die Klage gegen unser Land etc. nur von anderen kam. Die gegen eine Zulassung Ws zur AV waren, insbesondere ein älterer Bruder LE, der bereits eine Rede an einem Abend gegen diese Vorhaben gehalten hatte,  wurden von einzelnen Jüngeren niedergebrüllt, etwa CH aggressiv und lautstark (eine Schwester hat dieses Verhalten als unverschämt und respektlos bezeichnet, „einen doppelt so alten so respektlos zur Schnecke zu machen“): „L, Du hast keinen einzigen biblischen Grund sagen können, warum wir W nicht zulassen dürfen. Wir müssen ihn also zulassen“, CH ganz offenbar wegen der Sicherheit des Placets der AV Führung mit MS so mutig und dreist gegen Ältere (vgl. aber 1Petrus 5,5). LE, der strikt gegen eine Zulassung von W war, auch seine Frau, hat von einer Sekunde auf die andere, dann gesagt: „Dann ist ja alles geklärt“, obwohl noch mehr Fragen und Probleme ans Tageslicht kamen. Aber aus heutiger Sicht „heult man mit den Wölfen“, wie ein Bekannter von LE zu mir sagte, denn sonst wird man nicht mehr anerkannt oder ernstgenommen. Heute ist LE wieder in großem Ansehen und in der Brüderstunde zurück. Ich führe dies darauf zurück, dass LE alles aus Zeiten der Freundschaft mit mir an die Gruppe (Emails) weitergeleitet hat und uns eben als „satanisch“ bezeichnet, dadurch kann nun die Anerkennung zurückgewonnen werden. Außerdem ist LE ein langjähriger AVler, der zuvor in M war, und da muss es klar sein, dass man bei Ungerechtigkeiten mitmachen muss, oder sonst gehen kann (Gruppendruck, Mobbing, Ausschluss mit fadenscheinigen Gründen). Ein gemeinsames Feindbild kann ja die inneren Bande verstärken, auch in der Bestärkung im Irrtum. Vgl. als Beispiel, wie man im Irrtum sich gegenseitig bestärken kann Herodes und Pilatus, die Christus ablehnten und dann Freunde wurden. Eine Schwester fragte MB zum abgelehnten Asylanten W aus Nigeria im besagten Gespräch: „Hat der sich überhaupt jemals bekehrt?“, da er  polizeilich dort wegen Straftaten gesucht wird und aus dem Homo-Milieu kommt? Der neue Führer (die sind daran erkennbar, wer z.B. die Briefe schreibt und/oder im AV Verzeichnis steht bzw. ob andere das machen was der Betreffende anordnet, offiziell wird eine Führerschaft ja bestritten – bis nach ganz oben bei CB ist alles inoffiziell hierarchisch) MB meinte, „das müsse vorausgesetzt werden; er selbst wisse nicht, wann er sich bekehrt habe und Dreck am Stecken haben wir alle, auch mein Vater (Anm: in einer anderen AV) ist für eine Zulassung von W“. W hatte sich auch gar nicht selber zur AV angemeldet, sondern wurde dazu von AV-Gliedern "ermutigt", wie in Gesprächen mit ihm deutlich wurde. W hatte mich auch angerufen und gefragt, ob er "Atteste" vom neuen Gruppenführer MB im Klinikum I bekommen könne, da ich dessen Dienstnummer hatte, aber W nicht gab. Was da bei ihm im Hintergrund läuft, weiß ich nicht; zumindest ist W, obwohl illegal, immer noch hier, weil von den AVlern finanzierte Klagen am Verwaltungsgericht M ihm das Bleiben ermöglichen. Ansonsten hat er in der AV oft nur geschlafen, auch in den Zusammenkünften, hinter der Brille versteckt, die Augen fest zu. Er versteht kein Deutsch, wollte aber auch keine Übersetzung ins Englische, da er augenscheinlich nur pro forma bei den Geldgebern zu sitzen hatte. Ich rief ihn an einem Samstagabend an, und er sagte „I am in a meeting!“. Im Hintergrund waren Partygeräusche zu hören, und es klang nach einer feucht-fröhlichen Männerrunde. Dass W dann sonntags Schlaf nachzuholen hat, ist klar. Es drängt sich also der Eindruck auf, es gehe nur um die reine Präsenz, die von ihm in der AV verlangt wird und für die er bezahlt wird. Am Ende der leider überflüssigen Aussprache zur Zulassung von W (da alles bereits von MB, CH, RS und BS beschlossen war) meinte MB: „Alle Probleme und Sünden und die Frage der Bekehrung seien also hiermit ausgeräumt und W hätte über alle Hinderungsgründe schon Buße getan“, allerdings wusste W selbst rein gar nichts davon, worüber er Buße getan haben sollte, da viele neue Dinge an Hinderungsgründen beim Treff erst allen bekannt wurden (z.B. der Wunsch Ws, in der AV M von mir eine Scheinehe vermittelt zu bekommen etc., wusste in dem Treff MB gar nicht). Ob er inzwischen weiß, dass man auch von einer Bekehrung zu Christus reden muss, wenn man in der AV von Konservativeren gefragt wird, halte ich für wahrscheinlich. Im Nachgang des Treffens zur Zulassung von W hieß es seitens der Gastgeber und L, dass „hoffentlich die Nachbarn unterhalb die lautstarke Streiterei nicht mitbekommen haben“. Ich führte mit W danach noch ein Gespräch, als ich das allerletzte Mal die AV I besuchte (als W AVler in I wurde und den anderen AVlern von BS mitgeteilt wurde, alle Probleme und Hinderungsgründe und Missverständnisse seien einmütig ausgeräumt – das Gegenteil ist leider richtig. Wer BS das geglaubt hat, weiß ich nicht, vielleicht die neuen AVler, die nicht informiert werden durften, Ein Bauer und sein Sohn, denen eine heile Welt vorgespielt wird): Die ganzen Dinge interessierten W alle nicht. Er hat vollkommen andere Interessen. Wir haben W kürzlich getroffen und uns noch einmal mit ihm unterhalten, wobei ich weiterhin gar keinen Eindruck hinsichtlich einer Bekehrung und eigenen Interesses an Gottes Wort bekam. Inzwischen erscheint er bereits irgendwie instruiert. Er hat uns motorisch gefragt, ob wir wieder kommen wollten, da wir schon lange nicht mehr da waren. Dabei wurde klar, dass dem neuen AVler W ebenfalls alles verheimlicht wird, was tatsächlich los ist, er aber weiterhin motorisch Einladungen zur AV ausspricht, ebenso wie am Büchertisch. Dafür wird er ja auch nicht schlecht bezahlt. Ich habe keinen Zweifel, dass W in der katholischen Kirche für so viel Geld auch ein Ave Maria aufsagen würde. Mir kam W wie ein Geldautomat vor, wo oben das Geld eingeworfen wird und unten das gewünschte Produkt zu entnehmen ist. 

Da bereits vor dem Treff auf die Lehre der Schrift zu Zulassungen hingewiesen wurde, kam es bei einer Familienkonferenz in N zu traurigen Ereignissen. Die beiden Fraktionen der AV I mieden sich wie gewohnt und ein AV-Neuzugang R, der gegen die Zulassung von W war, wurde von der liberalen Fraktion CH und BS beiseite gezogen und ihm erklärt, dass „die Brüderstunde zuließe, aber nicht alle, die das Brot brechen“ bzw. in anderen Worten: R muss sich ihnen, da sie in der Brüderstunde sitzen, fügen, und er nicht mitentscheiden dürfte, wenn es um Zulassungen geht, da er nicht in der Brüderstunde ist, worauf R seinen Einspruch zurückziehen musste. Da R neu bekehrt ist und die Schrift nicht kennen kann, hat er diese falsche Lehre geglaubt, die ihm CH und BS vortrugen. Die konservative Fraktion der AV I fand diese Beeinflussung Rs auf einer Konferenz traurig und falsch, zumal die Lehre, die dem Neuzugang R erklärt werden sollte, ja falsch und gegen Gottes Wort ist. Da die Beeinflussung Rs mit falschen Lehren beim Mittagessen stattfand und der AV-Neuling zur Seite gezogen wurde, haben ich und eine Schwester BS und CH angesprochen, „dass dies doch bei einer Konferenz unpassend ist, und sie bitte beide aufhören mögen, auf R so einzureden“. Leider in beiden Fällen mit aggressiven Antworten gegen mich und die Schwester, dass „wir uns hier nicht einzumischen haben, es sei ein Privatgespräch“. Sie dann haben weiterhin auf R händefuchtelnd eingeredet, der mir wie in einem Verhör vorkam und mir leid tat, da er unter Druck gesetzt wurde, er war am Ende des Gesprächs eingeschüchtert und irritiert, da ich mit ihm längere Zeit nach I zurückfuhr. Ziel von CH und BS war, R zum Aufgeben zu überreden und den Einspruch Rs gegen die Zulassung von W zu widerrufen und ihnen zuzustimmen, leider mit Argumenten, die sektiererisch sind, indem BS und CH Autorität für sich selbst beanspruchen, die sie zwar in der AV von CB über MS, aber nie von Gott bekommen haben, nämlich, dass sie zum Tisch des Herrn zuließen und R nicht, da CH und BS in der Brüderstunde in I sind und R als Neuling ja nicht. Die Autorität zur Zulassung hat AV Chef CB der „Substanz der Versammlung am Ort“ erteilt, das bezieht BS und CH auf sich. Die Lehre der Schrift ist vollkommen anders, da die örtliche Zusammenkunft als Ganzes zulässt und R und andere nicht übergangen werden dürfen. Aber in Sekten ist das eben anders. Dieses Problem gibt es nicht nur lokal in I, sondern generell. So schreibt auch Max Weremchuk, der eine gute Alternative liefert: „Verursacht eine anstehende Versammlungsentscheidung schon vorher Entzweiung in einer Versammlung, so ist ein guter Rat der, die Entscheidung aufzuschieben und anderen geistlichen Versammlungen Gelegenheit zu geben, sich ebenfalls mit der Sache zu beschäftigen. Was die Sache oft so schwierig macht, ist, daß eine Partei oder eine bestimmte Gruppe innerhalb einer Versammlung eine bestimmte Vorgehensweise massiv vorantreibt. Die Versammlung Gottes ist kein demokratisches Parlament, in dem die Mehrheitsregel entscheidet. Es wäre naiv zu glauben, daß die Gesinnung des Herrn stets bei der Mehrheit zu finden sei. Oft ist es ja gerade anders herum.“ (https://bruederbewegung.de/pdf/weremchukliefet.pdf)

Dass Gottes Wort den Begriff „Brüderstunde“ gar nicht kennt, ist das eine, dass Zulassungen von der Versammlung, d.h. von allen, die das Brot brechen allein Zulassungen sind, das andere. Die Praxis, die gegen die Schrift ist, beschreibt auch Herbert Ebert (S. 59), der noch weiter Hierarchieebenen über der AV Brüderstunde nennt (am Ende wären die Führer derzeit AR/CB): „Diese Brüderstunden herrschen über die örtlichen Versammlungen, die dazu auch noch ein ‚Zentralkomitee‘ installiert haben, das sich Führerschaft oder Brüderrat nennt, welches zwar existiert, aber nicht greifbar ist“.  Es bleibt zu hoffen, dass derjenige, der die Heilige Schrift liest, da die Praxis der AV, die dort von WB eingeführt wurde, gegen die Gedanken Gottes, also sektiererisch, ist. Gegen Einspruch insbesondere älterer Brüder kann niemand, schon gar niemand, mit Sünden im Leben und ohne Bekehrung, in irgendeiner Zusammenkunft Eingang finden. Anders in der AV I. Die Gruppe hier hat klaren Auftrag der Mitgliedsgenerierung, ob die Mitglieder gläubig sind oder nicht ist, wie hoffentlich deutlich ist, in egal.  Ein Bruder (P), der nicht die AV I besucht und den Skandal um die Zulassung, die weder der Person, der Sache und dem Vorgehen nach eine Zulassung war, mitbekommen hat, meinte dazu, dass „W in keiner einzigen ihm bekannten christlichen Gruppierung Zugang finden könne“. P fragte vor einiger Zeit am AV Büchertisch nach meinem Verbleiben und erzählte mir, dass RS meinte: „Der ist heute mal nicht da“. Als ich P sagte, ich sei schon monatelang abgemeldet, meinte er: „dann wurde ich angelogen“. Nun sitzt W am „Tisch des Herrn“ der AV in I. Unbiblischer geht es kaum, sagen sogar Nicht-AVler, da dieser Skandal sowohl formal als auch inhaltlich gegen Gottes Wort geschehen ist.

Zu den AV-Treffs in I, wo angeblich der Herr Jesus in der Mitte sei, kam eine Frau dazu von der Straße, die am Eingang zu CH meinte, sie wäre Hare-Krishna Anhängerin. Während des Treffens fragte sie CH, ob sie hier auch mitreden könnte, und es wurde ihr von CH das Wort erteilt. Sie führte eine Art Meditation mit Hecheln und Schnaufgeräuschen durch und redete einiges esoterische Zeugs, das ich mir bis heute nicht im Wortlaut merken konnte, da es vollkommen gegen Gottes Wort war. Nachdem die Runde vorbei war, habe ich CH und RS auf das Schweigen der Frauen verwiesen, bekam von RS auf dem Parkplatz zur Antwort "die kommt sonst nicht mehr". Also beim Zusammenkommen „zum Namen des Herrn“ reden auch ungläubige Frauen, wenn es der Mitgliedergenerierung dient, da die sonst nicht mehr kommen würden – erst einmal schwer zu verdauen. Dies war in der Form ein Einzelfall. Die Frau kam aber auch so nicht mehr.  In der Brüderstunde begründete es RS, dass auch Ungläubige oder Außenstehende wie W in den Zusammenkünften der AV reden dürfen, indem er die Passage im Korintherbrief als Beweis nannte, die aussagt, dass ein Ungläubiger in die Zusammenkünfte hereinkommen könnte, und daraufhin bekennen könnte, dass Gott in der Mitte sei. Dies sei die biblische Lehre dazu.

Einige Beispiele für unbiblische Ausschlüsse (mehr im Buch von Herbert Ebert): Vor längerer Zeit wurde auf Betreiben damaligen Leiter WB die Lehre der Schrift der Einmütigkeit aufgegeben, sodass, wie beschrieben, von ihm autorisierte Personen gegen den Einspruch auch älterer Brüder zugelassen werden. D.h. eine Gruppe lässt zu, nicht, wie die Schrift sagt, alle, die das Brot brechen. Gegen eine bereits von der Leitung beschlossene Zulassung zu sein, bedeutet, Anfeindung, Mobbing, Stress und gemieden und geschnitten werden. Im Falle von L, der gegen eine Zulassung von W war, ist die Sache erpresst worden, denn wer die Führung hinter sich hat, hat das Sagen, anderen müssen sich fügen, sonst können sie gehen.

Ein weiteres überall bekanntes Beispiel, wie in der AV gegen Gottes Wort gehandelt wird: Der Ausschluss von WB, der einen bekannten Verlag leitet und leider den AV-Calvinismus nicht ablegen konnte, oder andere waren nicht nach den Grundsätzen der Schrift, nämlich überhaupt nicht einmütig. Zudem war eine AV Zentralfigur AR an dem Ausschluss von WB beteiligt, obwohl AR nicht zur Zusammenkunft in W, aus der WB ausgeschlossen wurde, stammte, aber zentral Einfluss nahm. Grund war offenbar, dass WB einen Verlag ohne Genehmigung der Spitze gründete, da mit dem CSV- und dem EP-Verlag bereits nach Auffassung der Führung um AR, der von WB nicht nötig war. Dass der Verlag von WB und die beiden der AV wechselseitig ihre Angebote verkaufen, ist für mich nur aus finanziellen Interessen erklärbar, erst Ausschluss, dann verkauft CSV dessen Bücher und umgekehrt.

RL, der den genannten Hinauswurf und die bis heute andauernden Verleumdungen der Brüder in Holland als ungerecht erkannte, wurde in der Schweiz aus der AV in S ausgeschlossen, obwohl er weder damals noch heute in Sünde oder Irrlehre lebt. Dieser Ausschluss war nicht einmütig und die Gruppe in S ganz offenbar unter Druck. Ein Ausschluss, der nicht einmütig, zudem nicht gerechtfertigt ist, ist schriftwidrig und zeigt die Bosheit des Systems. In den Ortsgruppen wie in A wurde von überörtlichen Köpfen anlässlich einer Vortragsreihe gesagt: „RL predigt Irrlehren über Israel, das hat man bereits länger erkannt, und zwar auch daran, da er einen Bart hat. Er war schon lange verdächtig“. Da jeder die Auffassungen von RL, der seine Vorträge öffentlich zugänglich macht, hören kann, ist dies als bloße bösartige Diffamierung zu sehen. Nichts davon stimmt, die glaubwürdige Darstellung von RL liegt schriftlich vor, glaubwürdig dann, wenn man die AV kennt. Die Brüderstunde der AV RLs teilte ihm dann mit, dass entweder er gehen muss oder sie müssen von ihm weggehen. Wer die falschen Lehren der AV kennt, weiß, dass die AV RLs sonst selbst exkommuniziert worden wären, wenn sie RL anders behandelt hätten und RL hätte bleiben dürfen.

Ebenso glaubte ich den öffentlichen Diffamierungen über AS, der in G mit samt der dortigen Gruppe ausgeschlossen wurde. Schon zuvor wurde AS bis zu einem Nervenzusammenbruch vom AV Chef AR schikaniert. AS konnte mich kurz vor seinem Heimgang, er verstarb an einem Herzinfarkt, mit seiner Frau R besuchen. Ich war zwar vor ihm in der Ortsgruppe A vorgewarnt worden und hätte ihn nicht aufnehmen und auch seine Vorträge seit seiner Exkommunikation aus der AV nicht mehr besuchen dürfen, aber erfreulicherweise stimmte rein gar nichts von dem, was gegen ihn verbreitet wird.

Ebenso war ich daheim bei Bruder VK, vor dem wegen angeblicher Unmoral gewarnt wird, und er „nicht mehr den gemeinsamen Weg der Kinder Gottes geht und sich auf der Grundlage der Trennung und Spaltung befindet“, d.h. in anderen Worten: nicht zur AV geht. Vor Ort fand ich ein sehr nettes und intaktes Familienleben vor, das wohl bis heute anhält. Auch wenn man sich von ihm zurückzuziehen hatte, war es doch erfreulich zu sehen, dass die Realität sehr positiv anders aussah. Ebenso positiv war, dass er sich von dem bösen AV System weit fernhält und den Weg der Absonderung und Trennung von aller kirchlichen Ungerechtigkeit geht, auch wenn ihm das nicht wenig Ärger einbringt, das System hinterfragt sich nie selbst, immer die, die es in Frage stellen. Die Diffamierungen haben sich auch da als Propaganda und nichts als Diffamierungen wie im früheren DDR Regime herausgestellt. In der DDR sang man das Lied „Die Partei hat immer recht“ in der AV würde das Lied heißen „Wir, die wir allein zum Namen des Herrn versammelt sind, haben immer recht“, wer etwas anders sieht, muss irgendetwas falsch tun, psychisch krank, moralisch oder lehrmäßig böse sein, beruflich versagen oder was man sonst in der AV gegen Systemkritiker zusammenlügt. Einige Lügen über mich habe ich genannt. Natürlich glaubt man lieber Lügen, wenn man in einer Sekte ist, als dass man die Wahrheit wissen will, denn die Lüge ist ja ein Merkmal einer jeden Sekte. Die Wahrheit in Gottes Wort und Aufrichtigkeit im Miteinander sind etwas völlig anderes.

Einige weitere Ausschlüsse und Aufnahmen könnte man aufzählen, die deutlich machen, dass sogar die Aufnahme in das AV Zentralregister anders als die Schrift es lehrt, vorgenommen wird (abgesehen davon, dass es solche Register gar nicht in der Schrift gibt. Wo spricht Gottes Wort, dass er allein in einer der Gruppen, die in einer von einer herrschsüchtigen Führerclique verwalteten Liste, zu sein hat und sonst weltweit nirgendwo anders?): Man kann über WJO denken was man will, aber auch er und die übrigen, die mit ihm weg mussten, wurden nur von einem Teil der AV Ortsgruppe Den Helder ausgeschlossen, der Rest, der gegen einen Ausschluss war, konnte gehen. D.h. der wichtige Grundsatz der Schrift (dezentrale und einmütige Entscheidungen) ist nicht vorhanden, ggf. war das früher noch etwas eher gegeben, das müssen andere wissen. Die Liquidierungen ganzer Ortsgruppen werden von oben angeordnet und die Briefe zentral verschickt (alternativ dazu, die Ortsgruppen gezwungen, Trennungsbriefe zu verfassen und an den Rest der AV zu schicken). Ebert sagt dazu (S. 12 Appendix): „Wo war die freie Wirksamkeit des Heiligen Geistes in den Versammlungen in Dt. und in der Schweiz gegeben, als in überörtlichen ‚Brüderstunden‘ über ganze Versammlungen und einzelnen Geschwistern Urteile nach den Regeln der Inquisition gefällt wurden?“. Eine wohl noch recht vernünftige AV Ortsgruppe in B im Norden Bayerns weigert sich grundsätzlich, solche Zentral-Beschlüsse anzuerkennen, da sie, ebenso wie Ebert es bezeichnete, „wie bei der Inquisition“  gefällt werden (die AV in B dort benutzte ebenfalls den Ausdruck „Inquisition“). Diese AV wurde aus verwandtschaftlichen Beziehungen zu KHW nicht ausgeschlossen, ansonsten ist dies ein „unabhängiger Grundsatz“, der zum Ausschluss führt. Dies wird so bezeichnet, da die AV die Einheit des Leibes Christi sei und wer bei Ausschlüssen nicht unterschreiben will, der ist unabhängig, und leugnet diese Einheit. In der Praxis heißt dies: Wenn der AV Leiter eine Person oder Gruppe hinaus haben will, muss man unterschreiben, sonst ist man selbst aus der Gruppierung zu entfernen. In B gilt dies jedoch nicht, aufgrund der Beziehung nach oben.

 

Die offizielle Lehre der AV formulierte der Leiter AR in einem internen und unveröffentlichten Papier, das sich gegen die sog. „freien Brüder“ richtet, so: „Wenn aber die Selbständigkeit der örtlichen Versammlung so aufgefasst wird, dass man die Beschlüsse anderer Versammlungen unter Umständen ignorieren kann (womit einander entgegengesetzte Versammlungsbeschlüsse toleriert werden), dann ist dies schriftwidrige Unabhängigkeit. Die Einheit des Geistes wird dann nicht mehr bewahrt (Eph 4,3). Unser Herr Jesus wird doch sehr durch eine solche Handlungsweise verunehrt, die einander entgegengesetzte Beschlüsse mit Seinem heiligen Namen verbindet“.

 

Nach der fromm klingenden Darstellung hätte die AV in B, die Beschlüsse nicht unterschreibt, auch „seinen Heiligen Namen verunehrt“, hätte sie nicht Vitamin B. So in etwa ist die Diskrepanz zwischen den offiziellen frommen Reden, auch in den CSV- oder Ernst-Paulus-Verlag Büchern, und der Wirklichkeit. Auch handeln umliegende Versammlungen bei Ausschlüssen nie ohne Befehl von oben (bei Gründungen übrigens auch nicht). Mir ist kein Fall bekannt geworden, da die Ausschlüsse in der Führungsriege ausgemacht werden. Vor Ort wird von den Gruppen gar nichts entschieden, außer eben Meldungen an die Zentrale, von wo man Direktion her bekommt.

Das ganze Führersystem beruht auf einer AV-Irrlehre der inoffiziellen Führungsriege über das Volk Gottes (das es auch in der AV gibt), denn zwischen Christus und der Versammlung gibt es keine Zwischeninstanzen und keine einzige Person heute mit einer überörtlichen Autorität dürfen sich zwischen Christus und die Zusammenkünfte von Christen dazwischen stellen und Anerkennung erwarten, einfordern und erpressen. Ich wurde leider angelogen, so etwas gäbe es hier nicht. Das Gegenteil ist wahr. Würde man die Lehre der Schrift überall ernst nehmen, würde das ganze Kartenhaus AV in sich zusammenfallen.

Eine weiteres Beispiel (von vielen) des Zentralismus‘, der zu unbiblischen Ausschlüssen führt, zeigt, dass die Führungsriege der AV ihre Gruppe in Berlin „zwingen konnte“ (so ein Zitat eines Betroffenen in einem Schreiben an mich), einen zunächst offenbar ohne die Zustimmung der Führung verfassten Brief an die deutschen Ortsgruppen zurückzunehmen, sodass die Autonomie der örtlichen Zusammenkünfte gar nicht gegeben ist, sondern eine zentrale Riege die Führung der AV innehat. Es ging um einen angeordneten Ausschluss der Gruppe Retzow, wogegen die Gruppe Berlin-Charlottenburg einen langen aufklärenden Brief dagegen schrieb und deutschlandweit versandte. Einige örtliche Führer wie in N haben diesen Brief aus Berlin vor Ort gar nicht erst bekanntgemacht, sondern vertuscht. Einer dort, der diese Skandale falsch fand, wurde mit einem Jahr Redeverbot bestraft. Er hat mich noch netterweise vor den Ungerechtigkeiten in der AV gewarnt, allerdings war ich zu gehirngewaschen und dachte, er wäre der Sektierer.

„Führende Brüder“ (?) üben hinter den Kulissen großen Druck auf die „Versammlungen“ aus und machen sie gefügig, indem sie ihnen den Ausschuss aus der AV androhen. Anstatt dass diese froh wären, von der menschlichen Knechtschaft freizukommen, spielen viele das Spiel immer weiter mit und lassen sich zu Dingen, die Gott anders gesagt hat, erpressen. Das fand beim Ausschluss von Retzow mit der Berliner Gruppe statt, die ihren Aufklärungsbrief an alle deutschen Gruppen zurücknehmen mussten, sonst wären sie ebenfalls aus dem „Circle of fellowship“ entfernt worden. Das ist nichts anderes als Erpressung.

Ein Betroffener schreibt (Original ist einsehbar) über den Ausschluss von WM mit samt der gesamten AV am Ort G. Zuvor, aber das kann auch nur ein Gerücht sein, wollte WM in der AV offenbar Karriere machen: „WM hatte wahrscheinlich Kontakte zu den ‚Freien Brüder‘, wo er vielleicht auch predigen durfte, wie es sein Freund KG auch getan hat. Dies ist gegen die Regel der ‚geschlossenen Brüder‘, womit er sein Urteil bekommen hat, ähnlich wie KG“. WM ist für einen Verlag tätig, den KG leitet.  Aus bestimmten Gründen lehnen beide Kritiken anderer an der AV bis heute ab.

Ebert nennt eines von vielen weitern Beispielen (S. 199): „Und wie ist (…) die Liquidierung der Versammlung in Friedewald 1994 geschehen? Nachweislich durch massiven Einfluss umliegender Nachbarversammlungen und einzelnen ‚Brüdern‘ der damaligen ‚Führerschaft‘“.  Die Einheit des Geistes, die in der Schrift steht, heißt in der AV, dass alle die Befehle einheitlich im Geiste der Führung brav unterschreiben, auch wenn es noch so ungerecht und böse ist und die Gesinnung der Führung mehr als deutlich zeigt: Macht, Herrschaft, Ruhm, Ansehen, Geld. Es ist irreführend, wie die tatsächlichen derartigen Praktiken in den AV Veröffentlichungen verschwiegen werden. Die Praxis zeigt etwas völlig anderes als in den Schriften, sodass eine bewusste Irreführung für einfache und gutgläubige Leser der AV Literatur stattfindet.

Die Auslöschung der AV Gruppe in F außerhalb Deutschlands zeigt, dass der Zentralismus in anderen Ländern auch wie in Deutschland ist. Dort wurde vom verstorbenen MB und MG und UF der Befehl gegeben, die AV Gruppe zu exkommunizieren, damals etwa 300 Mitglieder stark. So gibt es jeweils AV Länderchefs, wie HJH in Holland es war etc. Ob es über den Landeschef hinaus weitere Hierarchien gibt, konnte ich nicht mehr ermitteln, evtl. ist es nicht ausgeschlossen. Bei Liquidierungen ganzer AV Ortsgruppen, werden die der Führung gegenüber loyalen AVler angewiesen, sich in die nächstliegende AV zu begeben, und so bleiben diese unter der Knechtschaft der Puppenspieler an der Spitze.

Aber nicht nur Zulassung/Ausschlüsse einzelner AVler oder AV-Ortsgruppen sind nicht im Einklang mit den Gedanken des Herrn Jesus, auch die Zulassung oder Gründung ganzer AV-Gruppen sind es ganz und gar nicht: Ein Beispiel für eine nicht schriftgemäße Eröffnung einer AV Filiale, von der nun Gefahr für die bestehenden christlichen Gemeinden in I ausgeht, wie später zu beschreiben ist, habe ich in I selbst am eigenen Leib mitbekommen, verstehe aber nur nach und nach die Hintergründe, wenn auch nicht alle. Zwei konservative Brüder L aus der AV M und B aus der AV A sahen keinerlei gemeinsame Basis für eine Zusammenkunft in I, zu der sie dann gehen müssen, da sie dort in der Nähe wohnen, da eine starke junge liberale Mehrheit mit insb. BS, CH, RS vorhanden war. Daher wollten beide Brüder zurecht die Unterschrift in der Gründungsurkunde länger nicht leisten, da „keine Einmütigkeit in Grundsatzfragen da ist“. Daraufhin konnte I nicht das Brot brechen, da auf dem Papier eine einmütige Unterschriftenliste aller AVler des Ortes zu stehen hat. Offenbar war aber die Eröffnung einer Filiale zentral so geplant. Eines Tages hieß es, MS selbst ist nun auf Betreiben der liberalen Seite über CH etc. involviert, „da ja nicht zwei das Werk des Herrn in I aufhalten dürfen“. Ich dachte mir nichts dabei, da ich damals noch irrtümlicherweise davon ausging, es gäbe keine Führung oder überörtlich Befugten, da das ja ganz offensichtlich gegen die Gedanken Gottes ist, und die Zeit der Apostel vorbei ist, die allein überörtliche Autorität haben, wieso dann irgendein MS, was hat der in I verloren, der kennt sich gar nicht aus, worum es hier konkret geht? Ich hatte damals vollkommen abgeraten, Dritte einzuschalten, um Druck auf die beiden Brüder L und B auszuüben, da man sich selbst in Lehrfragen einig werden müsse, oder es dann besser sei, konträre Auffassungen nicht genötigt zusammenzuschweißen, da so etwas nie gut geht. Doch leider kam es so: Obwohl weiterhin keine Einmütigkeit oder Annäherung zwischen Liberal und Konservativ vorhanden war, saß man fast von jetzt auf nachher in I am Tisch in der Pfarrgasse und alle Unterschriften, leider auch meine, die ich in Unkenntnis der Lage geleistet habe, wurden gegeben, und „das Zeugnis der Versammlung in I“ war leider geboren. So waren die Fakten, die Interpretation überlasse ich dem Leser.  Es war damals auch rein äußerlich zu merken, dass die Skeptiker, die als „Bremser des Werkes des Herrn“ von CH beschimpft wurden, stark unter Druck standen, zumal bekannt ist, dass wie in anderen Fällen (WB, RL, WJO und andere) zentrale Befehle zum Abschuss bzw. zum örtlichen Ausschluss und Liquidierung von Einzelpersonen aus der AV gegeben werden und wurden. In der Ortsgruppe I war bis zu meinem Ausscheiden keine Einmütigkeit vorhanden, unter biblischen Maßgaben wäre diese vor Beginn notwendig gewesen. So liegen die Parteien im dauernden Clinch, einig ist man sich nur auf dem Papier. Jemand sprach in dem Zusammenhang von „Erpressung der Zustimmung“ (der Wortlaut kann auch leicht anders gewesen sein, vgl. Dokument unter www.bibelgriechisch.online/brief.pdf). Das ist bis heute so geblieben und einige konservativere Geschwister sind weggegangen, da hier die Jugend die Führung für sich beanspruchen kann. Die Zustimmung von L wurde ja auch in der Zulassungsfrage später erneut erpresst. Auch deutlich unter Druck, versuchte LE eine Änderung dieses Schreibens zu erreichen (mündlich und schriftlich), was ich jedoch ablehne, da es darum geht die Dinge ins Licht zu bringen, sodass wertvolle Kinder Gottes ebenfalls freikommen können. Nachdem ich dies ablehnte, reagierte LE mit Begriffen in der AV I, die ich oben bereits erwähnte. Der Tenor: AV Kritiker sind „satanische Werkzeuge“. Damit werden nun Neuzugänge vor uns gewarnt und auch mittels Androhung des Ausschlusses eingeschüchtert. Dies hat inzwischen alle bisherigen Freundschaften zerstört. Auch für uns wurde der Umgang mit befreundeten AVlern immer schwieriger, da wir oft mitbekamen, was nun wieder gegen uns gesagt wurde und auch, dass „Freuden“ sich mit diesen Lehren eins machten, auch wie wir dann als Akteure des Feindes deklariert wurden und auch ob, ich diese Schrift nicht vielleicht zurückziehen könnte. Die Absicht ist klar, es darf nichts mehr weiter nach außen Dringen, es könnte ja in die Öffentlichkeit geraten und ins Licht kommen.

In I erlebte ich viel Gutes, aber leider noch mehr Böses. Da sind nur wenige in der Ortsgruppe, und um das zu ändern, lädt man auch Ungläubige ein, die nun das Brot mit den Übrigen brechen.  Allerdings scheint man es im Hinblick auf das angestrebte Wachstum mit der Glaubensprüfung der Neuankömmlinge nicht so genau zu nehmen. Während anderen Orten wie zum Beispiel M schon einmal zwei Jahre bis zur Zulassung vergehen konnten (Fam. R), geht das in I teilweise ganz schnell. Dass es für die Zulassung ausreicht, das zu sagen, was erwartet wird – und ob das womöglich generell die Eintrittskarte für die Zulassung in der AV ist -, ist inzwischen eindeutig. Wer in die AV rein will, muss nur immer ja, ja, ja sagen, egal was gefragt wird. Viele AVler wie B wurden von den Eltern in die Sekte hineingezwungen und brachen auch dort das Brot und kamen erst heraus, als sie volljährig waren: „Ich habe alles nur mitgemacht, weil ich musste“, meinte B, sie ist leider nicht wiedergeboren und sagt das auch, dass sie mit Glaube und Bibel und Gott etc. gar nichts mehr zu tun haben will. Ich bin überzeugt, dass dies dem scheinheiligen System geschuldet ist, dass entweder viele mitmachen müssen, da die Repressalien nicht gering sind, oder dann zur nächstbesten Gelegenheit fliehen, wie auch MP aus M.

Eines von vielen Beispielen, wie derartige Repressalien gemein ablaufen: Am Telefon berichtet ein Aussteiger, wie er jahrelang systematisch drangsaliert wurde, nachdem er die Hierarchie innerhalb der AV in Frage stellte. In seiner kleinen Heimat-AV sprach man sich ganz offensichtlich ab, dass niemand mehr aufsteht und redet, sodass E nach regelmäßig 15-20 Minuten Schweigen dann öfter sprach, sonst hätte man ohne Ansprache nach Hause gehen können, so seine Begründung. Nach einiger Zeit wurde ihm vorgeworfen, er würde eine Art Alleinherrschaft installieren wollen und die Gruppe dominieren, am Ende wurde ihm gesagt, er sei ausgeschlossen.

Ein weiteres Beispiel diesbezüglich in I war der Zulassungsversuch von B. Dort wären etliche Hinderungsgründe abzubauen gewesen, jedoch sollte eine schnelle Zulassung erfolgen, da BS aus seiner bisherigen Gemeinde in M abwerben wollte, um ich ihn in die AV zu bringen. Da ich den Bruder B bereits länger und näher kannte, wurden von mir in der Brüderstunde die Dinge benannt, die gemäß meines Schriftverständnisses der Zulassung dieses neuen Bruders noch im Weg standen. Wie ich im Nachhinein erfuhr, informierten einige jüngere Brüder wie CH und BS den Neuankömmling über die von mir – vertraulich – geäußerten Bedenken und versicherten ihm, im Gegensatz zu mir stünden sie seiner Zulassung positiv gegenüber. Ich bekam unmittelbar nach der Brüderstunde, in der ich das den anderen mitteilte, E-Mails von B mit Beschimpfungen gegen mich, da sonst gar nichts vorgefallen war, konnte ich mir ausdenken, was passiert sein musste. Darüber hinaus wurde ich, weil ich ebenso wie zwei weitere konservativere Brüder gegen die Zulassung von B war, telefonisch von mir noch freundlich gesonnenen AVlern in I mit der traurigen Tatsache konfrontiert: „Die verleumden dich“. Urheber dieser Drohung war die liberale Fraktion um CH und RS und BS, die die Zulassung unbedingt durchboxen wollten. Meine Frage,  womit man mich denn verleumden wolle, wurde mit „Das will ich jetzt nicht sagen, aber es ist sehr bösartig!“ beantwortet. Dieses Ausspielen und Aufhetzen führte dazu, dass B mich plötzlich nicht mehr (oder nur sehr böse) ansah, obgleich wir kurz zuvor noch sehr gute Gespräche beim Spazierengehen geführt hatten und wir uns eigentlich von früher her kannten und mochten.

Die Person ist vom Naturell her etwas leichter erregbar, wurde jedoch richtig aufgehetzt, und so kam es dazu, dass sie bei einem Treff der Gruppe im obersten Stock recht laut, dass im Eingangsbereich des Versammlungslokals und selbst auf der Straße deutlich zu hören war, wie er schrie: „Ich bin in keiner Sekte, ich bin in keiner Sekte!“ (der Grund war wohl, dass nach AV Meinung alle anderen Sekten sind und M das eben anders sah), und zudem Beschimpfungen über mich und einen anderen AVler LE ausstieß – offensichtlich aufgrund der Äußerung in der Brüderstunde, wonach B meiner Ansicht nach bestimmte Dinge noch auszuräumen hatte (eher Kleinigkeiten). Der andere Bruder und seine Frau  waren auch gegen eine Zulassung, was offenbar an B so übermittelt wurde, anders kann ich die Attacke und das Anbrüllen und Aufbäumen vor L und mir nicht erklären. Die Sache war so brenzlig und aufgeheizt und aggressiv, dass ich in der Zeit einen Gasspray auf Anraten einer besorgten Schwester zu den AV Treffs mitnahm. Bruder B hat die ganze genannte Uneinigkeit mitbekommen (ein Beispiel sei exemplarisch nur genannt: Einige meinten, B könnte als Außenstehender sich in den Zusammenkünften beteiligen, andere waren dagegen. Diese Uneinigkeit setzt sich bis heute fort, da ein junger Bruder A, der nicht in Gemeinschaft ist, sich gerne beteiligt, deswegen wird hinter seinem Rücken eine Debatte geführt und die Parteien sind sich weiterhin uneinig, ob er das soll oder nicht), dann wurden der Fam. B auch die AV typischen Sonderlehren vorgestellt, die M überhaupt nicht glauben wollte (z.B. dass man nur hier sich versammeln darf etc.), da sie nicht in der Bibel stehen. Zuletzt hat Fam. B ihren Antrag zur Aufnahme in der AV glücklicherweise zurückgezogen und wurde zu einem Gespräch bei MD vorgeladen, wohl um ihn umzustimmen, wobei er eine für  etwas flapsige Abschlussbemerkung zu seinen Erlebnissen in der  AV I abgab, die MD und L entsetzt den anderen mitteilten: „Ihr seid ja alle Ballaballa“. Zum Glück haben Fam. B nie die falschen Lehren der AV geglaubt und ihr Statement dazu ist daher nicht ganz unzutreffend. Ein biblischer Begriff wäre: „Sektiererisch“. B ist nun übrigens in einer anderen Gruppierung. Erfreulicherweise konnte der Herr Jesus am Ende die Sache aufdecken und B in Frieden auseinandergehen,  nachdem die Sache zwischen ihm und mir geklärt  war.  Die ganze Aufregung war vollkommen sinnlos und hat allen sicher nicht wenige Nerven gekostet.

Oft ist, wenn Geschwister in der AV diszipliniert oder zur Strecke gebracht werden sollen, angebliches berufliches, persönliches, gerne auch gesundheitliches „Versagen“ der Aufhänger. Ein netter und konservativer Bruder wurde von der liberalen Fraktion als „psychisch krank“ (ebenso wie andere wie GV oder VJ etc.) beschrieben, der Vorträge nur hielte, „um seine Neurosen und Probleme zu bewältigen. Er müsse immer über bestimmte Dinge reden, und dies ist zwanghaft!“. Diese Verleumdungen hörte ich dann auch an anderer Stelle, als mich ein Bruder aus M anrief. Solche Dinge sind umso bitterer, wenn vordergründig Lächeln und Freundlichkeit herrscht. Damit I als neue AV Gruppe anfangen konnte, wurde LE beschuldigt, er fängt nicht an, weil er in M ein größeres Publikum vor sich habe. Seine Unterschrift war formal ja nötig, die er dann leistete, da er unter Druck gesetzt wurde. Selber hat ihm niemand etwas davon gesagt. Auch BW hat nie vorne herum etwas gehört, wie, dass er ein Doppelmörder und zwei Menschen auf dem Gewissen habe. Diese Sache gegen BW ging bis zu meinem Ausscheiden und wird auch von neuen Leiter MB so hinten herum gesagt (mir z.B.).

Es gibt, das weiß ich aus primärer Quelle, auch nicht wenige bloße Mitläufer, ohne Leben aus Gott. Einer berichtete mir, es kamen ältere Brüder, die fragten: „Hast du dich bekehrt?“ Dann sagte er einfach Ja und hatte fortan keine Repressalien mehr zu befürchten. Ich befürchte, dass ein beträchtlicher Prozentsatz am Tisch des Herrn seinen Glauben lediglich mit dem Mund bekennt. Dies ist sicher in allen Gemeinden so, in einer Gemeinschaft, wo die vermeintliche Gesinnung so strikt kontrolliert wird und es in erster Linie auf die richtigen Worte und Rituale ankommt, sicher noch einmal verbreiteter. Als Namenschrist ist es dann auch egal, ob die Dinge nach der Schrift laufen oder nicht. Es geht um Macht, Vorteile etc., die mit eben genannten Mitteln durchgeboxt werden.

Es geht also offensichtlich überhaupt nicht in erster Linie darum, eine Zulassung nach biblischen Kriterien vorzunehmen oder örtlich entsprechend zusammenzukommen. Da wäre der beispielsweise der biblische Grundsatz der Einmütigkeit. Da die Zulassungen in der AV jedoch nur noch von wenigen, der Leitung konformen Leuten und ohne die Einbeziehung aller Gläubigen am Ort vorgenommen wird, hat dieses Vorgehen mit den Gedanken Gottes nichts zu tun.

In der Gruppe hier in I gibt es einen Arzt abgestellt, der nun vermehrt auch die Zulassung offensichtlich Ungläubiger vornimmt. Gleichzeitig war ausgerechnet er als Mediziner dafür, Bruder LE, der längere Zeit, ca. ein knappes Jahr, aus Krankheitsgründen abwesend war, ausschließen („Solche gehören ausgeschlossen. In Volmarstein wäre L schon weg! Niemand weiß, was L die ganze Zeit macht“). Die Frage, wo denn das Mitleid bliebe, wurde nicht beantwortet. Ohnehin zeichnete sich besagter Mann oftmals durch Unbeherrschtheiten aus; ich selbst wurde mehrmals am Telefon so angebrüllt, dass ich nach Ankündigungen, bei dem Ton, das Gespräch nicht fortsetzen zu könne, letztendlich auflegen musste. Nachdem wir Einspruch gegen die Zulassung von W eingelegt haben (Originaldokument des Einspruchs siehe Anhang) wollten die Befürworter mittels Brüderbesuchen uns unter Druck setzen, dies zurückzunehmen (aber auch nachdem ich und andere den Einspruch nicht zurückgezogen hatten, wurde W zur AV I trotzdem hinzugetan). Dieselben Arten von bedrohenden Anrufen der neuen Führung in I gab es bereits, als wir länger aufgrund der Repressalien vor Ort die Zusammenkünfte einige Monate nicht besuchen konnten und wollten und „man Maßnahmen gegen uns ergreifen muss“. Damals hatte ich schon Klarheit über die Bosheit des Systems und konnte das bereits mit gutem Gewissen abweisen.

Die bereits angesprochene missbräuchliche Berufsausübung zwecks Generierung von Mitgliedern und Abwerbungen von Christen aus bestehenden Zusammenkünften (die dann in Schwierigkeiten kommen, wie Beispiele wie J zeigen, doch das interessiert im Rahmen der Anwerbung nicht, d.h.,  ob es dabei Schaden für andere gibt) ist an zwei Beispielen zu sehen, da in I bei einem Kind am Nachttisch eine Bibel entdeckt wurde und darauf die Eltern, sicher nicht in Unwissenheit der eigenen Autorität als Chefarzt, dazu bewegt wurden, die Veranstaltungen der AV in I zu besuchen. Die Eltern eines Kindes mit einem Unterarmbruch, das ins Klinikum in I eingeliefert wurde, kenne ich seit vielen Jahren als aufrichtige Christen (Fam. H). Diese kamen dann tatsächlich wie gewünscht zu einigen Treffen (ohne J, der die AV für eine Sekte hält), da aber die Eltern die AV aus Wuppertal bereits kannten, und Fam. H aus der Gruppe selbst vor einigen Jahren frei kam, was der Einladende wohl nicht wusste, kam es zu keinem Anschluss der Fam. H., die selbst Kritiker des AV Systems sind, insbesondere, was die Ausschlusspolitik der AV Führung von ganzen Versammlungen angelangt. MB hatte das wohl nicht gewusst, als er die Familie in seiner Eigenschaft als behandelnder Chefarzt des verletzten Kindes in I ansprach, da er sicher keine von der AV bereits Abtrünnigen anwerben wollte, da man mit diesen keinen Kontakt haben darf, wie MB es selbst in meinem Fall angeordnet hat, wie mir Personen aus der AV in I nach meiner Abmeldung mitgeteilt haben. Nach dem Pflichtbesuch gefragt, ob sie sie wiederkämen, lautete die Antwort von H: „Schauen wir mal“. In Bayern ist das eine höflich, eher verneinende Form. Zum Glück für sie kamen sie auch nicht mehr.

Ein zweiter Fall ist ein Dozent aus der AV, der erfolgreich Studenten über Bibelkurse anwirbt, die diese bei ihm absolvieren sollen, und dieses Vorgehen bei Vorträgen vor Ort als musterhaft vorstellt. Wer selbst Student war oder ist, weiß, wie wichtig ein ungestörtes Verhältnis zum Dozenten für das Weiterkommen ist. In dem Fall könnten es aber auch evangelistische Motive sein, um keine unfairen Spekulationen anzustellen, da der Aktivist wohl ein Kind Gottes sein könnte, auch wenn man oft im Unklaren ist, da die Mitläuferquote nicht zu unterschätzen ist, das sind wohl oft die, die Vorteile vom System haben oder auch, die schnell ein dazukommen, ohne mehr als Ja Ja sagen zu müssen bzw. die, die unter sozialem Druck mitlaufen.

Neulich telefonierte ich mit einer Bekannten (C) hier am Ort, die mir berichtete, von der Gruppe I angesprochen und etwas verklausuliert gefragt worden zu sein, ob sie sich mit ihrer ganzen Gemeinde der AV nicht anschließen wollten, zumal man im selben Gebäude sei, man könne sich bei einem Essen ja zunächst näherkommen. Sie sagte mir, sie nehme die Einladung zum Mittagessen in den Räumen der AV im obersten Stock zwar an, denke aber nicht im Traum daran, sich dort anzuschließen. Hier wollte man offenbar gleich eine ganze Gemeinde schlucken - Agenda „Sitzplatzauffüllung“. Leider wurde bereits ein wichtiger Bruder aus der Gemeinde abgeworben (JO) und ist nun AVler, der nun wiederum mit BS seine ehemalige Gemeinde besucht, samstags am Abend, obwohl man ja lehrt, dass jede Gemeinde außer der AV eine Sekte sei und der Herr nur im obersten Stock des gemeinsamen Gebäudes ist. Mittels JO, der von BS unterrichtet wird, konnte man nicht nur JO bereits selbst abwerben, sondern auch die Gemeinde besuchen, das Ziel ist allen Beteiligten klar. Um Aufklärung wurde dabei gebeten, welche Art von Gruppierung so vorgeht. Dies war einer der Gründe, die Schrift zusammenzustellen, auch wenn mir dies schwer fällt.

Während seiner Anwesenheit in I versuchte noch MD eine christliche Gemeinde in P quasi zu unterwandern und besuchte sie dazu regelmäßig und berichtete davon in den Brüderstunden. Nachdem dort aber wohl ein Bruder L die AV aus M bereits kannte und selber dort freigekommen war, war der Versuch, die ganze Versammlung in P zu schlucken und in die AV in I einzugliedern, glücklicherweise erfolglos.

Leider sind solche Abwerbungen auch erfolgreich, wie das traurige Beispiel in E zeigt, wo eine komplette christliche Versammlung in der AV zugrunde ging, auch wenn dies in der AV als Erfolg gefeiert wird.

In I besucht ein hiesiger AVler BS die Gebetstreffs eines großen Autokonzerns, wo sich Christen aus den verschiedenen Denominationen und Gemeinden und Gruppen zum Gebet für den Konzern treffen. Ein Anwerbeversuch dort führte nicht zu einer Mitgliedschaft der AV Ortsgruppe, aber die Absichten sind weiterhin unverändert, BS wollte auch einen weiteren devoten AVler der Firma dort mit einschleusen, um es so zu formulieren. In den Brüderstunden der AV in I wird ausgemacht oder mitgeteilt, wer in welche Gruppe geht, z.B. wenn in der Zeitung Einladungen zu Veranstaltungen stehen, auch am Wochenende, samstags abends, obwohl man kein Interesse an den Themen selbst hat, sondern es darum geht, Christen aus oft intakten Gemeinden abzuwerben. Ganze Listen mit Sekten und Gemeinden wurden gedruckt und welcher der AVler, wann mit wem wohin geht. Hier am Ort liefen diese Aktionen i.d.R. zu zweit und dass sie tatsächlich stattfanden und stattfinden, weiß ich von persönlichen Anrufen wie von P, dass „neulich zwei nette Leute von euch da waren und mich zu zweit in ein Gespräch verwickelt haben“. Ich fand dieses Vorgehen längere Zeit noch selbst gut, im Glauben, alle müssten in die AV kommen. Heute ist es eine grauenhafte Vorstellung, da ich von Anrufen wie von C weiß, dass durch Abwerbungen intakte Zusammenkünfte z.B. der dienenden Brüder beraubt wurden. Der angerichtete Schaden interessiert aber in Sinne der Mitgliedergenerierung dann niemanden.

Persönlich meine ich, dass es nicht zuletzt um das Geld der Abgeworbenen geht, auch um Prestige bei der Führung, die ja dem Mammon auch nicht ganz abgeneigt ist. Vielleicht gibt es noch andere Motive, z.B. dass es besser aussieht, wenn nicht viele Plätze leer sind.  Zumindest dienen die aggressiven Anwerbungen überall der Aufrechterhaltung des ganzen Systems. Es gibt eine weniger gefährliche Gruppe um einen Herrn Horst Schaffranek, der ebenfalls wie CB meint, dass seine Kirche allein die am Ort richtige und die einzig von Gott gewollte sei, und dessen Aktivisten in bestehende christliche Gruppen zunächst freundlich zu Besuch kommen, die Christen dort in Gespräche verwickeln, um sie für ihre Gruppe anzuwerben. Die Gruppe um Herrn Schaffranek ist m.E. daher nicht so gefährlich wie AV Unterwanderungen, da sie dabei viel plumper vorgehen und auch herumschreien, Plakate hochhalten und auch handgreiflich werden, sodass das Gefährdungspotential geringer ist und die Sache oft mit einem Polizeieinsatz oder Hausverbot beendet werden kann. Die AV Aktivisten gehen dabei subtiler und sehr freundlich vor, wie mir Vertreter von besuchten christlichen Zusammenkünften einige Male am Telefon nach derartigen Besuchen mitgeteilt haben. P berichtete mir am Telefon von einem Besuch von CH und BS in ihrer christlichen Gruppe in M anlässlich eines öffentlichen Vortrages, wobei P mir damals die Frage stellte, wieso die beiden ihr in allen Punkten rechtgegeben hätten, obwohl die Lehre der AV doch ganz anders als die ihrer Gruppe sei, und die beiden auffällig freundlich aufgetreten seien (wobei ich CH zu anderen Anlässen auch ältere Brüder anschreien hörte, d.h. Freundlichkeit ist eher situationsabhängig, wie man es eben braucht). Die Freundlichkeit bei Abwerbungen kann sich nach und nach aber auch ins Anschreien der Abgeworbenen verwandeln, wenn die längerfristig nicht im System so spuren, wie erhofft (dabei habe ich drei konkrete Beispiele im Kopf, nicht zuletzt wurden wir selbst auch in I auch direkt mehrfach am Telefon aus der Gruppe von MB quasi herausgebrüllt. Dass dies eine inoffizielle Ansage ist, den Laden möglichst umgehend zu verlassen, ist nicht nur uns klar. So läuft es auch in Bayerns Landeshauptstadt in der dortigen AV und an andern Orten nicht anders. Um den Schein vor insbesondere den Neuen zu wahren, werden Rückkehrgebete in den Treffs von MB und anderen vor ihnen aufgesagt, die bald niemand mehr ernstnahm oder glaubwürdig fand, da ja alle wissen, dass wir zuvor heraus geekelt und gemobbt und nicht mehr gegrüßt wurden. Dass Repressalien gleich am Anfang nicht stattfinden können, ist auch anderen Sekten wie den Zeugen Jehovas bekannt, da kommen die Repressalien der Opfer nicht direkt an der Türe, wenn sie klingeln, sondern die Schikanen setzen erst nach und nach ein, wenn man nicht vollkommen konform der Führung unterworfen ist, dies erfährt man aber nur von denen, die fliehen konnten. Die Vorturner sitzen dort in Brooklyn, die AV hat ihre eigenen in Wetter oder anderen Zentral-Treffs. Die Methoden sind ähnlich, freundliche Generierung devoter Mitglieder. Läuft es anders: Repressalien, es gibt ja genug andere Menschen, die das mit sich machen lassen könnten.

Außenstehende sollten auf folgende Floskeln bei der Anwerbung von AV Aktivisten achten: „Du willst doch auch da sein, wo der Herr Jesus in der Mitte ist“. Auf diesen Satz von O vom damals noch AV FYM Verlag fiel ich damals herein. Oder wie KP zu MS in M: „Auch du musst deinen Platz am Tisch des Herrn einnehmen“, bzw. „Der Herr sehnt sich danach, dich an seinem Tisch zu sehen“. Nach dem Namen der AV gefragt, lautet die Antwort „Wir verzichten bewusst auf einen Namen, damit wir uns nicht von anderen Christen abgrenzen, da wir in aller Schwachheit die Einheit aller Christen darstellen wollen“. Intakte Gemeinden werden auf die Einheit des Leibes Christi verwiesen, die nur in der benannten Gruppe zu finden sei, wenn man die Einheit der Schrift verwirklichen wolle,  müsse die ganze Gemeinde als Ganzes übertreten und sich der AV anschließen (leider so in E geschehen). Epheser 1.22 beschreibt den Leib Christi auf der Erde als identisch mit der Versammlung, die aus allen Erlösten besteht. Dieser Leib bildet wie auch der menschliche eine Einheit, die nicht durch menschliche Organisationen ersetzt werden kann, zu der nicht alle Gläubigen gehören würden. Der eine Leib wird also auf der Erde durch alle Gläubigen dargestellt, nicht in einer bestimmten Organisation, die die Darstellung dessen für sich allein reklamiert.

Die offizielle Lehre der AV fasst der damalige Leiter der Gruppierung auf der Seite eines seiner designierten Nachfolger zusammen (Bibelpraxis, aufgerufen am 18.12.2019), nämlich, dass kein Christ in einer anderen Gruppe als der AV sein darf (d.h. wenn er anderswo „verharrt“, d.h. nicht herauskommt und sich der AV anschließt), da man nur in der AV die Einheit der Kinder Gottes habe, von der die Schrift angeblich spräche: „Dabei ist es ein Widerspruch in sich, wenn man die Einheit der Kinder Gottes als solche anerkennt und trotzdem in bestimmten christlichen Benennungen und Systemen verharrt“. Obwohl es deutlich ist, dass die AV ein System wie ein Mobile ist, d.h. wenn man an einer Schnur zieht, bemerkt man die ganzen Verflechtungen darin, bestreitet das WB für sich und seine Gruppen natürlich, denn die menschlichen Systeme sind die anderen, seine Gruppe nicht, denn da sei der Herr Jesus ja exklusiv. Diese Sicht hat der Sohn von WB beibehalten und auch dessen Nachfolger werden es nicht anders tun, außer sie kommen durch Buße und persönlicher Demütigung vor Gott und seinem Wort selbst frei.

Auf den Schildern der AV Ortsgruppen steht oft „Christliche Versammlung“ mit den Zeiten der Treffs. Die Ortsgruppen haben in der Regel auch Internetauftritte. Die Seite der AV in I (Christen-in-I…….de) hat schon erwartungsgemäß zu Zuläufen geführt, die jedoch nicht Mitglieder werden wollten, auch wenn einer davon (M) schnell bereits von CH getauft wurde (dann geht die angestrebte Eingliederung schneller, auch wenn die Glaubenstaufe bei anderen in I nicht nötig war, um den Einstieg zu erleichtern), jedoch dann nicht blieb, da er andere Interessen hat (Politik etc.) und mir schrieb, er glaube nicht an Christus und wollte sich nur einmal die Sache anschauen. M kam nie wieder.

Die AV eigenen Verlage CSV-, GBV- und Ernst-Paulus-Verlag bzw. VDHS (auf den VDHS Traktaten stehen Kontaktadressen zu den AV Einrichtungen/Mitarbeitern, obwohl abgedruckt steht, dass man für keine Sekte Werbung machen würde – weit gefehlt. Ich würde raten, auch wenn einige inhaltlich nicht schlecht sind, allein aus dem Grund, darauf zu verzichten, damit man nicht vor Gott verantworten muss, einen Menschen in eine Sekte gebracht zu haben, zumal es gute andere gibt) unterhalten ebenfalls eigene Internettauftritte, ebenso wie die Homepage der AV Führung MS, derzeit noch die lange Hand vom amtierenden CB, ebenfalls im Internet ist, dazu die Seiten Bibelkommentare, Gute-Saat und die Vorträge von Audioteaching, Bibelbrunnen etc. Nirgendwo ist jedoch ein Hinweis, welche radikale kirchliche Organisation bzw. Sekte hinter dem allem steht, denn kein Bibelleser, und das ist die Zielgruppe, würde in die AV gehen, wenn gleich klar ist, was genau los ist und es als Darby oder derzeit CB-Kirche, was den Tatsachen entspräche, auf den Internetseiten direkt draufsteht.

Als trauriger Abschluss und ein Beispiel von vielen unschriftgemäßer Ausschlüsse ganzer AV Gruppen will ich auf den Ausschluss der Gruppe in F nochmals eingehen (die originalen Dokumente sind zur besseren Überprüfbarkeit unter www.bibelgriechisch.online einzusehen). Die AV Führung veranlasste, da ein unliebsamer Bruder KH dort sich versammelte, der auch die Führungsriege (zurecht) nicht anerkannte, drei umliegende AV Gruppen in N, N und B, einen Trennungsbrief zu schreiben und an die anderen Gruppen in Deutschland zu verschicken (datiert vom 12.4.1994), mit dem F exkommuniziert wurde. Eine AV Gruppe in B unter der Führung von E, die in unmittelbarer Nähe zu F sich bis heute trifft, wurde jedoch nicht einbezogen. Warum? Weil sie keinen Grund für einen Ausschluss sah, zumal es um eine vermeintlich auffällige Person (KH) allein ging und nicht eine gesamte Versammlung, und die die von oben angeordneten Beschlüsse von den AVs in N, N und B nicht anerkannte und dies mit einem Brief deutlich machte, auch mit der Frage, warum sie in B als nächstliegende AV nicht involviert worden waren. Ebenso schreib die Brüderstunde von H am 24. 4. 1994 an die von N, N und B:, „dass wir auf Grund aller uns vorliegenden Informationen Euren Brief vom 12.4.1994 an sämtliche örtlichen Versammlungen in Deutschland nicht akzeptieren können. Daher bleibt für uns das Verhältnis mit dem örtlichen Zeugnis in F. (Anm.: von mir abgekürzt) bestehen“. Dann erfolgte ein zunächst noch korrektes und verständliches Schreiben der AVs in B, W, R und W (gemeinsam) an die Ausschließer in N, N und B, worin sie den Trennungsbrief nicht anerkennen können, da er nicht schriftgemäß ist. Darin steht, dass Entlastungen der Brüder in H nicht erwähnt werden, andere Nachbarversammlungen wie A nicht erwähnt wurden (wohl gegen den Beschluss von N,N und B) und dass die Exkommunikation nur auf eine „problematische“ Person abgerichtet war: „Es waren sicher nur Einzelne, die diese Blickrichtung hatten; viele Brüder und Schwestern, damit also die Versammlung in F (Anm: Name abgekürzt) kennen ihn als Bruder unter Brüdern. In Absatz 6., Seite 1, wird dann von Euch eine schlimme Sünde begangen, indem ihr eine Handlung erwähnt und diese an alle Versammlungen verbreitet, die der Bruder vor der ganzen Versammlung F, wir betonen, vor der ganzen Versammlung, bekannt hat. Wie könnte überhaupt noch etwas geregelt werden, wenn nicht durch ein solch` Bekenntnis?“ Darauf listen die Absender weitere Gründe auf, wieso dieser Trennungsbrief unbiblisch ist („dabei handelt es sich aber keineswegs um lehrmäßig Böses“), da sie den Gründen nachgegangen sind und „(es) erweckt langsam einen üblen Beigeschmack, da viele Zeugnisse in der näheren Umgebung nicht einmal gefragt wurde, selbst in euren Versammlungen besteht diese Einmütigkeit nicht“.  Dann weisen die Absender darauf hin, dass die Absender selbst ungeordnet zusammenkommen und so ein moralisches Gutachten, das zum Ausschluss führt, auch so nicht anerkennen: „Euer Handeln als Brüder der Versammlungen N, N und B (Anm: abgekürzt) ist in Frage zu stellen, wenn man weiß, dass in jedem dieser Zeugnisse dringende Ordnungsbedürfnissen bisher nicht entsprochen wurden“. Und nun erwähnen die Brüder einen interessanten Umstand, nämlich, dass F auf Betreiben nur einer politischen Macht-Klicke zu gehen hatte: „Euer Schreiben läßt die einseitige Unterstützung einer Gruppe erkennen, ohne die Notwendigkeit einer Trennung der Versammlung in F durch die Heilige Schrift belegen zu können“. Diese Schreiben mit ca. 8 Unterschriften konnte den von der AV Führung geplanten Ausschluss nicht verhindern (im Gegenteil, diese AVs gerieten selbst unter Druck der Führung, sodass sie erpresst wurden, den Brief zu widerrufen, kein Einzelfall, wie man weiß), da es gar nicht um die Perspektive Gottes geht, sondern um Machtausübung. Am 11.7.1994 mussten die Gruppen, die zunächst Einspruch erhoben, diesen zurücknehmen, nicht weil die Fakten sich geändert hätten, sondern weil ihnen sonst der Ausschluss aus der AV bevorstünde, sodass man heucheln musste und an N,N und B schrieb, dass man mit der Eile etwas überfordert war, unterschreiben zu müssen und „Wenn wir im letzten Absatz unseres Schreibens zum Ausdruck brachten, daß wir gegen eure Beurteilung Einspruch erheben, nehmen wir diesen Einspruch hiermit zurück“. Sie weisen dabei Bezichtigungen der Brüderbesprechung in Siegen am 15.6.94 zurück. Dort bekamen diese Vorwürfe, sie würden den anderen AVs bzw. der Führung Not und Unruhe zumuten, wenn sie an ihrer Unterschrift, dass sie F nicht mit auslöschen wollen, festhalten, zudem droht natürlich der Ausschluss. Den wollten die AVs in B, W, R und W nicht und so kam es zu einer ganz offenkundigen Heuchelei, wobei nicht ein Grund genannt wurde, der nun anders wäre. Aber F musste weg, und wer sich weigert, ist selber weg.

Eine AV in H schreibt ebenfalls an die Dreiergruppe nach dem Rundbrief an die deutschen Gruppen, dass F ausgelöscht ist, obwohl diese drei andere umliegenden AVs nicht eingezogen hat, die sogar noch näher an F angesiedelt sind, dass sie den Trennungsbrief nicht anerkennen und weiterhin in Gemeinschaft mit F sein werden. Darauf antworteten die drei AVs am 31.5. 1995, dass sich H nicht einzumischen hätte, da sie weit weg sind und sich kein Urteil anmaßen dürften, dann berief man sich in dem Schreiben auf die Einheit des Leibes, d.h. in der AV muss, wenn die Zentrale das anordnet, dieser Brief von allen unterschrieben werden, da man sonst unabhängig handeln würde. H würde dies tun und drauf wurde der Ausschluss angedroht („Weil wir mit Euch als Versammlung weiterhin auf dem Boden des einen Leibens verbunden bleiben möchten, müssen wir euch in dieser Hinsicht dringend um eine Korrektur bitten“ ). Explizit schreiben die drei AVs mit dem Auftrag der Führung an H: „Doch würde eine solche Entscheidung nicht nur die Trennung von uns, sondern die Trennung von allen Versammlungen bedeuten“. Dabei wurde H vorgeworfen, sie würden die Grundsätze des Zusammenkommens nicht kennen  Daraufhin zog H zunächst aufgrund der Erpressung und Drohung mit dem Ausschluss aus der Sekte den Einspruch zurück, da sie sonst selbst ausgeschlossen worden wären, und teilten jedoch dann erfreulicherweise am 22.6.1994 an die ausschließenden AVs in N,N und B doch mit: „Das bedeutet, daß wir euren Beschluss über das Beiseitsetzen der Versammlung in F nicht anerkennen können“.  Begründet wird dies recht plausibel, dass in H solches Böses nicht eindringen soll (unterzeichnet mit drei Unterschriften).

D.h. zusammengefasst, die AV in H hat am 14.5.96 auf Druck des angedrohten Ausschlusses, da die Ausschließer den Auftrag der Führung ja hatten, ihren Einspruch zunächst zurückgezogen. Vorgeschobene Begründung war: Es wären einige Telefongespräche gelaufen und nun sei alles ja ganz anders und „dass wir den Beschluss Eurer drei Versammlungen anerkennen und keine Gemeinschaft mit den Geschwistern in F unterhalten werden“. H hat danach das Unrecht nicht anerkennen können und wollte dieses Böse nicht mitmachen, sodass H am 6.5.1998 an die Gruppen in N,N und B schreibt, dass sie den Brief an sie, worin sie den Ausschluss mittragen, zurückziehen. Begründet wurde dies: „Diesen Brief vom 14.5.1996 haben wir lediglich gegen unser Gewissen, aus Angst vor einer möglichen „Beiseitesetzung“ durch euch oder solche, die ihr dafür gewinnen könnt, geschrieben“. Dann: „Die Ausschlussgründe wurden nach unserer Information alle behandelt“. „Die Einsprüche, die ihr von innen und außen erhalten habt, sind nach unseren Informationen keineswegs alle schriftgemäß behandelt worden“. „Der aus eurem Brief von 12.4.1994 entstehende Eindruck der Einmütigkeit in Euren Versammlungen trügt. Schon damals konnte man mit Brüdern aus euren Versammlungen sprechen, die nicht mit dem Vorgehen der hauptsächlichen Betreiber der Angelegenheit einverstanden waren“. „(wir) können uns des Eindrucks nicht erwehren, daß das ganze eigentlich gegen eine Person gerichtet war, die aus bestimmten Gründen aus dem Weg sollte. Dass deshalb eine ganze Versammlung gestrichen wurde, ist nahzu unglaublich. Ob ihr dafür allein verantwortlich seid oder auch andere, die euch gedrängt haben, überlassen wird der Beurteilung des Herrn“. Die letzte Anmerkung der Brüder in H ist ein lauter Aufschrei, dass der Ausschluss auf Betreiben der Führungsklicke entstand und über die loyalen Handlanger in den Gruppen, die den Beschluss gegen Widerstand in der eignen Gruppe ausführen mussten, erfolgt ist. So ist es auch bei den anderen Trennungen gelaufen, die wurden von oben gegen den Widerstand andere in den umliegenden Gruppen durchgeboxt worden. Die Brüder weisen noch auf die große Hektik hin, und dass F schnell ausgelöscht werden musste, sodass man nicht Zeit hatte, die Sache, die offenbar ohnehin ausgeräumt war, zu klären. Dann bemerken die Brüder in H, dass andere AVs einen „Hinterländer Brief“ am 30.4.1994 geschrieben hatten, den sie am 11.7.1994 zurücknehmen mussten: „Warum? Ausnahmslos jeder dieser Brüder, mit denen wir über diese Sache gesprochen hatten, brachte eins klar zu Ausdruck, dass nämlich den Brief entgegen ihren inneren Überzeugungen und aus Angst vor Brüdern und etwaigen Repressalien zurückzogen. Kann so das Wirken des Geistes Gottes aussehen? Es ist das Wirken eines Geistes einer bestimmten Gruppe von Brüdern, die das Heft fest in der Hand halten. Dies ist wohl nicht die Weise unseres Herrn“. Erzwungene Rücknahmen sind aus anderen Fällen wie in Berlin ja nicht unbekannt, also, dass die AV Führung mit dem Ausschluss droht, dass, wenn sie einen Ausschluss angeordnet hat, andere Gruppen, den nicht mittragen oder Einspruch erheben. Ein schöner Ausdruck von Demütigung der Brüder von H, diese faule Sache mitzumachen, lautet: „Wir beugen uns vor unserem Herrn und bekennen mit Beschämung vor den Geschwistern in F und auch vor Euch, dass wir in diese Sache mehr Menschenfurch als Gottesfurcht hatten“ (unterzeichnet mit fünf Unterschriften). Die anderen AVs, die aufgrund ihrer Heuchelei selbst zwar drin bleiben konnten, fielen mir durch persönliche Kontakte mit korrupten Persönlichkeiten, die es mit der Wahrheit nicht genau nahmen, selbst negativ auf, eine davon streute auch über mich falsche Anschuldigungen, ich würde behaupten, meine Arbeiten als im Auftrag vom AV Verlag deklariert zu publizieren –eine traurige Lüge.

Ich weiß es zwar nicht, gehe aber davon aus, dass das das Todesurteil für H in der AV war. Die Weigerung von B, dies anzuerkennen hingegen hat nicht zum Ausschluss geführt, das, wie gesagt, eine verwandtschaftliche Beziehung von E, dem führenden Bruder dort, und KHW besteht, der in der oberen Ebene agiert. Dass F aus der AV ausgeschlossen wurde, muss nicht gesagt werden, denn wen die Führung nicht mag, der muss gehen, auch gegen Widerstand und biblische Gründe. Die AV wird, wie allein dieses Beispiel zeigt, nicht vom Geist Gottes, sondern von Erpressung regiert. Zum Glück jedoch machen nicht alle mit.

Als letztes Beispiel von Machtmissbrauch innerhalb der Sekte und unbiblischer Ausschlüsse sei ein letzte Beispiel genannt, zu dem mir 174 Seiten an Originaldokumenten vorliegen, die ich traurig gelesen habe und so zusammenfassen würde:

Eine AV in Holland, Den Helder, hat einen ganz offensichtlich falschen Ausschluss eines Ehepaars bewirkt, den sie nicht einmal auf Nachfrage selbst biblisch begründen konnten. Vier andere AVs in Holland haben nach Abwarten und Verhandlungen diesen falschen Beschluss zurecht nicht als schriftgemäß anerkannt und Den Helder um Korrektur gebeten. Diese erfolgte von Den Helder nicht.  Eine AV nahm dann in Übereinstimmung mit den anderen drei, die den Fall etwa ein Jahr geprüft haben, das Ehepaar auf, da es keinen biblischen Grund gab, dass diese auszuschließen wären. Statt sich zu demütigen verfasste die AV in Den Helder einen Trennungsbrief, der auch in Deutschland anzuerkennen war, dass die AVs, die ihren Ausschluss nicht anerkennen konnten und nach der Schrift auch nicht durften. Die Lehre der AV ist hingegen, dass alle Beschlüsse anerkannt werden müssen, ob richtig oder falsch. Im Ausschlussschreiben von Den Helder waren einige bekannte, bereits länger dort fünf der Führung unliebsame AVler wie J.G. Fijnvandraat, J.Ph. Fijnvandraat, H.P. Medema, W.J. Ouweneel, D. Steenhuis bzw. die Versammlungen, die sich besuchten. Diese Brüder wurden durch das Schreiben von Den Helder samt ihren Zusammenkünften aus der AV ausgeschlossen, da die deutsche AV Führung unter AR/CB, die den Ausschluss angeordnet hatten, diese fünf Brüder bereits länger ein Dorn im Auge war (über Motive kann man spekulieren, aber unter vorgehaltener Hand meint man, es geht um Neid). Alle heute noch präsenten AVs in Deutschland haben diesen Brief anerkannt (dazu hat CB und einer seiner Helfer vorgefertigte Briefe an seine deutschen Gruppen geschickt, die dann zu unterzeichnen waren, sonst würde man nach einer kurzen Frist von, ich meine, 14 Tagen ausgeschlossen) und so kam es zu einer größeren Trennungswelle. Wer die Hintergründe, die W. J. Ouweneel selbst dazu offengelegt hat (Brüderbewegung.de) etwas kennt, ahnt ein wenig, dass es um Machtspiele der deutschen AV Führung ging. Es ist bis heute ein offenes Geheimnis, dass, wie zu vermuten, Neid eine nicht unwesentliche Rolle spielte, warum Remmers/Briem die ihnen Loyalen in Den Helder angewiesen haben, diese AV zu liquidieren, in der sich die fünf Brüder befanden. In dem Schreiben von Den Helder werden sie alle in einen Topf geworfen und eine biblische Begründung ist nicht zu erkennen,  In den deutschen AVs gab es teilweise lauten Aufschrei, dass eine Zentralversammlung wie Den Helder gegen mindestens 4 andere Versammlungen einen falschen Beschluss zu einer weltweiten Trennung werden ließ. Dies zeigt, wie groß die Sektiererei in der heutigen AV ist, und wie stark sich diese Gruppierung bis heute radikalisiert hat. Zum Glück waren aber die kirchlichen Ungerechtigkeiten vielen Versammlungen in Holland und Deutschland und anderswo klar vor Augen, dass sie aus Glaubens- und Gewissensgründen die Gefolgschaft der AV Führung verweigerten und dieses Unrecht nicht mit einer Unterschrift anerkannten. So kamen viele Gruppen aus der Sekte heraus. Brüder wie Roger Liebi verweigerten nicht nur die Unterschrift, sondern unterzeichneten eine Note, die das Unrecht von Den Helder verurteilte. Ein Todesurteil, wenn die Führung diesen Beschluss angeordnet hat, sodass jener und andere Brüder aufgefordert wurden zu gehen oder man müsse sich als lokale AV von ihnen zurückziehen.

Im Grunde zeigt das Beispiel Den Helder, dass auch falsche Beschlüsse dominanter Köpfe über eine einzige willige AV gegen den Widerstand mehrerer anderer AV, die nicht das Placet der Führung hat, ihre Gedanken durchsetzen kann, sodass die offiziellen Lehren der AV (CSV, Ernst-Paulus-Verlag, Beröa) nur auf dem Papier da stehen. Die Realität sieht völlig anders aus: Es handelt sich um ein zentralistisches Führersystem, wie es sich im Mutterland England auch mit der Führung in der Park Street/London so zugetragen hat und von dort aus fanden alle Beschlüsse ihren Ausgangspunkt. Die Trennungen in England waren so zahlreich, dass nur noch wenige und zahlenmäßig geringe Zahl an AVs dort noch vorhanden ist, immer noch im Glauben, sie sind die allein und im Gegensatz zu anderen von Gott legitimierte und richtige Kirche. 

Viele AVs wurden gegen ihr Gewissen erpresst, die Sekte in Den Helder und ihre Beschlüsse anzuerkennen, sonst wären sie selbst dran. Die autokratische Machtdurchsetzung hat dazu geführt, dass nun noch ein Duzend AVs in Holland „in Gemeinschaft“ sind, auch wenn Den Helder viel daran gesetzt hat, für ihre Position Werbung zu machen, so sind doch die meisten nicht bei der Sekte geblieben, anders hingegen viele deutsche AVs, auch wenn da eine beträchtliche Zahl aus der Gruppierung herausfand, sind doch alle heute noch aktiven AVs diejenigen, die den schriftwidrigen Den Helder Beschluss anerkannten, der in rasanter Geschwindigkeit, sodass keine Zeit zur Prüfung war, in 14 Tagen unterschrieben werden musste. Diese Überrumpelungstaktik verwundert nicht, da die deutsche Führung diese Trennung über Den Helder ja ausführen ließ und in Deutschland selbst alle ausschloss, die diesen Ausschluss als eindeutig schriftwidrig erkannten und nicht unterzeichneten.

Das traurige Fazit der unschriftgemäße Praxis fasst Max Weremchuk zusammen: „Die Geschichte der Brüder weist zu viele Fälle auf, wo verkehrte Beschlüsse gefaßt wurden und aufgrund der Autorität (nicht der Versammlung oder der »Brüder« selbst, so wird behauptet, sondern) des Herrn, die Er einem Versammlungsbeschluß verleiht, »Brüder« überall gezwungen werden, sie zu akzeptieren oder sich zu »trennen«“ (https://bruederbewegung.de/pdf/weremchukliefet.pdf).  Dies ist die Konsequenz, wenn wie in I, M und überall in der AV, der biblische Grundsatz der Einmütigkeit auf vollkommen aufgegeben wurde und eine Clique diesen Anspruch hat, d.h. „Wie die Dinge dann so laufen, wird die eine Seite versuchen, ihren Vorschlag mit allen Mitteln durchzudrücken und sich beharrlich weigern, auf die biblischen Vorstellungen der anderen einzugehen, vielmehr wird die »Gegenpartei« entweder hinausgezwungen oder verläßt schließlich selbst die Versammlung“ (dito).   Wie dies in der Praxis abläuft, nämlich, dass eine AV Ortsgruppe einen vollkommen falschen Beschluss fasst, immer unter Missbrauch des Namens des Herrn Jesus, und sie diesen Beschluss allen anderen aufzwingen kann, zeigt die traurig und bösartige Trennungswelle, die von Den Helder ausging. Man maßte sich dort und tut dies immer weiter in der AV an,  einen von Gott zu akzeptierenden (unter Rückgriff auf Matthäus 18, d.h. dass in der AV Beschlüsse gefasst werden, die für den Himmel und die ganze Erde verbindlich wären) Ausschluss gefasst zu haben, den man allen aufzwängte. Wer dies, wie es war, als falsch erkannte und nicht akzeptierte (wie RL und andere Einzelpersonen oder ganze AV Gruppen) wurde gebeten freiwillig zu gehen oder ausgeschlossen. Ein ausführlicher Bericht darüber ist unter www.bibelgriechisch.online zu finden.                              

Falsche Lehre zur Einheit des Leibes Christi

Der Anspruch, die AV allein stelle die Verwirklichung der Lehre der Schrift über die Einheit des Leibes Christi auf der Erde dar, nach der sich jeder Christ sehnt, beruht auf einer Ableitung, dass die AV weltweite Filialen oder Ableger hat und diese einzelnen Ortsgruppen erkennen (die Einheit ist aufgrund der unzähligen Spaltungen der Darby Kirche für niemanden greifbar, jede Spaltung beansprucht, den Herrn für sich, vgl. Paulus an die Korinther: „wir sind des Christus“) Beschlüsse der Ortsgruppe A auch an Ort B an. Wären diese Anerkennungen dezentral (wie in den offiziellen Darstellungen, etwa der Bücher aus dem CSV Verlag), käme der Lehre der AV eine gewisse Glaubwürdigkeit zu, also dass der Geist Gottes diese Einheit geschaffen hat, nachdem er durch Darby das Licht dazu geschenkt habe. De facto ist die Einheit der AV eine zentral gesteuerte Einheit, wie zu zeigen war und ist. Oben sitzt der Puppenspieler, der unten vor Ort seine Marionetten tanzen lässt, was und wie er oben gerade will (z.B. kann die Führung über loyale Kontaktpersonen jede Information an jedem Ort einholen, früher per FAX, heute mit den neuen Medien, und dann weitere Regieanweisungen dort anordnen).  Auch andere Gruppierungen wie die Kath. Kirche, die Zeugen Jehovas oder auch Gruppen mit Christen wie der Missionsgemeinden haben überregionale Ableger, Konferenzen, Empfehlungsbriefe, die den Mitgliedern etwa der Missionsgemeinden, die glücklicherweise keine Säuglingstaufe oder eine calvinistische Lehre haben, den Zugang an anderen Orten exklusiv verschaffen. Auch dort werden die Führer wie B, den Gründer der Missionsgemeinden, verabsolutiert und zentral gesteuert (Zentrale ist in der BRD Frankfurt, die der AV in Wetter-Volmarstein). Diese Einheit ist daher nicht mit der Einheit des Leibes zu verwechseln, da die Einheit auf eine Zentralisierung zurückgeht und auf eine zentrale Steuerung, die z.B. die Liederbücher festlegt, die zu lesende Bibelausgabe und  die erlaubten und verbotenen Bücher. Die sind an allen Orten identisch, an Bücher von anderen Verlagen als CSV oder Beröa oder Ernst-Paulus kann ich mich nicht erinnern.

In M musste ich W ein für H mitgebrachtes Griechisch-Buch vom Brunnen-Verlag vorzeigen, was mit Stirnrunzeln von W, einem lokalen Führer dort, quittiert wurde, da es nicht von AV Verlagen kommt. Offenbar war W bereits vor mir vorgewarnt, denn ich hatte sonst keine Bücherkontrolle bei anderen erkennen können, zumal er ein von mir vorgeschlagenes Lied mit einer Ansage abbrach. Vor Ort meint der Einzelne, eine Einheit zu sehen, die auch vorhanden ist (etwa das gemeinsame Aufstehen- und Hinsetzen, früher noch die ernsten Blicke und die Uniformierung in der Kleiderordnung, gleiche Literatur und Redeweisen an allen AV Orten), aber diese rein formale Einheit ist nicht vom Geist Gottes, da Gott keine Führer auf übergemeindlicher Ebene eingesetzt hat, die im Gießkannenverfahren ihre Gedanken an den AV Orten umsetzen lassen. Wäre die Einheit der AV die Einheit des Geistes Gottes, dann dürften Führerpersonen und zentrale Entscheide, wer zur AV gehört und wer nicht, nicht von Zentralorganen autoritär angeordnet worden sein (vgl. den Hinauswurf der Gruppen von WJO in Holland oder des heimgegangen AS aus G). Die Aussortierung und Liquidierung findet nicht dezentral statt, wie oft zu hören oder in den offiziellen AV-Schriften zu lesen ist, sondern auf Anordnung der Führungsriege. Die Einheit, die die Schrift kennt, hat somit nichts mit der Einheitlichkeit der AV-Ortsgruppen zu tun, zumal auch falsche Lehren einheitlich zu finden sind, die können nicht vom Geist Gottes stammen. Daher steckt nicht er, sondern eine Zentrale dahinter.  Bereits die Anfänge, also wer im Zirkel der Gruppen dabei sein kann und wer nicht, kam durch autoritäre Anweisungen Darbys und nicht des Geistes Gottes. Die Einheit des Geistes, die die Schrift nennt, ist hier die einheitliche Zustimmung der im Geiste der Führung getroffenen Anordnungen, die durch Unterschriften bestätigt dorthin in Briefform fristgerecht zurückzuschicken ist. Nachdem die heute existierenden AV Ortsgruppen, außer den Neugründungen, alle die ungerechten Trennungen, die die Führung angewiesen hat, unterschrieben hat, hat sich die moralische Lage der Ortsgruppen radikalisiert und dies findet man vor Ort nicht anders vor.

Die Floskeln, „Boden der Unabhängigkeit“ und „Leugnung der Einheit“ etc., die alle anderen christlichen Gruppierungen kennzeichnen würde, ist in Bezug auf die AV Gruppierung in ihrem Alleinstellungsanspruch zu verstehen. Wenn man sich der AV nicht anschließt, sondern unabhängig von ihr zusammenkommt, wäre dies gegen die Lehre der Schrift, so wie die falsche Lehre, dass die AV die Einheit des Leibes Christi auf der Erde verwirkliche, sie allein. Dies käme im Brotbrechen der AV zu Ausdruck (so VH zu mir in A: „Wir brechen stellvertretend für alle anderen Christen das Brot“), selbst wenn dort Personen wie in I das Brot brechen, die den Heiland ganz offensichtlich nicht kennen wollen. Wie das dennoch zu erklären ist, bleibt ein Geheiminis dieser Gruppierung.

Ein Bruder aus M meinte zu mir unter vorgehaltener Hand, dass „Ausschlüsse auch in M nicht einmütig getroffen werden und sich dies in konkreten Fällen im Nachhinein oft als falsche Entschlüsse herausgestellt hat“. Diese ungerechten und falschen Beschlüsse gegen Gottes Wort haben aber weltweite Gültigkeit, in allen AV Gruppen. Damit kommt der Kettenverunreinigungslehre der AV eine gewisse Richtigkeit zu (die dort selbst auf z.B. Außenstehende angewandt wird, wenn die in das geschlossene System eindringen könnten und es dann eine Verunreinigung aller AV Filialen gäbe, da alle wie eine Kette zusammenhängen), denn wenn an Ort X ein falscher Entschluss getroffen wurde (wie leider  in I, eine Person, die nichts mit Christus anzufangen weiß, und offenbar ungläubig ist, wobei ich mich gerne täuschen würde), so kann eine Person A, die in Sünden wie in dem Fall u.a. Betrügereien etc. lebt, überall mit Briefen in alle andere AVs gehen, so ist das ganze System betroffen. D.h. die falsche Lehre der AV sorgt dafür, dass Böses an allen AV Standorten stattfinden kann und auch stattfindet, da falsche Beschlüsse, wie etwa in I und nach eigener Aussage in M (und an anderen Orten wird es nicht anders sein), an allen anderen AV-Orten anzuerkennen sind, denn sonst würde das gesamte System kippen und versagen, dass Darby sich analog zu den Freimaurerlogen ausgedacht hat. Was der frühere AV Chef WB (der zusammen mit einem sehr autoritären TH, der in den Kreisen den Spitznamen „Papst von N“ hatte, wie zwei ältere Brüder, die beide die AV verlassen haben, beide noch wussten, die Gruppen vor CB führte) schrieb, und dieser Anspruch der AV Versammlungen ist heute unverändert, nämlich, dass seine Kirche exklusiv den Zugang zum Tisch des Herrn verschafft, und die Gruppen, die damals WB in der BRD unterstanden, allein für alle Versammlungen auf dem Planeten Erde bindende Entscheidungen treffen, ist auf der Internetseite seines designierten Nachfolgers, bzw. dem langen Arm seines Sohnes CB (Bibelpraxis, abgerufen am 18.12.2019) MS zu lesen: „Welche Wichtigkeit hat doch selbst eine kleine Versammlung, wenn sie jemanden zur Gemeinschaft am Tische des Herrn zulässt oder jemanden davon ausschließt, denn ihre Handlung hat Gültigkeit für alle Versammlungen der ganzen Erde!“.

Dass dies nicht biblisch ist, muss nicht gesagt werden, somit ist kein einziger Beschluss irgendeiner AV vor Gott von Bedeutung, sonst müsste das System ja in Gottes Wort in irgendeiner Weise zu rechtfertigen sein, auch wenn Matthäus 18,20 in Vorträgen wie von KHW in A und anderswo exklusiv auf die eigene Gruppe bezogen wird. Das wurde auch mir von ihm nochmal bei einem Essen vis-a-vis erklärt, dass die AV in I der einzige Ort ist, wie der Tempel in Jerusalem, wo Gott wohnen würde und man darf an keinem anderen Ort seine Opfer darbringen. Alle anderen Gruppen sind kein Ort, wo Gott regulär angebetet wird und alle müssten zur AV in I kommen (auch wenn andere Begriffe als AV gebraucht wurden).

Dass es keine anderen christlichen Versammlungen an einem Ort außerhalb der AV geben darf, ist auch auf der Homepage von MS (der sich selbst als „Journalist“ bezeichnet, jedoch wohl offenbar gar keinen Hochschulabschluss in dem Fach hat, sondern in einer Bank arbeitete), der einen Artikel des Vorgängers von CB, dessen ausführende Hand MS ist, nämlich WB (der verstorbene Vater von CB, von dem dieser die Kirche übernommen bzw. bekommen hat), abdruckt, der einfach von seiner Gruppe, die allein auf der Grundlage des einen Leibes zusammenkommt, behauptet: „Unterschiedliche ‚Gemeinden‘  sind unvereinbar mit der Einheit des Leibes“ (Bibelpraxis.de, abgerufen am 18.12).  Damit begründet der ehemaliger Führer der Sekte WB den Alleinstellungsgedanken der AV nämlich, dass es nur einzig und allein seine Gruppe an allen Orten weltweit geben darf, alle anderen müssen von der AV am Ort geschluckt werden und sich ihr anschließen. So kann man zum „Großaktionär“ (so MB in I über MS) werden, wenn man genug Gutgläubige findet, die meinen, in der AV sei der Herr Jesus und alle müsste nur dorthin strömen, und die dann, viele ahnungslos, nicht wenig Geld an die Führungsfiguren strömen lassen, sodass die ihr böses Spiel weiter vorantreiben können (vgl. die Frage einer Schwester, warum sie überhaupt an irgendeinen MS ihr sauer verdientes Geld zahlen soll, selbst wenn der gar nicht vor Ort ist). Die kleine Führungsriege hat auch allein Zugriff auf die Gelder, die an die Zentralkassen  von den Loyalen in den Brüderstunden, regelmäßig dorthin bezahlt werden. Dies irritierte zurecht auch den AV-Missionar PN, der dies ganz offen schreibt: „Movement towards central administration: - Conferences: Before, our conferences were open to all who love the Scriptures. Conferences like Dillenburg in Germany now require assemblies to send a list of names. Some conference convenors now request interested saints to "state positions" in order to be welcome at the conference. - Finances: A frightfully high proportion of finances supporting national labourers, missionaries, conferences, ministries, etc., is managed by one committee in Germany. Whether this small group of brothers are aware of it or not, assemblies world-wide are influenced as their funds are sent or withheld“. Bzw. auf Deutsch (Übersetzung PMS): „Entwicklung in Richtung einer Zentralverwaltung: - Konferenzen: Früher standen unsere Konferenzen allen offen, die die Schrift lieben. Konferenzen wie Dillenburg in Deutschland fordern nun, dass Versammlungen eine Liste mit Namen einschicken. Einige Konferenzveranstalter fordern nun interessierte Heilige auf, ihre Haltung zu deklarieren, um auf der Konferenz empfangen zu werden. - Finanzen: Ein erschreckend hoher Anteil der Finanzen zur Unterstützung nationaler Arbeiter, Missionare, Konferenzen, Dienste usw. wird von einem Gremium in Deutschland verwaltet. Unabhängig davon, ob diese kleine Gruppe von Brüdern es wahrhaben wollen oder nicht, werden Versammlungen weltweit beeinflusst, da ihre Gelder gesendet oder einbehalten werden“ (www.philipnunn.com). Der einfache AVler, der arglos seine Ersparnisse in den Klingelbeutel einlegt, weiß oft gar nicht, dass über den Umweg der Brüderstunde, sein Geld schnell in diese Zentralkasse(n) wandert und dort von einer kleinen Führungsriege nach ihrem Gutdünken ausgegeben wird. Dass damit auch Unterschriften für Trennungsbriefe für viel Geld eingekauft werden (siehe an anderer Stelle hier), dürfte kaum nach unten korrespondiert werden. In der Regel verweist man auf Nachfragen, auf das den Brüdern der Brüderstunde geschuldete Vertrauen. Tatsächlich ist größtes Misstrauen angebracht, wo die Ersparnisse der einzelnen AVler hingehen.

Gottes Wort lehrt, die Einheit aller Kinder Gottes und nicht einer bestimmten Organisation, somit wird diese Einheit von allen Christen dargestellt. Zu den einheitsstiftenden Lehren sagt Gottes Wort in Epheser 4.3ff „euch befleißigend, die Einheit des Geistes zu bewahren in dem Bande des Friedens. Da ist ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen worden seid in einer Hoffnung eurer Berufung. Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe“.  Da die AV Gruppen in Frankreich vornehmlich die Säuglingstaufe praktizieren (Darby hatte dort mehr Einfluss, in der BRD war dies unter Brockhaus anders), die deutschen AVs vornehmlich die Erwachsenentaufe, die heutige deutsche Führung unter CB und MS oder auch MA hingegen die Haustaufe, wie sie Darby lehrte, praktizieren, ist allein dieser Lehrpunkt, obwohl die eine Taufe Bestandteil der Einheit des Geistes ist, gar nicht Bestandteil der Lehre der AV, es gibt dort nicht die eine Taufe, sondern mehrere ganz verschiedene Taufen, wobei nicht alle gleichzeitig biblisch bzw. schriftgemäß sein können, da sich die Lehren dazu widersprechen. Auch die derzeitige Führung unter AR und CB ist sich selbst nicht einig, welche Taufe biblisch ist, AR lehrt die Glaubenstaufe, CB die Säuglingstaufe. Dafür dass es weitere Lehren der AV gibt, die da so und dort so gelehrt werden, z.B. Zulassungen zur AV (ein banales Beispiel: Ein Fernsehapparat ist da ein Grund die Zulassung zu verweigern, anderswo nicht etc.).

Organisation nach Vorbild der Freimaurerlogen

Weitere kolportierte Verstrickungen, etwa dass ein weiterer Gründer der AV, Groves, wirklich Vollmitglied der Freimaurer war oder Darbys Reisen in die USA von Rockefeller finanziert wurden, konnte ich nicht mehr genauer nachrecherchieren. Ein Geflecht zum Freimaurertum und zur Großfinanz konnte ich nicht ganz zweifelsfrei  ermitteln. Die Frage ist offen, auch wenn es Hinweise gibt, die jedoch auch nur Gerüchte sein können.  

Zumindest schreibt Darby in "On Ecclesiastical Independency" (The Collected Writings of J. N. Darby, John Nelson Darby. Edited by William Kelly. London: G. Morrish, [1867-1900?] 34 vol. ; 8o. vol. 14. Seite 305), dass er seine Gruppierung analog zu den Freimaurerlogen gestaltet:

„Supposing we were a body of Freemasons, and a person were excluded from one lodge by the rules of the order, and instead of looking to the lodge to review the case, if it was thought to be unjust, each other lodge were to receive him or not on their own independent authority, it is clear the unity of the Freemason system is gone. Each lodge is an independent body acting for itself“. („Angenommen wir wären eine Gruppe Freimaurer, und eine Person würde von einer Loge aufgrund der Regeln des Ordens ausgeschlossen werden, und statt den Fall bei der Loge zu überprüfen, ob man ihn für ungerecht hielte, würde ihn jede andre Loge aufnehmen oder nicht, so wäre, je nach ihrer eigenen unabhängigen Autorität, dann die Einheit der Freimaurer weg. Jede Loge ist dann eine unabhängige Körperschaft, die für sich allein handelt“).

Dieses Prinzip der Freimaurerlogen hat der AV Gründer Darby zumindest auf alle seine Orts-Gruppen  übertragen, denn wie ein einzelner Freimaurer oder eine einzelne Loge im System aufgenommen oder ausgeschlossen werden, so gilt dies auch für einzelne Mitglieder oder ganze Ortsgruppen im System der AV.  Und so wie die Freimaurer eine verdeckte Hierarchie haben, ist dies auch in der AV – erst auf den zweiten Blick – erkennbar, sofern man genau hinschauen will. Dort werden Aufnahmen und Ausschlüsse und andere Dinge zentral gesteuert. Darauf wird später noch ausführlicher eingegangen. Somit sind gewisse Parallelen definitiv vorhanden.

Calvinismus in der AV
Der AV-Gründer Darby etwa war leider unter anderem Calvinist, der nicht daran glaubte, dass das Heil für alle offen steht und jeder Mensch das Heil in einer willentlichen Entscheidung annehmen kann und Gott nicht will, dass alle Menschen gerettet werden. Wer jedoch - wie ich – an diese Willensfreiheit glaubt und mit dieser Ansicht nicht hinter dem Berg hält, dem kann es passieren, dass er im „System“ an den Rand gedrängt, gemieden, nicht gegrüßt wird; dies kann auch für jene gelten, die mit einem solchen in gutem Kontakt stehen. Ein Bruder H, der die Gründe für diese Schrift erfuhr, sagte mir, dies sei ein bekanntes System der „Sippenhaft“ innerhalb der Gruppierung, das er selbst auch kennenlernen musste, bevor der Herr Jesus ihn herausführen konnte. Auch ein auffälliger Bruder H wurde nicht nur allein aus der AV herausgeworfen, sondern sein ganze Familie, obwohl die nicht Unrechtes getan hatten, er nur, weil er Fragen stellte, ob der hierarchische Überbau schriftgemäß sei.

Der noch amtierende AV-Leiter CB schreibt diese falsche Lehre ganz öffentlich in den Publikationen seiner Sekte: „Der Herr Jesus hat nur die Sünden der Seinigen getragen, nur für sie war Er stellvertretend im Gericht Gottes“. (Halte fest Jahrgang 1973 - Seite: 64 - Verfasser: Chr. B). Diese Lehre klammert Menschen von vorne herein aus dem Erlösungswerk am Kreuz aus, sodass diese Menschen niemals gerettet werden können, da Christus angeblich ihre Sünde nicht getragen hätte. Dies bedeutet, dass die meisten Menschen auf die Welt kommen und in die Hölle gehen müssen, weil Christus sie nicht berücksichtigt hätte und er ihre Sünden gar nicht getragen hätte. Nach dieser Irrelehre ist Gott schuld, wenn Menschen in die Hölle kommen. Der Mensch, der nicht erwählt ist, ist Opfer dieses Gottes, der kein Heil, sondern Unheil für die meisten Menschen will. In dem Versuch, zu leugnen, dass Gott nach 2Korinther 5.19 die Welt versöhnt hat, sodass jeder, der glaubt errettet werden kann, kritisiert er die Luther-Übersetzung und stellt haarsträubende Behauptungen über die Zusammenhänge im griechischen Text auf (etwa: „der Aorist - eine Zeitform die das Zustandegekommensein eines Zustandes (…) bezeichnet“. Das ist jedoch das Merkmal der Perfektform und nicht der Aorist, wie in jeder Grammatik zu lesen wäre), sodass am Ende herauskommt: „Sie sind eben nicht versöhnt!“ (dito). Wie man an CB sieht, sind solche falschen Lehren, d.h. dass Gott das Heil nicht für alle ermöglich habe und die meisten Menschen verloren gehen, da Gott sie in Christus nicht erlöst hätte, sodass sie sich gar nicht bekehren können, nur unter Missbrauch der griechischen Grammatik möglich.  GV hat mit einem Schreiben vom 8.4.2016 mir diese Irrlehren als verbindlich vorgelegt.

 

Ein Bruder, den ich gut kenne und schätze (JW), hat öffentlich etwas sehr Gutes und Treffendes gegen die falsche Erwählungslehre Darbys geschrieben. Daraufhin kam es zu Aktionen hinter seinem Rücken, die ich nicht näher beschreiben will. Verleumdung bzw. Mobbing würde man dazu sagen (ohne sein Wissen wurden zum Beispiel  warnende und diffamierende Briefe der AV-Ortsgruppe an sein familiäres Umfeld geschickt, während er selbst gar nichts davon wusste, was hinter seinem Rücken ablief). Das obwohl JW gar kein AVler ist, jedoch sollte sein familiäres Umfeld in der AV vor ihm gewarnt werden. Die Sekte erreichte so Unfrieden bis in die kleinsten von Gott gegebenen Einheiten wie die Familie, nur damit ihre falschen Lehren geschützt werden, in dem Fall sogar vor Richtigem.

Diese unbiblische Lehre kam über Darby/Kelly und die Epigonen in diese Gruppierung, ist aber sehr kompatibel zum überhöhten Selbstanspruch, die allein richtige Kirche zu sein, wobei Gott andere nicht berücksichtige und dort nicht in der Mitte sei, da im Calvinismus der Einzelne sich von Gott erwählt sieht, den anderen hingegen nicht. Wer das ablehnt, wird in der AV nur Probleme haben, kommt nicht nach oben oder wird nicht schreiben können, nehme ich an. Einfache Prädestination oder Gott will nicht, dass alle Menschen errettet werden, einer ist zum Heil erwählt, der andere nicht. Der Mensch hat nach Darby und Co. folglich keine Entscheidungsfähigkeit, da Gott souverän (ein Codename in der AV für willkürlich bzw. ungerecht) den Aufenthalt für alle Ewigkeit bestimmt.

Durch die weltweite Verzweigung hat sich leider auch die Auffassung Darbys überall verbreitet, dass Gott nicht will, dass alle Menschen gerettet werden, sie hätten keinen freien Willen und die einen werden (ob sie wollen oder nicht gerettet, es gäbe angeblich keinen Widerstand der zum Heil erwählten gegen den Geist Gottes (vgl. aber Lukas 7.30 und viele andere Stellen). Dann kommen laut Calvin/Darby/Kelly bedauernswerte Menschen auf die Welt, die nicht erwählt sind, und die vom Heil ausgeschlossen seien. Evangelisation ist also nur die Erwählten aufstöbern, die würden aber ohnehin auch so gerettet, da es nicht geht, dass sie, da erwählt, nicht gerettet werden. Eine schauderhafte Irrlehre Darbys, die durch seine Gruppe weltweit verbreitet wird, bis heute. In dieser Lehre wird Gott zum Monster und Ungeheuer gemacht, der Menschen vom Heil ausschließt. Dann aber ist man wieder der Meinung, dass der Herr nur hier und sonst nirgends ist. So bleibt nur der Selbstanspruch stehen, mehr nicht. Dies ist in jeder Gruppierung mit totalitärem Anspruch, Zeugen Jehovas (wobei da kaum Christen sind), Katholizismus etc. Weltweite Verbünde sind auch da zu finden, das sagt per se nichts aus, ob es so nach Gottes Wort läuft, dass Gott sich an die Gruppe Darbys allein gebunden hat und alle dorthin gehen müssten, um ihren Platz am Tisch des Herrn einzunehmen. Man hörte es gerne und wenn man es immer wieder mantraartig hört, glaubt man es. Aber dann müsste es aber auch nach Gottes Wort laufen und ob ein Gott, der alle Menschen liebt und niemand vom Heil ausgeschlossen hat, wie in der AV gedacht und gelehrt wird, gerade nur dort allein ist, wo er so falsch dargestellt wird, nicht nur damals von Darby, Kelly, die Sache zieht sich durch bis heute, das ist die Frage. Ein Buch von HJH über die Opfer ist praktisch unlesbar, da es Gott so schauderhaft darstellt. WJO, CB, MS, GS konnten/können nicht anders als das nachschreiben, falls nicht, könnte man gehen.

In einem erschreckenden Buch, wird deutlich, obwohl der Autor selbst Calvinist ist und dies  befürwortet, dass die AV Führer seit Darby die falsche Erwählungslehre predigen:

„Erstens war John Nelson Darby, ein leidenschaftlicher Calvinist, kritisch gegenüber Moodys Arminianismus und skeptisch angesichts der Evangelisationskampagne in Schottland – er bezweifelte, dass die Arbeit dauerhafte Ergebnisse zeitigen würde. Darby ist in der theologischen Fachwelt wahrscheinlich am ehesten für seine Entwicklung des Dispensationalismus bekannt. Weniger bekannt ist allerdings die Grundlage, auf der sein dispensationales System ruhte, nämlich der Calvinismus. George Marsden konnte sagen: »Darby selbst war ein unnachgiebiger Calvinist. Seine Auslegung der Bibel und der Geschichte ruhte fest auf der massiven Säule der göttlichen Souveränität, und er maß den Fähigkeiten des Menschen so wenig Bedeutung wie möglich bei. In Darbys Augen leugneten die Befürworter des freien Willens die Notwendigkeit der Gnade bei der Bekehrung. »Das Johannesevangelium ist durch und durch das, was die Leute als ›calvinistisch‹ bezeichnen« [»John’s Gospel is thoroughly what men call Calvinistic«]. Darby, CW, Bd. 26, S. 249 (1871). W. G. Turner berichtet in seiner Biografie über Darby von folgendem Disput, den dieser mit dem amerikanischen Evangelisten D. L. Moody in Chicago hatte: Mr Darby war von Mr Moody eingeladen worden, eine Reihe von Bibelvorträgen in der Farwell Hall zu halten. Diese wurden von vielen besucht, die das Wort Gottes liebten, kamen aber leider zu einem abrupten Ende, als die beiden über die Frage der Willensfreiheit aneinandergerieten. Mr Darby vertrat in dieser Hinsicht eine Überzeugung, die Mr Moody als extremen Calvinismus ansah, und erklärte, der Wille des Menschen sei so verderbt, dass er nicht einmal imstande sei, sich erretten lassen zu »wollen« … Mr Moody bestand darauf, dass der Mensch als verantwortliche Person von Gott aufgerufen würde, sich zu ihm zu wenden, und verdammt würde, wenn er dies nicht tue … die Auseinandersetzung wurde eines Tages so hitzig, dass Mr Darby plötzlich seine Bibel schloss und sich weigerte fortzufahren. (Mark R. Stevenson, Die Brüder und die Lehren der Gnade Wie stand die Brüderbewegung des 19. Jahrhunderts zur calvinistischen Heilslehre? Christliche Literatur-Verbreitung e. V. Ravensberger Bleiche 6 · 33649 Bielefeld (Freier Download bei CLV)).

Wer eine Erwählung bestimmter Leute (oder nicht, d.h. Verdammnis) durch Gott vorsieht, der muss auch die Entscheidungsfreiheit der Menschen leugnen. Wenn Gott wählt, wen er retten will und da nicht alle glauben, meint man, will Gott nur manche retten, dann sei es ausgeschlossen, dass der Mensch das Evangelium annehmen könne, da das ja grundsätzlich alle könnten, wenn der Mensch Entscheidungs- und Wahlfreiheit hat. Irgendwo heißt es aber, dass Gott den Weg des Lebens und des Todes vorlegt und sie das Leben wählen sollen. Ich denke immer an "wer da will, der komme". Wie kann man dann sagen, er kann nicht wollen, steht doch da. Das Wort Souveränität ist ein Codename für "Willkür". Nimmt man in den Kreisen, da es sich besser anhört. Reines Marketing. Willkür heißt, keiner weiß, warum Gott mal so und mal so entscheiden und Müller verdammt, Meier rettet. Reine Willkür. Zum Glück ist es eben völlig anders und der Heiland sagt: "Kommt her zu mir alle...“

Der AV-Calvinist GV, früher an der AV Spitze, zumindest hat er den bösartigen Ausschluss der AV von Ouweneel damals mitorganisiert und mittels eines Schreibens „Wider die Lehre“, das überhaupt keine biblischen Gründe für den Ausschluss von WJO nennen konnte, schreibt und ich möchte es dem Leser nicht ersparen, auch wenn es jedes Kind Gottes erschaudern lässt (Text unverändert, auch die Großschreibungen): „Wir lesen NIRGENDWO in der Bibel, dass Christus die Sünden ALLER Menschen getragen habe. Und unter diesem Aspekt ist die Reichweite des Erlösungswerkes des Herrn Jesus BEGRENZT. Wir lesen NIRGENDWO in der Bibel, dass Christus die Sünden ALLER Menschen getragen habe: "Er aber hat die Sünden VIELER getragen." Jesaja 53,12 "… einmal geopfert, um VIELER Sünden zu tragen." Hebräer 9,28 "… der selbst UNSERE Sünden … getragen hat." 1. Petrus 2,24 Diese sorgfältige Unterscheidung in der Reichweite finden wir auch in Verbindung mit dem Wort Lösegeld, dort allerdings durch unterschiedliche Präpositionen ausgedrückt: "Der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, um bedient zu werden, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld FÜR [anti] VIELE." Matthäus 20,28. Er hat STELLVERTRETEND FÜR VIELE sein Leben als Lösegeld gegeben, diese vielen empfangen tatsächlich die Erlösung. "… der sich selbst gab als Lösegeld FÜR [hyper] ALLE." 1. Timotheus 2,6. Das Sühnungswerk des Herrn Jesus geschieht insofern ZUGUNSTEN ALLER, dass jeder zu Ihm kommen kann. Es reicht aus für alle. Doch nur der, der glaubt, empfängt die Erlösung tatsächlich. Die unterschiedliche Reichweite ALLE bzw. VIELE findet ihre Erklärung durch die entsprechenden Präpositionen. Ähnlich auch Römer 3,22: "Gottes Gerechtigkeit aber durch Glauben an Jesus Christus GEGEN ALLE und AUF ALLE, DIE GLAUBEN." – "Gegen alle" bedeutet: JEDER kann sie empfangen. "Auf alle, die glauben", bedeutet: Nur dem wird die Gerechtigkeit Gottes wirklich zuteil, der glaubt.“ (Internetbeleg auf dem Facebook-Account von GV, abgerufen am 5.12.2019).

Die Argumentation GVs ist unter Calvinisten bekannt: "Viele" hat jedoch eine sog. skalare Implikatur (wie bei einem Thermometer: viel, mittel, wenig Temperatur) und "alle" ist ein anderer Bereich der Semantik (Bedeutung). D.h. "Viele" und "alle" sind gar keine Gegensätze (d.h. eine Aussage wie "viele ist nicht alle" ist so unsinnig), das ist ein großer Irrtum, bewusst oder unbewusst. Man kann sagen: "Alle" Menschen auf der Welt sind sehr "viele" Menschen. Oder, das Krankenhaus, hat "viele" Patienten, wenn es ausgelastet ist, d.h. "alle" sind hier "viele". Wenn es an vielen Stellen heißt, dass der Herr Jesus das Lösungsgeld für „alle“ bezahlt hat oder in Heb. 2,9, dass er für „jeden“ den Tod geschmeckt hat, dann ist niemand ausgenommen, wie GV es leider öffentlich lehrt, auch die AV insgesamt, ich hatte diese Irrlehre lange nicht bemerkt.  "Alle" können auch "wenige" sein, z.B. haben wir einen kleinen Friedhof hier. Alle Gräber sind da nicht "viele", sondern "wenige", im Vergleich zum großen Friedhof, da sind "alle" Gräber "viele" Gräber. Also die Argumente der Calvinisten sind oft ein Missbrauch der deutschen und griechischen Sprache, wie man bei GV leider liest. Die Erlösung ist vielmehr für alle Menschen zugänglich und alle Menschen sind sehr sehr viele.

Wenn GV schreibt: „Wir lesen NIRGENDWO in der Bibel, dass Christus die Sünden ALLER Menschen getragen habe“, dann steht doch das Wort Gottes eindeutig dagegen: 1 Johannes 2.2 „und er ist das Sühnopfer für unsere Sünden, aber nicht nur für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt“.

GS, der Leiter des AV Verlags, schreibt auf dessen Internetseite (abgerufen am 5.12.2019): „Man muss hierbei bedenken, dass kein Mensch von sich aus zu dem Herrn Jesus kommen will: „Da ist keiner, der Gott sucht“, lesen wir in Römer 3,11. Wenn jemand die Botschaft annimmt, dann deshalb, weil der Herr das Herz geöffnet hat (vgl. Apg 16,14).Aus Epheser 2,1 lernen wir, dass die Ungläubigen tot in Sünden und Vergehungen sind. Kein Mensch kann diesen Zustand ändern, da nur Gott Leben aus dem Tod hervorbringen kann. Und das hat er bei den Auserwählten getan – sie wurden mit dem Christus lebendig gemacht (Eph 2,5). Sie sind das Werk Gottes, geschaffen in Christus Jesus (Eph 2,10).Natürlich: Glauben ist auf der Seite des Menschen notwendig. Aber selbst der Glaube ist ein Gabe Gottes (Eph 2,8“).

Damit publiziert GS öffentlich die Lehre, dass Gott nicht will, dass alle Menschen gerettet werden sollen, sondern Gott nur bestimmte Menschen dazu erwählt hat und er nur diesen den Glauben schenkt, wobei Epheser 2.8 ganz falsch interpretiert wird, denn nicht der Glaube ist die Gabe  Gottes, sondern die Erlösung aus Gnade durch Glaube seitens des Menschen. Dass auch GS die Erwählung entgegen Gottes Wort auf das Heil bezieht, wird in weiteren unschriftgemäßen Ausführungen deutlich (dito): „Manche Ungläubige sind in Not gekommen, weil sie meinten, wissen zu müssen, ob sie auserwählt sind, um sich bekehren zu können. Doch Gott hat nicht offenbart, wen er auserwählt hat“. Die Frage ist in Gottes Wort längst geklärt, da sich alle Menschen bekehren müssen und es dabei keine Auswahl oder Einschränkung gibt. Die gibt es nur in der falschen Lehre der AV, da man sich auch in Fragen des Heils als von Gott besonders bevorzugt sieht, da ja andere nicht zum Heil vorgesehen sind. Das zeigt auch hier den exklusiven Sonderanspruch, der jedoch nicht im Einklang mit Gottes Wort ist. Solche falsche Lehren sind in jeder Versammlung nach biblischen Maßstäben ein Ausschlussgrund. Eine Unterwanderung durch Calvinisten findet jedoch nicht nur in der AV statt, sondern auch in der Christenheit im Allgemeinen. Der Bruder von GS nämlich JS wurde von dem AV System frei, wird daher bei Konferenzen als Problemfall bezeichnet, ich habe ihn hingegen positiv in Erinnerung.

Der Calvinist Spurgeon, der heute auch im AV Verlag vertrieben wird und wofür WB wohl u.a. noch 1986 von AR ausgeschlossen wurde, dessen Bücher aber im AV Verlag inzwischen erscheinen, schreibt: „Unter allen von Frauen Geborenen ist kein Größerer aufgestanden als Johannes Calvin; kein Zeitalter vor ihm hat je seinesgleichen hervorgebracht und kein Zeitalter nach ihm einen Ebenbürtigen gesehen. In der Theologie steht er allein da, leuchtend wie ein heller Fixstern, während andere Leiter und Lehrer nur in großer Entfernung um ihn kreisen können – wie Kometen, die durchs All gleiten; nichts und niemand ist da, der seinen Ruhm und seine Dauerhaftigkeit teilen könnte.“ (Spurgeon, Autobiography, Bd. 2, S. 29). Leider hat der Erfinder der Ideen hunderte Menschen hinrichten lassen und ein AV-ähnliches Terrorsystem in Genf einrichten lassen, dass die Menschen bis in die Wohnungen hinein reglementierte, auch Kinder Gottes mussten seinen Unrechtsstaat verlassen, sodass die Glorifizierung nicht nur aufgrund der falschen Erwählungslehre deplatziert ist.

Die gleichen falschen Lehren vertritt MS in seinem Heft „Folge mir nach - 10/2014“, wo er die Vorkenntnis Gottes, wer sich bekehrt als aktiven Auswahlakt Gottes für nur bestimmte Menschen lehrt. Auf Konferenzen zu dem Thema in N habe ich erlebt, wie in Römer 8 nicht bei der Vorkenntnis Gottes ab gelesen wird (O aus M), sondern erst bei der Vorherbestimmung. Vorschläge, den Text vorzugsweise im Zusammenhang zu lesen, wurden mit Unverständnis und bösen Blicken geahndet.

Die Bibel kennt die Prädestination zum Heil gar nicht, daher ist die offizielle AV Lehre falsch: Es können und sollen alle, ohne Ausnahme (und das sind viele, sehr viele sogar) gerettet werden, die Menschen gehen nur verloren, weil sie nicht glauben wollen, nicht weil Gott nicht wollte, wie es GV lehrt. Der Calvinismus meint, Gott entscheidet souverän (bzw. "willkürlich" oder wie ein Bruder H sagte: "ungerecht"): Meyer ja, Müller nein. Erwählt - nicht erwählt. Was hat der Gott der AV gegen Müller? Das ungerechte Gottesbild ist wie beim römischen Kaiser: Daumen nach oben oder nach unten, reine ungerechte Willkür.

Gerade auch der derzeitige AV Co-Leiter MS, bzw. die lange Hand von CB, da dieser schon sehr alt ist und ausführende Personen benötigt, schreibt (auf der Seite von MS, Bibelpraxis, abgerufen 5.12.2019): „Die Souveränität Gottes und die Verantwortlichkeit des Menschen. Wenn sich die Sache mit der Souveränität Gottes so verhält, lautet also der Einwand, dass Gott völlig souverän nach seinem Willen handelt, warum tadelt Er dann noch den Menschen, der doch gar nicht in der Lage ist, diesem Willen zu widerstehen?“. Damit wird deutlich, dass Gott bestimmte Menschen zum Heil vorherbestimmt hat, leider nicht alle, wie die Schrift es hingegen sagt, diese zum Heil Erwählten sind dann verantwortlich sich zu bekehren, andere können es nicht, da Gott es nicht will und sie nicht dazu erwählt habe. In AV Kreisen wird oft dazu eine Schienenanalogie gebraucht, die diese Auffassung illustrieren soll. Bahnschiene 1: Gott erwählt zum Heil. Bahnschiene 2: der Erwählte bekehrt sich. Dann hört man "beides müssen wir einfach so stehen lassen, weil es die Schrift so sagt". Da die Schrift aber in Wirklichkeit gar keine Stelle hat, wo eine Erwählung zum Heil erwähnt wird, ist schon mal die Prämisse falsch, daher muss man das gar nicht "so stehen lassen". Denn alle Menschen sind nicht kaum welche bzw. wenige, denn die Calvinisten wissen auch, dass es wenige sind, die gerettet werden. Daher hat Gott nur sehr sehr wenige zum Heil erwählt. Vielleicht 99% nicht.

Dann kommt oft noch: „Die Schienen sind beide parallel und treffen sich nicht, das eine stimme, das andere auch“. Gar nichts stimmt dabei jedoch aus Sicht der Schrift, denn es gibt keine Erwählung zum Heil (Schiene 1) und die Bekehrung aufgrund der Erwählung ist so auch nicht schriftgemäß (Schiene 2), da Gott niemand zwingt und Erwählte müssen sich angeblich bekehren, sie können nicht anders. Oder hat schon jemand einen Calvinisten gehört, der gesagt hat, ein Erwählter kann auch nein sagen? Das ist in dem System nicht vorgesehen. Also wenn jemand aus der AV mit dem Schienengleichnis versucht, den Calvinismus zu verbreiten, muss man aufpassen, denn dies dient nur dazu, dass man die falsche Lehre besser schluckt. Biblisch, wenn man schon ein außerbiblisches Bild wählt, finde ich das Beispiel mit dem Haus, wenn man es richtig interpretiert: Am Eingang steht "Kommt alle her". Wer hinein geht und sich im Haus umschaut, sieht: „Erwählt zur Heiligkeit vor Grundlegung der Welt“. Da steht sicher kein Schild: „Du warst erwählt zum Heil, dein Nachbar oder Arbeitskollege hatte die Chance nicht und kann gar nicht reinkommen, für ihn geht die Türe nicht auf. Der kann draußen bleiben“. Die Schienenanalogie der AV ist eine Projektion menschlicher Ungerechtigkeiten auf ihr Gottesbild. Die Beschreibung Gottes in der AV ist aber so anders, dass er der falschen Beschreibung nach nicht der der Bibel ist, da dieser weder willkürlich, noch ungerecht ist und niemand vom Heil fernhalten will. Der Gott Calvins und der AV hat andere Eigenschaften und handelt anders als der der Bibel. Daher muss jeder Christ abstehen von derartiger Ungerechtigkeit, vor allem wenn ein ganzes System sich das auf die Fahne geschrieben hat. Ein Calvinist kann, da er Bekehrung als Werksgerechtigkeit ablehnt, kein Christ sein, aber ein Christ kann in so einen Irrtum hineingeraten.

Die Schriften der AV, auch vom ehemaligen AV Leiter in den Niederlanden HJH, platzieren vor Gnade regelmäßig „souverän“, womit angezeigt werden soll, dass die Gnade nicht heilbringend allen Menschen gilt, sondern nur einigen wenigen bestimmten, die dazu auserwählt sind. Ebenso in den Schriften von AR, wie etwa in einer Schrift über die Erwählung, der ebenfalls „souverän“ vor Gnade setzt.

Da angeblich Gott exklusiv und souverän bzw. willkürlich bzw. ohne erkennbaren Grundsatz, d.h. ungerecht entscheide, wer gerettet werden soll und wer nicht und der Mensch darauf keinen Einfluss hat, publiziert die AV auch die Schrift ihres Gründers Darby, dass der Mensch keine Willensakte bzw. Entscheidungen treffen könne und passiv dabei sein muss, ob er zum Heil erwählt ist oder nicht („Freier Wille des Menschen? Ein Brief von John Nelson Darby“, Bibelpraxis.de, zuletzt abgerufen am 5.12.2019).

In den beiden deutschen AV Buchläden EPV und CSV sind Bücher auch von anderen Irrlehrern wie  Allversöhnern zu erhalten (Heinz Schumacher). Als dies am 4.12.2019 öffentlich bekannt wurde, konnte der eine CSV-Verlag binnen zweier Stunden das Angebot löschen. EPV hat Schumacher (Stand 5.12.2019) noch immer im Angebot. In AV Kreisen ist auch nicht unbekannt, dass CSV zwei Kataloge im Angebot hat, einen für AV-Mitglieder, einen für Außenstehende, daher ist davon auszugehen, dass der Verlag eine Art Mitgliederliste der AVler an den Standorten führt, aber das kann ich nur vermuten. Das wurde anlässlich eines Besuches von M in I angesprochen und es kam zu Irritationen, dass dies bis an der Basis bekannt wurde. Ob diese Praxis bis heute noch vorhält, ist mir nicht mehr bekannt. Die bibelkritische Brockhaus Übersetzung ist hingegen unter einem Codenamen („anderer Textstand“) bis heute dort erhältlich.

Somit kann die AV als calvinistische Gruppe bestimmt werden, da der Gründer und seine Nachfolger wie etwa AR, CB, HJH und MS keine anderen Lehren als die Prädestination predigen, womit bestritten wird, dass Gott will, dass alle Menschen gerettet werden sollen, wer gerettet wird und wer nicht, sei von Gott vorher festgelegt (die einen werden dazu erwählt, die anderen nicht). Da dies jedoch in Gottes Wort ganz anders zu lesen ist, muss man auch im Hinblick auf dieses zentrale AV-Dogma von einer Sekte sprechen.

Wie dies in der Praxis aussieht zeigt das Beispiel einer kleineren AV in B. Dort kam der Leiter E aufgrund von Gesprächen mit ein Nicht-AVler (H) zur Überzeugung, dass Gott alle Menschen retten will und es keine Auswahl gibt, Person A  soll gerettet werden, Person B nicht. Als dies erfreuliche Entwicklung KHW zu Ohren kam, wurde E gegen seine Überzeugung auf Linie gebracht. E, der bereits sehr alt ist, drohte schon wegen anderer Dinge, da er Trennungsbriefe nicht unterschrieb, der Ausschluss. Auf den negativen lehrmäßigen Einfluss von KHW, der dabei die Gretchenfrage stellte: „Hast du etwas gegen Darby?“. Kam es dort zur Unterwerfung unter die falsche Lehre, wobei H den Kontakt zur Gruppe abbrach, da diese Lehren als falsch sind.

Verabsolutierung der Gründer/Führerfiguren

In jedem Haushalt der Mitglieder stehen i.d.R. die Bücher von Darby und Kelly und Betrachtungen, die sich denen anschließen. Die Meinung ist, dass Gott Darby und seinen Nachfolgern Licht gegeben hätte (was höchstens nur teilweise richtig ist) und dieses ist in den Betrachtungen, die im CSV-, Beröa- oder Ernst-Paulus-Verlag zu bekommen sind, verankert. Eine Infragestellung der Gründerfiguren ist nur selten und nur bei einzelnen ernsten Bibellesern zu bemerken, aber niemals würde man eine leitende Position innerhalb der Sekte bekommen, wenn man sagen würde, dass Darby in Lehrpunkt X falsch lag. Auch die Bücher der heutigen Führer sind nur schwer zu kritisieren. In meinem Fall habe ich Bücher von MS, da er vom Begriff „Versammlung“ auf „Gemeinde“ abrückte, da das die Menschen weniger irritieren würde, und CB, der über Griechisch manche unfachlichen Aussagen macht (z.B. Verwechslungen der Wortarten wie Adverb und Adjektiv, die für manchen nicht wirklich gleich zu verstehen sind, daher sollte auch Fachwissen dabei nicht fehlen. Man merkt seht deutlich, dass die „Grammatik“ von CB von einer griechischen Grammatik von Blass-Debrunner-Rehkopf leider nicht einmal korrekt abgeschrieben wurde, da im Original die Fehler nicht vorhanden sind), kritisiert und stieß auf Probleme. Kurz nach meinem Eintritt kamen entsprechende Testfragen von KP, was ich von den Büchern von CB hielte. Da vieles zwar gut, aber auch etliche Dinge fachlich falsch sind, habe ich das so gesagt. Das führte dazu, dass ich verdächtig wurde.

So berichtet ein Bruder S, dass er als Neuzugang Probleme bekam, als er mitgeteilt hat, dass auch die Schriften von Darby wie alles andere, was Menschen schreiben, zu prüfen seien. Ein anderer, als er meinte, was CB, d.h. der derzeitige AV Führer schreibt, interessiere ihn nicht primär, es geht um Gottes Wort. Damit war sein Ende in der AV Ortsgruppe eingeleitet und Maßnahmen dazu wurden eingeleitet, da er der Lehre von AV Chef CB nicht weiter Glauben schenken wollte, dass nur in der CB geführten Kirche exklusiv der Herr Jesus sei, sonst nirgendwo. Er trifft sich erfreulicherweise inzwischen in einer regulären biblischen Versammlung, lehnt alle Brüderbesuche ab, zumal er davor schon in einer Art Verhör angeschrien wurde und einige Repressalien mehr stattfanden (Entzug von Aufgaben).

Ein Bruder, dessen Mitteilungen im Anhang abgedruckt werden durfte, teilte mit, dass sein eigener Vater E erst in der AV-Ortsgruppe keine Erlaubnis hatte, in den vollzeitigen Dienst zu gehen, für den ihn der damalige AV Leiter WB aber bestimmt hatte, da E die Beerdigungen von AVlern in großer Zahl vornahm und vom Arbeitgeber nicht immer freigestellt wurde. Als der Bruder E dem AV Leiter WB (der mit TH damals die Gruppen leitete) mitgeteilt hat, dass er vor Ort in seiner Heimat AV keine Erlaubnis hatte, sagte WB: „E, lass das mal unsere Sorge sein“. Nach Kurzem war auf wundersame Weise die Ortsgruppe für den vollzeitigen Dienst, auch wenn sich nichts geändert hatte, obwohl sie noch vor dem Eingreifen von WB dagegen waren. Man kann eins und eins zusammenzählen. Dies zeigt den extremen Zentralismus in der Praxis. Warum das den einfachen AVlern nicht kommuniziert wird, ist eindeutig: Jeder könnte neben den AV Schriften immer auch Gottes Wort lesen und dort sind überörtliche Führer ja nicht autorisiert, autorisiert sind solche aber in der AV, um über die einzelnen Ortsgruppe zu regieren.

Bei Konferenzen und Vorträgen und auch Besuchen kann auch ein Außenstehender die Führungsköpfe erkennen, und zwar daran, um wen sich Menschentrauben sammeln. Das war bei CB, AR aber auch bei WJO, wenn sie irgendwo hinkamen, aber auch bei denen auf mittlerer Hierarchieebene wie KHW bzw. wer sich vorne an den Tischen hinsetzen darf.

Gottes Wort sagt, es gibt keine überörtlichen Führer und Hebräer 13, das als Rechtfertigung herangezogen wird, bespricht bereits damals verstorbene und bewährte Glaubensmänner (ggf. Stephanus, Jakobus etc.), keine derzeit lebende und fragliche Führergestalten. Das ist auch der AV bekannt, daher ist es nur sehr schwierig, das herauszufinden und wird verschleiert. Es gibt Führer zwischen Christus und den Gläubigen, da nützt es auch nichts, dass es keine benannten Ältesten gibt, die unbenannten sind oft stärker autoritär als dazu offiziell bestimmte.

Geld
Ein zentrales Moment der Gruppe ist Geld, dabei ist kein Unterschied zu anderen Gruppen, Vereinen und Kirchen. Vollzeit AVler, wenn sie linientreu sind, müssen ohne viel Aufwand nichts arbeiten und können nicht schlecht gar nicht wenig Geld abkassieren. Die Ortsgruppen, das weiß ich noch, als ich in der Brüderstunde war, überweisen für Kurzbesuche der Ortsgruppe 600 Euro (mal mehr mal weniger), dann kommt auch von Großaktionären ein Schleimbrief, wie dringend das für ihn nötig war. Wenn man die zahlreichen AV Gruppen in Deutschland zusammenzählt, die Zahlungen vornehmen, ist die Frage einer Schwester gut gestellt, die sich fragte, warum muss sie mit ihrem einbezahlten Geld MS finanziell unterstützen, der nicht wie sie arbeitet, auch wenn er kein Dienste in der Ortsgruppe I tut? Die Führer genießen päpstliches Ansehen, selbst wenn der Unsinn noch so groß ist. Z.B. CBs oder Darbys Säuglingstauflehren oder anderer Unsinn. Ein ehemals führender Kopf teilte mit, dass in der Schweiz für 45 Minuten 400 Franken (schwarz) bezahlt wurden (bei damals 2000 Franken Monatsverdienst). Ganze Familien werden rundum versorgt, wenn sie AV Ortsgruppen, als „Vollzeitige im Werk des Herrn“, ich erspare mir den Zusatz „Darby“, aufbauen. Man muss sich als linientreu bei den Führern vorstellen, und erhält dann eine Vollfinanzierung mit Geld und die Zuweisung, wohin es geht. Vgl. MS (nicht der derzeitige Leiter und Nachfolger von CB), der die AV verließ: „Heute scheint es so, als ob man gewisse Bedingungen erfüllen muß, wenn man in den Reihen der »Brüder« mitarbeiten will. Diese Bedingungen sind oft nicht schriftgemäß, sondern tragen allzuoft deutlich sektiererischen oder anmaßenden Charakter. Wenn man sich nicht dem »System« anpaßt, dann kommt man eben nicht weiter. Die Liste der Hindernisse, unter den »Brüdern« zu arbeiten, reicht von übler Nachrede bis zum Ausschluß“. (aus der Schrift: „Ihr liefet gut“ abgerufen am 27.12.2019 unter https://bruederbewegung.de/pdf/weremchukliefet.pdf).

Ein Sohn eines vollzeitigen AV Missionars berichtet mir in einem persönlichen Gespräch, das ich mir inhaltlich genau gemerkt habe, dass er zwei selbstgekaufte unterschiedliche Anzüge für die sonntäglichen AV Treffs anschaffte, die jedoch auf Drängen seines Vaters nicht abwechselnd anziehen durfte, da man sonst in der AV den Eindruck erweckt, dass man zu viel AV-Geld haben könnte, sodass die Finanzierung gefährdet werden würde. Als der Missionar einen Totalschaden mit dem Auto hatte, wurden jedoch sofort ca. 9000 DM in Bar an ihn durch zwei AVler in dessen Wohnung ausbezahlt, da er sonst die Beerdigungen nicht durchführen hätte können.

Von den Vollzeit-AVlern kommen laufend Berichte, i.d.R. verbunden mit oft indirekt ausgedrückten Zahlungswünschen, die leider, wie ich in einem Fall nachgerechnet habe, auf falschen Leistungen beruhen. So wurden unrealistisch dimensionierte Verteilaktionen von AV-Schriften in Rechnung gestellt. Ein einfaches Nachrechnen hat das als maßlose Übertreibung klargemacht, es wären von einer Einzelperson PK innerhalb dreier Monate 900.000 Kalender verteilt worden. Ein Vorschlag zur Prüfung wurde mit dem Verweis auf das Vertrauen zu den AV-Leuten abgewiesen. Die sonntäglichen Geldsammlungen sind für die Ortsgruppen sehr lukrativ, da, wie ich selber nachgezählt habe, wohl in der Meinung, man gäbe es Gott, gewaltige Summen der AVler eingeworfen werden (auch größere als 100 Euro Scheine sind nicht selten). AVler vererben, wie bekannt ist, auch ihr Hab und Gut an AV-Einrichtungen (ähnlich wie Katholiken an ihre Kirche). An die Funktionäre fließen, wenn man es sich kurz zusammenrechnet, Unsummen an Geld, da jede Gruppe Zahlungen dorthin leistet, entweder aus Gründen der Loyalität und um gut dazustehen oder wenn die Führergestalten direkt in die Gruppe kommen und meist 2 Vorträge halten (Freitag/Samstag und Sonntag, 2. Stunde). Bei einem Besuch fragte ich, ob es auch einen dritten Vortag gäbe, worauf gesagt bekam: „Das mache ich schon, am Sonntag in der zweiten Stunde“. Ein Bruder (S) teilte mit, dass man mit einem Vortrag in der Ortsgruppe am Freitag nicht fertig wurde, „aber das bekomme ich am Sonntag auch in der zweiten Stunde noch fertig“ (so in etwa der Wortlaut). Das spiegelt die Praxis, dass man zwar vom freien Wirken des Geistes offiziell redet und jeder Bruder das Wort ergreifen könne, aber es ausgemachte Sache ist, dass der Geist nicht frei wirkt, sondern eine Person von Außen das Rederecht hat. Genauso ist es kein Wirken des Geistes, wenn Personen der Führungsriege in die Gruppe kommen und es klar ist, wer redet. Ich hatte mal dieses Dogma nicht beachtet und, obwohl Besuch von Außen da war, gesprochen (da ich dachte, es gehöre zum Thema), worauf jüngere AVler in I zu mir kamen (RS und CH) und sich beschwerten (als niemand sonst mehr da war, der mit hätte beistehen können), dass ich H „das Wort abgeschnitten habe und er mit dem Reden dran gewesen wäre“, da ich nicht wusste, dass dies so geregelt ist, eine rein menschliche Satzung. „H habe sich auch beschwert über mich darüber bei ihnen“. Eine Nachfrage von mir bei H hat das jedoch überhaupt nicht bestätigt, ihm war es egal, die beiden hatten also gelogen. Außerdem war es den beiden zu lange Redezeit (ca. 35 Minuten) und „es müssen  auch andere noch genug Zeit haben“.

Auch eine weitere Möglichkeit, nicht wenig Geld für wenig Aufwand zu verdienen ist, wenn man sich wie B selbst zu Vorträgen in I anbietet, oder wie SD, Leiter von einem Bibelmuseum der Sekte in W,  von MB eingeladen wurde (SD kannte hier sonst niemand), wobei nicht wenig AV Geld zum Kumpel fließt. Die Führer der Gruppe logieren dann i.d.R. bei denen, die das Vertrauen der Führung genießen (in I ist das inzwischen MB mit Besuchen von KHW, SD etc.). Ein deutlicher Unterschied wird zwischen vollzeitigen AV Mitarbeitern („vollzeitige Diener im Werke des Herrn“) und gewöhnlichen AVlern gemacht. Auch wenn es für Bibelleser klar ist, dass jeder Christ sowieso vollzeitig im Werk des Herrn ist. Gemeint sind die loyalen Köpfe, die von der Führung , also den wirklichen Herrn wie CB, AR und deren Handlangern/Nachfolgern wie MS, in deren Werk von ihnen selbst berufen werden (auch gegen lokalen Widerstand hinweg, vgl. Anhang. In jeder Firma entscheidet ja schließlich der Chef und nicht die Mitarbeiter, wer welchen Posten bekommt), und so Geld aus den Zentralkassen und der Orte beziehen, sodass sie nicht mehr tatsächlich arbeiten müssen und so ihren Arbeitsplatz aufgeben. Ich kenne die Geschichten von zwei AVlern, wie diese Entscheidung, die in enorme Abhängigkeit der AV Leitung führt, zu Erpressungen, Gängelungen etc. führten und am Ende mussten sie wie Puppen funktionieren. Als beide das nicht mehr, wie vorgegeben schafften, wurde an der Geldschraube gedreht, einer ganz entlassen, der andere mit gemeinen Sprüchen überzogen, „er müsse halt jetzt weniger heizen“. Das anfangs lukrative Angebot der Führung führt in eine Abhängigkeit von Machtmenschen, die es nicht gut mit ihren Arbeitern meinen, wie man sieht, z.B. auch anhand von unangekündigten Entlassungen eines früheren Geschäftsführers des GBV Verlags, der wohl zu wenig loyal war, und sich nicht verteidigen konnte, die Gründe muss die Leitung auch nicht nennen. Die Führung selbst arbeitet nicht mit eigener Hände Arbeit wie noch der Apostel Paulus, sondern wird von den zahlreichen Gruppen bezahlt (ich meine ca. 200 in der BRD, ist aber eine grobe Schätzung), auch wenn sie gar nicht vor Ort Vorträge halten. Daher ist es klar, dass bei mehr Mitgliedern auch mehr dorthin bezahlt werden kann und so auch aggressive Mitgliederwerbung stattfindet, auch mittels Büchertischen, wo auch W, der ganz offenbar den Herrn Jesus nicht kennt, stattdessen Zahlungen erhält, AV Einladungen an Fußgänger zu verteilen hat. Nachdem er selbst kein Interesse an der Person des Heilandes hat, ist das Motiv, am Samstag AV Einladungen zu verteilen recht transparent. AVler, die nicht in der Brüderstunde sind, erfahren von der Verteilung der Gelder i.d.R. sehr geschönte Berichte, falls jemand überhaupt nachzufragen wagt, was denn mit seinem Geld eigentlich geschieht. Ich kenne nicht nur vier AVler, die nur noch ihren Sitzplatz bezahlen, da die dubiosen Machenschaften und Entscheidungen der örtlichen Köpfe in den Brüderstunden nicht mit ihrem Gewissen in Einklang sind. Auf diese Art ist die AV ein lukratives Geschäft für viele Profiteure, in dem es Führungsköpfe zu „Großaktionären“ geschafft haben, wie MB es von MS zwar in I mitteilen ließ, dennoch aber Zahlungen dorthin anweisen lässt, die von den regelmäßigen Spenden manchmal auch argloser AVler mittels Klingelbeutel an Sonntagen beglichen werden. Wie Geld ausgegeben wird, zeigt der versuchte Einkauf einer schriftlichen Zustimmung zu einem Trennungsschreiben, der die AV in HW ausschließen sollte, in Höhe von sechstausend DM per Barscheck aus der Zentrale in V an SK, den Herbert Ebert auch in seinem Buch erwähnt, damit die Gruppe in HW dann von der Zentrale liquidiert werden konnte, d.h. mit einem dezentralen Anstrich. SK hat den Bar-Scheck an die Zentrale in WV zurückgeschickt, wie er einigen Brüdern, die ich kenne, gesagt hat. Die AV in HW wurde trotzdem ausgeschlossen, im Jahre 2002 dann auch SK selbst. Ein dritter Bruder T kommentierte den Ausschluss von SK 2002 so (Original liegt mir vor): „Der Weg zurück mit der Post war der Rausschmiss. Aber die AV wird sicherlich etwas anderes behaupten“. SK hat auch ein Buch über die AV geschrieben.

Ein Missionar, der erst von der AV ausgeschlossen wurde, so teilte mir ein Bekannter von ihm mit, wurde recht erfolgreich und er bekam daraufhin ein Angebot, dass er wieder in die AV eintreten soll und man seinen ganzen Dienst bezahlen würde. Soviel ich weiß, hat er abgelehnt.

Wie der Griff in die Taschen der AVler vor Ort zur Finanzierung des ganzen Systems theologisch vermittelt wird, zeigt ein Beispiel aus der AV-eigenen Zeitschrift (siehe Anhang). Dass die Lehre, die dort benutzt wird, um möglichst tief in die Tasche der Mitglieder zu greifen, nicht schriftgemäß ist, ist recht bald zu erkennen, da das NT etwas anderes sagt, als dort geschrieben steht.

Schicksale, oder: Ein ungerechtes System kann nur ungerecht handeln

Fam. W wurde aus der AV in M ausgeschlossen, weil sie im Urlaub waren und ein Trennungsschreiben daher nicht fristgerecht unterschrieben haben, dann hieß es am in der AV Ortsgruppe M nach deren Urlaubsende: "ihr seid nicht mehr in Gemeinschaft". Ich kann das nicht nachprüfen, aber eine gemeinsame Freundin von ihnen und uns hat mir das so erzählt. Ich habe das Gleiche aber von S auch gehört, dass es bei ihnen in der Schweiz auch so war, Brief von der Zentrale und in 2 Wochen war der unterschrieben an die Zentrale zurückzuschicken an CB/AR und wer das nicht getan hat, war raus. So kam S und die anderen aber frei.  Dass diese Ausschlüsse die Bosheit eines rein menschlich organisiertem System zeigen und mit dem, was Gott selbst in seinem Wort dazu sagt, überhaupt nichts zu tun ja, ist jedem Bibelleser eindeutig. Daher hat der Gott der Bibel mit diesem System aus meiner festen Überzeugung gar nichts zu tun, zumal sich der Herr Jesus mit diesen Ungerechtigkeiten nicht eins machen kann, da er Ungerechtigkeit gehasst und Gerechtigkeit geliebt hat. Als AV Mitglied muss man sich fragen, wie es im Anblick dieser Dinge zu verwirklichen ist, dass, wer den Namen des Herrn nennt, von der Ungerechtigkeit abzustehen hat. Innerhalb der AV ist dies unmöglich, da allein die Struktur böse ist.

Dann rief mich ein Bruder M an, der selber krank wurde (Schmerzen im ganzen Körper, Schlaflosigkeit, reversible Herzrhythmusstörungen) in der AV, nach seinem Weggang aber wieder ganz gesund, als der Herr Jesus ihn herausbringen konnte, der berichtet, dass er etliche AV-Schwestern kennt, die aufgrund ihrer AV Erfahrungen in die Psychiatrie gekommen sind (das deckt sich mit anderen Infos von O, dass mehrere Psychiater AV Fälle behandeln müssen – die Methoden sind wie Mobbing am Arbeitsplatz, das kann auch krank machen), der Fachausdruck, dass Sekten krank machen lautet „ekklesiogene Psychosen“. Der Bruder ist selbst in diesem Bereich tätig, woher wohl das Wissen auch stammte, dass die AV seelisch oder psychisch krank machen kann. Bei einem aktuellen  privaten Besuch von J bei mir, der in Verbindung mit einem seelsorgerlich-psychologischen Krankenhaus steht (den Namen habe ich vergessen, ggf. „Hohenmark“), meinte J: „Die meisten Fälle mit psychischen Problemen kommen dahin von der AV oder Charismatikern“.

Ich habe einige mit psychosomatischen Erkrankungen getroffen, aber kam nicht drauf, dass die Seele so etwas machen kann, wenn sie unter Druck und falschem Einfluss ist. Offenbar habe ich mich da geirrt. Ich finde daher den Ausdruck Psycho-Sekte, den ein Aussteiger benutzt, leider passend, wenn auch hart, da man dort psychisch zerstört wird, wenn man nicht spurt. Normale Gläubige gehen dann eben, wer den Ausstieg nicht schafft, muss sich an das System anpassen oder geht seelisch kaputt, insbesondere die, die die falsche Lehre noch glauben, der Herr sei da in der AV-Mitte. Solche lassen sich aufgrund dessen eben das alles antun. In totalitären Systemen wie der AV oder auch in der DDR gilt der Einzelne nichts als Individuum, man will im System Mitspieler und wer nicht mitspielt, wird schikaniert und fertig gemacht. Ein AV Evangelist, der vom Geld des Systems vollzeitig abhängig war, wurde von heute auf morgen gefeuert und stand vor dem Nichts, da er in einem Vortrag etwas nicht Richtiges (nach AV Vorstellung) gesagt hat. Ein Geschäftsführer eines AV Verlages wurde von heute auf morgen ohne Angabe von Gründen entlassen, konnte sich nicht verteidigen und weiß bis heute nicht, was los ist. Danach blieb er leider in der AV und wurde weiter schikaniert, bis er letzten Endes doch herausfand. Ein höherrangiger Aussteiger hat vis-a-vis gesagt, dass solche Dinge wie mit professionellen Mobbing Methoden, die man in Firmen anwendet, ausgeführt werden, wenn einer nicht spurt oder nicht so kann, wie man es gerne hätte.

Ein Besuch eines sehr netten Bruders hat dieses ebenso deutlich gemacht, den die AV Führung in der ehem. DDR systematisch fertig machen ließ, auch einen anderen Bruder, der die AV Führung und den hierarchischen Aufbau als nicht schriftgemäß erkannte und mit samt seiner Gruppe in F liquidiert wurde und so aus der Sekte herauskam und frei davon wurde. Ich habe mir einige Stunden die Leidensgeschichte des Bruders angehört und manchmal kamen mir fast die Tränen. Erstens wegen der kirchlichen Ungerechtigkeit, die er in der AV erfahren hatte, zweitens, weil er ein sehr demütiger und lieber Christ ist, gegen den niemand etwas haben kann, außer ein System, das nicht hinterfragt werden darf, sonst schlägt es gnadenlos zurück. Die straffe Führungsstruktur wurde erst die letzten Jahrzehnte in der Ära WB-CB-AR-MS zunehmend stärker ausgebaut und zentralisierter, meinte der Bruder, der seit Kindheit im System eingeschlossen war, in früheren Zeiten war es noch weniger zentralistisch und es galten noch etwas stärker biblische Grundsätze wie Einmütigkeit. Diese Lehren sind ja seit CB spätestens auch offiziell weg (da dies an offiziellen überregionalen Treffen angeordnet wurde) und eine klerikale Hierarchie mit überörtlich entscheidenden "Brüderstunden", die dann der oberen Führung unterstehen. Ich habe in einer Schrift auch von einem Augenzeugen gelesen, dass dort von der Führung Brüder autorisiert werden. Von dem Bruder hörte ich auch wieder dieselbe Sippenhaft wie von anderen Fällen: Seine Frau und Familie wurde auch nicht mehr dort gewollt und abgewiesen bzw. auch gleich mit ausgeschlossen. Ein Bruder C schrieb mir, er kennt "unzählige Fälle" wie die hier beschrieben. Ein Bruder R, der in der Sekte groß wurde, sagte mir, er will „nie wieder davon etwas von der AV hören, ab und an bekommt er noch etwas mit, aber es schaudert ihn“.

Ich kenne einige Fälle, wo die psychisch und körperlichen Leiden nach dem Austritt von selbst weggingen: Drei mir näher bekannte Brüder hatten psychosomatische Schmerzen, die dann weggingen (M W und S  - alles reale Personen). Zwei Schwestern B und T sind immer noch psychosomatisch erkrankt, wohl da sie noch nicht den Ausstieg wagen. Das ist bedauerlich, aber der Druck ist auch gewaltig, d.h. wenn alle AV Bekannten mit dir Schluss machen. Familie S war nach ihrem Ausstieg, da sie keinerlei soziale Kontakte außer mit AVlern pflegte, über lange Jahre völlig isoliert, da alle „Freunde, Verwandte und die Eltern“ keinen Kontakt mehr mit ihnen wollten. Dies stürzte sie in eine tiefe Krise, da nicht einmal der eigene Vater von T noch mit ihnen mehr reden wollte, da er in der AV als Vollzeitler Probleme bekam, dass sein Sohn „nicht mehr den gemeinsamen Weg der Kinder Gottes geht“. Daran erkennt man leider das Prinzip der Sippenhaft, wie es andere Fälle auch zeigen, etwa das im Fall von HE auch seine unbeteiligte Frau und die Kinder aus der AV gleich mit ausgeschlossen wurden, als er zu gehen hatte.

Nach meinem Eindruck sind heute nur noch besonders gefährliche AV-Ortsgruppen aktiv, da ja viele vernünftige frei kamen, als sie die Ouweneel Sache, die AV Führer AR angeordnet hatte, also den Ausschluss, den Den Helder auf Befehl der AV Führung auszuführen hatte, nicht unterschrieben binnen 14 Tagen, meine ich, zurückgeschickt haben. Wer solche Bösartigkeit unterschreibt, der ist selber böse, und die AV Gruppen, die nicht unterschrieben haben, kamen so aus der Sekte raus. Die unterschrieben haben, haben ihre eigene Bosheit unterschrieben und das sind die heute noch aktiven Ortsgruppen, d.h. die Zustände haben sich dort erheblich verschlimmert und radikalisiert. Auch wenn WJO sicher nach seinem Rauswurf einige komische Anschauungen hatte, so lebt er weder in Sünde noch in Irrlehre. Aber es ist klar, dass man sich erst mal neu aufstellen muss, wenn man aus einem totalitären System rauskommt. Die Menschen in der DDR, die dort rauskamen, hatten mit der Freiheit auch erst Probleme, so kann es auch passieren, dass Leute, die dort freikommen, erst einmal etwas brauchen, um wieder normal zu werden und was es heißt, dass wir zur Freiheit berufen sind. Das große Problem insgesamt ist, dass die Geschwister innerhalb der AV nie Normalität erlebt haben, d.h. wie man sich als Christen außerhalb von allen Systemen versammelt, da man ja rausgeworfen wird, wenn man anderswo hingeht, so kocht man im eigenen Saft und merkt nicht, dass sie in einem totalitären Führersystem gefangen sind, außer die es natürlich wissen, die Führerschaft selbst, sodass die Unbedarften leider bona fide meinen, der Herr will sie da drin haben, was sicher falsch ist, weil er nicht da ist, wo ein riesiger klerikaler Überbau und Zwischenpersonen zwischen Christus und der Versammlung dazwischenstehen, in deren Haut niemand stecken sollte.

Zusammenfassung
Ich möchte mich einem anderen langjährigen AVler TS, der den Ausstieg fand, anschließen, der in einer unveröffentlichten Broschüre schreibt: „Das Urteil, ob man noch von ‚Alter Versammlung‘ od. überhaupt noch von ‚Darstellung der Versammlung / Gemeinde‘ nach (Mt 18,20) reden kann, möchte der Leser selbst beurteilen. Meiner Auffassung nach, steht diese Bezeichnung in Verbindung mit obiger Schriftstelle sehr in Frage. Eine Versammlung / Gemeinde verliert ihren Charakter als Versammlung Gottes, wenn sie das Böse toleriert und billigt, sei es lehrmäßig oder sittlich. Sicher soll man auch Geduld und Liebe üben, aber niemals gegen das, was gegen den Willen Gottes ist. Aber es gehört auch dazu, diese Ungerechtigkeiten in dem Lichte der Heiligen Schrift und (nicht nur in Büchern / Vorträgen oder Konferenzen!!!) zu prüfen oder zu behandeln, sondern dann auch vor allem zu praktizieren, wenn man (Mt 18,20) beansprucht. Der Evangelist Lukas konnte schreiben:  ‚Wer im Geringsten treu ist, ist auch in vielem treu, und wer im Geringsten ungerecht ist, ist auch  in vielem ungerecht‘ (Lk 16,10). Wer aus der AV anderen Gemeinschaften vorwirft, ungerechte Zulassungspraktiken zum Mahl des Herrn etc. zu handhaben, der möchte bitte zusehen, dass er von den Ungerechtigkeiten der  AV nicht ereilt wird. Weiterhin sei noch anzumerken, dass die AV sich oft als solche sieht, die von Seiten der Welt (Joh 15,18.19) gehasst werden. Das mag und wird in erster Linie so sein. Beim heutigen Betrachten dieses ‚Systems ohne Namen‘ von außen, muss man leider die Feststellung machen, dass es nicht nur der Hass um Christi willen ist, sondern auch die Abscheu von ihrer Ungerechtigkeit und Unaufrichtigkeit“.

Wir sehen die Warnung des Apostels Paulus an die Korinther erfüllt, der eine Sekte nannte, die Christus exklusiv für sich beanspruchen und allen anderen absprachen wollte. Das ist genau die Kernlehre der AV, „wir sind des Christus, wir allein, und niemand sonst“. Somit ist die zentrale Lehre der AV böse und Christus wird zum Führer einer Sekte erhoben und muss mit seinem heiligen Namen für alle Bosheiten und Ungerechtigkeiten herhalten, die in seinem Namen getan werden. Überall wird der Name des Herrn Jesus vorangestellt, obwohl er Gesetzlosigkeit hasst und Gerechtigkeit liebt. In der AV ist es jedoch regelmäßig anders herum, sodass der Herr Jesus mit dem System gar nichts zu tun haben kann.

Wie kann ein Ausstieg aus der Sekte erfolgen?

Zusammenfassend kann ich sagen, dass zu viel gegen klare Aussagen von Gottes Wort läuft, es sind deutliche Merkmale einer Sekte vorhanden. Falsche Lehren (Säuglingstaufe, Prädestination, Zulassungen/Ausschlüsse durch Gruppen statt wie die Schrift sagt von allen (nicht wenige Beispiele), auch von ganzen Ortsgruppen, siehe Den Helder, wo einige die WJO Gruppen rausgetan haben, die anderen mussten gehen), dann überörtliche Instanzen und Entscheider, wo doch die örtliche Zusammenkunft und nichts darüber entscheidet. Dann das Verhalten der Mitglieder, die, wenn sie die AV Agenda durchboxen wollen, eben Methoden anwenden, wie man sie in der Schule schon von anderen Sekten hört: Isolation, Kontaktabbruch, Schneiden, Meiden, Drohen, Warnen, Diffamieren, Schlechtreden. Die „biblische Begründung“, dass man mit aus der AV Ausgeschlossenen bzw. denen, die sich selbst abgemeldet haben, so rigide zu verfahren hat, wird von der Leitung unter AR in einem unveröffentlichten Schreiben gegen Christen außerhalb der AV so formuliert: „Deshalb dürfen wir auch nach 1 Kor 5,11 mit jemand, der als Böser von einer Versammlung hinausgetan wurde, weder umgehen noch zu­sammen essen, weil wir durch den Umgang mit ihm verunreinigt werden auch wenn wir mit seiner Handlungsweise gar nicht einverstanden sind“. Dazu sind auch diejenigen zu zählen, die aus Gründen der Schrift die AV verlassen haben oder aus rein politischen Gründen von der Führung eliminiert wurden. Dabei wird kein Unterschied gemacht, wie ich selbst erlebt habe. Es kann auch geschehen, dass ein nachträglicher Ausschluss, nachdem jemand wie ich sich bereits selbst abgemeldet hat, geschieht, damit anderen der Umgang unter Androhung der eigenen Exkommunikation verboten werden kann und, damit der Betroffene sich nirgendwo mehr versammeln könne.

 

Da alles im frommen Mantel ankommt und oft der Name des Herr Jesus dazu missbraucht wird, ist es nicht sofort zu durchblicken und da alles hinten herum abläuft, kann man sich auch kaum wehren (auch nicht mehr dagegen, dass wir in der Gruppe I als satanisch gehandelt werden). Ich bin unserem Herrn und Erlöser inzwischen dankbar, dass ich aus dem Druckkessel heraus konnte und wieder frei durchatmen kann.

Dankbar bin ich für die wenigen netten Geschwister, das sind die ohne klare AV-Agenda, denen es egal ist, was Darby und Kelly (und wenn manches noch so falsch ist) meinen. Ich meine nicht, dass man eine Reformation herbeiführen will (dazu müsste die Führung zurücktreten und das wird nicht stattfinden), daher ist es am besten, man versammelt sich einfach mit anderen Geschwistern, bricht das Brot und lässt Darby Darby sein. Paulus war auch ein Verfechter der väterlichen Überlieferungen, bis er eines besseren belehrt wurde, nämlich, dass die gegenüber Gottes Wort Null und nichtig sind. Und Gottes Wort sagt in wichtigen Themen etwas anderes als Darby/Kelly.  

Eine Lösung zeigt Herbert Ebert (S. 45): „Deswegen gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder die Versammlung tut über diese Sünden Buße und sie verurteilt alle diese bekannten Ungerechtigkeiten, indem sie dieses auch klar mitteilt, wenn die ‚Führerschaft/Brüderrat‘ sich in ihre Belange einmischen will bzw. die auch hier aufgezeigten Sünden und Anmaßungen als biblische Lehre einfordert, dieses klar zurück weist, um alleine durch die Gegenwart des Herrn Jesus und der Leitung des Heiligen Geistes ihre Zusammenkünfte gestaltet“. D.h. da der ganze Überbau und die menschliche Führungsstruktur bis hin zu autoritären Führen an der Spitze Deutschlands und anderer Länder, gibt es nur die Lösung, diese komplett abzuschneiden und sich deren Diktat zu widersetzen und zu entziehen, insbesondere, da Gott diese Struktur in seinem Wort nicht erwähnt und an vielen Stellen verurteilt. Auf der Ebene der örtlichen Zusammenkunft würde dies bedeuten, dass die zentral gesteuerten Beschlüsse einfach zu ignorieren sind und wenn dies einen Ausschluss bedeutet, ist zwar Anfeindung und die Bezeichnung Sekte sicher, aber doch kann man das Joch einer menschlichen Knechtschaft einer diktatorischen Riege ablegen. Kein zentralistischer Führer dieser Welt hat die Autorität zu befinden und per Dekret zu bestimmten, unter Androhung der Exkommunikation, dass der Herr nur in der Mitte seiner eigenen Kirche ist, auch kein WB, CB etc. Wenn dies doch geschieht, sind böse Prinzipien verwirklicht worden, die es auch im Papsttum gibt, nur da ist es eindeutiger benannt und weniger schwer zu erkennen. Dort weiß man, wer der Chef ist, in der AV wissen es viele vielleicht gar nicht, da man Informationen in unterster Ebene nur schlecht bekommen kann oder angelogen wird.

Es ist mir eine Anliegen, allen Geschwistern, die Angst haben, die Gruppe zu verlassen, weil nur da angeblich der Herr allein sei, Mut zu machen, das einfach in Frage zu stellen. Ersparen kann ich aber keinem Aussteiger, wie in allen totalitären Gruppen, das Mobbing, die Ausgrenzung und den Abbruch von Freundschaften (die dann eben nur aufgrund der Gruppenzugehörigkeit waren, also gar keine sind). Auch das Gemeinschaftgefühl, die Zugehörigkeit zur allein wahren Kirche, ist psychologisch ein starkes Moment, die gemeinsamen Lieder, die Selbstbestärkung untereinander, die gemeinsamen Konferenzen, das gemeinsame Anerkennen von Führern. Das zu verlieren, davor haben viele Angst und bleiben im System gefangen, weil sie dann nichts mehr von allem haben, sondern Verachtung, Diffamierung, Hass und üble Nachrede. Ich kenne kein einziges Beispiel von denen, die freikamen, wo es anders war. Dann werden Kompromisse mit der Wahrheit gemacht, denn "wo soll man sonst hingehen". Da muss man durch und dann kann man wieder frei atmen. Ich lasse es für mich offen, wo und wo nicht der Herr in der Mitte ist, allerdings rede ich von dem Herrn, der will, dass alle Menschen gerettet werden, nicht nur bestimmte und die meisten nicht. Ob dieser Herr gerade da ist, wo das gar nicht von ihm geglaubt wird, lasse ich ebenfalls offen, das neben den vielen vielen kirchlichen Bosheiten und Ungerechtigkeiten.

Mehrere Geschwister (Familie M, D und S und Einzelpersonen wie S etwa) konnten die Gruppe ohne die Repressalien vor Ort verlassen, als sie weggezogen waren, und am neuen Wohnort eine reguläre christliche Zusammenkunft fanden. Dies ist auch eine recht elegante Lösung, wie man von der AV freikommen kann. Von allen habe ich gehört, wie froh sie waren, auf diese Weise ohne große Probleme aus der Sekte rauszukommen. Alle, die ich gesprochen habe, sind froh, auf diese Art rausgekommen zu sein, auch wenn die verbliebenen Angehörigen dann dennoch unter Druck geraten können, wenn sie weiter dabei bleiben (Grundsatz der Sippenhaft). Das zeigt ein konkreter Fall, den ich aber aus Rücksicht nicht nennen will.

Wenn zu viel Psychoterror ausgeübt wird, sollte man jedoch bald und ohne großes Zögern das Weite suchen und nicht zu lange mit dem Austritt warten, ich kenne nicht nur einen, der krank wurde, dann wieder gesund, als er weg war. Noch während seiner aktiven Zeit innerhalb der Gruppe teilte mir ein Bruder (O) mit, dass in seinem Umfeld gleich mehrere Psychiater mit Fällen innerhalb der AV beschäftigt sind. Ein Bruder (S) bekam einige Zeit nach seinem Eintritt psychosomatische Beschwerden, die auch stationär und medikamentös zu behandeln waren. Nach seiner Loslösung aus der Gruppe verschwanden diese, als die Drangsalierungen, denen er ausgesetzt war, beendet waren. Auch ein Schweizer Bruder hat von seinem Sohn dies berichtet, die Leiden verschwanden nach der Loslösung von der Gruppe. Alles keine erfundenen Beispiele, sondern reale Personen, die viel Leid erfahren haben und wir reden von körperlichen Symptomen. Dann spätestens müsste man der Gesundheit wegen gehen. Die Angst, vor dem Nichts zu stehen ist unbegründet, da der Herr Jesus für die Seinen immer einen Ausweg bereit hält, auch wenn die Angst noch so groß sein kann, auch die vollkommene Ausgrenzung durch die Sekte, die Verleumdungen, die kommen werden, da sich das System nicht in Frage stellt (da ja Gott sich exklusiv daran gebunden hätte), sondern immer nur den, der aussteigt, muss überwunden werden. Der Herr Jesus kann dazu den Mut und die Kraft geben.

Die Darby Gruppen vor Ort uns das gesamte System erkennt man wie in meinem Fall erst nach und nach in ihrer Bosheit. Sehr sehr schwer, das als fundamentale Sekte sehr schnell zu erkennen. Aber der Herr Jesus kann immer Gebet erhören. Für mich war es dann schwer und einfach zugleich, da ich durch das Mobbing und die offenen und verdeckten und weiteren angekündigten Aktionen gegen uns wusste, da steckt nie mein geliebter Herr und Heiland dahinter, da herrscht ein völlig anderer Geist.

Ich hoffe, dass auch andere dieses System der kirchlichen Ungerechtigkeit und Irrlehren und des Hasses und der Auflehnung gegen Gottes Ordnung verlassen können. Der Herr Jesus kann sich über die Seinen, die es dort auch gibt (wohl die meisten sogar), erbarmen. Wenn der Herr Jesus deutlich macht, dass es in der AV keinen Platz für Christen gibt, kann man dem Herrn vertrauen, dass er einen solchen zuweisen wird, nicht einmal Abraham wusste, wie es weitergeht, als Gott ihm sagte, er sollte seinen Ort verlassen und weggehen.

Ich kann verstehen, wenn manches kaum zu glauben ist, was hier zu schreiben war, allerdings sind diese Dinge de facto wirklich nicht einfach zu erkennen, zumindest für Einsteiger und Personen, die das System nicht auf die Übereinstimmung mit den Gedanken Gottes hin überprüfen. Wer sich weigert, den Gedanken des Herrn Jesus, der in seinem Wort zur Prüfung auffordert, zu entsprechen, wird kaum irritiert sein, da auch der Gedanke in den Herzen ist, und oft auch indirekt zum Ausdruck kommt und wie ich ihn als Reaktion auf eine vorige Ausgabe zu lesen bekam: „Wenn ich in der AV bin, dann kann es nicht so falsch sein, sonst wäre ich ja nicht dort, sondern woanders“. Dann ist kaum auf Einsicht zu hoffen, zumal wenn man auf die Vorteile im System, z.B. eine große Zuhörerschaft in den Treffs oder Konferenzen, Geld, oder sonstige Dinge, nicht gerne verzichten will, und dann eben die Sekte über die Aussagen in Gottes Wort setzt und am Ende der Tage sind die Zeiten, laut Gottes Wort, nicht einfach, sodass es Sekten wie die AV bis zum Kommen dessen, der ein gerechtes Urteil sprechen wird, geben wird.

Die einfachste Möglichkeit, die Sekte zu verlassen, ist eine schriftliche Mitteilung, dass man überhaupt keinen Kontakt mehr will, weder Anrufe, noch Emails, noch Angebote für klärende Gespräche, noch Brüderbesuche, noch Einladungen (wie ich sie noch von BS bekam, plötzlich als lang geschätzter Freund angesprochen).  Wenn sich die Gruppe nicht daran hält, muss man wie wir das Telefon und den Posteingang etc. filtern. Auch Einschüchterungen wie von KP aus M, dass man den Platz am Tisch des Herrn wieder einnehmen muss, kann man als reines Sektierertum ignorieren, da dies nur bedeutet, man darf die Sekte nicht verlassen.

Den Repressalien vor Ort und überörtlich konnten wir nur durch eine vollständige Abmeldung entgehen, zumal weitere gegen uns geplant waren, wie uns zugetragen wurde. Traurig hat mich gemacht, dass ich keine Antwort mehr von vermeintlichen Freunden erhielt, als ich mich verabschiedete. Als diese Schrift in der AV I bekannt wurde, bekam ich ein Schreiben per Mail und Anrufe, und ich wurde zum baldmöglichsten Gespräch gebeten, wobei man sich auf eine angebliche frühere Freundschaft berief. TS hat dringend vor solchen Nachgesprächen abgeraten, da er aus eigener Erfahrung weiß, dass es dabei nur um Einholen von möglichem Fehlverhalten nach dem Austritt geht, der dann innerhalb der Sekte als Grund für die Trennung verbreitet würde. Dabei hatte ich ein letztes Mal deutlich machen müssen, dass ich keinerlei Kontakt zur Gruppe wünsche, auch wenn unser dort nachträglich geplanter Ausschluss aus der AV im Nachhinein beschlossen wird (der vor Gott bedeutungslos ist) und bereits sehr intime private persönliche Mails von mir an LE, da ich irrtümlich noch nach unseren  Austritt dachte, wir wären weiterhin befreundet, an die gesamte AV Gruppe I weitergeleitet wurden und aufgrund der hier vorliegenden Schrift ein schriftlich und mündlich angekündigter Brüderbesuch von LE und AR stattfinden sollte, den ich jedoch abgelehnt habe, da wir ja bereits über ein halbes Jahr abgemeldet waren. Alle mir bekannten Aussteiger haben dringend davor gewarnt, solche Besuche zu empfangen, da es um die Generierung von Informationen handelt, womit man Ausgetretene im Nachhinein in schlechtes Licht in der Gruppe bringen will und zugleich als das Thema des Besuchs diese Schrift genannt wurde. Es kann immer geschehen, dass es Nachfragen in der lokalen AV gibt, warum ein Mitglied ausgeschlossen wurde oder gegangen ist. Im Fall von J, die die Sekte verlassen haben, wurde etwa den Übrigen berichte, er hätte gerne öfter predigen wollen und kam zu selten dran (was jedoch der Betroffene selbst nicht einmal wusste und sogar das Gegenteil seine eigene Überzeugung war und ist), und daher sei er in eine Gruppe gegangen, wo er im Mittelpunkt stehen könne. Ein Bruder meinte, dass ich rechtliche Konsequenzen aufgrund dieser Schrift und eine mögliche Unterlassungsklage zu befürchten hätte. Aussteiger hingegen haben gebeten, diese nicht zu widerrufen, da sie die Aufklärung über die Sekte für nötig hielten und viele AVler selbst, dies sagte mir ein AVler, der nach vielen Jahren dort ausgetreten ist,  die Struktur der eigenen Gruppierung nicht kennen würden, die er selbst lange nicht überblicken konnte, aber die Schilderungen hier bestätigt hat.

Ein weiteres vorbildliches Beispiel, wie der Kontakt zur Sekte schnell abgebrochen werden kann, ist, wenn man Brüderbesuche ablehnt und sich nicht einschüchtern lässt. Entsprechende Anrufe mit Ankündigungen solcher Kontrollbesuche quittierte A einem örtlichen AV-Leiter: „Ihr könnt schon kommen, aber ich lasse euch nicht mehr rein“. Damit ist der Gruppierung das letzte Machtinstrument genommen, wie sie agieren und ihre Opfer einschüchtern, da ja die Führung über die mittlere und örtliche Führungsriege bis in die Wohnungen der AVler, falls die das System biblisch finden, zugreifen kann. Bruder TS berichtet, dass ein ihm gut bekannter „Verdächtiger“ weit über 20 Brüderbesuche zu akzeptieren hatte, da er zu reglementieren war, und sich dann irgendwann bei den vielen Besuchen in Widersprüche verstrickte, was dann in der Gruppe so kommuniziert wurde, dass „er die Brüder belügt“. Ein anderer Bruder B, den ich gut kenne, hat mir selbst berichtet, dass er Brüderbesuch in seiner Wohnung bekam, und er sich ganz dabei allein einer Art Verhör unterziehen musste, und sich gar nicht gegen die, wie er berichtet, „falschen Vorwürfe“ wehren konnte. Zu den Brüderbesuchen wurden in einem schweren Verdachtsfall (TS) sogar drei Brüder hinzugezogen. Im Falle von HE wurden nach dessen Ausschluss, wie mir in einem persönlichen Gespräch glaubhaft versichert wurde und ich keinen Zweifel an der Richtigkeit habe, solche Gespräche im Nachhinein fingiert und als „gescheitert, aufgrund der Uneinsichtigkeit“ in den AVs kommuniziert, wobei, wovon ich überzeugt bin, kein einziges solcher Gespräche wirklich stattgefunden hat (TS hat in seinem Fall die gleichen Erfahrungen gemacht). Auf der Grundlage gar nicht stattgefundener Brüderbesuche und „gescheiterter“ Gespräche wurde HE dann ausgeschlossen, wie bereits erwähnt, zusammen mit Frau und Kind, die selber gar nicht gehört wurden (das genannte Prinzip der Sippenhaft in der AV). Die Brüderbesuche finden grundsätzlich mit zwei loyalen AVlern statt, damit die Aussagen unter Zeugen geschehen, der Besuchte hingegen hat keinen Anspruch auf Hilfe oder Verteidigung. Wie ein Bruder aus einer umliegenden AV, den ich gut kenne, mir berichtet hat, wurde in seinem Fall dabei „mit der Faust auf den Tisch gehaut“ und er von einem, der ihn verhörte, entweder D oder B, das habe ich vergessen, er dabei auch angeschrien. Ich erinnere an die Aussage eines AV-Kritikers, dass das System wie der Stasi-Apparat funktioniert. Dies sieht man auch in den Verhörmethoden. Wichtig ist dabei zu wissen, dass solche von der Brüderstunde abgesprochenen Besuche, auch oft gar nicht als solche deklariert werden. Wenn zwei AVler also zu Besuch kommen, ist immer Vorsicht angezeigt, auch muss man darauf gefasst sein, dass alles, egal was, ausgewertet und gegen die zu reglementierende Person verwertet wird. Daher ist eine konsequente Ablehnung immer der beste Rat, sich dem zu entziehen. Wie ich von Betroffenen hörte, sind diese Besuche emotional äußerst belastend, sodass sie unbedingt abgelockt werden sollten, auch wenn das das Aus in der Sekte bewirkt. Ich konnte zum Glück alle Besuche abwehren, auch als ich einige Zeit die Gruppe aufgrund der Drucksituation gegen mich nicht besuchte, und daher auf Betreiben von MB zu besuchen gewesen wäre.

Somit ist eine völlige Blockadehaltung von Betroffenen, die aus der Sekte herauskommen wollen, immer die beste Lösung, sodass keine Aktionen mehr stattfinden können. Erst dann kann man abschalten und Ruhe haben. Was danach geredet wird, muss man auch dann noch abhalten, wie ein Bruder, der aus der AV ausgetreten ist, und der nun als „Gotteslästerer“ in einer Gruppe, die ich auch besucht hatte und kenne, gilt, uns ging es hernach nicht anders. Auch hier wurden Warnungen und Böses verbreitet (von MB, dem neuen Leiter). Ich kannte ihn noch von früher und kann nur staunen, wie ein demütiger Christ so diffamiert wird. Uns ging es nicht anders, denn das System kennt nur AV oder nicht, gut oder böse, Versammlung oder Sekte, andere Differenzierungen habe ich nicht kennengelernt. Das ist ein zentrales Merkmal einer fundamentalen Sekte mit Absolutheitsanspruch. Man kennt dies nur noch in dem Ausmaß von den Zeugen Jehovas. Wer draußen ist, ist eben nicht gläubig und war nur Unterwanderer in der Mitte der Treuen, wie wir auch. Da das die offizielle Haltung in I ist, bekamen Neuzugänge, zu denen sich eine Freundschaft angebahnt hätte, natürlich Angst und haben aufgrund der Einschüchterung der Gruppe durch LE, MB, BS, RS den Kontakt zu uns abgebrochen. Dort kam es zunächst zu einem Brüderbesuch, dann zu einem zweiten, wobei fünf AVler auf die Betroffenen einredeten, nachdem ich mich dem Druck nicht gebeugt habe, diese Schrift aus dem Verkehr zu ziehen. Die Ansage war: Entweder kommt die Schrift weg, oder wir sind keine Freunde mehr. Die Schrift blieb, die „Freunde“ sind weg.

Die weiteren aktuellen Entwicklungen (bis dato ist geplant: mein nachträglicher Ausschluss, sodass anderen der Umgang unter Androhung des eigenen Ausschlusses verboten werden kann, und dass wir nirgendwo mehr Zugang finden würden. Brüderbesuch von LE und AR, obwohl wir schon ein dreivierteil Jahr abgemeldet sind, um dieses Schreiben zu widerlegen. Weitergabe intimer Schreiben von mir damals sind überall auf den Handys der Gruppe, um mir zu schaden, dann traurige Bezeichnung vom ehemaligen guten „Freund“ dort, die ich nicht erneut wiedergeben will (s.o.), innerhalb der Sekte in I lokal und überregional sind zu bösartig, sodass es zwar noch viel zu sagen und Konkretes zu nennen gäbe. Zu letztem Vorfall gab mir der Psalm 55.13f Trost, da es dem Herrn Jesus noch viel schlimmer ging und er dies ertragen hat, auch wegen mir, um das Werk am Kreuz zu vollbringen: „Denn nicht ein Feind ist es, der mich höhnt, sonst würde ich es ertragen; nicht mein Hasser ist es, der gegen mich großgetan hat, sonst würde ich mich vor ihm verbergen; sondern du, ein Mensch wie ich, mein Freund und mein Vertrauter; die wir vertrauten Umgang miteinander pflegten, ins Haus Gottes gingen mit der Menge“. Mein Gebet war bis dato, dass die Bosheit dort eingesehen würde, die dort aktiv vorangetrieben wird, leider scheint es nicht der Fall zu sein. Ich hatte die Radikalisierung früher nicht erkannt. Aber ich hatte auch die Erfahrung nicht gemacht, wie es einem ergeht, wenn man die alleinige Kirche verlässt.

In der Gruppe wird aufgrund der Korona-Fälle und den Einschränkungen keine Sitzung offen oder privat abgehalten, über andere, die sich in den Häusern oder im Internet zusammenfinden wird in I gesagt, dass dies ein satanisches Medium sei und nur in I der Herr in der Mitte sei, sodass es derzeit keine Abwanderung Unzufriedener gibt. Ich wurde auch, nachdem die Gruppe I aufgrund der Virensache das Brotbrechen aufgehört hat, angerufen und beschimpft, dass wir „gegen die Gebote Gottes leben und sündigen“, da wir eine andere Sicht dazu haben, nachdem es lautstark wurde, mussten wir das Gespräch beenden. Diese Bewertung lässt der Leiter MB in der Gruppe verbreiten, ich habe kein Einverständnis, die genaue Sicht hier wortwörtlich abzudrucken, aber es fielen sehr schlimme Ausdrücke, eigentlich die schlimmsten, die man benutzen kann, darüber, wenn man eine andere Sicht hat (z.B. Martin Vedder sinngemäß: der Wunsch des Herrn Jesus, dass man sich zu ihm hin versammelt und das Brot weiterhin bricht, ist auch vollkommen legal zu erfüllen, auch derzeit. Noch irritierender war, dass die AV in N über das Ehepaar B einen Rundbrief verschickten, worin zu Treffen der Gruppe von daheim aus aufgerufen wurde, verbunden mit einigen Regeln, sodass in der AV I, das was in der AV N praktiziert wird, aufs Schärfeste durch MB verurteilt wird und in die Köpfe der dortige AVler eingedrungen ist, die uns daraufhin anriefen und beschimpften. Das Gebot Gottes, das Brot zu brechen, kann nicht durch einen Virus außer Kraft gesetzt werden. Sollte die Lehre der AV stimmen, gäbe es nun kein Brotbrechen mehr, da alle AVs geschlossen haben und private Treffen dazu untersagt sind. Der Herr sagt jedoch, dass dies zu erfüllen ist, bis er kommt. Sollte der Herr noch während der Verbotszeit kommen, ist diese Zusage unverständlich und angeblich unmöglich, was sicher nicht der Fall ist. Dies alles in der Überzeugung, dass in der AV aufgrund ihrer Ungerechtigkeit ohnehin der Tisch des Herrn nicht vorhanden ist, daher ist dies als Hypothese zu verstehen). Daher war es klar, dass ich am Telefon angeschrien wurde, auch wenn ich gar keine aus derzeitiger Sicht illegalen Gedanken dazu hatte bzw. noch habe. Die Lehre ist eben die: Nur in der AV, sonst nirgends, alles andere ist „…“, wie es MB offenbar den Mitglieder in I einredet. Wer derzeit daheim das Brot und nicht in der AV brechen würde, hätte ja ohnehin mit der Exkommunikation zu rechnen. Der AV Junior-Chef MS hingegen hat eine Aufforderung per Videonachricht nach dem Versammlungsverbot an seine Gruppen verschickt, dass man doch sich auch derzeit treffen müsse, sonst wäre man Gott ungehorsam, Treue würde nun belohnt. Wie immer muss Gott für alles herhalten. Es ist natürlich klar, dass, wenn keine Versammlungen stattfinden und keine Sammlungen passieren, die ja eine starke magnetische Anziehungskraft in die Oberstube haben, wie ich aus eigener Erfahrung weiß, da ich lange genug die Brüderstunden besuchte und natürlich weiß, was nach außen nicht oder verzerrt mitgeteilt wird, wohin die ganzen eingesammelten Gelder wirklich gehen. Den Außenstehenden gibt man schon Auskunft auf Nachfrage, nur eben sehr geschönt und fromm verpackt, man würde „das Werk des Herrn“ (ich ergänze, des Herrn CB) unterstützen. CB, der in einem AV-Altenheim Emmaus in HN lebt, sagte, das am Rande, neulich einer Schwester: „Wir wollten alles richtig machen, aber vielleicht haben wir es doch nicht alles richtig gemacht“. HE, der mir dies mitgeteilt hat, betet weiterhin, dass der AV Führer und verdeckte Zentralgestalt noch vor seinem Tod zur Buße und Einsicht kommt, er hat jedoch Zweifel, da er die Einsicht mit „vielleicht“ relativiert hat. Damit schließe ich die aktuellen bösartigen Entwicklungen nach unserem Austritt hiermit ab. Wir sind überhaupt nicht interessiert, weiterhin etwas herauszufinden oder weitere Informationen einzuholen. Die neueren Entwicklungen kamen aufgrund von Anrufen etc. zustande. Es wäre schön, wenn wir nie wieder etwas von der Sekte hören würden. Falls dies jemand lesen sollte: Bitte nie wieder etwas zu dem Thema AV sagen. Wir wissen genug und haben viele Jahre erfahren, was es heißt, in einer Sekte zu sein. Wir haben inzwischen wieder Kontakt zu früheren Freunden und danken dem Herrn, dass er uns nicht allein gelassen hat, sondern, dass wir weiterhin christliche Zusammenkünfte haben können, eben wie es der momentane Rahmen erlaubt. Dass diese Schrift weiterhin zugänglich ist, hat uns bereits „Freunde“ gekostet (RP). Aber wegen der vielen Opfer darin, möge mir der Herr es schenken, dass ich nichts widerrufe, auch wenn angeblich „alles gelogen ist“ (LE in I). Ich verbürge mich hiermit, dass nichts wissentlich falsch dargestellt wurde, auch war es mein Bemühen, nicht zu übertreiben etc. Ich habe manches auch erst mehrfach nachrecherchiert (z.B. die Codierungen der AV Briefe), bevor ich mich getraut habe, es offen zu sagen. Dennoch: Wenn etwas nicht wahr wäre oder falsch dargestellt ist, korrigiere ich es gerne. In dem Fall können mich auch die Mitglieder der Sekte anschreiben, sodass ich das korrigieren kann, auch wenn das in der Praxis nicht geschehen wird, da ich ja erwähnt habe, was nach unseren Austritt alles dort behauptet wird, darunter die schlimmsten Dinge, die man über ein Kind Gottes sagen kann, etwa es sei ein „Werkzeug Satans“ (L.E.) vor ca. 7 AVlern bei einem Brüderbesuch. Wie immer wird von Aussteigern nur Böses geredet. Ich bekam zur Zeit des letzten Updates von einem Besucher der Pfarrgasse, nachdem er mit dem Leiter MB ein Gespräch über mich geführt hatte, eine besorgte Anfrage, ob „ich noch ganz wasserdicht“ sei. Die Person war ernstlich um mich besorgt, obwohl wir uns schon Jahre kennen. Somit lässt der Gruppenleiter diese Dinge verbreiten, in der AV ist man darüber immer sehr froh, da man dann den schwarzen Peter bei den Aussteigern und nicht in der allein richtigen Kirche suchen muss.

Update (6.6.2020): Ich erhielt einen Anruf vom Klinikum (Herr W), dass dort Auffälligkeiten beim Abruf meiner sämtlichen Patientendaten anhand von Log-Files, nicht nur der CT-Bilder, durch unberechtigte Dritte auffielen, aber nun sicher ist, dass diese nun vor dem Zugriff Dritter geschützt wurden und mit dem Betroffenen ein Gespräch geführt wird, mir stünde es selbstverständlich frei, Strafanzeige gegen den Betreffenden zu stellen. Ich wurde gebeten, mich jederzeit zu melden, falls Patientendaten irgendwo im Umlauf seien. Meine Frau und etliche Brüder sind für eine Strafanzeige, allerdings ist uns unklar, ob der Akteur ein Kind Gottes ist oder nicht, das weiß der Herr allein, auch wenn die Brüder, mit denen ich geredet haben, es für unwahrscheinlich halten, sodass wir dennoch darauf verzichten. Wir vermuten folgenden Hintergrund: Dem AV-Aktivisten war es nicht unbekannt, dass ich aufgrund des jahrelangen Mobbings und dem Druck in der Gruppe Bauchschmerzen hatte, die am Ende mit Morphium zu behandeln waren. Es gab keine organischen Gründe, sodass er eine Chance witterte, mich für psychisch und/oder geistig krank in der AV zu erklären, sodass er dann auf meine Patientendaten im Klinikum zugriff und die dann verbreitete, da ich tatsächlich mehrfach deswegen im Klinikum I war (was in den Unterlagen genau steht, weiß ich selbst nicht, aber die Möglichkeit einer Reaktion aufgrund der Drucksituation wurde in Betracht gezogen). Wie er diese in der AV interpretiert, habe ich, im Nachhinein wird das klar, nun verstanden, zumal die Mitteilung, ich sei nicht ganz „dicht“ in anderer Form von fast allen gemeinsamen Bekannten zu hören war (LE zu mir und meiner Frau: „MB verleumdet euch“ - Womit wollte er nicht sagen, nun wissen wir es auch selbst). Auch während meiner Zeit in der AV noch. Dies gilt ja als probates Mittel, Aussteiger wie VJ und auch mich nun zu diskreditieren. Das Diagnosticum I hat ebenfalls schriftlich bestätigt, dass meine Daten auch von dort vom Betreffenden eingezogen wurden, darauf sind CT Bilder etc. gewesen. Die Einrichtung teilte mit, dass sie die Bilder an das Klinikum geschickt haben, weil sie dachten, der Betreffende sei mit der Behandlung betraut, was natürlich gelogen war. Ich hoffe, dass der Betreffende keine Probleme in seiner Tätigkeit bekommt, alle, mit denen wir geredet haben, befürchten das jedoch, zumal in einem Präzedenzfall eine Frau, die im Klinikum angestellt war, fristlos entlassen wurde, als sie in der Absicht einer Konkurrentin zu schaden, ihre Akten aufrief und im privaten Netzwerk verbreitete (in der Süddeutschen steht der Fall noch heute im Netz). In dem Gespräch mit dem anrufenden Datenschutzbeauftragten Herrn W habe ich mitgeteilt, dass der Betreffende keine Probleme haben sollte, da er ja sonst einen guten Job tut. Eine Strafanzeige deshalb würde auch keine Änderung oder eine Bekehrung bringen (sollte er kein Christ sein), da der Betreffende selbst durch das Vorgehen nun sich evtl. Probleme zugezogen hat. Ich bete öfters für ihn, vielleicht auch die, die hier mitlesen, da Christen ja für die, die sie verfolgen beten sollen. Da der Abruf von Patientendaten illegal und strafbar ist, ermittelt die Kripo derzeit, auch ohne einen Antrag auf einen Strafbefehl. Mir ist keine christliche Zusammenkunft außer der AV bekannt, wo entsprechende Personen Zugang fänden, zumal die AV in I von den Dingen Kenntnis hat. In meinem Freundes- und Familienkreis herrscht großes Kopfschütteln. Eine Entschuldigung kam bis dato nicht, sodass die Bedenken und Befürchtungen um ihn nicht gering sind.

(Update 5.7.2020): Ein langjähriger Bekannter teilte mir mit, dass die AV in Bergneustadt die vergangene Zeit von etwa 80 Geschwistern verlassen wurde, es wäre kein Ausschluss durch die Führung gewesen, sondern die z.T. seid Kindheit in der Sekte waren, kamen durch die Gnade Gottes frei. Die Ortsgruppe in I hat mit Auflagen (Mundschutz etc.) den Betrieb leider wieder aufgenommen. Vor einigen Tagen meldete sich ein Besucher der AV in I bei mir und teilte mit, dass er den dort zugelassenen W. kennengelernt habe und nicht den Eindruck hat, dass er Christ sei. Ich hoffe, dass wir uns in dem Punkt täuschen, aber es hat den Anschein, dass die Person des Herrn Jesus ihm leider fremd ist. Inzwischen traf eine Überweisung von 50 Euro mit nachfolgender Bitte um Löschung dieser Schrift und der über die Trennung in Den Helder ein. Da ich die gewünschte Leistung nicht erbringen wollte, wurde das Geld retourniert.

(Update 10.7.2020): Da ich Akteneinsicht der abgerufenen CT Bilder und auch der Patientendaten beantragt hatte, bekam ich ein Schreiben, dass das abgelehnt wird, "da ich selbst dem Chefarzt (Dr. Bahr) am Klinikum I aufgrund meiner Freundschaft zu ihm damit beauftragt hätte, die Bilder abzurufen und auszuwerten. Er hat mir diesen Freundschaftsdienst gemacht, auch wenn er fachfremd wäre". So dick wird also gelogen und genau das Gegenteil behauptet, von dem, wie es war. Ich hatte auf Buße und ggf. eine Bekehrung bei MB gehofft, aber das scheint in weiter Ferne. Dann teilte eine Person, die die Pfarrgasse besucht, mit, dass MS bald zu Besuchen nach Ingolstadt kommt, und wie der Datenabruf und die Verbreitung durch AV-Chefarzt MB angeblich wirklich war. Ich konnte mich kaum auf dem Sitz halten, wie dort nichts als gelogen wird. Ein Bekannter meinte, dass die notorischen Lügen daher zu erklären sind, da man keine Fehler als selbsternannte christliche Elite zugeben darf. Da die überall vorkommen, müssen diese Dinge geleugnet und weggelogen werden, damit die äußere Form der Gottseligkeit aufrecht erhalten bleibt, deren Kraft aber wird geleugnet.

(Update 17.7.2020): Der Bericht vom Bayerischen Landesamt für Datenschutz über den illegalen Zugriff des Arztes vom Klinikum aus auf meine CT Bilder im Diagnosticum liegt nun vor, der andere zu den Zugriffen auf die Patienten-Daten im Klinikum noch nicht. Da ich mitgekommen habe, dass angeblich alles gelogen sei, drucke ich das traurig ab, einige private bzw. unpassende Dinge wie Namen und Adressen etc. habe ich geschwärzt (das Original ist bei mir einzusehen): Datenschutzbericht

(Update 15.8. 2020): Der Fall wird weiterhin ermittelt. Der Datenschutz hat mir ein Schreiben geschickt, in dem da Klinikum Ingolstadt die ganze Sache nun abstreitet und dem Täter nicht das Handwerk gelegt wurde, aber das wurde nicht mehr geglaubt, da das Diagnosticum die Sache eingeräumt hatte. Ein Anschreiben einer ermittelnden Person (Name kürze ich nicht ab, da die Sache am Laufen ist) an mich, traurig, wie es ist (unverändertes Original, d.h. Tippfehler sind nicht behoben): Ermittler

Ein langjähriges AV Mitglied, das den Ausstieg fand, teilt mit, dass es Anschreiben von AV-Vertretern an ihn gab, man würde Gott bitten, ihn wegzunehmen (d.h. zu töten). Dies hat kaum jemand glauben können, allerdings liegen die Anschreiben an die Person schriftlich vor. D.h. die Sekte bittet Gott, dass er Aussteiger töten soll. Für mich eine Dimension, die ich nie für möglich hielt. Es zeigt sich die ganze böse Fratze des Systems, allein darin, dass man anderen den Tod wünscht und sogar Gott darum bittet – ich nehme an, dass sich der Spieß wendet. Ein Bruder (J) konnte dies kaum glauben und hat Kontakt zum AV-Aussteiger aufgenommen. Leider wurde alles noch einmal bestätigt, sodass dies leider kein Gerücht, sondern traurige Wirklichkeit ist. Die Namen der Aussteiger kürze ich nicht ab, da bereits enormer Druck ausgeübt wird.

Inzwischen ist ein Vermittlungsversuch eines Bruders, der dem Frieden nachjagen wollte, gescheitert, der dazu dienen sollte, die Sache zwischen mir und Dr. MB aus dem Weg zu schaffen. Leider, traurig wie es ist, wäre alles Verleumdung und gelogen, sodass eine Aussprache (noch weniger eine Entschuldigung) und die Initiative abgelehnt wurde. Dies ist umso unverständlicher, da die Straftaten ja offiziell vom Datenschutz beschrieben und schriftlich bestätigt wurden, und so eine Verfahren vor Gericht z.B. gegen Zahlung einer Geldbuße eingestellt hätte werden können. Dies sieht das Strafverfahren bei Reue/Einsicht ja vor. Auch wenn von mir kein Strafantrag gestellt ist, wird nun weiter durch Herrn O, dem Kripo-Beamten der PI Ingolstadt, ermittelt. Einen Eintrag auf dem Bewertungsportal bei Google, dass andere Besucher des Klinikums Ingolstadt gewarnt sind, dass dort jederzeit Personen, die sie hassen und ihnen schaden wollen, auf ihre gesamten Daten zugreifen können, habe ich nach ca. 500 Zugriffen und etlichen Likes gelöscht, da ich die Welt auch nicht damit verbessern kann, auch wenn andere Geschwister das gut und richtig fänden, da dies ja niemand wollen kann. Die offizielle Politik innerhalb der Sekte Pfarrgasse ist: Alles entspränge meinem Hass auf die Versammlung Gottes, alles erstunken und gelogen und böse Diffamierungen, wie mir ein Besucher, den ich von früher her kenne, der Pfarrgasse aktuell am Telefon zugetragen hat. Von Buße also ist wenig zu sehen.

Schlusswort

Der ganze Dank für unsere Rettung aus dieser fundamentalen Sekte geht an den Herrn Jesus und ich schließe mich dem Dank des Zacharias an:  Lukas 1.68f „Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels, dass er besucht und Erlösung geschafft hat seinem Volk […],Rettung von unseren Feinden und von der Hand aller, die uns hassen; [..] 74 dass wir, gerettet aus der Hand unserer Feinde, ohne Furcht ihm dienen sollen“.

Ich bedanke mich auch ausdrücklich auch bei den Geschwistern, die die schwere Zeit über für unsere Freiheit gebetet (z.B. VK etc.) und uns in Liebe ertragen haben (AM etc.), auch wenn ich selbst lange alles Falsche dort für richtig erklärt und so viel Schaden angerichtet habe. Ich schäme mich auch vor Gott, dass ich andere Geschwister in die Gruppe hineingebracht habe (RP), es war damals noch mit viel Unwissenheit, ich habe mich jedoch entschuldigt und meine eigene Sektiererei als Schuld vor Gott bekannt. Verlogen ist die Welt (Anm.: auch die religiöse), betrogen, wer sie wählt, darum wähle Jesus, der das Leben ist, auf dass du ewig selig wirst!

17.09.2020 (Updates möglich, falls etwas Falsches zu korrigieren ist, unter www.bibelgriechisch.online)
Euer Bruder in Christus PMS


ANHANG 1: Originaldokument zum Einspruch gegen die Zulassung von W. in I.

 

(Vorbemerkung: ein Teil der AV in I hat gegen Widerstand anderer Geschwister, unter anderem mir, W zum Brotbrechen zugelassen, das folgende Einspruchsschreiben blieb erfolglos, es wurde hingegen mehrfach Brüderbesuch von MB angedroht. W. ist inzwischen AV Mitglied in I. Lediglich die Namen wurden abgekürzt, das Schreiben ging genau so an alle Brüder):

 - die Brüder müssten vor dem Vorschlag von W. gewusst haben, dass zumindest ich keine Zustimmung geben würde, hatte ich doch vor Kurzem, das, was ich nun tippen muss, bereits mündlich erläutert. Denn seit den Besprechungen zum Thema damals bei der ersten Meldung, hat sich nichts geändert. Im Gegenteil, es kamen neue Gründe hinzu und die bestehenden wurden nicht abgebaut. Daher haben sich die Hinderungsgründe von damals, als es zu keiner Zulassung kam, bis heute nicht geändert. Daher darf es niemand verwundern, dass zum. ich das nie anders gesehen haben.

- Die damaligen Gespräche mit ihm verliefen alle so, dass ich den Eindruck habe, dass er sich nicht für die Dinge des Herrn interessiert, ggf. den Herrn Jesus nicht kennt. Termine zu Gesprächen Zulassung mit mir hat er mit dubiosen Argumenten abgewiesen (ich sagte, ich käme auch eine einem andern Tag, da er zuvor alle als ungünstig abgelehnt hatte. Zuletzt: er müsste auch an dem Tag kochen – ich: dann am Vormitttag: Er: er müsse von früh bis abends kochen - da das ganz offenbar dubios ist, wollte ich von mir aus keine weiteren Gespräche – eine Schwester war damals in der Pfarrgasse daneben und meinte zu mir: „Lass ihn halt dann in Ruhe, wenn er gar nicht will“.

- Deutschkurse, die ich freiwillig angeboten habe, fanden einmal statt, dann hat er überhaupt kein Interesse mehr dran gehabt. Bibel noch weniger. Wenn es bei den Fahrten auf den Herrn Jesus kam, tippte er fleißig in sein Handy. Interesse am Herrn Jesus? Damals nicht, heute für mich auch nicht erkennbar. Die Motivation ist m.E. dann anders.

- Es ist vielleicht bekannt, dass ich keine Freimütigkeit mehr hatte, ihn zu fahren, habe ich  auch nie mehr gemacht. Der Grund war u.a. die Aufforderung, ich solle ihn sozusagen mit einer Frau verkuppeln, die er dann heiraten will, und dafür mit ihm nach München fahren, da seine Kumpels im Heim das auch so machen (er nannte wohl Discotheken) und dann bleiben dürften. Dafür habe ich keine Zeugen, war ein 4-Augen-Gespräch in der Tiefgarage. Die Sache ist bei Asylanten ja bekannt, die Gerichte sind aber alarmiert (Scheinehe).

- Ich stand in Kontakt mit seinem Arbeitgeber. Die nette Dame hat mit mir immer mal telefoniert, wie es so läuft, und mir irgendwann in etwa so mitgeteilt: "Er hat vor Urlaubsantritt im völlig gesunden Zustand mitgeteilt, dass er nach dem Urlaub eine Krankmeldung bringt und dann erst mal nicht mehr arbeitet“. Die Arbeitgeberin teilte mir mit, dass das ein Kündigungsgrund ist und so wurde er fristlos entlassen. Ich habe der Sache ihr gegenüber zugestimmt (hätte auch nichts gebracht, wenn ich dagegen gewesen wäre). Ein weiterer Bruder, der damit zu tun hatte, kann dies sicher verifizieren. Die Schrift sagt: Den Obrigkeiten gehorchen, d.h. auch, den Arbeitgeber nicht betrügen. Den aktuellen neuen Kündigungsgrund, von dem ich nichts Genaues weiß, kenne ich nicht.  

- Er hat mich an einem Samstagmittag angerufen und wollte die Nummer von einem Bruder der Zusammenkünfte, da er ein Attest will, damit er nicht abgeschoben wird. Ich habe die Nummer nicht hergegeben, seither ist er auf mich schlecht zu sprechen gewesen. Die Episode ist ja anderen auch bekannt. Eine Schwester (P) ist dabei in meinem Büro zugegen gewesen sein und als ich bemerkte, dass die Sache faul ist, habe ich auf laut gestellt.

- Bei der ersten gescheiterten Zulassung, als die Brüderstunde anders besetzt war, fragte ich ihn im Auto beim Nachhauseweg, ob er den Wunsch zur Teilnahme von sich aus habe, oder ob ein Bruder ihn zur Anmeldung ermuntert hätte (ich gebrauchte das Wort „encouraged“). Er hat im Auto, nachdem ich mich versichert hatte, dass er die Frage richtig verstand, sehr verlegen nur gelacht und herumgedruckst, aber nicht geantwortet (dum tacet clamat – „indem man schweigt, schreit man“). Ich kann es nur als klaren Hinweis verstehen, dass er nicht aus eigenem Interesse sondern von Dritten zu der Idee gebracht wurde. Das müsste man die betreffenden Brüder fragen.

- Ich hatte ja die Unterlagen zum Asylverfahren gelesen (mit seinem Einverständnis): Stress im Homo Milieu ist ja kein Asylgrund, auch wenn er abgeschoben wird, und ihm „Blutrache“ drohen würde, ist das kein Asylgrund (so etwas gibt es auch im kriminellen Milieu in der BRD). Vom Milieu in Ingolstadt ist mir ein Fall bekannt geworden, dass man in solchen Fällen eben untertaucht und die Gegend verlässt. Sich durch Flucht den Nigerianischen Strafverfolgungsbehörden zu entziehen, ist ebenfalls nicht biblisch. Genaueres, was W. damit zu tun hat, konnte ich nicht herausfinden. Sollte er Straftaten begangen haben, ist sich der Justiz zu stellen. Die ganze Sache ist für mich zu widersprüchlich und dubios, als dass ich viel sagen kann. In Nigeria gibt es keinerlei Christenverfolgung. Im Norden ist eine Terrorgruppe, aber in den Städten ist, sofern er nicht in das gleiche Milieu kommen sollte, ein Leben sicher, aber nicht so komfortabel, wie in der BRD.

- Die Klage gegen die BRD wird m.E. zu 99 % als unbegründet abgewiesen. Es besteht, so auch der Betreuer von W. im Asylamt, den ich kenne, überhaupt kein Grund für Asyl bei ihm als Nigerianer, somit handelt es sich um Asyl-Missbrauch, ebenfalls ist eine Klage "unehrenhaft" (so die Literatur zum Asylrecht), wenn man aufgefordert wird, da der Antrag „ganz offensichtlich unbegründet ist“ (also ganz klar kein Asylgrund vorliegt). So kann man sich eine Duldung zwar rein formal dem Staat gegenüber erzwingen (anstatt Folge zu leisten) und noch einige Zeit die Vorzüge hier genießen, aber am Ende steht doch das Einreiseverbot im ganzen Schengenraum (vergleichbar mit einem Hausverbot, wenn ein Gast trotz Aufforderung nicht gehen will). Es gibt verschiedene Klassifizierungen der Ablehnungsbescheide, der von W. ist ganz offenkundig ablehnend, also eindeutig, was sicher richtig und zutreffend ist. Sein Sachbearbeiter sagte: Chance gleich 0. Dies gilt m.E. auch für die Klage.

- Nachdem er sich bis auf den heutigen Tag weigert, das Land zu verlassen (er hätte sogar einen goldenen Händedruck bekommen, m.E. 1500 Euro, wenn er freiwillig gegangen wäre, Heimflug wäre auch bezahlt worden, in der Literatur heißt dies „ehrenhaft“), ist nach Abweisung der derzeitigen Klage, was nicht anders sein kann, nur sind die Gerichte von der Flut der Klagen von abgelehnten Scheinasylanten überlastet (hätte er im Netz ausdrucken und gratis an das VG hinschicken können, wäre billiger als mit einem unseriösen Anwalt (seriöse lehnen das ab), ich meine W. musste einen solchen bis in München suchen (bin aber unsicher) denn die machen das nur mit Vorkasse, das solche Anwälte ja wissen, dass die Klage verloren geht), sofort durchzuführen, sodass, so auch ein Jurist, der mit uns geht, das Risiko besteht, dass dies auch per Zugriff der Polizei in der Pfarrgasse erfolgen kann, falls der Einsatzbefehl kommt, da es den Einsatzkräften egal ist, wo der Abzuschiebende sich

gerade befindet (fände ich, falls Besucher etc. in der Pfarrgasse wäre, von Zeugnischarakter her schlimm). Im Telefonat meinte der Bruder: Ist eure Risiko. Ich war damals für Hausverbot, wie auch Brüder anderswo verfahren, denn W. ist ja nicht der einzige „Asylant“, der in Zusammenkünfte geht.

- Bei einem Gespräch vor Kurzem mit einem jüngeren Bruder, bei dem W. dabei stand, fragte ich ihn, ob er etwas von dem geredeten Deutsch verstünde (Thema war einfach und nicht mal biblische Begriffe, der der Bruder kognitiv nicht uneingeschränkt ist) oder ich übersetzen soll, da er daneben stand. Die Antwort "I don`t understand", ein Verständnis der Dinge, die Mindestmaß zum Brotrechen sind, ist überhaupt nicht erkennbar und auch gar nicht von Interesse seinerseits. Auch keine Bereitschaft (eigene Erfahrung), die dt. Sprache erlernen zu WOLLEN. Somit wissen wir nicht, was er denkt und meint und glaubt und er auch nicht, was überhaupt die Pfarrgasse lehrt (er müsste ja, wenn es ernst ist, auch prüfen, ob er nicht in einer Sekte ist – scheint aber nicht von Interesse zu sein). Einige bisherige Lehrmäßigen Äußerungen waren falsch (wie er was genau sieht, ist mir völlig unklar). Nach einer Zulassung wäre es nicht ausgeschlossen, dass weiterhin falsches Gedankengut in die Zusammenkünfte hineinkommen. Außerdem könnte sich W. nicht beteiligen, da die Schrift vorsieht, dass übersetzt werden muss, wenn niemand ihn versteht. Das allein ist ein Problem, da er nur schlecht Englisch spricht (Pidgin Englisch). Aber das tut nichts zur Sache.

- Er hat sich im Klinikum mit einer angeblichen schweren Krankheit gemeldet, Nervenschäden oder etwas in der Art wie MS, auch in der Pfarrgasse versuchte er (nach der Aberkennung des Asylstatus und vor der Einreichung der Klage) ein schmerzverzerrtes Gesicht hinzugekommen. Als Sanitäter und Pfleger habe ich das zweifelsfrei als Pantomime bzw. Simulation erkennen können (Grund: wenn man nicht hinschaute, war das Gesicht nicht von Schmerzen geprägt), nach der Klage gegen unseren Staat und dem Duldungsrecht, war die schwere Krankheit weg, zumindest wurde er noch während der angeblichen Akutphase in großer Geschwindigkeit mit der Radl in der Stadt gesehen worden (Mitteilung einer Schwester der Pfarrgasse, der ich Glauben schenke). Ganz offensichtlich also unwahr. Auch das Klinikum hat ihn wieder entlassen. Aus Klinikkreisen und auch so ist bekannt, dass das Erschleichen und Vortäuschen von Krankheiten eine beliebte Art und Weise ist, um Bleiberecht zu erhalten. Die angeblich schwere Krankheit (MS-ähnlich, wie ja mitgeteilt wurde) konnte auskuriert werden, echte MS endet, wie ich weiß, leider ganz anders (kenne einen Fall von schwerem Leiden und Sterben an Erstickung).  

Vor einigen Wochen wollte ich ihn fragen, ob er nicht zu Mittag bleiben will. Zuvor noch gut gelaunt, verzerrte er plötzlich schmerzhaft das Gesicht und rieb sich den Bauch, den Anschein erweckend, er müsse schmerzbedingt gehen, was er auch tat. Für mich war es unglaubwürdig, da zuvor alles ok zu sein schien und Schmerzen kaum synchron zur Frage aufkommen (m.E. eine Simulation, ggf. einen Termin).

- An einem Samstag wollte ich ihn anrufen: Er sagte (ich übersetze): ist gerade schlecht, er ist auf einem „Meeting“. Im Hintergrund waren Partygeräusche, Musik und offenbar eine feucht-fröhliche Stimmung. Ich konnte eine offenbar angetrunkene Männergruppe im Hintergrund unschwer hören. Er beendete das Gespräch. Da das samstags war, schließe ich nicht aus, dass er sonntags daher in der Pfarrgasse den fehlenden Schlaf nachholt, falls die Partys (oder war es ein Club oder Disko oder ein Umtrunk im Heim?), wie anzunehmen, nicht nur einmal stattfinden. Ungewöhnlich, wenn man am nächsten Tag das Brot brechen will.

- Er hat offenbar kein Interesse an den Dingen der Zusammenkunft, da er gewohnheitsmäßig hinter der Brille schläft oder auch ohne diese, hält bis dato an. Die letzen Wochen eigentlich regelmäßig. Vermutung hatte ich bereits genannt (übermüdet). 

- Obwohl er nach eigenen Angaben nichts verstehe, hat er es mir gegenüber abgelehnt, eine Übersetzung der Inhalte der Zusammenkünfte zu bekommen. Somit ist es ihm egal, worum es geht. Auch während Übersetzungen ist er sicher nicht aufgrund enormen Interesses mind. zwei Mal eingeschlafen, die Übersetzer haben ihn dann jeweils schlafen lassen.

- P lässt folgenden Punkt ergänzen: Es wäre von Interesse, ob wenn W. die Zuschüsse zurückzahlen müsste, ob er dann noch einmal in die Pfarrgasse käme. Das unter der Prämisse, dass die Aussagen dazu stimmen (W. meinte, er würde Zahlungen etc. erhalten).

Fazit: Ob er ein Kind Gottes ist, kann ich nicht beurteilen, ich habe eher Bedenken nach all den Gesprächen (wie beschrieben, konnte ich gar kein Interesse an der Person des Heilands sehen). Ein Kandidat für den Tisch des Herrn ist W. auf gar keinen Fall, daher habe ich Widerspruch gegen den Vorschlag eingelegt. Daran wird sich auch in der näheren Zukunft nichts ändern. Ich lehne daher neu Debatten für mich ab und stehe auch in der Pfarrgasse dafür nicht bereit, schon gar nicht sonntags. Ich wünsche ihm alles Gute, menschlich ist er mir sympathisch. Leider werden wir W. (bin mir recht sicher, leider) bald nicht mehr sehen, denn nach seiner Abschiebung, da die Klage ja sicher abgewiesen wird, bekommt er ein lebenslanges Einreiseverbot in die BRD (ich meine sogar im ganzen Schengen Raum) und muss nun das Land „unehrenhaft“ verlassen. Hätte er auf die Klage verzichtet und wäre er freiwillig gegangen, da er kein Asylrecht hat, wäre ein Wiedersehen möglich gewesen. Das ist das für mich Tragische.  Alles nach bestem Wissen und Gewissen geschrieben, falls ich mich in einem Punkt täusche, ist dies nicht beabsichtigt. Von Weiterem Hin- und Her zumindest zu der Thematik bitte absehen (insb. zu den Zusammenkünften), da ich vom Widerspruch nicht absehen kann und werde, zumal das alles schon alles durchgekaut wurde. Möglicherweise habe ich noch Dinge vergessen, da ich das nur, weil ja eine Frist von nur einer Woche (das bei einem kritischen Fall) sehr knapp ist, zumal ich auch keinerlei Wissen hatte, dass dieser Vorschlag urplötzlich kommen würde am Sonntag, ad hoc zusammentippe, was ich ja vor kurzem ja bereits in 20 Minuten so in etwa mitgeteilt hatte. Der Kandidat lebt also u.a. im Widerspruch zu Röm 13 und den Stellen in 1Pet., wo es heißt, dass man der Obrigkeit deren Einrichtungen gehorchen muss: Dazu gehört auch sein Verhalten dem Arbeitgeber gegenüber. Die einzelnen anderen Punkte könnte man gerne auch unter Bibelstellen subsumieren.

Euer P

Offene Fragen an den/die Vorschlagenden (BS). 

- Warum wurden nicht alle Geschwister überhaupt informiert und einige vor den Kopf gestoßen oder wie ich völlig irritiert, sodass Geschwister erst am Tag des Vorschlags von seiner Meldung erfuhren? Damit war es ausgeschlossen, W., der bereits einmal abgelehnt war, wieder zu fragen, ob sich etwas geändert hat etc.  Warum ein kurze Frist von nur 1 Woche Einspruch – das nachdem bereits die damalige Brüderstunde unter noch besseren Bedingungen keinen Grund für eine Aufnahme sah. Eine knappe Frist ist m.E. nur bei eindeutigen Fällen angemessen. Plötzlich steht ein Bruder auf, nennt einen bereits abgelehnten Besucher zum Brotbrechen, bei dem ja bereits die bis heute unveränderten (sogar noch erneute) Hinderungsgründe in der Brüderstunde damals festgestellt wurden? Einige fanden das sehr irritierend. 

- Mir ist von einem Bruder gesagt worden, W. würde von Brüdern finanziell unterstützt, möglicherweise auch die Klage gegen die BRD. Das gilt es zu klären. Ist Geld eine Motivation für sein Kommen, das können die Brüder ja klarstellen.  Das würde ich gerne recht eindeutig beantwortet haben. W hat es auch so gesagt. Das, da es in Verbindung mit dem Brotbrechen ist, ja öffentlichen Charakter hat und keine Privatsache mehr. Auch von mir wollte er bestimmte Zuwendungen, aber die hatte ich abgelehnt, als er gefragt hat.


ANHANG 1b: Persönliche Mitschrift beim Gespräch zum Einspruch gegen die Zulassung von W in I (Namen abgekürzt). Zunächst intern, nun öffentlich.

insgesamt fand ich die Atmosphäre hektisch, angespannt, unruhig (auch von meiner Seite).

Es wurden falsche Behauptungen (MB) aufgestellt, z.B. dass die Klage (wurde als Beschwerde  verkauft, was falsch ist und dass die NICHT gegen die BRD ist). Bitte mal nachlesen: https://www.caritas-nah-am-naechsten.de/cms-media/media-1349520.pdf

Es wurde sich nicht gedemütigt über gleiche falsche Aussage (MB) am Fon: „W hat die Klage gewonnen“ – Amt: Klage läuft. Das ist sehr irritierend, wenn auf der Grundlage falscher Behauptungen eine Zulassung angestrebt wird.

Die Bedenken von L und D, P und mir wurden immer vom Tisch gewischt: „Ist alles Vergangenheit“ (egal was man sagte, ich hatte gar nicht die Absichten in der Zukunft angesprochen), hätte überalles Buße getan, egal was man sagte: Heiratsschwindel, illegale Einreise. Ob das W. wohl selbst weiß?

Ich kam unter Druck, da ja die Mehrheit pro W. ist, und muss nun alleine mit W meine Bedenken ausräumen, kurzfristig. Ich empfand es als starke psychologische und verbale Druckausübung, da man eine schnelle Zulassung anstrebt. Man wollte eine Frist setzen, womit ich nicht einverstanden war, bis wann ich meine Zustimmung zu geben hätte.

Ls Gründe wurden als nicht schriftgemäß angesehen, das sehe ich anders. Ein abgelehnter Asylant, der gegen unseren Staat klagt, so auch andere Brüder (B aus M) kann nicht zum Brotbrechen zugelassen werden.

Kamen Suggestivfrage: Nur weil er nicht gescheit Deutsch kann, wo steht das, dass das ein Hinderungsgrund ist? Mir kam es so vor, dass mit Einschüchterung eine Zustimmung erpresst werden sollte.

Ich habe keine Ahnung, was W. glaubt und denkt und ein Zulassungsgespräch auf Englisch, wo W. kein gutes Englisch spricht und ich dazukommen sollte, weil ich es noch besser als die Befürworter verstehe (MB), ist so völlig falsch (angeblich machen es andere auch so).

Dass L nicht informiert wurde sei völlig richtig, auch wir (obwohl ich Hinderungsgründe vorab genannt hatte).

AR hat sich nach der Stunde mir gegenüber (als L schon weg war) massiv über L aufgeregt, dass er zitterte: Er hätte viel zu lange geredet und wäre nicht auf den Punkt gekommen. Das allein zeigt schon, dass nun Unfrieden ist. War nur ich dabei.

Zig mal wurde immer das Gleiche gesagt: Alles schon Vergangenheit, W. hätte über alles Buße getan, ich bezweifle, dass W. das weiß, hat man die Hinderungsgründe (Heiratsschwindel, Atteste etc.) mit ihm besprochen.

Ich habe ja Bedenken, dass W. wiedergeboren wurde. Das war das, was mich irritierte: Keiner, auch auf Nachfrage, konnte von einer Bekehrung von W reden. Jetzt soll ich das im Alleingang nachermitteln. Das sind doch zentrale Bedingungen. Man meinte: Könnte auch ein Prozess gewesen sein. So etwas finde ich in der Schrift nicht („einst war ich tot, jetzt lebe ich“). Auch zu mir hat W. nie von einer Bekehrung geredet. Man hat die einfach stillschweigend vorausgesetzt, konnte aber nichts davon berichtet.

Man hat L zwar ausreden lassen, aber dann kamen die jungen Brüder: Was ist nun dein biblischer Grund W. nicht zuzulassen, wir müssen ihn zulassen, da kein Grund da ist.

AR sagte: Die Brüder hätten das vor Gott so als richtig erkannt, und man müsse ihnen vertrauen.

Dann wurde gesagt, dass W. sich noch nie gemeldet hätte, da ich das widerlegt habe (kamen Emails) wurde das nicht mehr behauptet (war doch jedem klar).

Schon auf der Konferenz in Nbg. wurde R zum Einzelgespräch gebeten. R. meinte: CH und BS hätten ihm gesagt, Zulassungen sind Sache der Brüderstunde und es gibt keine schriftgemäßen Hinderungsgrund.

MB meinte: W. wäre sehr durch die Besuche der Zusammenkünfte gewachsen. Wie das denn – verstehen tut er nichts? Warum dann ein Zulassungsgespräch auf Englisch und warum will er keine Übersetzung und auch kein Deutsch lernen?

Ich hatte den  starken Eindruck, dass die Argumente von L, gar nicht ernst genommen wurden (wir verstehen ihn nicht, er uns auch nicht, Mindestmaß wäre nötig).

MB sagt: Asylstatus hat nichts mit Zulassung zu tun: L und ich sehen das ganz anders (zudem kamen nun auch wieder falsche Infos (MB – siehe oben).

Könnte noch mehr schreiben, ich bin irritierter als vor dem Gespräch. Ich habe überhaupt keinen persönlichen Frieden mehr, bin überfordert und nun unter noch mehr Druck als vorher.

Er klagt auf Asylgrund wegen Verfolgung Homosexueller, und er würde umgebracht, wenn er ins Land käme. Das ist in Nigeria von Staat wegen nicht der Fall. Stress im Milieu etwas anderes.

MB hat es gut und richtig gefunden, dass niemand informiert wurde (nicht einmal seine eigene Frau R) vorab und dass die Frist (nur 1 Woche) so ok ist (hatte nicht mal seiner Frau etwas gesagt). Ich fand das sehr schade.

BS: Das Gros der Versammlung ist für eine Zustimmung, dem müsse man sich ja anschließen.

Die Dinge am Fon: Egal ob jeder Frieden hat, egal ob man informiert ist (MB) wurden nicht (auch nachdem ich das angeschnitten hatte) eingesehen.

Auch die gegenseitigen Blicke waren (das spielt nicht die erste Rolle) nicht freundlich, sondern wie man einen Gegner anschaut.

P hat gesagt, man wird psychologisch unter Druck gesetzt und das war auch gestern so. Bedenklich: Hauptakteure waren alle jüngere Brüder unter der Leitung von MB.

 

Persönlich denke ich nun, dass man (MB wollte das nicht, also das externe eingeschaltet werden) jemand ganz neutral fragt, ob ein mit „offensichtlich unbegründeten Gründen abgelehnter Asylant“ (sehe ich auch so) das Brot brechen kann oder nicht. Ein Bruder aus Mühlheim (UB): Nein.

Die Atmosphäre am So. war sehr bedrückend. Die Sache hat die Pfarrgasse auseinandergebracht, ich bin mehr denn je von den Ideen der jungen Besetzung der „Brüderstunde“ irritiert. L als ältester Bruder und seine Argumente fanden auch gestern kein Gehör, nachher wurde sogar wieder gegen ihn als Ältesten mit Zittern vor Erregung geschimpft (AR). Frieden?

Meine Hauptfrage ist (auch wenn ich neben P der Einzige bin): Ist W. wiedergeboren – es war erschreckend, dass genau das, auf was es ankommt (Bekehrung), nicht von einem gesagt werden konnte. Ist das nicht das Wichtigste? Jahr, nicht mal ob in der Jugend oder sonst wann? Dann ein Leben als Homo und die Tricksereien hier, alles als bekennender Christ. Mir macht das mehr Sinn, wenn man schon von keiner Bekehrung reden kann, dass das alles nur äußerer Schein ist und wie was für Gelder fließen wurde nicht gesagt (nur: es kommt nicht von der allgemeinen Kasse – das wäre ja noch schöner). Nachdem die Bekehrung immer vorausgesetzt wurde und ich auch nie etwas gehört habe, schließe ich finanzielle Gründe nicht aus (MB sagt, die Klage würde von den Brüdern finanziert – also könnte W. nicht bleiben, wenn er den Kontakt zur Pfarrgasse aufgibt, da er das Geld selber nicht hat).

Ich kann mich gegen den Druck der Mehrheit nicht mehr alleine wehren, aber auch nicht, dass ich so eine faule Sache mittrage (ich war am Ende isoliert und es ist nun an mir, mit W. das aus der Welt zu schaffen – ich bin damit vollkommen überfordert), zudem mich die Sache (das unter uns auch körperlich schon angegriffen hat, aber das ist ja mein eigenes Problem).

Ich kann einer Zulassung auf den Grundlagen nicht zustimmen, da ich aber den Druck der Mehrheit nicht gewachsen bin, denke ich an Rückzug von der Pfarrgasse (die Telefonate zuvor mit MB waren schon sehr belastend und leider auch inhaltlich kamen falsche Dinge). P kann sich selber äußern (Tenor ist aber gestern ähnlich gewesen).

 Euer P

 

Anhang 2: Brief eines AV-Betroffenen T an M (liegt im Original vor, außer den Namen wurde nichts geändert. Erlaubnis zum Abdruck liegt vor)

 Die AV ist für meine Begriffe es nicht wert das man ihr Beachtung schenkt. Dass X auf der Abschussliste stand war mir schon am Anfang von unseren ersten Kontakten klar.

1.      Auf der Homepage Literatur von WB

2.      Zulassungspraxis zum Tisch des Herrn in der Örtlichkeit geändert

Es gibt wenn ich auf Brüderbewegung.de die Homepages durchsehe sicher noch ein paar Wackelkandidaten. Dass dort sehr viel mit Geld geschieht kann ich bestätigen, es fließen Unsummen. So weiß ich z.B. das HW vor ca. 40 Jahren für eine Evangelisation von einer Woche in Gladenbach 25.000 DM bekommen hat. Ein Vermögender aus dem Siegerland hat HW einen Mercedes gekauft. Viele Fabrikanten im Siegerland / Lahn Dill-Kreis haben Brüder und Schwestern beschäftigt. Auch hier gilt der Grundsatz...des Brot ich ess, des Lied ich sing. Aktuell ist MS in Neunkirchen Siegerland und kein Wunder...vor Weihnachten nicht schlecht. Auf den Konferenzen Hückeswagen/Dillenburg gibt es für Brüder die noch keine Rente beziehen Geld. Das ist allerdings jetzt schon 30 Jahre her! Nur Bares ist Wahres und besser als die Einsicht des Finanzamtes. Als Walter B und EK den VX damals im Werk des Herrn sehen wollten, (Er hat viele Beerdigungen gemacht) kam die Aussage von Walter B „VX einen besseren Arbeitgeber wie den Herrn gibt es nicht“... Als VX  Bedenken äußerte, dass ein paar Brüder der örtlichen AV dagegen seien kam die Antwort von Walter B ...“VX das lass Mal unsere Sorge sein“. Eigentümlicher Weise kam kein Einspruch mehr... Sonst Abschussfreigabe Einzelner oder ganze Örtlichkeit? Das CB und AR die Haupt- Führer dieses Volkes sind und einen sehr großen Einfluss geltend machen ist klar, es wird halt nicht öffentlich gesagt. Man muss das einfach wissen. Sie selbst würden das ja sicherlich nicht behaupten. Als Insider unterscheidet man ob jemand Führer ist oder Haupt-Führer. Haupt – Führer haben in der Regel Kenntnis in alten Sprachen. Deswegen ist K.H.W.  Führer um dein Schreiben aufzugreifen, wo Du dich fragst wo der steht. Ob MS alte Sprachen beherrscht weiß ich nicht... kenne ihn nicht. Wenn nicht, denke ich, wird er auf Dauer Probleme bekommen. Mit dem Begriff „Gemeinde“ ebenso.

Dass es Hierarchien gibt zeigt auch Dein Hinweis auf den sogenannten Wegweiser. Besitze noch solch einen und wenn man die erste Seite aufschlägt stellt man fest, dass nach den Abk. Br, Wv, Gb und Wb dick und fett steht „Nicht in unbefugte Hände geben“. D.h. die Schwester und der Bruder die ganz normal am Tisch des Herrn sitzen sind Unbefugte.  Zu diesem Heft bekennt sich weder ein Herausgeber noch eine Druckerei und ist somit eine illegale Lektüre. Das ist der wahre Grund warum es nicht in andere Hände soll.

Zur Zeit des Eisernen Vorhangs gab es noch ein Buch wo viele Scheinbrüder des KGB abgelichtet und ihr beruflicher Werdegang beschrieben waren. In der damaligen DDR wurde einmal mein Vater von einem Russen nach Moskau eingeladen zur Konferenz. Das Nachschlagen ergab, dass es sich um einen KGB-Geheimdienstler handelte. Das war auch nichts für Unbefugte.

In fast jeder Versammlung sitzen Personen die Informationen weitergeben. Zu meiner Zeit ging das alles über das Medium FAX. So war es keine Seltenheit, dass dieses Kommunikationsmittel benutzt wurde und nicht selten Sonntags-Nachts (manchmal zuwenig Papier) Din 4 Seiten rauskamen, wo das Neuste verbreitet wurde und man somit Montagsmorgens wusste, was gestern in Hamburg, München oder sonst wo gelaufen war. Wer sich wie geäußert hat. Das machen natürlich nicht die Hauptführer und auch nicht die Führer, sondern sie bedienen sich anderer Personen die das für sie ausführen.

A.R. hat z.B. S.M.. CB hat MS? A.B. hat ? und so weiter. Wäre es nicht so würde das Prinzip Versammlung außer Gemeinschaft setzen gar nicht od. nur schlecht möglich

Was den Ausschluss von W.B. angeht, kann ich nur sagen, dass ich in der Heiligen Schrift nirgendwo gelesen habe, dass man einen Ausschluss zurück nehmen oder revidieren kann. Die Versammlung lässt zu und die Versammlung schließt aus. Die Versammlung bindet und löst. Die Versammlung Gottes ist kein wirtschaftliches Unternehmen wo man Fehlentscheidungen korrigieren kann! W.B. hatte einen Verlag gegründet, und das war der Dorn im Auge. War das der eigentliche Grund? Die Versammlung hat CSV im Norden und Ernst Paulus im Süden – fertig - sonst muss man ja noch mehr teilen.

In den Achtzigern wurde die Versammlung Neunkirchen Struthütten (FX stammt von dort) außer Gemeinschaft gesetzt. Dem damals überörtlichen bekannten O.H. wurde Herrschsucht und Hochmut nachgesagt. O.H. schrieb Abhandlungen in E+E. Musste er weichen für CB, weil der dort schreiben wollte? Obwohl O.H. nicht ausgeschlossen wurde, hat CB geäußert – er betrachte ihn wie einen der ausgeschlossen ist. Wo steht im Wort Gottes eigentlich, dass man jemand so betrachten kann?

Die Mitte der Neunziger musste die Versammlung Friedewald außer Gemeinschaft gesetzt werden. K.H. wurde Unerreichbarkeit in seinem Hochmut und Herrschsucht nachgesagt. Und W.O. war kein Gramm besser, der noch nicht eine Woche später nach der Eskalation in Friedewald behauptete ohne mit K.H. gesprochen zu haben - In Deutschland kann ein einzelner Bruder den anderen ausschließen. Oder war es die Handlung K.H.‘s, der WB überführt hatte mal gewisse Dinge niederzuschreiben?

Ich kann nur noch Rachehandlungen in all diesem erkennen, wo unbeteiligte Kinder Gottes mit hineingezogen wurden und zwischen zwei Übeln wählen mussten. Neid und Streit, ungöttliche Verhaltensweisen, dass ist IHRE Hochburg und ihr wirklicher Charakter.

Will mich nicht mehr weiter darin verlieren, dieser ungerechte straff durchorganisierte Laden in Führungsebene hat mich genug Nerven gekostet.

 Somit sind für mich alle Versammlungen und Gemeinden, ob geschlossen, blockfrei, frei Brüder etc. allesamt durchseucht von Hierarchie-Strukturen, weil sie alle auf den gleichen Gründer zurückgehen und nach demselben Schema wieder aufgebaut sind. Man sieht das sehr deutlich in ihren Veranstaltungs - Programmen. Das Zusammenkommen in seiner ursprünglichen Art / Brotbrechen-Gebetsstunde-Wortverkündigung / reichen schon lange nicht mehr aus. Überall rückt sich der Mensch in den Vordergrund, leider auch in Versammlungen oder Gemeinden. Sie schreiben sich alle Mt 18,20 auf die Fahne, aber es ist es nicht. Und deswegen bin ich der Überzeugung, dass es in diesem Land, obwohl es sehr christlich ist, der Tisch des Herrn nicht mehr vorhanden ist. Denke oft an Daniel in Gefangenschaft-Wo war der Altar? Was da ist, sind Tische errichtet von Menschen die sich auf Mt 18,20 berufen und der gibt es mittlerweile eine ganze Menge.

Um mit dem Liederdichter zu schließen

Ganz zertrennt die Heil'gen stehen,

Herr Jesus, komm!

Einheit ist nicht mehr zu sehen.

Herr Jesus, komm!

Satans List hat sie zerstöret,

Sünd und Welt manch Herz betöret,

ach, wie sehr wirst Du entehret!

Herr Jesus, komm!

Anhang 3: Anschreiben von MS an mind. drei Mitglieder der Mailingliste Bibelgriechisch

Zum Hintergrund: Nach meiner Abmeldung von der AV, und so wird es allgemein gehandhabt, daher nehme ich dies im Anhang exemplarisch mit auf, wird man diffamiert und möglichst viel Böses versucht, über den Aussteiger zu ermitteln und zu verbreiten (was sonst alles verbreitet wird, will ich nicht mehr wissen). I.d.R. glaubt man das in den Gruppen auch gerne, da die Führung ja recht haben müsse, ohne die Dinge beim Betreffenden zu verifizieren, allein auch daher, damit das Weltbild passt, und wer geht, muss zwangsläufig stigmatisiert werden, denn die einzig richtige Kirche verlässt ja nur der, der falsch liegt, „tertium non datur“ (eine weiter Möglichkeit gibt es nicht). Und das gilt es ex post, nachzuweisen. Zu dem Anlass wurden an mindestens drei Mitglieder der von mir moderierten Mailingliste Bibelgriechisch, das ohne mein Wissen, folgende Anschreiben geschickt (Namen wurden abgekürzt, der Rest ist so und nicht anders am 22.12. 2019 von MS an mindestens T,F und W verschickt worden). Es wurde noch bei anderen der Liste versucht, negative Informationen zu Fehlverhalten zu ver- oder ermitteln. Die Schreiben liegen mir aber nicht vor. Ich hatte MS nach einer unschönen Aktion bereits vor längerem aus der Liste entfernt, ebenfalls MA, nachdem keine Einsicht vorhanden war (Grund war gar nicht die konfessionelle Zugehörigkeit zur AV von MA und MS, da ich damals selbst AVler war, sondern Schreiben der beiden, in denen wissentlich falsch von MA behauptet wurde, ich würde für eigene Veröffentlichungen vorgeben, für den CSV tätig zu sein; nicht ernst gemeinte Anfragen das andere Mal, um sich zu verstricken und blamiert werden zu können (wurde auch so dem Tenor nach am Ende geschrieben) von MS, das alles, wie gesagt, noch während meiner Zeit als aktiver AVler). Die Anschreiben veröffentliche ich auf Bitten von H und A, die auf Epheser 5.11 dabei verwiesen haben, zumal es sich um ein Rundschreiben handelt, zunächst war ich zögerlich, ob es der Sektenaufklärung dienlich ist, da es ja eher private und von daher uninteressante Dinge enthält. Jedoch ist dies eben ein Beispiel, wie mit „Renegaten“ (wie man Personen bezeichnet, die die AV verlassen) nicht gerade zimperlich umgesprungen wird. Von daher könnte es, auch wenn darin uninteressante private Dinge vorkommen, vielleicht doch nicht vollkommen uninteressant sein:

„Lieber T, lieber F, lieber W,

 

ich schreibe Euch mal an, weil Ihr mit die letzten seid, von denen ich noch Mails aus der Griechisch/Hebräischliste gefunden habe. Ich habe sehr, sehr lange keine Mails mehr erhalten. MA geht es ähnlich. Jetzt höre ich heute auf Nachfrage von DS, dass die Liste aber noch existiert. Ist das wirklich so? 

 

Müssen wir also davon ausgehen (MA und ich, wohl auch noch andere …), dass wir von der Liste geflogen sind, weil PMS inzwischen einen regelrechten Hass auf solche entwickelt hat, mit denen er gemeindlich einige Jahre verbunden war? Wir haben nämlich nie einen Hinweis erhalten, dass wir nicht mehr zu der Liste gehören. Haben einfach keine Mails mehr erhalten. Wisst Ihr da mehr?


Herzliche Grüße
Euer M“

Darauf erhielt MS zwei Antworten von F und T (von W nicht), die ich aber nicht ungefragt abdrucken will. Sie liegen mir im Original vor und enthalten den Tenor, dass MS nicht sie, sondern mich anschreiben soll, wenn er meinte, ich hätte gegen Hass auf jemanden (was ich gar nicht weiß; das System, da es schriftwidrig ist, hasse ich tatsächlich, aber nie Geschwister darin, auch wenn Personen darin nicht gläubig sind, ist die gar kein Grund für Hass, im Gegenteil!). Da die Anschreiben hinter meinem Rücken erfolgten, ich aber die Zielperson der Attacke bin, wurde ich fairerweise in den Verteiler per CC von F und T in deren Antworten an MS aufgenommen, worauf MS auch Bezug nimmt (vgl. Vorwurf der Erweiterung des Adressatenkreises). Auf die Antwort von F reagierte MS dann am 23.12. 2019 wie folgt in einer Reaktion auf die mir gegenüber wohlwollende Antwort von F (Tippfehler wurden nicht geändert):

„Lieber F,

 

herzlichen Dank für Deine Antwort. 

 

Dien Vorschlag mit der freundlichen Anfrage hat sich dadurch erledigt, dass Du selbst den Adressatenkreis einfach erweitert hast. Ich habe mich gefragt, was wohl „F“ dazu geschrieben hätte, wenn ich das gemacht hätte … :-) Ich habe nichts zu verbergen, daher bleibe ich bei diesem Adressatenkreis. Da es aber schon viele Bemühungen um PMS gab, was Du nicht wissen kannst und ich Dir auch nicht vorwerfe (nicht zu wissen), ergeben solche Bemühungen aktuell keinen Sinn.

 

Dass das gemeindliche Umfeld von PMS und die Liste zwei durchaus zusammenhängende Schuhe sind, kann man übrigens nachweisen. Denn gerade aus diesem Grund hat PMS vor einiger Zeit jemand von der Liste entfernt (bei diesem immerhin mit Ankündigung). Wahrscheinlich hast Du das nicht merken können, weil hier Dinge „hinter dem Vorhang“ passieren, die nur der mitbekommt, der aufmerksam wahrnimmt, wer sich an der Diskussion (nicht mehr) beteiligt.

 

Dass Ihr nicht gemerkt habt, dass ich nichts mehr auf der Liste geschrieben habe, kann ich nachvollziehen. Dazu habe ich mich viel zu selten aktiv beteiligt. Dass Ihr das aber bei MA nicht registriert habt, macht mich betroffen. War das „uneigennützig“? Wertvoll? Und wir registrieren diese Dinge nicht einmal mehr?

 

Mit MA hatte ich übrigens gesprochen. Er hatte sich vergeblich noch einmal an die Liste gewendet. Und ja, das hat auch ein anderer getan. 

 

Dann würde ich Dich gerne „theologisch“ darauf hinweisen, dass es nicht um „mich“ geht, sondern um ein öffentliches, theologisches Dokument, das jeder, der sich auf der Liste eintragen möchte, lesen kann und dass sich gegen viele richtet, nicht gegen „mich“ persönlich. Damit greift Matthäus 18 nicht. 

 

Wenn ihr Euch weiter auf der Liste befindet, macht Ihr Euch letztlich mit diesem Inhalt eins (http://www.bibelgriechisch.online - das Dokument befindet sich ganz unten) - das Dokument steht übrigens auch an anderer Stelle in der Öffentlichkeit. Jeder, der sich auf der Liste anmeldet oder etwas zu den Grundsätzen der Liste sucht, wird damit konfrontiert. Wenn ich jetzt darüber nachdenke, hast Du insofern recht, als es eigentlich widersinnig ist, sich um eine Liste zu bemühen, die von jemand geführt wird, der so etwas Böses tut.

 

Meine Hoffnung ist bei alledem, dass Du Dein Urteil über Selbstlosigkeit und wertvollen Dienst überdenkst. 


Herzliche Grüße
M“

Soviel ich weiß, kam der wenig fruchtbringende Austausch dann zum Erliegen, nachdem nichts Negatives von AV Chef MS gegen mich bei den Angeschriebenen glaubhaft gemacht werden konnte und auch nichts wesentlich Negatives an Informationen bei den Angeschriebenen für die bekannten Zwecke einzuholen war. T meinte, dass er zwar manche anderen theologischen Auffassungen als ich hat, dies aber kein Ausschlussgrund von der Liste sei, solang man sich an die Regeln der Liste hält. Ebenso kam keine Reaktion mehr von MS, nachdem T auch nichts wesentlich Negatives berichtete, womit ich zu diskreditieren wäre. Wie die „Bemühungen“ um mich konkret aussahen, beschreibt das Dokument ja hier in etwa.

Anhang 4: Wie greift man möglichst tief in die Taschen hinein, damit sich das System finanzieren kann?

“ … Der Zehnte bedeutet ein Zehntel. Ein kleines Rechenbeispiel mag uns in ‚Geistlicher Ökonomie‘ etwas schulen. Nehmen wir an, eine Versammlung umfasse fünfzig Personen, davon zwanzig Ehepaare. Staatliche Statistiken besagen, dass der Durchschnittsverdienst eines Arbeiters in New South Wales (Australien) etwas 120 Dollar/Woche beträgt. Einige erhalten sicher weniger, aber die meisten wohl mehr. Wenn wir das als eine Basis nur für die zwanzig nehmen – und höhere Einkommen oder zwei Arbeitsverhältnisse nicht mitzählen, die vielleicht existieren – dann müssten etwa zweihundert Dollar in der wöchentlichen Sammlung sein, wenn der Zehnte auch heute noch die Richtschnur wäre. Natürlich ist das nicht der Fall, aber weil wir unter Gnade viel mehr empfangen haben als die, die unter Gesetz waren, sollten wir in unseren Gaben viel freigebiger sein. Eine normale Sammlung sollte diesen Betrag weit übersteigen.

Doch entsprechen nun die Sammlungen in der Versammlung diesem Bild? Oder leidet das Werk des Herrn dort, wo du gegenwärtig bist, darunter, dass zu wenig Unterstützung gewährt wird? Könnte nicht sehr viel mehr getan werden, wenn die Mittel dafür eingingen? Und bedenke, der Zehnte war nur die einfache Norm. Dazu kamen andere Gaben wie die Opfer, das Erste und das Beste! Vielleicht treten persönliche Gaben in den Vordergrund und das „Werk des Herrn durch die Versammlung“ wird dadurch benachteiligt.
Eines darf aber nicht übersehen werden. Knechte und auch Werke, die außerhalb derer stehen, die sich allein zum Namen des Herrn Jesus versammeln, können wohl von solchen unterstützt werden, die sich nicht nach dem Charakter einer Versammlung Gottes versammeln. Aber das Werk des Herrn und Seine Arbeiter, die mit den Versammlungen in Verbindung stehen, die sich nach dem Wort Gottes versammeln, sollten in erster Linie von denen versorgt werden, die auf der gleichen Grundlage zusammenkommen. Deshalb sollten diese Arbeiter auch allezeit von denen voll Unterstützung empfangen, die mit ihnen in praktischer Gemeinschaft am Platz der Anbetung sind.
Paulus schrieb: „An jedem ersten Wochentage lege ein jeder von euch bei sich zurück und sammle auf, jenachdem er Gedeihen hat“ (1. Kor 16,2). Würde das heute getan, wie es sein sollte, würde nie die Notwendigkeit einer „besonderen“ Sammlung entstehen, noch würde es Nöte geben. Eine Ausdehnung und Befestigung des Werkes des Herrn wäre die Folge. Der Segen des Herrn würde mehr über Sein Volk kommen ( … ), dass wir Verwalter Gottes sind, Verwalter Seines Eigentums, dessen, was Er uns anvertraut hat. Es ist nicht nur für uns selbst gegeben, sondern soll durch uns für andere zum Nutzen sein …“

Aus: Lickley, Walter A.: Maleachi (11) angewendet auf die heutige Zeit – Verwalter Gottes (Kap. 3, 9), Hilfe und Nahrung – Monatsschrift für die Familie des Glaubens Folge 11, 26. Jahrgang (November 1987), S. 344 – 346

Anhang 5: Mutige öffentliche Berichte Betroffener (nur die Namen sind abgekürzt)

MC schreibt am  8. Januar 2020 öffentlich: Aufklärung zu den exklusiven Brüdern/der geschlossenen Brüdergemeinde/der alten Versammlung (AV)
 

Ich habe mich nun intensiver mit dieser Materie auseinandergesetzt, dafür gebetet und habe nun die Freimütigkeit vom Herrn bekommen davor zu warnen. Ich hatte es schon länger vor, aber davor war die Zeit noch nicht da. Jetzt aber ist es die Zeit dieses Thema anzusprechen. Zunächst sollt ihr wissen, dass ich das alles aus Liebe zur Wahrheit mache. Und mir geht es nicht darum einzelne Brüder anzugreifen, sondern das System. Ich habe selbst nichts davon, aber ich weiß, dass es keine Kleinigkeit darstellt und unbedingt aufgeklärt werden muss. Ich habe Verantwortung in diesem Dienst und will nicht, dass irgendjemand am Ende auf mich zeigt und sagt, dass ich nicht gewarnt hätte, obwohl ich wusste, dass es etwas zu warnen gäbe. Mit der Zeit sah ich immer mehr wie schlimm manche Lehren sind, die in Verbindung stehen mit dieser Gruppe. Man bemerkt es zunächst nicht sofort, es sieht alles harmlos aus und gottesfürchtig, aber man bekommt ein Feingefühl dafür und lernt das Gute vom Bösen unterscheiden zu können, die Stimme des guten Hirten unterscheiden zu können von menschlichen Stimmen, menschlichen Systemen. Ich sehe, dass es wichtig ist Aufklärung zu betreiben und Falsches aufzudecken, was viele gefangen nimmt. Wir haben es hier mit Gedankengebäuden, Vernunftschlüssen, der Weisheit dieser Welt und Höhen zu tun, die sich gegen die Erkenntnis Gottes erheben und unsere einzige Waffe ist das Wort Gottes, um diese Festungen zu zerstören. Dazu braucht es Mut in dieser Zeit, aber auch Sanftmut, um nicht zu pauschalisieren und emotional zu werden. Es braucht auch eine differenzierte Sichtweise, um auch das an anzusprechen, was gut in diesen Kreisen läuft. Wenn man Holz spaltet, kann man sich in Gefahr bringen (Pred. 10,9), daher ist es wichtig immer auf dem Boden zu bleiben, die richtige Gesinnung zu haben, den Herrn zu fürchten und im Gebet zu verharren. Das, was ich hier tue, ist nichts Besonderes. Brüder, die sehr lange in dieser Bewegung bzw. Kreisen waren, haben schon vieles zu diesem Thema geschrieben, was ihr finden werdet, wenn ihr recherchiert. Also, wie gesagt, ich mache hier nichts Neues, sondern fasse ein paar Dinge auf meiner Art zusammen. Ihr müsst es nicht lesen, wenn ihr selbst nicht davon betroffen seid und keine Ahnung habt, worum es geht. Jeder hat die Freiheit das zu lesen oder nicht.

 

Ich gehe mal auf paar Aspekte ein:

In der geschlossenen Brüdergemeinde wird behauptet, dass sie den Tisch des Herrn allein hätten und „die Versammlung“ wären und nur in ihrer Mitte wäre der Herr Jesus. Als ich das zum ersten Mal hörte und las, kam es bei mir nicht so richtig an. Aber dieser Gedanke ließ mich nicht los, bis es einmal „Klick“ machte und ich sah, was das überhaupt bedeutet. Stellt euch das vor, dass gesagt wird, dass in anderen christlichen Gemeinschaften der Herr nicht in der Mitte wäre, weil vonseiten der AV behauptet wird, dass die biblischen Kriterien zum Zusammenkommen zum Namen des Herrn nicht erfüllt würden, als nur in ihren Kreisen! Das kann man alles nachlesen auf ihren Seiten. Sie sprechen das oft nicht direkt und offen an, sodass es sofort zu verstehen ist, sondern verdeckt (was typisch ist für falsche Lehren), aber es ist offensichtlich. Was heißt das im Klartext? Man könnte so nicht bei anderen Gemeinden am Brotbrechen teilnehmen, weil dies angeblich nicht vereinbar wäre mit der „Einheit des Leibes“ (gibt es so nicht im Wort, es gibt nur die Einheit des

Geistes und den einen Leib, einen Geist, eine Hoffnung etc.), der Anerkennung der Versammlungen und deren Beschlüsse. Wenn z.B. einer aus der AV bei den freien/offenen Brüdern bzw. konsequenten Christen (egal wo) das Brot brechen würde, z.B. wenn man zu Besuch wäre bei einem Bruder, der in die freie Brüdergemeinde geht, dann wird man in der Konsequenz ausgeschlossen bzw. man muss eine monatelange Reinigungsphase durchmachen, wo man das Brot nicht mehr brechen darf, damit die ganze Versammlung nicht befleckt wird! Nur Christen, die sich ihnen anschließen, dürfen mit ihnen das Brot brechen. Alle anderen dürfen es nicht. Es müssen die Christen erst zugelassen werden mit Empfehlungsbriefen. Die kooperative Verantwortung wird über die individuelle Verantwortung bei der Teilnahme am Brotbrechen gestellt. Es wird an einer Kettenverunreinigungslehre festgehalten. Die Mitgliedschaft wird dort wertend dargestellt. Das sind alles Merkmale einer Sekte (ich sage das nicht gerne, aber es ist Tatsache), auch wenn es eine gute ist, das muss auch erwähnt werden, und wo auch einige Dinge richtig erkannt wurden und praktiziert werden. Man kann dort einiges lernen. Nicht alles ist falsch, man versucht nah am Wort zu sein, hat einiges richtig lehrmäßig erkannt in Bezug auf die Stellung in Christus, der himmlischen Berufung, der Identität der Gemeinde, man versucht gottesfürchtig zu wandeln, Organisatorisches zu meiden, viele Geschwister haben auch eine gute Gesinnung, sind gastfreundlich, wollen nur ein stilles Leben mit dem Herrn führen und noch viel mehr, was die Betreffenden wissen sollen. Aber diese Punkte, die ich aufgeführt habe, gehen zu weit. Eindeutig.

Zudem liegt auch die einfache Vorherbestimmung zum Heil vor (eine bedingungslose Erwählung und begrenzte Sühne = Angriff auf Gott und auf das vollkommene Erlösungswerk Christi für alle Menschen). Ich weiß, dass einige, die nicht in der AV sind, das auch so sehen, mind. an dem Zwei-Schienen-Modell festhalten und unterscheiden zwischen Genugtuung (Gottes Seite) und Stellvertretung (die dem Menschen zugewandte Seite) mit Bezug zum großen Sühnungstag mit den zwei Opfertieren (3.Mo. 16), aber das ist in der Konsequenz alles dasselbe und diese Auslegung kann man unter Berücksichtigung des Kontexts und der Aussagekraft vieler Verse nicht durchsetzen. Gott will, dass alle Menschen gerettet werden, aber man sagt dort, dass er welche erwählt habe zum Heil und Christus nur für die Erwählten starb. Aber der biblische Gott will, dass alle >tatsächlich< gerettet werden und die Grundlage hat er gelegt mit dem Werk Christi für alle Menschen, der das Sühnopfer der Sünden der ganzen Welt ist, was aber nur wirksam wird für denjenigen, der Buße tut und an den Herrn Jesus Christus glaubt, für jeden, der will. Gott meint das, was er sagt. Unser Gott ist klar. Und deswegen soll das Evangelium nun auch allen verkündigt werden, alle an allen Orten sind aufgerufen Buße zu tun und sich zu bekehren und an den Herrn Jesus Christus zu glauben. Gott täuscht den Menschen nicht. Es ist nicht so, dass der Ruf allen Menschen gilt, aber einige nie zum Glauben kommen können, weil sie nicht erwählt sind (aber man sagt als Calvinist, weil der Mensch böse ist und die Verdammnis verdient hat und er nicht glaubt). Nein, jeder KÖNNTE zum Glauben kommen, aber die wenigsten kommen es auch, wollen auch zu Christus kommen und verstocken ihr Herz nicht, wenn Gott sie erleuchtet und durch sein Wort ihr Herz öffnet und durch seinen Geist sie überführt. Man kann sprachlich nachweisen, dass 1.Joh. 2,2 sich auf die Sünden bezieht, dass also Christus das Sühnopfer der Sünden der ganzen Welt ist:

„die Sühnung für Sünden der Christen (ἡμετέρων, "unseren") ist und auch die Sühnung für die Sünden der ganzen Welt. Das bedeutet, dass alle Menschen gerettet werden können, wenn sie Buße tun und das Werk des Herrn annehmen, wenn sie die Sühnung für ihre Sünden nicht annehmen, werden sie jedoch ewig verloren gehen, nicht weil Gott nicht wollte, sondern, weil sie das Werk des Herrn zur Sühnung der Sünden nicht anerkennen wollten. Da im zweiten Satz im ersten Teil die gleiche Struktur wie im zweiten Teil ist, und nach περὶ das im Satz zuvor genannte Präpositionalobekt (τῶν ἁμαρτιῶν, "unsere Sünden") zu substituieren ist (mittels "die"), ist dies analog auch im zweiten Teil nötig und das Präpositionalob ekt τῶν ἁμαρτιῶν ("unsere Sünden") mit "die" anzuzeigen. Die beiden Genitive, die anzeigen, um wessen Sünden es sich handelt, haben sowohl bei τῶν ἡμετέρων ("die unseren") als auch bei ὅλου τοῦ κόσμου ("die der ganzen Welt“)“ (P)

Gott zwingt nicht, Gott erwählt nicht nach unbestimmten Kriterien. Erwählung hat #1 mit Gläubigen zu tun, nie mit Ungläubigen; #2 Erwählung hat mit Christen, die in Christus sind, zu tun von Pfingsten bis zur Entrückung, nie mit atl. Gläubigen oder Gläubigen nach der Entrückung; #3 Erwählung hat mit der Zeit zu tun, nie mit der Ewigkeit; #4 Erwählung hat mit der Erde zu tun, nie mit dem Himmel; #5 Erwählung hat mit dem Wandel/Dienst zu tun, nie mit dem Heil (es geht nicht um die ewige Rettung). Man ist immer nur IN CHRISTUS (Schlüsselbegriff) erwählt zu bestimmten Dingen nach der Vorkenntnis Gottes (gr. prognosis). Man wird nicht dazu erwählt in Christus zu sein, sondern als solche, die IN IHM sind, wird man erwählt. Die geistlichen Segnungen werden ab Epheser 1,3 entfaltet und dazu gehört u.a. die Erwählung, was direkt nach diesem Vers kommt. Das hat einfach nur mit der Stellung in Christus zu tun, die verwirklicht werden soll. Wer das Thema Stellung und Wandel nicht erfasst, wird nie wissen, was Auserwählung im Kontext des NT bedeutet. Es benötigt die richtige Hermeneutik. Man muss sich fragen, warum das Thema im NT (zentral) vorkommt und gerade bei Paulus.


Es liegt auch die Haustaufe vor, wo Babys getauft werden (nicht immer). Das verstößt der biblischen Lehre, dass man sich nach dem Glauben an den Sohn Gottes taufen lassen soll. An Haustaufen in der Apostelgeschichte waren im Kontext immer nur Mündige beteiligt, die glaubten.

Nach dem Textes Receptus (im Nestle-Aland Text ist Vers 7 gestrichen): Apg. 8,36-38: 36 Als sie aber auf dem Weg weiterzogen, kamen sie zu einem Wasser, und der Kämmerer sprach: Siehe, hier ist Wasser! Was hindert mich, getauft zu werden? 37 Da sprach Philippus: Wenn du von ganzem Herzen glaubst, so ist es erlaubt! Er antwortete und sprach: Ich glaube, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist! 38 Und er ließ den Wagen anhalten, und sie stiegen beide in das Wasser hinab, Philippus und der Kämmerer, und er taufte ihn.

Man kann die Reihenfolge nicht umkehren, auch wenn das versucht wird mit Hilfe des Themas des Reiches Gottes. Dazu werden oft Persönlichkeiten, wie Darby und Kelly zitiert und hoch angesehen und vieles nach ihnen ausgerichtet (was z.B. im Botschafter des Heils in Christo geschrieben steht wird bei manchen über das Wort Gottes stellt). Es werden auch gewisse christliche Wahrheiten (wie die Stellung in Christus, unsere Hoffnung, Zukunft, Tisch des Herrn, Absonderung/Zucht) überbetont und anderes Wichtiges, was das Reich Gottes, den Wandel und die persönliche Beziehung zu Gott und den Mitgeschwistern betrifft, unterbetont. Und es liegt eine generelle mangelnde Evangelisation vor, was nicht auf alle Versammlungen zutrifft, aber es ist der allgemeine Trend, dass man eher nach innen gerichtet ist und übervorsichtig ist. Es liegen viele Elemente vor, die wir in der Gnosis wiederfinden (worauf W. J. Ouweneel eingeht: https://www.bruederbewegung.de/pdf/ouweneelmedemamystik.pdf) und man hat eine spezielle Sprache unter sich (https://www.bruederbewegung.de/pdf/schneidersprache.pdf), die Außenstehende nur schwer verstehen können. Nach Recherche mithilfe eines Bruders, der in der AV ist und ihr System kennt, ist herausgefunden worden, dass bei der Aufnahme Gemeinsamkeiten vorliegen zur Freimaurerei (Rotary International). Bei ihnen muss man auch vorgeschlagen werden, man kann dem Club nicht selbst beitreten. J.N. Darby selbst vergleicht in einem Heftchen, was man bei dem CSV-Verlag bestellen kann (Titel: Kirchliche Unabhängigkeit; Autorität und Unfehlbarkeit) die Gemeinde mit Freimaurer Logen, um zu zeigen, dass man nicht unabhängig sein darf von anderen Gemeinden und dass die Versammlungen genauso handeln müssten wie die Freimaurerorden, um die „Einheit des Leibes“ zu bewahren. Genau das ist das Merkmal der alten Versammlung. Dies zeigt, dass er sich gut auskennt im Freimaurertum. Es liegen in jedem Fall Zusammenhänge vor, was nicht spekulativ ist, sondern Tatsache, über die es nachzudenken gilt.


Ich warne vor solchen fremden Lehren und bitte darum einen jeden, der in diesen Kreisen ist, das ehrlich zu prüfen vor dem Herrn und auf Grundlage seines Wortes. Wer Anhänger einer Gruppe ist und einer Gruppe folgen will, verfolgt ein Club-Denken und muss umsinnen (Buße tun) und anfangen dem Herrn Jesus zu folgen und in der Lehre der APOSTEL (nicht verwechseln mit Brüder) zu bleiben. Fürchtet euch nicht vor Menschen, steht vor dem Angesicht Gottes in Christus. Ich weiß, dass einige Angst haben und eingeschüchtert werden und von manchen (nicht allen) abwegig von solchen gesprochen wird, die nicht mehr an die Struktur der AV festhalten (habe das sogar in zwei Vorträgen auf audioteaching.org klar herausgehört - eins, wo die Geschwister gewarnt werden mit Gedanken zu spielen diesen Weg nicht mehr zu gehen und eins, wo abwegig von solchen gesprochen wird, die gegangen sind und sich öffentlich dazu bekannt haben - es hört sich so an, als wäre dicke Luft und Ungeklärtes zwischen diesen Gruppen bzw. zu manchen, die gegangen sind). Entscheidet euch nicht für ein System bzw. Gruppendenken, sondern für den Herrn Jesus Christus und habt die Gesamtheit ALLER KINDER GOTTES vor Augen. Hört nur auf seine Stimme. An der Liebe wird man uns erkennen, die wir untereinander haben, nicht nur in eigenen Kreisen, sondern dass man >auf derselben Weise< auch andere Geschwister aus anderen Kreisen liebt. Trennt euch von diesen Lehren, die zu weit gehen und wo Spaltungen im Leib Christi verursacht werden, wofür der Herr garantiert Rechenschaft fordern wird! Vor seinem Richterstuhl wird alles offenbar. Bald wird der Herr kommen. Diese Wahrheit ist uns nicht unbekannt. Aber was wird danach passieren? Wir werden alle Rechenschaft abgeben. Man geht über das Wort Gottes hinaus und die Praxis hat gezeigt, wer hinter diesen Lehren steht und welchen Schaden es bei Einzelnen angerichtet hat, was bis in die Psyche gehen kann. Lehre und Praxis gehören zusammen. Es sind böse Lehren, wo man andere konsequente Christen von der Gemeinschaft abweist und sich indirekt erhebt und ein elitäres Denken vorherrscht. Durch solche Aufnahmerituale wird das Zusammengehörigkeitsgefühl gestärkt und man grenzt sich von den anderen Christen ab. Das muss verurteilt werden. Wir sollen die Einheit des Geistes bewahren. Und alle Kinder Gottes in derseben Weise lieben, einen erweiterten Horizont haben, wie Gott es hat.


„Werdet doch wie ich, denn ich bin wie ihr! Ich bitte euch, ihr Brüder! Ihr habt mir nichts zuleide getan;“ (Gal. 4,12)


„— wie gerne wollte ich jetzt bei euch sein und in anderem Ton zu euch reden, denn ich weiß nicht, woran ich mit euch bin!“ (Gal. 4,20)


Ihr habt mir nichts zu Leide getan, ihr habe und ich hege keinen Groll, aber ich muss das Wort Gottes über allem stellen. Wenn wir über die Pfingst-Charismatik ständig aufklären, müssen wir auch die Gegenseite beurteilen und Böses verurteilen. Mag sein, dass es nicht angenehm ist, aber das soll es auch nicht. Das Problem ist, dass wir oft oberflächlich alles beurteilen, aber das verborgene, verdeckte Übel nicht mehr erkennen. Ich spreche uns alle an, mich auch. Diese Dinge sind keine Kleinigkeiten, man kann darüber nicht hinwegsehen, sondern es muss angesprochen werden und mit allem Nachdruck davor gewarnt werden. Wir müssen fair bleiben. Gott achtet das Ansehen der Person nicht. Seid nüchtern und wacht. In diesem Beitrag findet ihr eine ausführliche Ausarbeitung von M. Schneeberg zu diesem Thema. Dort wird alles belegt, es wird theoretisch und praktisch darauf eingegangen. Auch P  hat dazu eine 62-seitige Ausarbeitung und auf der Seite brüderbewegung.de von MS gibt es viel Aufklärung. Am Ende müsst ihr das alles selbst prüfen, da kann euch die beste Erklärung nichts bringen. Am Ende hat es damit zu tun, ob man bereit ist sein Herz zu öffnen und das System zu hinterfragen und ehrlich zu sein oder ob man verstockt bleibt und in der Konform-Zone bleiben möchte. Ich hoffe, dass der Herr einige Herzen auftut und wirkt. Gott und dem Wort seiner Gnade anbefohlen.


Kolosser 2,8: Habt acht, dass euch niemand beraubt durch die Philosophie und leeren Betrug, gemäß der Überlieferung der Menschen, gemäß den Grundsätzen der Welt und nicht Christus gemäß.


Offenbarung 3,16f.: 16 So aber, weil du lau bist und weder kalt noch heiß, werde ich dich ausspeien aus meinem Mund. 17 Denn du sprichst: Ich bin reich und habe Überfluss, und mir mangelt es an nichts! — und du erkennst nicht, dass du elend und erbärmlich bist, arm, blind und entblößt.


2.Timotheus 4,1-5: 1 Daher bezeuge ich dir ernstlich vor dem Angesicht Gottes und des Herrn Jesus Christus, der Lebendige und Tote richten wird, um seiner Erscheinung und seines Reiches willen: 2 Verkündige das Wort, tritt dafür ein, es sei gelegen oder ungelegen; überführe, tadle, ermahne mit aller Langmut und Belehrung! 3 Denn es wird eine Zeit kommen, da werden sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern sich selbst nach ihren eigenen Lüsten Lehrer beschaffen, weil sie empfindliche Ohren haben; 4 und sie werden ihre Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Legenden zuwenden. 5 Du aber bleibe nüchtern in allen Dingen, erdulde die Widrigkeiten, tue das Werk eines Evangelisten, richte deinen Dienst völlig aus!

Joel 2,13: Zerreißt eure Herzen und nicht eure Kleider, und kehrt um zu dem HERRN, eurem Gott; denn er ist gnädig und barmherzig, langmütig und von großer Gnade, und das Übel reut ihn.

Martin Christ https://www.bruederbewegung.de/pdf/ouweneelmedemamystik.pdf

https://www.bruederbewegung.de/pdf/schneidersprache.pdf

https://www.bruederbewegung.de/pdf/weremchukliefet.pdf

https://www.bruederbewegung.de/pdf/orth5fragen.pdf

https://www.bruederbewegung.de/pdf/warns.pdf

https://www.soundwords.de/welche-zulassungskriterien-sind...


M war auch mal für kurze Zeit in einer exklusiven Brüdergemeinde und weiß warum mich der Herr Jesus Christus daraus geholt, Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer denn kein zweischneidig Schwert und durchdringet, bis dass es scheidet. Es geht um Fakten. Es geht um den Ausschluss von ernsten Christen vom Abendmahl. Es geht um Spaltung. Es geht um den Angriff auf das Werk Christi. Es geht um das Böse, um dämonische Lehren. Ist Fakt, dass die Brüderbewegung genau an der anderen Seite ist als die Charismatik und von den meisten Brüdern Beiträge gerne gelesen werden zur Aufklärung von Charismatik. Aber wehe, man klärt über die Brüderbewegung auf, dann wird man gesteinigt. Ich sehe ja manche Reaktionen.

Eine Schwester HM schreibt dazu: „ich habe nicht alle Seiten gelesen bis jetzt. Kann aber alles unterstreichen bis Seite 5.... Alles selbst erlebt in der Verwandtschaft. Ich will mich da auch gar nicht richtig rein vertiefen, weil alles wieder hochkommt. Dieser Absolutheitsanspruch ist unbiblisch. Ich denke, er wurde von Darby festgelegt. Aber - soll man Menschen bestimmen lassen, was richtig ist? Die Schrift sagt uns doch, was Gott will. "Ein Jeder prüfe sich selbst....und dann nehme er". Wie können Brüder in ein Herz schauen, ob es würdig ist, am "Tisch des Herrn" teilzunehmen? Ich kenne auch die Kehrseite, dass die Kinder dieser Geschwister total abgekommen sind vom Glauben, weil sie diese absolute Sichtweise nicht verstehen konnten. Wer trägt da die Verantwortung????? Ich weiß von einer Frau, die gesagt hat: Bei uns ist Vieles katholisch...…. Ein anderer sagte, es ist wie bei den Zeugen Jehovas...…. Es ist so schade, dass man nicht hinterfragt, was die Bibel sagt, sondern auf Menschen hört, die sich anmaßten, die Vorgaben für Gemeinde zu ordnen. Aber wir sollen sie dennoch liebhaben. Ich denke, es ändert sich auch manches mittlerweile. Gottes Wort ist lebendig!

 

SSV kommentiert: „Es gibt da nichts schön zu reden und wer sich jetzt persönlich angegriffen fühlt hat nicht verstanden worum es M geht. Es geht um die Wahrheit und um die Gesamtheit aller gläubigen Christen. Aus Angst vor allen bösen Systemen ist die AV selbst eins geworden“.

 

MP ergänzt: „Die ganze Christenheit befindet sich im freien Fall nach unten und wird in der Bibel auch vorhergesagt“.

Anhang 5: AV interne Aufklärungsschrift (Name des Autors ES abgekürzt, sonst unverändert) gegen die falsche Lehre ihres Leiters CB über die Säuglingstaufe


Gedanken zu „Die christliche Taufe“

Eine Erklärung von ES

zu der Schrift „Ein Volk für seinen Namen“ / „Die christliche Taufe“ von Christian Briem

 

 

Nach dem Willen des Herrn gibt es gemäß Eph 4,6 die „eine Taufe“.

Dieser geht stets der Glaube voraus vergl. Mk 16,16, Apg 8,12; 18,8; 19,4.5.

 

Wenn nun durch Menschen bzw. Kirchenväter eine Taufe von unmündigen Kindern eingeführt wurde als der größte Massenbetrug aller Zeiten an der Menschheit, d.h., zur

 

1.       falschen Zeit (als Kind), im

2.       falschen Zustand (unbekehrt), und in einer

3.       falschen Art und  Weise (durch Besprengen),

 

rechtfertigt nicht eine Stelle des Wortes Gottes eine solche Handlungsweise, welche aus dem eigenen Willen des Menschen hervorgebracht wurde.

“Gott wird nie das bestätigen, was falsch ist “ 

-„Ein Volk für seinen Namen“, Teil 2, Seite 40 letzter Absatz.

 

Es gibt keine Stelle der Heiligen Schrift, welche bestätigt, dass Gott sie anerkennt.

Im Gegenteil lesen wir in Apostelgeschichte 8,12 von den Volksmengen, von denen viele geheilt und errettet wurden, sowohl Männer als Frauen. Ganz sicher waren bei diesen Volksmengen Kinder zugegen, doch von taufen derselben wird nichts berichtet. Wenn gerade  an dieser Stelle des Wortes Kinder nicht erwähnt werden, ist das doch von ganz bestimmter Bedeutung. Wenn solche getauft werden sollten, wäre es doch hier sicherlich mitgeteilt worden.

 

Dass die sogenannte Christenheit nur dadurch entstanden ist, indem man unmündige Kinder getauft hat, ist fraglich. Es ist doch kaum möglich, dass Kinder durch diese Handlung, welche ohne ihr Wissen geschehen ist, ein „offenes Bekenntnis“ in Ermangelung eines verantwortlichen Zustandes ablegen können. Hier wird der Widerspruch ganz deutlich, nämlich, dass die „eine Taufe“ beinhaltet, dass der Täufling sich öffentlich zu Christus bekennt. Kinder können nicht wissen, um was es bei der Ausübung der Taufe geht.

Nach der Darlegung auf Seite 38 Abs. 3 ist also die falsche Taufe (Seite 40 Abs.3) die christliche Taufe. Welch ein Widerspruch zu der in Eph 4,6 genannten „einen Taufe“.

Bruder Carl Brockhaus bestätigt in einem Brief vom 29.01.1891 die Kindertaufe „als Taufe“, nicht jedoch als die christliche Taufe.

 

Einer falschen Taufe darf nach Seite 41 Abs. 3, keine Wiederholung folgen, da eine solche nicht den Gedanken des Herrn entspricht. Welcher Stelle des Wortes Gottes ist eine solche Darlegung zu entnehmen? Hier muss man unwillkürlich an logische Schlussfolgerungen denken.

 

Nicht nur durch die sogenannte Kindertaufe sind sie zu einem Teil der Christenheit geworden, sondern besonders durch ihr Bekenntnis:

„Herr, Herr haben wir nicht in deinem Namen geweissagt, Dämonen ausgetrieben und durch deinen Namen viele Wunderwerke getan?“ Mt 7,21-23.

 

In Lukas 13,22-27 finden wir eine deutliche Erklärung der Verantwortlichkeit aller christlichen Bekenner.

Hier sagt der Herr Jesus in Verbindung mit der Frage von jemand:

„Herr, sind derer wenige, die errettet werden?“  

 

u.a. in Vers 25:  (1)

 

Weder in Mt 7 noch Lk 13 hören wir jene sagen:

Wir sind doch auf deinen Namen getauft bzw. auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

 

Soweit bekannt ist wird eine als Kind getaufte Person in der evangelischen Landeskirche als mündiges (verantwortliches) Gemeindemitglied (Namenschrist) aufgenommen, wenn solche anlässlich der Konfirmation zum ersten Mal am Abend teilnehmen. Dadurch wird ersichtlich, dass man dort eine Einschränkung machen muss, weil die Täuflinge Unmündige sind.

 

Auf einen weiteren Punkt in der Schrift  „Ein Volk für seinen Namen“ muss eingegangen werden.  Nach Seite 151 Abs.2 ist es nicht Aufgabe der örtlichen Versammlung jemand zu taufen und ihn so in das Reich der Himmel oder in das Haus Gottes auf der Erde aufzunehmen(2). Sobald jemand errettet wird, ist er doch einen Stein am Haus Gottes, und zwar nach 1Petr 1 durch die Wiedergeburt durch den unverweslichen Samen des Wortes Gottes.

 

Zweimal wird uns in der Apostelgeschichte berichtet, dass Mengen „dem Herrn“ hinzu getan wurden Apg 5,14; 11,24. Dem steht die Auffassung, dass Kinder durch die Taufe in das Reich der Himmel aufgenommen werden, entgegen. Der Herr Jesus sagt:

Ihrer ist das Reich der Himmel“ Mt 19,13-15, Mk 10,13-16, Lk 18,15-17.

Dabei finden wir keinen Hinweis auf die Taufe.

 

Eine weitere Schwierigkeit in den Auslegungen über die Taufe bedeutet die Feststellung, dass sie selbst ein Begräbnis ist. Wörtlich in „Ein Volk für seinen Namen“ Seite 140 Abs.1:

Die Taufe selbst ist ein Begräbnis, sie geschieht auf den Tod Christi“.

Im zweiten Fall wird dieser irreführende Satz in „Die christliche Taufe“, Seite 29 Abs.2  wiederholt mit der Begründung:

„…dass die Taufe an sich nicht erretten kann, weil sie selbst als Bild nicht über den Tod hinausgeht“.

Dass sie nur ein Bild vom Begräbnis ist, ohne zu erwähnen, dass es sich gemäß Röm 6,4 und Kol 2,12 um den mitgekreuzigten, mitgestorbenen bzw. alten Menschen handelt, ist doch sicher eine Umgehung der Auslegung.

 

Seit die Sünde in die Welt gekommen ist und damit der Tod, sind von Anbeginn der Menschheit alle Toten begraben worden. Die Angelegenheit des Begraben Werdens ist also eine ganz selbstverständliche, ja zwingende.

Dass die richtige Auslegung betreffs der Taufe das Begraben sein „mit Ihm“ bedeutet, passt jedoch nicht mehr in den Rahmen der Anerkennung der Kindertaufe.

 

Übrigens werden  Uneingeweihte bzw. Gläubige auf landeskirchlichem oder sonstigem Boden mit folgender Formulierung nichts anzufangen wissen:

„Die Taufe selbst ist ein Bild des Grabes“.

Das macht selbst Kennern des Wortes Gottes oder Eingeweihten in der Sache Mühe. Eine solche Anwendung bei Kindern wäre doch widersinnig.

Bruder Carl Brockhaus schreibt in einem Brief vom 14.02.1888 folgendes:

man muss nach meiner Meinung dem Worte Gottes Gewalt antun, wenn man die Kindertaufe darin finden will. Dennoch schätze und liebe ich die Brüder, die daran festhalten ebenso sehr, wie diejenigen, die für die Taufe der Gläubigen sind. Doch finde ich nur für letztere einen Anhaltspunkt im Wort Gottes“.

Wie Christus begraben wurde - 1Kor 15,4 -, so werden in der alleinigen göttlichen Ausübung der Taufe alle Glaubenden mit Ihm begraben.

 

Die Beschneidung des Leibes des Fleisches in der Beschneidung des Christus, welche nicht mit Händen geschehen ist, beinhaltet in Kol 2,12 mit ihm gestorben und den sofortigen Hinweis, mit Ihm begraben in der Taufe. Man kann niemals mit auferweckt sein, wenn man nicht vorher begraben wurde. Denn in Kol 2,12 wird diese bedeutsame Tatsache sofort damit in Verbindung gebracht, welche nur eine Sache durch den Glauben an die wirksame Kraft Gottes, der Ihn aus den Toten auferweckt hat, sein kann.

 

Die Taufe ist dieser Beziehung wiederum nur ein Symbol unseres Begräbnisses mit ihm. Nicht durch die Taufe sind wir auf erweckt, sondern in derselben als Sinnbild oder Zeichen. Vom „begraben werden“ kann aber niemals die Rede sein, wenn die betreffenden nicht ganz in das Wasser untergetaucht werden. Ohne die Taufe durch das Untertauchen in das Wasser kann man nicht von einem Begräbnis sprechen.

 

Hieraus ergibt sich ohne jeden Zweifel, dass die Taufe keinen Sinn hat, solange man nicht mit Christo gestorben ist. Im Blick auf unmündige (Kinder) erkennt man deshalb das Unmögliche dieser Sache. Es kann sich bei der Ausübung nur einzig und allein Um eine Angelegenheit Durch Glauben handeln, wobei die Liebe zum Herrn sicher Hauptbeweggrund derer, welche getauft werden möchten, sein soll.

 

Ist nun die Taufe des Herrn Jesus selbst im Jordan nicht unser Vorbild?

Er kommt zu Johannes dem Täufer, um von ihm getauft zu werden. Dieser wehrte ihm und sagte: „Ich habe nötig von dir getauft zu werden. “ Doch der Hochgelobte spricht: „Lass es jetzt so sein, denn also gebührt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen “ Mt 3,13-15.

Es war die Taufe der Buße, wie der Apostel Paulus den zwölf Männern von Ephesus sagt, welche unser Herr gar nicht bedurfte Apg 19,4. In allen Dingen ist der unser großes, leuchtendes Vorbild, d.h. im Vertrauen, in der Abhängigkeit, als Anfänger und Vollender des Glaubens sowie in seinem vollkommenen Gehorsam.

Bei der Taufe ist er es nicht mehr, es findet hier Erwähnung im Blick auf das Heraufsteigen,  aber nicht als unser Vorbild in der Taufe.

 

Hier sei auf Aufführungen einiger namhafter Ausleger des Wortes Gottes bezüglich der Taufe als Begräbnis hingewiesen: 

 

1.       In seiner Schrift „Die christliche Taufe“ schreibt Bruder R. Brockhaus auf Seite 12  am Schluss des ersten Absatzes:

„Das Hinabgesenkt werden des Täuflings in das Wassergrab, sein Verschwinden darin ist das eindrucksvolle Zeugnis, das so verständlich redende Bild von seinem Gestorben - und Begraben sein mit Christo, das aus dem Wasser Heraufsteigen das Bild von seiner Auferstehung mit“.

 

2.       In der Schrift von Bruder Voorhoeve „Was zögerst du“ ist auf Seite 31, letzter Absatz zu lesen:

„durch die Taufe bezeugen wir, dass wir mit Christus begraben sind. Das ist höchst beachtenswert. Nach Römer 6,4 ist das Wasser der Taufe das Bild des Grabes. Die Wassertaufe stellt einerseits die Abwaschung der Sünden dar (wie wir früher feststellten), andererseits aber auch das Grab des alten Menschen. Wenn durch den Glauben an Christus (mit ihm gestorben) ist und dann getauft wird, lässt sich dadurch sozusagen mit Ihm begraben. Durch welcher ihn tauft, wird er ins Grab gelegt“.

 

3.       In einer alten Schrift aus dem Jahre 1872, in Elberfeld bei Carl Brockhaus erschienen, heißt es auf Seite 48 unten und auf Seite 49, erster Absatz oben:

„Die Taufe stellt also die völlige Beseitigung des Zustandes dar, worin wir in dem ersten Adam unsere Stellung vor Gott hatten und verloren waren. Wir bezeugen darin, dass wir, als mitgestorben in Christo, auch mit Ihm begraben sind; Und Gott gibt uns seinerseits dasselbe Zeugnis! Sind wir aber mit ihm gestorben und begraben, so sind wir auch mit ihm auferweckt und stehen in ihm, im zweiten Adam, in einer ganz neuen Stellung vor Gott, was wir noch deutlicher in Röm 6,4.5 ausgedrückt finden.“

 

4.       Bruder H.P. Medema erklärt hierzu in seiner Schrift „Was zögerst du?“ auf Seite 10 dem 3. Absatz unter der Überschrift (Ein symbolisches Begräbnis):

„Was bringst du außerdem zum Ausdruck wenn du getauft wirst? Ganz einfach, sagt Paulus, es ist ein Begräbnis“.

Im Blick darauf steht auf Seite 11 2. Absatz:

„…die ganze Welt darf es sehen und hören: Wollt ihr Wissen, wes Geistes Kind ich bin und wo ich stehe? Nun, ich gehöre dem gekreuzigten, gestorbenen und begrabenen Christus. Das ist mein öffentliches Bekenntnis in der Taufe. Die Welt? Der kehre ich den Rücken. Ich selbst? Ich verschwinde symbolisch natürlich in dem Wasserbad, gleichsam im Grabe Christi. Mein altes Leben ist zu Ende, und das möchte ich öffentlich bezeugen“.

 

5.       In den Aufzeichnungen von Bruder Otto Müller „Bedeutung und Zweck der Glaubenstaufe“ heißt es auf Seite 4 Absatz 2:

„Was tut man mit einem gestorbenen Menschen? Man legt ihn ins Grab. Also muss auch unser alter, mit Christo gekreuzigter und mit Ihm gestorbener Mensch begraben werden. Das gerade ist es, was sinnbildlich durch den Akt der Taufe geschieht. Der Täufling wird von dem ihn Taufenden in das Wasser hineingetaucht. Das Wasser ist das Element des Todes, ein Bild des Grabes. Es würde ja auch den Täufling unfehlbar zu Tode bringen, d.h. Eines natürlichen Todes wenn er auch nur wenige Minuten unter Wasser verbliebe“.

 

6.       In einem nicht unterzeichneten Schrift eines alten Bruders und Dieners des Herrn, die er für sich selbst niedergelegt hat, macht er zu Anfang auf Seite 1 Absatz 3, aufmerksam:

„…die Wahrheit recht zu teilen, und die alten Grenzen nicht zu verrücken und ferner uns vor jeder Vergewaltigung und Verdrehung des Wortes Gottes zu hüten, um es in irgendeinem Teil unserer seitherigen Lehrauffassung anzupassen“.

Auf Seite 13 4. Absatz schreibt er:

„Für die Kindertaufe, die in den christlichen Religionen (Konfessionen) einen so großen Einfluss erlangt hat, wird niemand der in ernster aufrichtiger Erforschung in der Heiligen Schrift sich bemüht einen Beleg finden, ohne dem Wort Gewalt anzutun.

Gerade diejenigen Stellen, welche von der Taufe reden, sind nicht zu deren Rechtfertigung heranzuziehen, ausgenommen die Stelle in Mt 28,19, worauf sie sich hauptsächlich stützt, die aber, wie wir gesehen, keinen Bezug auf das Evangelium der Gnade hat, welches seit in den Tagen Paulus in der Welt gepredigt wird“.

(Es handelt sich um die Taufe zu Beginn des Tausendjährigen Reiches um alle Nationen zu Jüngern zu machen).

Auf Seite 10 Absatz 3, wo er ebenfalls auf den bildlichen Ausdruck des Begraben werden des alten Menschen und seines Zustandes hinweist, schreibt er, das die Taufe sinnbildlich die Tür zu der neuen Stellung bzw. des neuen Zustandes in dem auferstandenen und verherrlichten Christus vor Gott ist:

„Wir sind deshalb gemäß dem uns gegebenen Lichte, verantwortlich, junge Gläubige auf die mit der Taufe verbundenen, so wichtigen Wahrheiten hinzuweisen“.

 

Soweit die Zeugnisse von fünf heimgegangenen und einem noch lebenden Schreiber über die Wahrheit vom Begräbnis des alten Menschen bzw. des Zustandes vor der Bekehrung.

 

In „Die christliche Taufe“ wird auf Seite 19 unten von einem Stellungswechsel geschrieben und ausgeführt, dass der Täufling durch die Taufe in eine neue Stellung auf der Erde eintritt, wobei der Fall des schriftgemäßen Gläubigen gemeint ist. Auf Seite 37 wird dieser Stellungswechsel auf Unbekehrte durch die Taufe angewandt. Hier wird als Beispiel die Stelle aus Apg 8,13 zitiert, wo von Simon dem Zauberer berichtet wird. Abgesehen davon, dass die Schrift im Blick auf die Taufe nicht einmal den Ausdruck Stellungswechsel (3) benutzt, ist es doch fraglich, für jeden aufrichtigen Leser des Wortes Gottes, ob diese Stelle in Apg 8,13 wirklich als Beleg für die Taufe Unbekehrter oder deren Stellungswechsel anzunehmen ist.

 

Mit Recht wurde schon immer festgestellt, dass die Regel eine Ausnahme macht. Ist diese Ausnahme der Regelfall für eine falsche Taufe, am falschen Ort, an der falschen Person. Wenn dem so wäre, müsste dann nicht die andere Stelle im gleichen Kapitel Apg 8,12 maßgebend sein für das Nichttaufen von Kindern? Denn dort wird berichtet, dass nur Männer und Frauen getauft wurden! Dass bei den Volksmengen bei der Verkündigung auch Kinder zugegen waren, steht doch sicher außer allem Zweifel.

 

Nach Röm 5,19 wird man nur durch den Glauben in eine andere Stelle versetzt, nämlich von Sündern in die von Gerechten. Zur Frage des Wiedertaufens auf Seite 41 Abs. 2.

„Muss er nicht erneut getauft werden, weil die Schrift die Glaubenstaufe lehrt?“

ist als Antwort auf Seite 42 Abs. 1 zu lesen:

„Nur möge Gott uns davor bewahren, eine erneute Taufe als Forderung zu erheben“,

bzw.

auf Seite 41 Abs. 3 die Feststellung:

dass eine Wiederholung der Taufe den Gedanken des Herrn nicht entspricht. Das käme doch einer Missachtung dieser Einrichtung des Herrn durch uns gleich, denn wir würden den Stellungswechsel des Erretteten nicht anerkennen, den aber der Herr sehr wohl anerkennt, gemäß dem Er sogar mit der betreffenden Person handelt“.

Da erhebt sich doch die verständliche Frage: Wenn durch die Verwirrung in der Christenheit eine (falsche) Taufe vorweggenommen wurde, wie kann dann eine Taufe als Wiederholung zur rechten Zeit, an der rechten Person, im rechten Zustand und in der rechten Art und Weise nicht „ den Gedanken des Herrn entsprechen?“ – Inwiefern ist die falsche Handlung (Kindertaufe) eine Einrichtung des Herrn (Seite 41 Abs. 3 in der Mitte),

welche man durch die Taufe nach der Lehre der Schrift missachtet?

Wie kann man unter der „einen Taufe“ gemäß Eph 4,6 zwei verstehen? Es muss als eine irreführende Frage bezeichnet werden.

Seite 41 Abs. 3 unten:

„Zudem was könnten wir an jemand, der als Kind getauft wurde weiterhin tun?“

Woraus geht hervor, dass der Taufende an einem Täufling etwas tun kann?

 

Die Sprache: “Nur möge Gott uns davor bewahren, eine erneute Taufe als Forderung zu erheben“, Seite 42 Abs. 1 in der Mitte, muss nach den vorrausgegangenen Darlegungen einfach abgelehnt werden. Wie kann man gegenüber der falschen Taufe, diejenige nach der Schrift als erneute bezeichnen?

 

Ebenso unbegründet ist die Frage auf Seite 41 Abs. 2: „Muss er nicht erneut getauft werden, weil die Schrift die Glaubenstaufe lehrt?

 

Zum Abschluss  noch ein kurzes Wort über die verschiedenen Ausdrücke, die man an keiner Stelle des Wortes Gottes findet:

 

1. Glaubenstaufe,

2. Haus - Taufe,

3. Kindertaufe

4. Groß - Taufe

5. Klein - Taufe

 

Alle diese Ausdrücke im Blick auf die Taufe führen zu Verwirrung und setzen gewissermaßen das Wort des Herrn beiseite, welches klar und unzweideutig sagt:

„ein Herr, ein Glaube, eine Taufe“ Eph 4,6.

Aus all` den genannten Begründungen heraus lehnen wir die Redeweise von

Seite 40, Anm. 8

wo die grundsätzliche Anerkennung der Kindertaufe festgestellt wird, jedoch in Verbindung mit der widersprüchlichen Bemerkung, dass damit  keineswegs die Befürwortung oder Billigung dieser Art von Taufe eingeschlossen sei, ab.

Einerseits wird sie als falsch bezeichnet, andererseits aber als die „christliche Taufe“ dargestellt.

Umso mehr muss man davon überzeugt sein, was der Schreiber in seiner Betrachtung

„Ein Volk für seinen Namen“, Teil 2, Seite 40, unten bemerkt:

„Gott wird nie das bestätigen was falsch ist“.

Dann wird dies auch bei einer falschen Ausübung der Taufe so sein, denn Gott macht auch in Bezug auf die Taufe keine Ausnahme.

 

Alle, welche unseren Herrn Jesus Christus lieben in Unverderblichkeit, werden sicherlich innerlich sehr geübt sein, in der Anerkennung einer solchen Auslegung, betreffend die Taufe.

 

Die Gedanken bezüglich dieses Gegenstandes sind mit bangem Herzen und als Zeichen einer „heiligen Unruhe“ persönlich, wie in vielen Versammlungen, niedergelegt worden. In Verbindung damit sei gerne noch an die Worte des Apostels Petrus in 2 Petr 1,13 und 2 Petr  3,1 erinnert. Weiter liegt der Abhandlung der Gedanke von 1 Kor 12,24.25 zugrunde.

 

Was die Ausführungen sowohl in der Schrift „Ein Volk für seinen Namen“ als auch

„Die christliche Taufe“ bedenklich machen, ist die traurige Feststellung, dass man über diese generelle Veränderung der Lehre über die Taufe, sicher nur einen Teil der Brüder, die im Werke des Herrn arbeiten und nicht etwa alle in Kenntnis setzte; leider eine betrübende Sache.

 

Alle, welche diese Aufzeichnungen erhalten, werden um eine schriftliche Stellungnahme betreffs einer Korrektur gebeten.

 (1)

„Von da an, wenn der Hausherr aufgestanden ist und die Tür verschlossen hat“,

Und zu den Toten Bekennern als sie sagen: 

„Herr tu uns auf!“

Ich kenne euch nicht wo ihr her seid

Doch dann sagen sie:

wir haben vor dir gegessen und getrunken, und auf unseren Straßen hast du gelehrt

(2)

 Siehe auch Seite 46, letzter Absatz, „Die christliche Taufe“

 (3)        

„Stellungswechsel“, ein Ausdruck von Bruder J.N. Darby in einem nicht veröffentlichten

Brief vom 29.03.1869  

 

Anhang 6: Trennungsbriefe

Unter http://www.bibelgriechisch.online/Trennungsbrief%20Friedewald.pdf ist ein Trennungsbrief abgespeichert, den die loyalen AVler vor Ort zu unterzeichnen hatten. Wer nicht innerhalb einer Frist von 14 Tagen unterzeichnet oder unterzeichnen konnte (z.B. Fam. W in M, die im Urlaub waren) ist ausgeschlossen. Dieser Brief entstand auf Druck der AV Führung unter CB. Details dazu findet man im Buch von Herbert Ebert. Eine umliegende Versammlung hatte noch versucht, die Dinge klarzustellen. Deren Schreiben ist unter http://www.bibelgriechisch.online/Gegenschreiben%20eines%20Briefes%20von%20Neunkirchen.pdf einzusehen. Aber die AV Friedewald musste auf Beschluss der Führung ausgelöscht werden, daher nutzte auch kein Einspruch etwas. Dieser Trennungsbrief ist nur einer von sehr sehr vielen.

 

Anhang 7: Aussteigerbericht TS, der in der Sekte aufgewachsen ist (im Original abgedruckt)

 

Anmerkungen zu der sogenannten

„Versammlung“ nachfolgend „AV“ gekürzt

 

 

Nachdem einige Jahre nach meinem Verlassen der AV vergangen sind, erlaube ich mir, einige Punkte niederzuschreiben. Sie waren ein Teil der Beweggründe, um mich von diesem „System ohne Namen“ zu entfernen (2 Tim 2,21; 2 Kor 6,17).

Absichtlich habe ich mit diesem Schreiben mehrere Jahre gewartet, um nicht den Anschein von einer Handlung in Eile oder sogar Vergeltung zu geben. Ich denke hier an die Worte:

 

in der Demut einer den anderen höher achtend als sich selbst 

(Phil. 2,3)

 

Ich gebrauche den Ausdruck AV durchaus nicht negativ, der ja fälschlicherweise in der Vergangenheit (Brüderbewegung) zustande kam, sondern um einen christlichen Personenkreis zu charakterisieren. Es ist bekannt, dass all diese Titel wie: Offene Brüder, Freier Brüderkreis, Exklusive, AV nur Spaltung vorangetrieben haben. Ich übernehme zu besserem Verständnis, die von ihnen teilweise angewandte Ausdrucksweise „rechter u. linker Flügel“ (Duldung od. Ablehnung von dogmatischem Verständnis).

Bedauerlicherweise muss man heute feststellen, dass gewisse Personen in der AV aus der Vergangenheit offensichtlich  ebenfalls nichts gelernt haben. Mittlerweile bezeichnen sie solche, die sich von der AV entfernt haben, und sich ebenso als Christliche Versammlung ausgeben als

„ offene und geschlossene Blöcke“.

 

Einen Titel an Mt 18,20 anzuhängen, fehlt jetzt offensichtlich auch bei AV´s nicht.

 

Folgende Auflistung soll keinen Fehlerkatalog weder Vollständigkeit darstellen, noch mich persönlich als „besser“  hinstellen (Rm 7,18) Da ich diesem System selbst beiwohnte, möchte ich eine Gegenüberstellung von einigen Fakten machen. Zunächst eine tabellarische Gegenüberstellung (ohne feste Reihenfolge), der eine kurze allgemeine Aufhellung folgt. Manche Angaben trugen sich teilweise in der örtlichen Versammlung die ich besuchte, sowie in der näheren Umgebung zu.

 

 

Wie es war

Wie es ist (die Tatsache war...)

 

Mitgliedschaft:

Personen die in einer organisierten Gewerkschaft Mitglied sind, werden nicht zum Mahl des Herrn zu gelassen

 

 

 

 

Kindern wird häufig gesagt, dass die Versammlung kein Verein ist und keine Mitglieder hat.

 

Bestimmte Brüder die sogar die Verantwortung der AV trugen, konnten ohne weiteres Mitglied einer Gewerkschaft sein, und sich aktiv in der AV beteiligen.

Dagegen wurden andere Mitgliedschaften wie (Feuerwehr, Wanderclub etc.) meistens ignoriert und belächelt.

 

Tatsache ist, dass es sehr wohl ein eingetragener Verein (z.B. unter dem Namen “Verein Gemeinwohl etc.“) ist, mit mindestens einem Vorstandsvorsitzenden  (od. Mitglied) sowie dessen Stellvertreter. Mal abgesehen von der nicht ganz richtigen Aussage an Kindern und Jugendlichen besteht eine Anmeldepflicht für Versammlungen in Deutschland. Gesagt wird, dass dies nur für Verwaltungsaufgaben dient.

 

 

Ordnung im Haus Gottes:

Eine Person die der AV fern blieb, wurde der örtlichen AV zur Bezeichnung vorgeschlagen

 

Jahre später blieb eine andere Person fern, jedoch wurde der örtlichen AV nichts bekannt gegeben. (mind. bis Sept.1997)

 

Gemeinschaft:

Die Verantwortlichen der AV weisen in der Regel Dienstgemeinschaft mit anderen Gemeinden zurück

 

 

 

 

Ein Bruder einer großen Versammlung im Siegerland hielt trotzdem Vorträge bei einer FeG.

 

Andere konnten wiederum Gemeinschaftsarbeit betreiben beim CVJM, Freie ev. Gemeinde, Kirche usw.

 

Eine Schwester nahm kontinuierlich an Gebetszusammenkünften teil, wo Frauen öffentlich Beten.

 

Mehrere Brüder die die Brüderstunde des örtlichen Zeugnisses besuchten, bestätigten mir, dass ein Vorschlag gemacht wurde, dass die Brüder sich mit der großen Versammlung im Siegerland in Verbindung setzen sollten. Soviel zum Thema „Unabhängigkeit“ s.u.

 

Spendensammlung:

Nach 1Kor 16,1.2 finden Geldsammlungen statt

 

Durch finanzielle Unmöglichkeiten einer AV, beteiligten sich mehrere Geschwister  nicht mehr an den Sammlungen. Daraufhin wurde von einem Bruder, der die Verwaltung der örtlichen AV trug, an sie appelliert: „um des lieben Friedens willen, wenigstens so zu tun als ob“.

 

 

Musik: (LP, Cass. und CD)

Ein Angebot an christlicher od. geistlicher Musik war damals und ist auch heute nur wenig aus ihren Reihen vorhanden, weil der rechte Flügel überwiegend ablehnte

 

 

Jede Art anderer Musik wird in ihren Wortverkündigungen abgelehnt

 

 

Daraus resultiert das Ergebnis, dass man nach Ersatz greift, und folglich bietet sich die Musik der Welt an.

 

 

 

Ich erinnere mich im Jahre 1993, wo in einer Wortverkündigung, von einem Bruder der im „Werk des Herrn“ tätig war, gesagt wurde: Jede Art von „ungeistlicher Musik“ sei zu verwerfen. Als ich diesen Bruder einmal persönlich aufsuchte, stellte ich fest, dass er:

a) vor lautem Radio seine Hausklingel nicht wahrnahm und

b) man in seinem Haus ein Angebot an  Ober Krainer fand.

 

Das Interesse der Musikrichtung Klassik wird meistens ignoriert und bagatellisiert.

 

Radio / TV

Beim Radio wurde unterschieden vom Gebrauchsort

(im Auto, und im Haus)

 

 

TV

Wer einen TV besaß, wurde in der Regel (auf Dauer gesehen) bezeichnet, oder vom Mahl des Herrn ausgeschlossen

 

Bei dem rechten Flügel des Systems stieß man auf Ablehnung

Bei dem linken Flügel des Systems eher erlaubt.

 

 

 

Andere wieder konnten ohne Schwierigkeiten einen TV besitzen. Manche TV - Besitzer konnten öffentlich in der AV auftreten.

 

Geschwister die ein TV besitzen, wurden in der Regel nicht zum Mahl des Herrn zugelassen. Dagegen konnten  in verschiedenen AV Geschwister die schon am Mahl des Herrn teilnahmen, einen TV besitzen.

 

Selbst heute sind  mir AV’s bekannt, die ihren TV verbergen, damit sie nicht von den verantw. Brüdern der örtl. AV besucht werden.

 

Kleidung:

Tragen von Hosen etc. bei den Frauen (Schwestern) nach ihrer Lehrauffassung oft gegründet auf (5. Mose 22,5)

 

 

 

 

 

Bei Männern (Brüdern) wird der Anzug gerne gesehen, bes. in den vorderen Reihen

 

 

Innerhalb ihres Kreises gibt es Personen, die Hosen, Hosenanzüge etc. herstellen und in Kaufhäusern vertreiben.

Nach dem Motto:

Von AV’ s  soll es ja nicht gekauft werden.

Auffällig ist auch, dass Schwestern, die in der Woche Hosen trugen, Sonntag‘ s aber im Rock die Versammlungsstunde besuchten.

 

Gibt es so etwas wie eine ungeschriebene Kleiderordnung?

Es scheint, als sei der Wandel nur noch von bestimmten Tagen geprägt – innerlich wie äußerlich.

 

Rauchen:

Das Rauchen wurde bei den Männern der AV allgemein als Genussmittel betrachtet  (Vorwand = wie Kaffee)

Tatsache ist, dass es ein Suchtmittel ist.

 

Bei Schwestern „schickt“ (gehört) sich das Rauchen nicht.

 

Wer legt hier überhaupt fest, was sich schickt und was nicht?

 

Heidnische Bräuche:

 

All diese Dinge wie Weihnachtsbaum, Ostern etc. wurden in der Lehre verworfen

 

 

 

Halloween:

 

 

Auf der anderen Seite gab und gibt es in der AV Personen die Floristik – Unternehmer sind, und dieses Geschäft rege betreiben. Auch am Tag des Herrn!

Auch hier gilt die Devise:

Von AV’ s soll es ja nicht gekauft werden

 

Mehrere mir pers. bekannte Personen, die als „AV´s“ bekannt sind, dekorieren ihre Häuser zu bestimmten  Zeiten im Jahr sehr auffällig. Naheliegend ist, dass sich hinter solchen Dingen Götzendiener verbergen.

 

Wiederheirat nach Ehescheidung:

Widersprüchliche Lehr u. Praxisauffassungen:

1.        Manche AV ohne Einwand

 

2.        Einige AV handeln nach unabhängigen Handlungsweisen

 

3.        Diverse stellen verschiedene Bedingungen

                  (vor oder nach der Bekehrung)

 

 

 

Unabhängigkeit:

Gelehrt wird das es Unabhängigkeit unter den einzelnen Versammlungen nicht gibt (1 Kor 12)

 

Brüder einer örtlichen Versammlung machen einen Besuch in einer

„Nachbarversammlung“ ohne das Wissen derselben.

 

Ein Bruder einer AV tat einen Dienst an mehreren Abenden bei einer Baptistengemeinde. Die örtl. AV wurde weder darüber in Kenntnis gesetzt, noch aufgesucht.

Den Fall in der Heimatversammlung des dienstausführenden Bruders zu erörtern, wurde in meiner damaligen örtl. AV abgewiesen, mit den Worten: „das geht uns nichts an“. Hier sieht man also, dass Brüder die Verantwortung in einer AV (sog. Brüderstunde) tragen, teilweise überhaupt kein Verständnis über die Lehre der Unabhängigkeit und noch weniger über die praktische Verwirklichung derselben haben. Hauptsache ist, dass man ein bestimmtes Alter hat, um in die Brüderstunde zu gehen.

 

Taufe:

Die Taufe wird normalerweise vollzogen, wenn eine Person zum Glauben an Christus gekommen ist, d.h.: die Person ist entweder jugendlich od. erwachsen

 

Widersprüchliche Lehrauffassung:

Die Kindertaufe wird in ihren Büchern (Betrachtungen zum Wort Gottes) anerkannt, jedoch nicht praktiziert.

Ein Widerspruch in sich selbst!

 

Mahl des Herrn:

Eine Person wurde durch familiäre Schwierigkeiten nicht zum Mahl des Herrn zugelassen

 

 

Eine Schwester die eine Halskette trug wurde ebenfalls nicht zugelassen

 

Bei mehreren Personen mit denselben Problemen in der gleichen Örtlichkeit, konnten weiter am Mahl des Herrn teilnehmen, sowie öfftl. Auftreten

 

Der Besuch eines Bruders erreichte, dass die Schwester den Schmuck einige Zeit nicht trug. Erst als einige Zeit nach der Zulassung vergangen war, wurde der Schmuck wieder sichtbar.

 

Bibelausgabe:

Auf die Revidierte Elberfelder Bibel wurde im großen und ganzen verzichtet, und in den AV´s-Stunden nicht gern gesehen

 

 

 

Eigentümlicher weise vertreibt ihr Verlag CSV den wissenschaftlichen Grundtext von NA27 (Grundlage rev. Elberf.)

 

In der überarb. Elberfelder ©1999 sprechen die Überarbeiter im Vorwort vom Textus Receptus. Welche Ausgabe wird nicht gesagt, noch ist ein Anhang beigefügt, warum und aus welchem Grund man welcher Handschrift gefolgt ist. Wer wählt eigentlich die Handschriften und Überarbeiter aus?

 

Hier gilt scheinbar die Devise:

Frage nicht, wir machen das schon richtig

 

Autorität:

Sie lehnen klerikale Führerschaft ab

 

Befremdend sind allerdings die vierteljährigen Besprechungen der im Werk des Herrn tätigen Brüder.

Aufgeteilt in zwei Besprechungstage

der sog.: 

1.Tag -  engere Kreis (Brüder aus dem Werk des Herrn)

2. Tag - erweiterter Kreis (überörtlich)

 

Was den 1.Tag betrifft, so hatte ich (wage zu behaupten) einen guten Blick hinter die Kulissen, der mich oft zu meinem genannten Oberbegriff erschüttert hat. Ein Bruder aus dem Werk d. Herrn, der weiter von mir entfernt wohnt, unterrichtete mich mit folgendem Zitat: „Als ich das erste Mal an dieser Besprechung teilgenommen habe, dachte ich, ich hätte mich in der Tür geirrt.

 

Den Sinn (eine einheitliche Lehre in der Versammlung) den diese Tage einmal haben sollten, ist scheinbar schon lange nicht mehr erkennbar.

 

Grundlage des Zusammenkommens:

Sie sagen, sich nach (Mt 18,20) allein zu dem Namen des Herrn Jesus zu versammeln

 

Ist es nicht ein Versammeln auf dem Boden der Ungerechtigkeit?

 

Scheinbar (entgegen ihrer Lehre) doch ein Versammeln auf dem Boden der Unabhängigkeit (1 Kor 12)!

 

Jeder, der den Namen des Herrn nennt, stehe ab von der Ungerechtigkeit?  (2.Tim. 2,19)

 

 

 

 

Alibi:

 

- man muss Geduld und Liebe üben

- man sollte sich beugen

- es ist traurig

- wir müssen es dem Herrn bekennen

- Gnade und Barmherzigkeit geschehen lassen usw.

 

 

 

 

 

Es erweckt nach mehreren Jahrzehnten den Eindruck, dass es ein leeres, leichtes Daherreden und innerliches Beruhigen ist.

Viele sprechen von Gnade, Liebe und Barmherzigkeit, um so ein

gewissenloses Hinweggehen über die heiligen Ansprüche die Gott

fordert, zu rechtfertigen.

 

Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist weit entfernt von mir  (Mt.15,8)

 

 

Denn so spricht der HERR, der Gott Israels: Gebanntes ist in deiner Mitte, Israel. Du wirst vor deinen Feinden nicht bestehen können, bis ihr das Gebannte aus eurer Mitte weggetan habt.

(Jos. 7,13)

 

 

 

Das Urteil, ob man noch von „Alter Versammlung“ od. überhaupt noch von „Darstellung der Versammlung / Gemeinde“ nach (Mt 18,20) reden kann, möchte der Leser selbst beurteilen. Meiner Auffassung nach, steht diese Bezeichnung in Verbindung mit obiger Schriftstelle sehr in Frage. Eine Versammlung / Gemeinde verliert ihren Charakter als Versammlung Gottes, wenn sie das Böse toleriert und billigt, sei es lehrmäßig oder sittlich. Sicher soll man auch Geduld und Liebe üben, aber niemals gegen das, was gegen den Willen Gottes ist. Aber es gehört auch dazu, diese Ungerechtigkeiten in dem Lichte der Heiligen Schrift und

 

(nicht nur in Büchern / Vorträgen oder Konferenzen !!!)

 

zu prüfen oder zu behandeln, sondern dann auch vor allem zu praktizieren, wenn man (Mt 18,20) beansprucht.

Der Evangelist Lukas konnte schreiben: „Wer im Geringsten treu ist, ist auch in vielem treu, und wer im Geringsten ungerecht ist, ist auch

in vielem ungerecht“ (Lk 16,10). Wer aus der AV anderen Gemeinschaften vorwirft, ungerechte Zulassungspraktiken zum Mahl des

Herrn etc. zu handhaben, der möchte bitte zusehen, dass er von den Ungerechtigkeiten der  AV nicht ereilt wird.

 

Weiterhin sei noch anzumerken, dass die AV sich oft als solche sieht, die von Seiten der Welt (Joh 15,18.19) gehasst werden. Das mag in erster Linie so sein. Beim heutigen Betrachten dieses „Systems ohne Namen“ von außen, muss man leider die Feststellung machen, dass es nicht nur der Hass um Christi willen ist, sondern auch die Abscheu von ihrer Ungerechtigkeit und Unaufrichtigkeit.

 

Selbst ist mir bekannt, dass sich auch Kinder Gottes in der AV befinden, die ihren Weg in Wahrheit und Aufrichtigkeit gehen. Ich schätze und liebe sie alle als meine Brüder und Schwestern  im Herrn, sowie alle Erlösten Kinder Gottes, gleich welcher Konfession sie auch angehören mögen. Anderseits musste man leider auch Kinder Gottes kennen lernen, die sich den geistlichen Hochmut anmaßen und behaupten: „Wenn andere Kinder Gottes Dieses oder Jenes auch machen, darum tun wir das noch lange nicht“. Für sie alle darf ich bei meinem Herrn bitten, dass er ihnen die Blicke in dieser Hinsicht öffnen möge.

 

Dagegen muss man einen großen Teil ihrer Lehre als mit dem Wort Gottes in Übereinstimmung sehen. Ebenfalls trifft es auch die Arbeit im Missionsdienst, sowie die Arbeit an Kindern. Im Punkt auf Jugendarbeit am Wort Gottes war dieses System leider sehr gespalten, und wurde von Versammlung zu Versammlung unterschiedlich ausgeführt. Es gibt weitere Prinzipien die durchaus nicht zu verwerfen sind. Nicht alles in diesem System ohne Namen, wie bei vielen anderen auch, ist abzuweisen.

 

Man könnte noch weiteres aufzählen, bis hin zu dem „außer Gemeinschaft setzen“ ganzer Versammlungen  (recht oder unrechtmäßig) durch sogenannte „Nachbarversammlungen“. Wo diese angefangene Praxis wohl einmal mündet? Es würde jedoch den Rahmen und Sinn dieser Zeilen sprengen. Der kurze Überblick über die Ungerechtigkeit und Unabhängigkeit dieses Systems möge reichen, dass ich einige Jahrzehnte selbst erleben durfte. 

 

Abschließend sei noch anzumerken:

Den Charakter einer Sekte trägt man, wenn man eine Seite der göttlichen Wahrheit festhält, und eine weitere derselben fallen lässt.

Man kann sich heute dem Eindruck nicht mehr verwehren, dass es sich bei der AV um ein „System ohne Namen“ handelt.

Wer in diesem System nach den Symbolen seiner Liebe (Mahl des Herrn) greift, sollte sich darüber im Klaren sein, dass er Anteil hat an einem mit Ungerechtigkeit, Unabhängigkeit und Heuchelei verdorbenen Gottesdienst.

 

 

 

 

 

Sollte jemand diese Anmerkungen als Hass od. Unerbittlichkeit auffassen, so hat er den Sinn dieser Zeilen deutlich missverstanden, spricht doch (Rm.12, 19; Hb.10, 30) für sich. Ferner bin ich mir der Worte in (1Kor 13) bewusst, möchte aber nicht versäumen

die drei Grundpfeiler der Liebe, die ich in ihren Quellen einmal fand, zu nennen:

 

                                   - Ihre Quelle ist Christus                                                           

                                   - sie ist untrennbar vom Gehorsam

                                   - sie ist untrennbar von der Wahrheit

 

 

 

 

 

Bleibt zu bewundern die Gnade Christi, die alle wiedergeborenen Kinder Gottes erlöst hat,

und sie am Tag seiner Wiederkunft zu dem

 

EINEN HERRN

 

zusammenführen wird.

 

 

 

 

 

im Mai 2004

 

Th. Sch.

 

 

 

 

Hier eine kurze Klarstellung in eigener Sache, da man mir nachfolgende 3Punkte zur Last legt.

 

 

Ein Bruder aus einer großen Versammlung im Lahn-Dill-Kreis befragte mich an einem Montagmorgen auf der Arbeit - so wörtl: “ist es wahr, dass du zu der Sekte der Engländer nach Bad Endbach gehst?“. Den Tag zuvor, waren diese Punkte im Anschluss an die Anbetungsstunde vor dem Lokal von mehreren Personen behauptet worden.

 

Seit meinem Verlassen der Versammlung im Jahr 1997 in Burbach - Niederdresselndorf  habe ich

 

·          keine Sekte besucht,

·          keine Versammlung gegründet und mich

·          keiner christlichen Gruppe od. Denomination angeschlossen

 

 

Wer jetzt glaubt, man wollte sich damit rühmen, versteht nichts von dem, was es heißt, durch Ungerechtigkeit  zerrissene Versammlungen zu verlassen.

 

 

 

 

überarbeitet Juli 2020                                                                                         

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Anhang 7 als positiver Abschluss: Galater 5,15 als Lösung der Problematiken

Galater 5:15 Εἰ δὲ ἀλλήλους δάκνετε καὶ κατεσθίετε, βλέπετε μὴ ὑπὸ ἀλλήλων ἀναλωθῆτε.
Wenn ihr aber einander beißt und verschlingt, seht zu, dass ihr nicht voneinander vertilgt werdet.

Paulus stellt den Gegensatz zur brüderlichen Liebe, die er im Vers davor vorgestellt hatte, hier bildhaft vor, d.h. was es bedeuten würde, wenn diese abhanden ist. Wer den anderen nicht liebt, wird ihn hassen bzw. beißen und verschlingen. Am Ende steht die Beseitigung des unbeliebten und gehassten Nächsten, wie Paulus es hier bildhaft ausdrückt. Eine anschauliche Illustration des Satzes unter Verwendung derselben Begriffe bietet Aesopus, Fabulae 81.1, 2: „ἔν τινι οἰκίᾳ πολλοὶ μύες ἦσαν. αἴλουροςδὲ τοῦτο γνοὺς ἧκεν ἐνταῦθα καὶ συλλαμβάνων ἕνα ἕκαστον κατήσθιεν. οἱ δὲμύες συνεχῶς ἀναλισκόμενοι κατὰ τῶν ὀπῶν ἔδυνον“. „In einem bestimmten Haus gab es viele Mäuse. Ein Kater erfuhr nun davon und reiste dorthin. Und nachdem er eine nach der anderen gefangen hatte, fraß er sie auf. Als die Mäuse dann zunehmend vertilgt waren, zogen sie sich sorgenvoll in ihre Löcher zurück“. „Beißen“ wird von gefährlichen Tieren gesagt. Mit dem Beißen geht der Prozess los, dann setzt das Verschlucken des Gegners daran an, am Ende, wenn dieser aufgebraucht oder eliminiert oder ausgerottet ist, wie das Wort ἀναλίσκω auch heißen kann, löschen sich alle gegenseitig aus. Der Antrieb kann Gesetzlichkeit wie bei den Galatern sein und diese Vorgänge sieht man auch heute in gesetzlichen Gruppen wie der genannten analog zu den Galatern, wenn man sich gegenseitig übervorteilen und mit dem Ellenbogen zur Strecke bringen will, um sich zu profilieren und besser als andere dazustehen oder andere, die die Regeln besser befolgen, zu beißen und aufzufressen, sodass die Person beseitigt werden kann, z.B. indem sie die Gruppe zu verlassen hat. Das Problem scheint ein damals wie heute gesetzliches Verständnis von Christentum zu sein, wo es darum ginge, menschliche Regeln einzuhalten und sich dabei gegenseitig zu übertreffen oder zu bekämpfen. Dann findet man Gruppierungen wie der beschriebenen, wo man sich gegenseitig zur Strecke bringen will. Das war schon bei den Galatern eine Gefahr. Am Ende machen sich alle gegenseitig Mühe und es herrscht ein „bellum omnium contra omnes“(„ein Krieg aller gegen alle“), wie Thomas Hobbes dies bezeichnet hat.

Das Problem der Sektiererei und des Verfechtens menschlicher Satzungen gibt es auch in anderen Gruppen als der AV, etwa bei den Siebenten Tag Adventisten und anderen, die bestimmte menschliche Regularien in einem Wettbewerb, wer der beste ist, verwirklichen wollen. Selbst Paulus war einer, der fanatisch Andersdenkende bekämpft hatte, wenn sie nicht die väterlichen Überlieferungen einhalten wollten. Als er dem Herrn Jesus begegnete war damit Schluss und er lernte: Menschenwort ist nicht über Gottes Wort zu stellen. Das ist in menschlich-gesetzlichen Gruppen wie die angesprochene AV leider zentral der Fall, denn Darby ist über die biblische Brille und nicht die Bibel mit der darbystischen Brille zu lesen. Wenn das doch anders geschieht, kommt es zum fanatischen Kampf um die Einhaltung menschlicher Überlieferungen und man fanantisiert und radikalisiert wie Paulus, der selber weiß, wovon er spricht, hatte er doch selber andere zur Strecke gebracht, die nicht bestimmte damals gängige, aber ungeistliche menschliche Auffassungen praktizieren wollten. Das Fleisch ist schon seit Kain-Abel, Ismael-Isaak etc. der Gegner des Geistes und ist es  bis heute. Dies kann man, ohne, dass ich an mich selber denke, anhand von Verfolgungen von geistlichen Christen in fleischlichen Gruppen, erkannt werden. Denn Paulus beschreibt den Kampf im Galaterbrief, indem er sagt, dass der aus dem Fleisch geborene (Ismael) den aus dem Geist geborenen (Isaak) verfolgte. Das ist auch im Galaterbrief der Fall und das zu überwinden ist auch die Antwort für die Probleme, nämlich durch Wandel im Geist und in der Gesinnung des Herrn Jesus. Das kann niemand von uns Christen wirklich, nur wenn der Kampf um die Einhaltung menschlicher Gedanken (nach dem Motto: Willst du kein Jünger Darbys sein, dann schlag ich dir den Schädel ein. Darby an sich wäre ja nicht das Problem, er ist es aber geworden, als er zum Haupt einer Sekte gemacht wurde) per System angeordnet ist und somit an das Fleisch appelliert, dann führt der Geist Christi da weit weg, denn der will weder Streit noch Ärger. Das kann durch die Gnade Gottes die Lösung sein.